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2003-12-28 

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SPIELTAG 28.12.2003

Buffalo - Washington 3-1 (1-1/0-0/2-0)
Das Duell der beiden Tabellenletzten ihrer jeweiligen Division, den Buffalo Sabres im Nordosten und den Washington Capitals im Südosten, entschieden die Gäste aus dem Norden auch Dank ihres hevorragenden Teamkapitäns Miroslav Satan(17.) mit 3-1 für sich. Der Slowake im Team der Sabres war beim 3-1 Erfolg im MCI Center der US-Hauptstadt an allen Treffern seiner Mannschaft beteiligt. Den Ausgleich zum 1-1 zum Ende des ersten Spielabschnitts erzielte er selbst und zu den Toren von Daniel Briere(45.) und Jochen Hecht(60.en) im Schlussdrittel leistete er jeweils die Vorarbeit.
Der Sieg der Sabres ging auch aufgrund der Spielanteile völlig in Ordnung. Die Capitals konnten nur in den ersten zehn Spielminuten, als auch Peter Bondra(8.) die 1-0 Führung gelungen war, einigermaßen überzeugen. Anschließend ließen sie sich zu sehr in ihr Verteidigungsdrittel drängen und verlegten sich aufs Kontern. Eine Maßnahme die trotz der 37 Rettungstaten von Olaf Kölzig nicht aufging.

Toronto - N.Y. Islanders 1-3 (1-0/0-1/0-2)
Ihre beeindruckende Serie mussten die Toronto Maple Leafs heute auf Long Island beenden. Mark Parrish führte die New York Islanders ihrerseits zu ihrem sechsten Heimsieg in Folge und damit der längsten Siegesserie auf heimischem Eis seit 1994.
Zuerst sah es noch gut aus für die kanadischen Gäste. Darcy Tucker(16.) brachte die Leafs in Führung. Mattias Weinhandl(26.) konnte nach Vorarbeit von Shawn Bates jedoch im Mitteldrittel die Partie egalisieren, bevor es in den entscheidenden Schlussabschnitt ging.
Die 14.500 Zuschauer bejubelten in der 44. Minute die erstmalige Führung für das Heimteam. Mark Parrisch(44.) konnte die Vorarbeit von Eric Cairns und Jason Blake erfolgreich abschließen. Als die Gäste dann Torhüter Ed Belfour bereits vom Eis genommen hatten um ihre Punkteserie, die bereits seit fünf Wochen anhielt, weiter fortsetzen zu können, beendete erneut Mark Parrisch(60.en) unsanft alle Ambitionen der Ahornblätter.
Die Islanders befinden sich durch die letzten Siege gegen starke Gegner auf erneutem Playoffkurs und haben einmal mehr bewiesen, dass sie auch gegen die vermeintlich Großen der Liga gut mithalten können, wenn denn der Einsatz stimmt.

Montreal - Carolina 1-2 (0-0/0-1/1-0/0-1)
26 Mal in Folge konnten die Carolina Hurricanes nicht mehr bei Überzahl treffen. Heute Nacht in ihrer Heimpartie gegen die Montreal Canadiens gelang es Sean Hill(36.pp/61.pp) mit zwei Powerplaytoren diese Negativserie zu beenden und sein Team zu einem 2-1 Erfolg zu führen.
Andrei Markov saß in der Verlängerung gerade für vier Sekunden auf der Strafbank als Hill, der zuletzt vor 33 Spielen getroffen hatte, die Partie vorzeitig beendete.
Auch der zwischenzeitliche Ausgleich der frankokanadischen Gäste entsprang einer nummerischen Überlegenheit. Mit einem Onetimer aus kurzer Distanz ließ Richard Zednik(46.pp) Hurricanes' Schlussmann Kevin Weekes, der ansonsten nur weitere 18 Mal geprüft wurde, keine Abwehrchance.

Dallas - Columbus 4-3 (3-1/1-1/0-1)
Obwohl es ihnen gelang ihren Gegner im Schlußabschnitt gänzlich ohne Torschuss zu lassen, unterlagen die Blue Jackets gegen die Dallas Stars mit 3-4 Toren. Das schnellste Gegentor in der Franchisegeschichte der Jackets machte schlussendlich den entscheidenden Unterschied der beiden bisher enttäuschenden Teams in der Western Conference. Mike Modano(1.) konnte Fred Brathwaite bereits nach 8 Sekunden im Eröffnungsdrittel überwinden. Brendan Morrow(11.) baute die Führung der Gäste zunächst aus, bevor Nikolai Zherdev(14.) der zwischenzeitliche Anschlußtreffer gelang. Postwendend konnte Teppo Numminen(15.) aber die Führung der Texaner wieder ausbauen.
Mit dem 4-1 durch Richard Matvichuk(30.) im Mittelabschnitt war die Partie quasi entschieden. Zwar gelang Rick Nash(34.) noch ein Treffer für die Gastgeber vor der Pause, zu mehr als dem erneuten Anschluss durch Lasse Pirjeta(54.) sollte es im Schlussdrittel für die Gastgeber aber nicht mehr reichen. Columbus schaffte es, wie bereits erwähnt, die Texaner im letzten Spielabschnitt ganz ohne Torschuss zu halten, doch die lediglich vier Schüsse der Jackets waren ebenfalls zu wenig, um Marty Turco noch einmal zum Ausgleich zu überwinden.

New Jersey - Pittsburgh 2-0 (1-0/0-0/1-0)
Wenn er einmal spielen darf, dann macht er sein Bestes daraus. In seinem ersten Einsatz seit dem 7. November und seinem zweiten in dieser Saison holte sich Torhüter Corey Schwab mit 21 Saves den sechsten Shutout seiner NHL-Karriere. Er stoppte jeweils acht Schüsse im ersten und im zweiten, sowie fünf im dritten Drittel.
Der Rest vor 12.139 Zuschauer in der Mellon Arena ist schnell erzählt. Zwei Powerplaytore durch Jay Pandolfo(10.pp) und Jeff Friesen(50.pp) genügten den Devils, um ihre kleine Serie von vier Auswärtspartien ohne Niederlage auszubauen und den fünfzehnten im neunzehnten Spiel in Pittsburgh einzufahren. Friesen und Pandolfo erzielten jeweils ihr achtes Saisontor.
New Jersey spulte sein Programm routiniert herunter, während den weitgehend unerfahrenen Penguins die mangelnde Routine deutlich anzumerken war.

Boston - Tampa Bay 2-4 (0-1/1-2/1-1)
Schande für Boston und Ehre für Tampa Bay! Ein Unterzahltor im ersten Drittel durch Lightning Vincent Lecavalier(19.sh) und zwei Unterzahltore innerhalb von weniger als elf Minuten im zweiten Drittel durch dessen Kollege Martin St. Louis(26.sh/37.sh) entschieden die Partie am vergangenen Abend in Florida gegen die Bruins vorzeitig.
Obwohl die Gäste durchaus ebenbürtig agierten, waren sie zunächst nicht in der Lage die Hausherren zu überwinden. Erst St. Louis' zweiter Treffer rüttelte sie auf. 103 Sekunden nach dem 0-3 erzielte Rob Zamuner(38.) den Anschluss, womit die Aufholjagd begann. Prompt legte Rem Murray(42.) zu Beginn des letzten Durchgangs nach.
Die Butter ließen sich die Mannen aus Tampa jedoch nicht mehr vom Brot nehmen und spielten ab diesen Zeitpunkt wieder konzentrierter. Wenig Möglichkeiten ergaben sich deshalb in weiteren Verlauf mehr, spielten die Lightning doch nur noch verhalten nach vorne und zerstörten die gegnerischen Angriffe schon im Keim. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich deren Brad Richards(60.) kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene mit seinem fünften Saisontor.

Anaheim - Florida 2-3 (1-0/1-2/0-1)
Ein Spiel mit zahlreichen Torschüssen auf beiden Seiten sahen die 18.007 Zuschauer in Florida. Insgesamt 74 Mal hatten die Akteure nach 60 Minuten auf die beiden von Jean-Sebastien Giguere und Roberto Luongo gehüteten Gehäuse geschossen. Die Mighty Ducks of Anaheim, die seit 13 Spielen auswärts ohne Sieg sind, hatten dabei den besseren Anfang für sich, denn nach Treffern von Craig Johnson(10.) und Sergei Fedorov(25.) lagen sie mit 2-0 in Front, obwohl die heimischen Panther weit mehr vom Spiel hatten.
Matt Cullen(26.) konnte nur 80 Sekunden nach dem 2-0 auf 1-2 verkürzen und gab damit das Signal für eine tolle Aufholjagd. Sieben Sekunden vor dem Ende des zweiten Abschnitts glich Marcus Nilson(40.) zum 2-2 aus. Für Anaheim, die zuletzt am 29. Oktober auswärts gewonnen haben, kam es aber noch schlimmer, als Olli Jokinen(50.pp) Mitte des Schlussdrittels eine Überzahlsituation zur erstmaligen Führung der Hausherren verwertete. Alle Bemühungen der Gäste das Spiel noch einmal zu wenden blieben vergebens. Panthers Schlussmann Luongo verbuchte über die gesamte Spieldauer 32 Saves, während sein Gegenüber 37 Mal rettend eingreifen konnte.

Philadelphia - Colorado 2-3 OT (0-0/1-1/1-1/0-1)
In einer phasenweise recht hart geführten Partie zweier Titelaspiranten konnten sich die heimischen Colorado Avalanche, die erstmal seit 19 Spielen mit Torjäger Peter Forsberg angetreten waren, knapp gegen die Gäste aus Philadelphia durchsetzen. Nach einem relativ ereignisarmen, aber doch intensiven Eröffnungsdrittel gelang Sami Kapanen(31.sh) die zu diesem Zeitpunkt etwas glückliche Führung für die Gäste. Bei seinem Schuss sah Avs-Torhüter Philippe Sauve, der David Aebischer vertreten durfte, allerdings nicht ganz glücklich aus, hatte er doch freie Sicht auf den Schützen und musste den Puck dennoch auf der Fanghandseite passieren lassen. Zu allem Überfluss befanden sich die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt auch noch im Powerplay. Postwendend markierte allerdings Teemu Selanne(33.pp) mit seinem zehnten Saisontreffer den Ausgleich für das Team aus Denver und beruhigte so zunächst die Nerven der Anhänger.
Ausgeglichen ging es auch in den Schlussabschnitt der Partie. Obwohl die Avalanche fast über die gesamte Partie die aktivere Mannschaft waren, gelang den Gästen erneut der Führungstreffer. Radovan Somik(51.) schockte die 18.007 Zuschauer im erneut ausverkauften Pepsi Center. Trotz vereinzelter Unmutsbekundungen ihrer Fans gelang den Gastgebern kurz vor Schluss der Ausgleich zum 2-2. Rob Blake(59.) fälschte einen Schuss von Joe Sakic noch leicht ab, so dass Steve Hackett, der eine starke Partie bot, letztlich keine Chance hatte.
Milan Hejduk(62.) war es schließlich vorbehalten die Entscheidung zu Gunsten des engagierteren Heimteams zu erzielen. Nach nicht einmal zwei Minuten in der Verlängerung nutze er eine gelungene Vorarbeit von Teemu Selanne, der die Verteidigung geschickt blockte, zum umjubelten Siegtreffer für die Hausherren.

Nashville - Phoenix 3-1 (1-0/1-0/1-1)
Die Premiere im neuen Stadion der Coyotes, in der Glendale Arena, ging gründlich daneben, denn die Hausherren mussten sich den Mannen aus Nashville mit 1-3 geschlagen geben. Die 19.052 Zuschauer sahen allerdings eine engagiert zu Werke gehende Heimmanschaft, die es allerdings nicht verstand Kapital aus ihrer optischen Überlegenheit zu schlagen. Ein weiterer Grund für die Niederlage war die Leistung von Tomas Vokoun, der Goalie der Predators. Er machte wieder eine hervorragende Figur und hatte nur in der neunten Minute des letzten Abschnitts gegen Brian Savage(49.) ein Mal das Nachsehen.
Zuvor hatte Nashvilles Scott Walker(15.) seine Farben bereits in Front gebracht, ehe Marek Zidlicky(25.) im zweiten Durchgang auf 2-0 erhöhte. Endgültig die zwei Punkte sichern konnte Martin Erat(56.), der einen Schuss von Robert Schnabel unabsichtlich ins Netz abfälschte.
Nashville bleibt weiterhin auf einen guten Weg die Qualifikation für die Playoffs erstmalig zu schaffen, befinden sie sich doch immerhin auf dem neunten Platz im Westen, hinter den punktgleichen Dallas Stars. Die Coyotes liegen vier Zähler dahinter.

Edmonton - Vancouver 6-2 (0-1/3-1/3-0)
Eine üble 2-6 Niederlage mussten die in der Northeast Division erstplatzierten Canucks in dieser Nacht zu Hause gegen die jetzt zwölf Punkte schlechter liegenden Oilers einstecken. Das Erfolgsrezept der Gäste war die konsequente Chancenverwertung, die ihnen sechs Tore bescherte, obwohl sie nur 26 Mal auf das gegnerische Gehäuse feuerten. Einen rabenschwarzen Tag erwischte zudem Alex Auld, der Goalie der Hausherren, der fast jeden vierten Schuss passieren ließ.
Für die Gastgeber und haushohen Favoriten fing alles jedoch gut an, denn Brad May(3.) hatte sie bereits nach 126 Sekunden in Führung gebracht. Ein weiteres Erfolgserlebnis wollte dann erst wieder im zweiten Drittel fallen. Nachdem Edmontons Mike York(28.sh) kurzzeitig ausgeglichen hatte, schoss Daniel Sedin(31.) nach Vorarbeit von seinen Bruder Hendrik Vancouver erneut in Front. Im zweiten Teil dieses Durchgangs gelangen den beiden Oilers Jarret Stoll(33.) und Brad Isbister(39.) allerdings noch die Wende.
Drei zusätzliche Treffer durch Radek Dvorak(43.), Ryan Smyth(52.pp) und Ales Hemsky(55.) für die Gäste zum Endstand kamen überraschend noch dazu, ehe die Partie zu entgleisen drohte. Zahlreiche grobe Unsportlichkeiten hatten die Schiedsrichter noch zu ahnden sowie einen Faustkampf zwischen Fernando Pisani und Jarkko Ruutu zu leiten.

San Jose - Los Angeles 4-4 (2-0/1-3/1-1/0-0)
Den Kampf der beiden Kontrahenten im Kampf um die Krone am Pacific fand am letzten Abend in Los Angeles keinen Sieger, wodurch die Kings weiterhin punktgleich wegen der größeren Anzahl an Siegen vor den Sharks an Platz Eins stehen.
Von Beginn an gaben die Hausherren Vollgas und schossen aus allen Rohren. Fortuna war ihnen dabei aber nicht hold, denn trotz zahlreicher Chancen waren sie noch nicht in der Lage die gegnerische Abwehr zu knacken. Die Gäste hatten dabei mehr Glück und konnten in den Personen von Vincent Damphousse(4.pp/42.pp) und Patrick Marleau(12.) mit 2-0 in Führung gehen. Das Blatt wendete sich jedoch im zweiten Durchgang, als zunächst Zigmund Palffy(23.sh) in Unterzahl anschloss und danach Eric Belanger(25.) ausglich. Die Vorzeichen änderten sich dann nur noch kurzzeitig nachdem erst Todd Harvey(30.) für seine Sharks traf, aber anschließend Jozef Stumpel(38.) das erneute Remis wieder herstellte.
Im vermeintlich letzten Abschnitt legte Damphousse mit seinem zweiten Powerplaytor zu Beginn vor, ehe Sean Avery(50.) acht Minuten später zum 4-4 Einstand traf. Da sich keine weiteren zählbaren Erfolge mehr einstellten - kein Team wollte jetzt die Entscheidung erzwingen - gab es für die 18.743 Zuschauer eine Zugabe. Diese dauerte die vollen fünf Minuten an, entließ die Besucher allerdings ohne eine Entscheidung.

 

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