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2004-01-10 

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SPIELTAG 10.01.2004

Carolina - Washington 1-4 (1-0/0-2/0-2)

Robert Lang(WAS) bezwingt Gästeschlussmann Kevin Weekes(CAR).

Die Washington Capitals können ja doch noch gewinnen. Nach sieben sieglosen Spielen in Folge konnten sie heute Nacht im MCI Center der US-Hauptstadt die Carolina Hurricanes mit 4-1 bezwingen. Nur 16 Torschüsse benötigten die Hausherren um ihren 1.000. Franchisesieg einzufahren.
Mann des Abends war hierbei Jaromir Jagr(21.), der ein Tor selbst erzielte und zu den Powerplaytreffern von Alexander Semin(27.pp) und Robert Lang(43.pp) an der Vorarbeit beteiligt war. Nur 34 Sekunden nach Langs 3-1 machte Bates Battaglia(43.) zu Beginn des Schlussdrittels den Erfolg der Capitals perfekt.
Von der Spielanlage und den -anteilen her waren die Hurricanes das bessere Team. Gleich die erste sich ihnen bietende Überzahlsituation hatte Jeff O'Neill(6.pp) zur 1-0 Führung genutzt. Danach fanden sie aber immer wieder in Capitals' Schlussmann Olaf Kölzig ihren Meister und ihre Schwäche im Abschluss wurde wieder einmal mehr als deutlich.

Tampa Bay - New Jersey 4-1 (1-1/0-0/3-0)
Mit den zwei schnellsten Toren in ihrer Franchisegeschichte, Dave Andreychuk(47.) und Fredrik Modin(47.) trafen binnen sieben(!) Sekunden zum 4-1 Schlussstand, beendeten die Tampa Bay Lightning ihre eindrucksvolle Vorstellung in der Continental Airlines Arena von East Rutherford und bewiesen, dass sie ihre Krise überwunden haben. Dass sich die gastgebenden New Jersey Devils weiter in einem Leistungstief befinden wurde wiederum bestätigt.
Dabei hatte die Partie ganz gut für die Hausherren begonnen. Nach nur 88 Sekunden hatte sie Scott Gomez(2.) mit 1-0 in Front gebracht. Was die amtierenden Stanley Cup Champions danach ihren 19.040 zahlenden Besuchern boten, grenzte schon an Arbeitsverweigerung. Nichts, aber auch gar nichts lief bei den Devils mehr zusammen. Kurz vor der ersten Pause wurden sie dann auch noch durch Martin St. Louis(20.sh) mit einem Gegentor bei Unterzahl bestraft.
Der Mittelabschnitt verlief zwar torlos, aber auch hier hatten die Devils ihre liebe Mühe mit den Gästen und konnten über das Remis glücklich sein. Dies sollte sich aber im letzten Drittel ändern, als Cory Stillman(42.) mit seinem 13. Saisontor New Jerseys Heimniederlage, ihre vierte aus den letzten sechs Partien, einläutete.

Ottawa - Buffalo 2-3 (0-0/0-1/2-2)
Nach ihrem gestrigen 7-1 Kantersieg im Duell gegen die Toronto Maple Leafs, dem punktbesten Team der Eastern Conference, hatten die Ottawa Senators heute Nacht eine vermeintlich leichte Auswärtsaufgabe in der HSBC Arena von Buffalo zu verrichten.
Doch Punkte sind nicht im Vorbeigehen mitzunehmen, sondern müssen sich bei jedem Gegner in der Liga schwer verdient werden und dazu waren die Senators nicht in der Lage. 50 Minuten lang wirkte das Spiel der Kanadier schwerfällig sowie wenig ausgereift. Am Ende zogen sie mit 3-2 Toren den Kürzeren. Mark Fitzpatrick(58.pp) beendete mit dem Siegtor, als noch knapp drei Minute zu absolvieren waren, Ottawas eindrucksvolle Bilanz von elf Spielen in Folge ohne Niederlage.
Auch die ersten zwei Treffer der Hausherren von Jean-Pierre Dumont(38.pp) und Daniel Briere(45.pp) zur 2-0 Führung waren aus einem Überzahlspiel heraus entsprungen. Die Partie schien längst entschieden, als sich die Senators doch noch Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen durften. Fünf Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene egalisierten Martin Havlat(55.pp) und Todd White(55.) doch noch einmal den Spielstand. Das schmeichelhafte Unentschieden währte jedoch nur knapp drei Minuten.

Phoenix - Minnesota 2-0 (0-0/1-0/1-0)

Brian Boucher(PHO) bedankt sich bei den ihm applaudierenden Fans der Wild.

345 Minuten und 45 Sekunden ist es her, dass Brian Boucher zuletzt hinter sich einen Puck aus dem Netz holen musste, seitdem sammelt er 'Shutouts'. Heute Nacht im Xcel Energy Center von St. Paul gegen die Wild verdiente er sich sein fünftes 'Zu-Null Spiel' in Folge und setzte einen neuen NHL-Rekord.
Zu Beginn des Schlussdrittels, die Coyotes lagen zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Ossi Vaananen(40.) und Fredrik Sjostrom(43.) bereits mit 2-0 in Front, ließ er die bisherige Bestmarke des modernen Eishockeys (309 Minuten, 21 Sekunden) aus dem Jahre 1949 vom damaligen Canadiens Goalie Bill Durnan hinter sich.
"Ich habe immer wieder auf die Uhr geschaut und war danach wie befreit. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich die Sekunden heruntergezählt," gab Boucher nach der Partie zu. Anerkennenden, tosenden Beifall bekam Boucher auch von den 18.568 Besuchern in der ausverkauften Arena.
Das nächste Ziel, das sich Boucher nun setzen könnte, wären Alex Connells sechs Shutouts mit 461 Minuten und 29 Sekunden ohne Gegentreffer aus der Spielzeit 1927/28. Zu dieser Zeit gab es aber noch andere Regeln, wodurch es den Torhütern erleichtert wurde ihren Kasten sauber zu halten. Es wurde bis 1944 ohne rote Linie gespielt und der Pass nach vorne war im gegnerischen Drittel untersagt.

Vancouver - Anaheim 5-2 (1-0/3-0/1-2)
Die Auswärtstour der Vancouver Canucks durch das südlichen Kalifornien hat sich wahrlich gelohnt. Nach ihrem gestrigen Erfolg gegen die Los Angeles Kings konnten sie auch heute Nacht zu Besuch bei den Mighty Ducks of Anaheim aus dem Arrowhead Pond beide Zähler entführen.
Die Vorentscheidung zu Gunsten der Westkanadier fiel im Mittelabschnitt, in den sie mit einer 1-0 Führung durch ein Tor von Jarrko Ruutu(15.) gegangen waren. Mike Keane(23.), Henrik Sedin(27.) und Markus Naslund(34.) bereiteten innerhalb einer Viertelstunde Anaheims Schlussmann Jean-Sebastien Giguere einen rabenschwarzen Abend. Optisch waren die Hausherren gar nicht so unterlegen wie der Spielstand von 4-0 zur zweiten Pause vermuten ließe, doch Gästeschlussmann Dan Cloutier schien unbezwingbar.
Dass dies nicht so ist bewiesen Todd Simpson(42.) und Petr Sykora(58.) mit den beiden Anschlusstreffern der Kalifornier. Gefährden konnten die Ducks den Auswärtserfolg der Westkanadier aber nicht mehr. Zum Abschluss durften sich diese noch einmal über ein Tor ihres Teamkapitäns Markus Naslund(60.en) zum 5-2 Endstand freuen.

 

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