NHL-Eishockeymagazin
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2004-01-11 

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SPIELTAG 11.01.2004

Detroit - Boston 1-2 OT (1-0/0-0/0-1/0-1)
Nichts wurde es aus der Revanche der Detroit Red Wings für die mit 0-3 am letzten Mittwoch erlittene Heimpleite gegen die Boston Bruins. Trotz eines lange Zeit angehaltenen 0-1 Rückstandes kämpften sich die Hausherren zurück ins Spiel und bezwangen den Tabellenführer der Western Conference zum zweiten Mal in dieser Woche.
Kirk Maltby(8.) hatte die Gäste aus Detroit nach genau acht Minuten in Führung gebracht. Es blieb aber das einzige Mal, dass Andrew Raycroft im Gehäuse der Schwarz-Gelben überwunden werden konnte. Der Schlussmann konnte gegen eine über weite Strecken harmlose Offensive der Red Wings insgesamt 27 Saves verbuchen. Sein Gegenüber Curtis Joseph hielt sich bis ins dritte Drittel hinein mit über 20 Rettungstaten schadlos, ehe der Ex-Red Wing Martin Lapointe(45.pp) in Überzahl ausgleichen konnte.
Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams das Siegtor einige Male auf dem Schläger hatten. Die Erzielung blieb aber dem für das All-Star Game nominierten Stürmer Joe Thornton(63.) in der Verlängerung vorbehalten, als er eine schöne Vorarbeit von Verteidiger Dan McGillis, der den Puck mustergültig ablegte und so seinem Kollegen einen präzisen Handgelenkschuss ins Netz ermöglichte, verwertete.

N.Y. Rangers - N.Y. Islanders 3-2 (3-0/0-2/0-0)

Eric Lindros(NYR) hat Radek Martinek(NYI) bestens im Griff.

98 starke Sekunden reichten den New York Rangers im Stadtduell gegen die New York Islanders um die Entscheidung zum 3-2 Sieg bereits früh im ersten Drittel der Partie am Samstag herbeizufühen.
Eric Lindros(7.pp), Chris Simon(8.) und Martin Rucinsky(8.) entnervten Isles-Goalie Garth Snow bereits sehr früh in der Partie. Gleich drei der ersten sieben Torschüsse musste er passieren lassen. Rick di Pietro, der ihn in der Folgezeit ersetzte, konnte seinen Kasten hingegen in den verbleibenden 52 Minuten sauber halten.
Dies nützte den Hausherren am Ende jedoch nichts mehr. Zwar konnten die Islanders durch Justin Papineau(30.) und Mattias Weinhandl(33.pp) im Mitteldrittel den Anschluss noch einmal herstellen, zu mehr sollte es aber für die Hausherren nicht mehr reichen. Es gelang ihnen, trotz Torschussüberlegenheit, nicht mehr Gästetorhüter Mike Dunham noch einmal zum Ausgleich zu überwinden. So setzte es schließlich für die Mannen aus Long Island die dritte Niederlage im dritten Vergleich dieser Saison mit den Rangers. Der Vorsprung der Islanders in der Tabelle auf die Rangers ist damit wieder bedrohlich auf zwei Punkte zusammengeschmolzen.

Montreal - Pittsburgh 8-0 (1-0/3-0/4-0)
Die Penguins entwickeln sich langsam zur Schießbude der Liga. Mit 0-8 unterliegen sie auf heimischen Eis in der Nachmittagsbegegnung gegen die Montreal Canadiens. 15.286 Zuschauer in der Mellon Arena mussten sich dieses Debakel ihrer einst so glorreichen Mannschaft, dem Stanley Cup Gewinner von 1991 und 1992, mit ansehen. Montreal Verteidiger Sheldon Souray(49.) war an sechs Treffern seiner Farben beteiligt, indem er die ersten fünf Treffer der Partie durch Michael Ryder(18.pp), Mike Ribeiro(27.pp), Richard Zednik(32.pp) und Joe Juneau(39.pp) jeweils im Powerplay sowie erneut Michael Ryder(44.) zum 5-0 bei nummerischen Gleichgewicht vorbereitete und das 6-0 selbst erzielte. Für Souray waren die sechs Scorerpunkte natürlich ein neuer persönlicher Rekord, aber auch neuer Franchiserekord der Canadiens für erzielte Zähler eines Blueliners in einem Spiel.
Chad Kilger(54.) und Pierre Dagenais(60.) komplettierten die Torschützenliste der Canadiens. Sebastien Caron im Gehäuse der Penguins konnte einem Leid tun. Er verbuchte zusätzlich noch 26 Saves. Auf der anderen Seite konnte Jose Theodore bei 25 Torschüssen der Penguins nicht bezwungen werden und so verdiente sich der Schlussmann seinen fünften Shutout der Saison und 22. seiner Karriere.

Colorado - Dallas 4-2 (1-0/3-0/0-2)
In der Nachmittagspartie der beiden Titelkandidaten im Westen konnten sich die Gäste aus Colorado letztlich ungefährdet mit 4-2 Toren durchsetzen. Zunächst sah es danach allerdings gar nicht aus. Druckvoll begannen die Gastgeber aus Dallas die Partie und wollten ihre Erfolgsserie der letzten drei Spiele ohne Niederlage offensichtlich unbedingt fortsetzen. Mit der ersten Torchance für die Avalanche gelang jedoch Milan Hejduk(8.), mit seinem bereits 20. Saisontor, die zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Gästeführung.
Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich dann in der 28. Minute, als Bill Guerin den vermeintlichen Ausgleich für die Stars erzielte, dieser aber wegen Torhüterbehinderung nicht anerkannt wurde, und die geschockten Texaner in Folge dessen binnen weniger Minuten schier aussichtslos mit 0-4 in Rückstand gerieten. In Überzahl entzauberten zweimal Alex Tanguay(32.pp/36.pp) sowie Adam Foote(40.pp) die Gastgeber in der Folgezeit mustergültig. Zur zweiten Pause wurden die Gastgeber mit einem gellenden Pfeifkonzert der 18.532 Fans von den Zuschauern verabschiedet. Zu deutlich hatten sich die clever agierenden Gäste inzwischen abgesetzt, um noch weiter Hoffnung für das Heimteam zu hegen.
Erst im Schlussdrittel, als die Avalanche bereits mehrere Gänge zurückgeschaltet hatten, gelangen Scott Young(46.pp) und Jason Arnott(54.) die ersten Treffer für die Dallas Stars. Zu spät allerdings, um die Gäste noch einmal ernsthaft zu gefährden. Zwar blieben die Avs in dieser Periode sogar ganz ohne eigenen Torschuss, in Gefahr gerieten sie aber trotz kurzer Drangphase der Hausherren nicht mehr ernsthaft.

Atlanta - San Jose 2-5 (0-3/1-0/1-2)
Auch das vierte Auswärtspartie in der Franchisegeschichte der Thrashers in San Jose konnten sie nicht gewinnen und setzten ihre aktuelle Negativserie von fünf Niederlagen in Folge fort. Die Sharks hingegen überzeugten wieder mit gefälligem Kombinationsspiel und einer überzeugenden Goalieleistung von Evgeni Nabokov und Byron Dafoe, der seinen Kollegen nach der zweiten Pause ablöste.
Dem achten Heimsieg zum Trotz begannen die Gäste überaus offensiv und feuerten aus allen Rohren. 14 Mal prüften sie den kazachischen Schlussmann, konnten dabei aber keinen Treffer landen. Den Hausherren hingegen reichte die Hälfte an Schüssen, um durch Alex Korolyuk(3.pp), Nils Ekman(5.) und Niko Dimitrakos(14.) mit 3-0 in Front zu gehen. Der beruhigenede Vorsprung machte sich im zweiten Durchgang dann sichtlich bemerkbar, denn die Sharks agierten sicherer und unterbanden die Angriffsbemühungen besser als im ersten Drittel. Trotzdem kassierten sie einen Treffer durch Ivan Majesky(33.) zum 1-3 Anschluss.
Dem vorentscheidenden 4-1 in Person von Patrick Marleau(52.) in der 52. Spielminute folgten noch Shawn Mceacherns(56.) neuntes Saisontor und der Schlusspunkt durch den Kalifornier Mike Rathje(60.sh), der fünf Sekunden vor dem Ende die Scheibe in Unterzahl zum 5-2 versenkte.

New Jersey - Toronto 1-0 (1-0/0-0/0-0)
Das Duell der beiden Topmanschaften aus der Eastern Conference endete nach einer äußerst fairen Partie - die Schiedsrichter mussten nur drei Unsportlichkeiten und einen Faustkampf zwischen Rob Skrlac und Nathan Perrot ahnden - mit 1-0 für die Gäste aus der Atlantic Division. Der beste Mann auf dem Eis war wiedereinmal New Jerseys Martin Brodeur, der Dank 25 Paraden seinen neunten Saisonshutout einfuhr und damit fünf gegentorlose Siege mehr auf seinen Konto hat als alle anderen NHL-Goalies.
Der einzige Treffer des Abends fiel bereits im ersten Drittel nach einer Vier-gegen-Drei Situation. Scott Neidermayer ließ den Puck in der gegnerischen Zone geschickt liegen, so dass Jay Pandolfo in aussichtsreicher Position einen Rückhandschuss riskieren konnte. Diesen ließ Goalie Ed Belfour, der nach einer Zwangspause von drei Spielen wegen Leistenproblemen wieder im Kasten stand, nur abprallen, woraufhin Brian Gionta(20.) im Nachschuss unbedrängt das 1-0 erzielte.

Edmonton - Philadelphia 3-0 (1-0/0-0/2-0)
Beim vorletzten Spiel einer sechs Partien andauernden Auswärtsserie konnten die Oilers einen überraschend klaren Erfolg beim Spitzenreiter der Atlantic Division einfahren. Entscheidend für diesen Sieg war neben der guten Chancenverwertung das Goaltending von Tommy Salo, der sich seinen ersten Saisonshutout mit 26 Paraden redlich verdiente.
Die 19.561 Zuschauer in Philadelphia sahen eine sich steigernde Begegnung, die im ersten Drittel noch von taktischen Zwängen gezeichnet war, sich im letzten Abschnitt jedoch zum offenen Schlagabtausch entwickelt hat. Zu diesen kam es nachdem Oiler Raffi Torres(15.) im Anfangsdurchgang die Führung der Gäste erzielte und die Hausherren dadurch ihre massierte Abwehr lockern mussten. Während der zweiten 20 Minuten wagten sie sich dann schon häufiger in die gegnerische Zone und standen auch hinten sehr gut.
Nach der zweiten Pause riskierten sie mehr, wurden aber zwei Mal geschickt ausgekontert. Zunächst gelang Shawn Horcoff(52.) das 2-0 nach Vorarbeit von Brad Isbister, ehe knapp vier Minuten später Mike York(56.) einen Schuss von Cory Cross zum 3-0 Endstand abfälschte.

St. Louis - Nashville 1-3 (0-1/0-0/1-2)
Nach drei sieglosen Spielen in Folge konnten die Blues auch bei ihren Divisionskontrahenten aus Nashville nicht punkten. Die Predators hingegen setzten ihre Heimserie von vier Siegen und zwei Unentscheiden bei nur einer Overtimeniederlage fort.
Im ausgeglichenem ersten Abschnitt fiel besonders ein Mann den 12.359 Zuschauern auf. Nachdem sich Jordin Tootoo(18.pp) mit Mike Danton in der neunten Spielminute einen Fauskampf geliefert hatte und folgerichtig dafür fünf Minuten in der Kühlbox büsen musste, bewies er, dass er auch Eishockey spielen kann, indem er kurz vor der ersten Pausensirene das 1-0 für die Hausherren im Powerplay erzielte.
Den Angriffsbemühungen der Gäste, die sich im Mitteldrittel zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten erarbeiteten, konnten erst zu Beginn des letzten Abschnitts durch Eric Boguniecki(44.), der von Tootoos Kontrahenten in Szene gesetzt wurde, ausgleichen. Den Siegeswillen der Gastgeber tat dieser Rückschlag aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, sie versuchten nun erneut die zwei Punkte wieder zu erlangen, indem sie agressiv nach vorne spielten. Die Zähler zurück brachten schließlich die beiden Treffer durch David Legwand(47.) und Jeremy Stevenson(53.).

Florida - Calgary 2-4 (2-1/0-0/0-3)
Der sehr guten Auswärtsbilanz von sechs Siegen in den letzten sieben Spielen steht eine ziemlich erfolglose Heimbilanz von nur einem Unentscheiden in vier Partien gegenüber. Diese Serie beedneten die Kanadier in dieser Nacht mit einem überzeugenden Sieg über die Panthers, der allerdings erst im letzten Abschnitt klar gemacht werden konnte.
Ein äußerst turbulentes Anfangsdrittel sahen die 16.809 Zuschauer in Alberta, in dem die Statistiker insgesamt 28 Torschüsse zählten. Zu Erfolgen kamen dabei beide Mannschaften: Nachdem Floridas Nathan Horton(5.pp) im Powerplay getroffen hatte, glich Jarome Iginla(7.sh/53.) in Unterzahl aus, ehe Kristian Huselius (14.) die erneute Führung wieder herstellte.
Dem ausgeglichenem ersten Abschnitt folgten nun zwei Durchgänge die eindeutig von den Hausherren dominiert wurden. Dem schnellen Tempo und kompromisslosem Defensivspiel hatten die Gäste nur noch wenig entgegen zu setzen, so dass sich eine baldige Ergebnisänderung abzeichnete. Diese erfolgte nach 47 Sekunden im letzten Abschnitt durch Dean Mcammond(41.pp). Dem nicht genug drehten schließlich Chris Clark(46.) und Iginla mit seinem zweiten Tor des Abends die Vorzeichen endgültig auf Sieg.

Columbus - Los Angeles 2-2 (1-1/1-1/0-0/0-0)
Trotz ihrer diesjährigen Auswärtsschwäche konnten die Blue Jackets die ungeschlagene Serie - sie gewannen fünf Mal in Folge bei den Kings - in Los Angeles fortsetzen. Die Kalifornier sind hingegen weiter von der Rolle und waren während der letzten elf Saisonspiele nicht mehr in der Lage einen Sieg einzufahren.
Nachdem die Mannschaft aus Los Angeles auf ihre beiden Spitzenstürmer Jason Allison und Adam Deadmarsh verletzungsbedingt schon seit Saisonbeginn verzichten müssen, ereilte den Kings gestern eine weitere Hiobsbotschaft: Topscorer Zigmund Palffy wird wegen einer Schulterverletzung ebenfalls bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch wegen dieser gravierende Schwächung kamen sie über ein Unentschieden in der letzten Nacht nicht hinaus. Es haperte besonders in der Chancenverwertung, mit der die Blue Jackets ebenfalls zu kämpfen hatten. Die Teams erarbeiteten sich zwar zahlreiche Möglichkeiten, waren aber nur je zwei Mal in der Lage ins Schwarze zu treffen.
Dem ausgeglichenem ersten Drittel, in dem Anders Eriksson(3.pp) und Trent Klatt(20./37.) jeweils in Überzahl das 0-0 auf 1-1 erhöhten, folgte ein von den Mannen aus Ohio dominierter zweiter Durchgang. Trotz der Überlegenheit erzielten sie durch Todd Marchant(22.) nur einen Treffer und mussten sogar den erneuten Einstand durch Klatts zweitem Tor des Abends hinnehmen. Die Kings mühten sich im weiteren Spielverlauf das Blatt noch zu wenden, kamen aber wie ihre Kontrahenten zu keinem weiteren Erfolg, obwohl sie in den letzten 25 Minuten durchaus spielbestimmend waren.

 

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