Der neue Mann hinter der Bande in Columbus feierte einen gelungenen Einstand: Gerard Gallant.
Es gibt so Spiele da läuft fast alles perfekt, nur der gegnerische Torhüter wächst über sich hinaus, man tifft daher das Tor nicht und fängt sich dann hinten einen ein. So erging es den Tampa Bay Lightning in ihrem Heimspiel gegen das derzeit punktschlechteste Team der NHL, den Columbus Blue Jackets. Die Lightning dominierten nahezu die komplette Partie, kamen zu insgesamt 37 Torschüssen auf Marc Denis, der sich aber als unbezwingbar an diesem Abend herausstellte und schließlich den zwölften Shutout seiner Karriere feiern konnte, während Rostislav Klesla(38.) mit seinem ersten Treffer der Saison bei einigen wenigen Chancen Tampa Bay Schlussmann John Grahame im wahrsten Sinne der Worte eiskalt erwischte. Es war Kleslas erstes Tor seit über einem Jahr.
Den Sieg und damit den Einstand des neuen Trainers Gerard Gallant, der erst am Donnerstag das Amt von General Manager Doug MacLean übernahm, perfekt machte Manny Malhotra(59.en) knapp eine Minute vor dem Ende, als die Lightning Grahame zu Gunsten eines sechsten Feldspieler bereits aus dem Tor genommen hatten.
Philadelphia - Florida 2-1 (0-1/2-0/0-0) Die Philadelphia Flyers haben einen neuen Star gefunden, während ihr Kapitän zunächst außer Gefecht ist. Neuzugang Mike Comrie(25./30.), erst am 16. Dezember aus Edmonton geholt, wurde mit beiden Treffern zum Matchwinner für die Gäste. Sein Wechsel scheint sich für die Flyers auszuzahlen. Dagegen müssen sie in den nächsten Wochen auf Schlüsselspieler Keith Primeau verzichten, der sich nach einem Schuss von Jay Bouwmeester die rechte Hand brach. Trainer Ken Hichcock kommentierte die Verletzung gewohnt nüchtern: 'Er ist unser bester Spieler seit Jahren. Aber für mich ist das eine große Chance für andere, besonders Jeremy Roenick, aus seinem Schatten zu treten.'
Die Panthers, die die Partie gut begannen und auch nicht unverdient durch Nathan Horton(19.) mit 1-0 in Führung gingen, doch im Zuge der Partie zunehmend unter Druck gelangten, mussten sich nach sechs Heimspielen ohne Niederlage wieder einmal geschlagen geben. Bei Philadelphia kam der deutsche Verteidiger Dennis Seidenberg zum zweiten Mal in dieser Saison zum Einsatz, blieb jedoch unauffällig.
Detroit - Carolina 4-1 (2-0/1-1/1-0) Im Rematch des Stanley Cup Finales von 2002 agierten die nach der Tabelle klar unterlegenen Carolina Hurricanes gar nicht schlecht und der Torhüter der Red Wings, Curtis Joseph, konnte sich wahrlich nicht über zu wenig Beschäftigung beklagen, doch Detroit zeigte seinen Gegnern einmal mehr was es heißt, effektiv zu spielen.
Sieben Torschüsse im ersten Abschnitt genügten den Gästen, um nach 20 Minuten mit 2-0 zu führen. Pavel Datsyuk(10.) und Steve Yzerman(11.pp) konnten die Hausherren und deren 17.053 Zuschauer mit einem Doppelschlag innerhalb von 66 Sekunden schocken.
Die Hurricanes steckten aber keineswegs zurück und kamen ihrerseits nach einem verhaltenen Auftakt zu guten Torchancen, doch Kris Draper(29.sh) machte nach einem Fehlpass von Canes Verteidiger Aaron Ward in Unterzahl jegliche Ambitionen die Partie noch einmal offen zu machen zunichte. Kevyn Adams(40.sh) gelang es schließlich doch Joseph zu überwinden, ebenfalls bei einem Konter in nummerischer Unterlegenheit.
Dies gab den Hurricanes noch einmal Auftrieb für den Schlussabschnitt, während sich Detroit relativ weit zurückzog. Den letzten Treffer erzielten trotzdem die Red Wings. Kris Draper(57.) markierte sein zweites Erfolgserlebnis des Abends zum 4-1 Endstand.
Anaheim - Buffalo 2-5 (1-1/1-3/0-1) Den vierten Sieg aus ihren letzten fünf Partien konnten heute Nacht die Buffalo Sabres in der heimischen HSBC Arena gegen die Mighty Ducks of Anaheim einfahren. Dabei musste der Schweizer Gästetorwart Martin Gerber zum ersten Mal bei seinen 17 Einsätzen in dieser Saison mehr als drei Treffer hinnehmen.
Chris Drury(10.sh), Curtis Brown(21.), Dmitri Kalinin(23.) und Daniel Briere(55.) brachten es beim deutlichen 5-2 Erfolg jeweils auf ein Tor und einen Assist.
Für die Vorentscheidung mit dem Treffer zum 4-2 sorgte kurz vor der zweiten Pause Buffalos Teamkapitän und Topscorer Miroslav Satan(39.), der just nachdem Andy McDonald(38.sh) mit einem 'Shorthander' die Kalifornier noch einmal auf 2-3 heran gebracht hatte, sein Torekonto auf 14 erhöhen konnte.
Das erste Tor der insgesamt enttäuschend agierenden Gäste, die vier ihre letzten sechs Spiel verloren geben mussten, hatte Keith Carney(11.pp) aus einem Powerplay heraus erzielt.
Edmonton - Minnesota 2-1 (1-0/0-1/1-0) Ein Fehler von Dwayne Roloson war dafür verantwortlich, dass der Franchiserekord der Minnesota Wild nach neun Spielen ohne Niederlage heute Nacht in der Heimpartie gegen die Edmonton Oilers ein Ende fand.
Spielstand 1-1. Minnesota im Powerplay. Bully zu Beginn des letzten Spielabschnitts, die Gäste aus Edmonton gewinnen diesen, spielen den Puck lang, Minnesotas Schlussmann Roloson kann die Scheibe hinter dem eigenen Gehäuse nicht kontrollieren, verliert sie an Ryan Smyth(41.sh) und dieser hat wenig Mühe sie zum 2-1 Siegtreffer für die Westkanadier einzuschieben.
Schon einmal, nach dem Tor von Raffi Torres(19.) zum Ende des Eröffnungsdrittels, hatten die Oilers geführt, doch hiervon konnten sich die Hausherren noch einmal erholen. Sie dominierten den zweiten Durchgang, was auch Ausdruck in der Schussbilanz von 9-1 zu ihren Gunsten fand. Matt Johnson(37.) gelang schließlich der zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Ausgleich.
Phoenix - Dallas 6-0 (2-0/2-0/2-0)
Brian Boucher feierte seinen neunten Karriere-Shutout.
Was ist nur mit den Dallas Stars los? Mit sage und schreibe 0-6 unterliegen sie den Coyotes im American Airlines Center vor enttäuschten 18.425 Zuschauer. Die hatten sich ihren Abend sicherlich anders vorgestellt. Völlig indiskutabel präsentierten sich die Stars besonders im ersten Abschnitt, als Ladislav Nagy(4.pp) und Chris Gratton(17.) die Gäste mit 2-0 in Führung bringen konnten, während die Hausherren gerade einmal vier Torschüsse produzieren konnten. Für Stars Torhüter Ron Tugnutt war der Arbeitstag nach 16 Minuten und neun Sekunden schon beendet, denn Trainer Brian Trottier schickte nach dem 0-2 seine Nummer 1 Marty Turco auf das Eis.
Dieser Wechsel zahlte sich ebenfalls nicht aus, denn bei folgenden 18 Torschüssen von Phoenix musste Turco noch vier Mal hinter sich greifen. Den Anfang machte Shane Doan(22.) bereits kurz nach dem Wechsel, während Brian Savage(39.) das Drittel abschloss. Dallas kam jetzt seinerseits zu mehr Chancen, doch Brian Boucher zeigte sich zu diesem und späteren Zeitpunkt unüberwindbar und feierte an seinem 27. Geburtstag mit insgesamt 35 Saves den neunten Shutout seiner Karriere.
Im Schlussabschnitt musste Boucher noch einmal Schwerstarbeit verrichten, denn nun wachten die Stars endgültig, doch etwas zu spät, auf. Treffer markierten trotzdem nur die Coyotes Daymond Langkow(48.) und Branko Radivojevic(58.pp) zum sensationellen Endstand von 6-0. Bei Phoenix hatten sich sechs verschiedene Spieler in die Torschützenliste eingetragen.
San Jose - Chicago 1-2 (0-0/0-0/1-2) 13.455 Zuschauer in Chicago sahen eine enge und umkämpfte Partie, sowie wieder einmal einen Sieg ihrer Blackhawks. In den letzten 25 Begegnungen konnte Chicago nur vier Siege einfahren und ist damit Vorletzter in der Western Conference. An diesem Abend stand den Männern aus der Windy City aber auch das Glück zur Seite, als der Videoschiedsrichter den vermeintlichen Ausgleichstreffer von Shark Alex Korolyuk in der 55. Spielminute nicht anerkannte.
Zuvor entwickelte sich eine ungemein ausgeglichene Partie, in der beide Teams ihre Chancen hatten, doch sich beide Torhüter, nämlich Evgeni Nabokov auf Seiten San Joses und Steve Passmore für Chicago, zumindest in den ersten vierzig Minuten schadlos halten konnten.
Brett MacLean(43.) war es mit seinem achten Saisontreffer vorbehalten, die Husherren in Führung zu bringen, doch Alex Korolyuk(47.) konnte wieder ausgleichen. Igor Korolev(53.) erzielte schließlich den Siegtreffer. Er traf zum ersten Mal nach knapp 13 Monaten und das zu einem kaum besser gewählten Zeitpunkt.
Colorado - Vancouver 4-2 (0-1/2-0/2-1) Die Negativserie von vier sieglosen Spielen in Folge konnten die Avalanche in der letzten Nacht bei den Canucks Dank eines überragenden Peter Forsberg beenden. Der 30-jährige Schwede, der in 21 Partien wegen einer Leistenverletzung seinem Team fehlte, leistete nicht nur die Vorarbeit zu drei Treffern, sondern war ein ständiger Unruheherd, der von den Hausherren nie richtig in Griff zu bekommen war.
Vancouver fing allerdings gut an und dominierte die Begegnung. Folgerichtig gingen sie im Powerplay kurz vor der ersten Pause durch Markus Naslund(20.pp) in Führung. Das zweite Drittel beherrschten die Gäste jedoch klar, was das Schussverhältnis von 19-5 dick unterstreicht. Zwei der abgefeuerten Pucks - Rob Blake(22.pp) und Alex Tanguay(29.) waren die erfolgreichen Schützen - landeten dann auch noch im Gehäuse, wodurch sich das Blatt erstmal gewendet hatte.
Im ausgeglichenem letzten Abschnitt konnte Vancouvers Brad May(43.) noch den zwischenzeitlichen Einstand herstellen, ehe Milan Hejduk(53.pp) und Joe Sakic(56.) innerhalb von 205 Sekunden den verdienten Sieg letztendlich sicherten und damit den Abstand auf den Primus der Northwest Division auf vier Punkte verringerten.