Boris Mironov(NYR) kommt beim Overtimetreffer von Mats Sundin(TOR) zu spät.
Über einen Monat oder 16 Partien ist es her, dass die Toronto Maple Leafs zuletzt ohne Zähler geblieben sind. Heute Nacht im Madison Square Garden der New York Rangers wurden es Dank Mats Sundin(64.), der nach gut 3 1/2 Minuten in der Overtime das 6-5 Siegtor markierte, für die Leafs wieder einmal zwei.
Bei dem offenen Schlagabtausch, den sich die Kontrahenten mit elf Treffern lieferten, waren die Gäste aus Toronto zwei Mal mit drei Toren in Führung gelegen. Gary Roberts(6.pp), Darcy Tucker(27.pp), Ken Klee(31.), Richard Jackman(36.) und Joe Nieuwendyk(39.) hatten sie 4-1 bzw. 5-2, bei Gegentreffern von Chris Simon(3.) und Greg De Vries(36.), in Front gebracht. Die Rangers, die eine wirklich engagierte Vorstellung ihren Fans boten, suchten danach mit dem Mute der Verzweiflung die Flucht in der Offensive und wurden für ihr Engagement auch belohnt. Alexei Kovalev(39.) sowie Martin Rucinsky(40.) binnen 32 Sekunden im zweiten Drittel und Matthew Barnaby(49.) zur Mitte des Schlussabschnitts sicherten ihnen noch einen hochverdienten Ehrenpunkt.
Pittsburgh - Ottawa 3-3 (2-2/1-0/0-1/0-0) In ihrer momentanen Situation, als punktschlechtestes Team der Liga, ist es für die Pittsburgh Penguins als Riesenerfolg zu werten, dass sie aus dem Corel Centre von Ottawa mit einem glücklichen 3-3 Remis einen Punkt entführen konnten.
Viele Torchancen ließen die Ottawa Senators ihren Gästen nicht zu, diese machten jedoch aus der Not eine Tugend und nutzten konsequent jede Einschussmöglichkeit. Eiskalt wurde Senators' Schlussmann Martin Prusek in den ersten fünf Spielminuten von Tom Kostopoulos(3./6.) erwischt und die Penguins lagen plötzlich mit 2-0 in Front.
In den noch folgenden 60 Spielminuten inklusive Overtime spielten nur noch die Hausherren. Am Ende lautete das Torschussverhältnis 44-11 zu Gunsten von Ottawa. Vor der ersten Pause egalisierten Todd White(13.) sowie Jason Spezza(20.pp) den Spielstand und nachdem Steve Mckenna(23.) mit seinem ersten Saisontor wie aus heiterem Himmel erneut die Penguins in Führung geschossen hatte, bahnte sich eine Überraschung an.
Gästegoalie Sebastien Caron stand anschließend unter Dauerbeschuss und brachte mit seinen Glanzparaden die Senators zur Verzweiflung. Erst gut fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit bei einem Schuss von Zdeno Chara(55.) gab es auch für ihn nichts mehr zu halten.
N.Y. Islanders - New Jersey 4-3 OT (1-0/2-2/0-1/1-0) Gegen den zur Zeit wohl besten und erfolgreichsten Torhüter in der Liga, New Jerseys Martin Brodeur, zeigten sich die New York Islanders wieder einmal besonders treffsicher. Beim letzten Aufeinandertreffen mit den Devils hatten die Islanders Brodeur bereits fünf Treffer eingeschenkt und auch heute Nacht konnten sie vier Mal den Puck in seinem Gehäuse versenken. Dave Scatchard(13.), Oleg Kvasha(27.pp) sowie Mariusz Czerkawski(33.pp) zur 3-0 Führung nach einer guten halben Stunde und Mark Parrish(62.) nach 85 Sekunden in der Overtime zum 4-3 Siegtor bescherten Devils' Schlussmann einen schwarzen Abend.
Seine Vorderleute waren erst nach dem deutlichen Rückstand im Mitteldrittel erwacht wobei Brian Rafalski(36.), Patrik Elias(39.sh) mit einem 'Shorthander' und Jeff Friesen(52.) den Schaden noch in Grenzen halten konnten.
Tampa Bay - Atlanta 1-3 (0-2/0-0/1-1) Die Atlanta Thrashers konnten auch gegen ihren ärgsten Verfolger im Kampf um die Tabellenführung der Southeast Division, die Tampa Bay Lightning, ihre Siegesserie fortsetzen. Taktisch sehr gut eingestellt gewannen die Thrashers ihre Heimpartie in der zum ersten Mal in dieser Saison mit 18.545 Besuchern ausverkauften Philips Arena ihr drittes Spiel in Folge.
Randy Robitaille(3.) und J.P. Vigier(14.) legten mit ihren Toren bereits in der ersten Viertelstunde den Grundstein für den Erfolg der Thrashers.
Nach der Pause waren die Defensivkünste der Hausherren gefragt. Die Lightning bekamen nun ein optisches Übergewicht und erarbeiteten sich einige gute Einschussmöglichkeiten. 6 1/2 Minuten vor Spielende sorgte Brad Lukowich(54.) mit dem Anschlusstor für eine spannende Schlussphase, die jedoch Shawn Mceachern(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' zu Gunsten der Thrashers beendete.
Minnesota - Detroit 2-2 (0-0/1-0/1-2/0-0) Die Minnesota Wild konnten sich für ihren heutigen Überraschungserfolg, ein Punktgewinn in der Joe Louis Arena von Detroit, vor allem bei ihrem Schlussmann Dwayne Roloson bedanken. Roloson hielt mit 38 Rettungstaten, davon 19 im Schlussdrittel, seine Wild im Spiel und sorgte dafür, dass diese mit einem 2-2 Remis ihre Erfolgsserie auf sieben Spiele ohne Niederlage ausbauen konnten.
Mit etwas mehr Glück wäre sogar ein Sieg der Gäste möglich gewesen. Marian Gaborik(40.) 15 Sekunden vor der zweiten Pause und Wes Walz(47.) hatten Minnesota zwei Mal in Front gebracht. Der Druck der Red Wings wurde jedoch im Schlussdrittel so stark, dass zählbare Erfolgserlebnisse für sie nur eine Frage der Zeit waren. Henrik Zetterberg(43.) und Kris Draper(48.) mit seinem Schuss aus Höhe des rechten Bullykreises durften sich hierbei als Torschützen auszeichnen.
Carolina - Buffalo 1-3 (0-0/0-0/1-3) Einiges an Geduld mussten die 18.690 Besucher in der HSBC Arena mit ihren Buffalo Sabres und den Gästen aus Raleigh, den Carolina Hurricanes, aufbringen, ehe sie sich über einen 3-1 Heimerfolg ihrer Sabres freuen durften.
Erst im Schlussdrittel konnten Ales Kotalik(44.pp) mit einem Powerplaytreffer und Taylor Pyatt(53.) auf Vorarbeit von Miroslav Satan die Zeichen auf Sieg setzen. Gegen das offensivschwächste Team der Liga sollte ein 2-Tore Vorsprung genügen. Da nutzte es auch nichts, dass Sean Hill(55.) sein erstes Saisontor markieren konnte.
Den Schlusspunkt unter einer insgesamt schwachen NHL-Partie setzte Chris Taylor(60.en) mit einem 'Empty Netter'
In den torlosen ersten zwei Spielabschnitten 'glänzten' die Kontrahenten vor allem durch ihre Harmlosigkeit. Selbst aus aussichtsreichen Positionen brachten sie den Puck nicht im gegenerischen Gehäuse unter.
Colorado - St. Louis 3-3 (2-1/0-2/1-0/0-0) Die nun seit sechs Partien anhaltende sieglose Serie der Mannen aus Colorado bleibt auch nach deren Gastspiel in St. Louis bestehen, während die Blues in den letzten acht Spielen nicht bezwungen werden konnten. Nach zwölf Minuten im ersten Drittel deutete alles auf ein Ende der Serien hin, denn die Avalanche führten durch die Tore von Milan Hejduk(1.) und Joe Sakic(12.) bereits mit 2-0. Eric Nickulas(17.) war allerdings noch in der Lage drei Minuten vor der ersten Pause zu verkürzen, so dass keiner der 20.045 Zuschauer im Savvis Center von einer Vorentscheidung sprechen konnte.
Dem von mehreren Unsportlichkeiten unterbrochenen ersten Durchgang folgte ein weniger rustikal geführter zweiter Abschnitt, in dem die Gäste optisch überlegen agierten, jedoch keine ihrer Chancen verwerteten. Anders die Blues, die bei nur sechs abgegebenen Schüssen zwei Mal ins Schwarze trafen. Die erfolgreichen Schützen waren Pavol Demitra(28.pp) und Christian Backman(36.).
Die Führung gab den Hausherren Sicherheit, so dass sie in den letzten 20 Minuten klar das Geschehen dominierten. Ein Glücksschuss von Colorados Adam Foote(50.) aus dem Handgelenk landete aber trotzdem unerwartet in den Maschen, wodurch sie sich wenigstens noch einen Punkt retteten. In der folgenden Overtime sprang für beide Seiten nichts mehr Zählbares heraus.
Columbus - Chicago 4-1 (0-1/1-0/3-0) Durch den Sieg in Chicago eliminierten die Blue Jackets gleich zwei Negativserien. Sie fuhren seit ihrem Eintritt in die NHL im Jahre 2000 den ersten Sieg in der 'Windy City' ein und errangen zudem erstmalig in dieser Saison zwei Punkte in der Ferne, nachdem sie es zuvor auf lediglich ein Remis brachten, bei 13 Niederlagen!
Diese Paarung versprach eigentlich keinen allzu hohen Unterhaltungswert, denn die Teams belegen nur die Plätze 14 und 15 in der Western Conference. Vielleicht gerade wegen des Ansporns nicht die rote Laterne zu besitzen, kam ein recht abwechslungreiches Eishockeyspiel zu Stande mit wenig Strafzeiten aber umso besseren Aktionen und zahlreichen Torszenen.
Im ersten Drittel gingen die Hausherren durch Scott Nichol(14.) in Führung, ehe Columbus' David Vyborny(29./59.) keine neun Minuten im zweiten Durchgang zum 1-1 brauchte. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 86 Sekunden zu Beginn des letzten Abschnitts stellten Manny Malhotra(43.) und Rick Nash(44.) schließlich die Vorzeichen auf Sieg, während Vybornys zweiter Streich des Abends das endgültige Aus für die Gastgeber bedeutete.
Nashville - Dallas 1-2 (0-1/0-1/1-0) Mit den Dallas Stars ist in der Western Conference wieder zu rechnen. Mit 2-1 Toren konnten die Texaner auch gegen die Nashville Predators, aktuell mit einem Zähler mehr ein direkter Konkurrent um eine bessere Platzierung in der Western Conference, gewinnen und ihre Siegesserie auf drei Spiele ausbauen.
Der Schlüssel zum Erfolg der Hausherren war vor allem die konsequente Defensivarbeit mit einem gut aufgelegten Marty Turco im Tor. Nur manchmal übertrieben es die Stars etwas mit der Härte und sahen sich daraufhin mit einem Mann weniger auf dem Eis. Doch auch diese brenzligen Situationen überstanden sie mit Bravour.
Nur einmal beim Ehrentreffer der Predators von Dan Hamhuis(47.) machte Turco eine unglückliche Figur, als er den Puck nicht im Handschuh hielt und Hamhuis am schnellsten reagierte.
Nur ein Schönheitsfehler für Dallas nachdem zuvor Brenden Morrow(13.pp) und Jason Arnott(25.) eine 2-0 Führung herausgeschossen hatten.
Vancouver - Calgary 2-0 (2-0/0-0/0-0) Dan Cloutier war der überragende Mann auf dem Eis im kanadischen Duell der Canucks und der Flames. Mit seinen 31 Saves gelang ihm sein zweiter Shutout der Saison. Bereits im Eröffnungsdrittel fielen die entscheidenden Treffer in der Partie für Vancouver. Verteidiger Mattias Ohlund(2.pp) und Brendan Morrison(13.) nach Vorarbeit von Markus Naslund gelangen die Spielentscheidung zur 2-0 Führung für die Gäste.
Calgary vergab mit einem Penalty durch Oleg Saprykin in der 47. Spielminute auch die beste Chance noch einmal heranzukommen. Sein Schuss verfehlte jedoch das Tor. Letztlich brachten die Canucks den Vorsprung so relativ ungefährdet über die Zeit und beendeten damit die Erfolgsserie der Gastgeber von zuletzt sechs ungeschlagenen Spielen in Folge. Ihr Vorsprung auf die Flames vergrößerte sich auf nun fünf Punkte.
Los Angeles - San Jose 0-5 (0-2/0-2/0-1) Völlig von der Rolle präsentierten sich die Los Angeles Kings heute Morgen im innerkalifornischen Duell bei den San Jose Sharks. Mit einer Empfehlung von vier Spielen ohne Niederlage waren die Kings im HP Pavillon angetreten und mussten schnell feststellen, dass die Sharks als Verfolger um die Tabellenführung in der Pacific Division keine Kompromisse kannten.
Von der ersten Minute an gingen die Sharks sehr konzentriert zu Werke und zeigten sich im Abschluss treffsicher. Nils Ekman(12.) und Jonathan Cheechoo(12./57.pp), er konnte sich auch noch im Schlussdrittel auszeichnen, machten nach elf Minuten mit einem Doppelschlag klar wer heute hier die Oberhand behalten wird.
Ohne eigene Torchance verabschiedeten sich die Gäste in die Pause. Kaum besser lief es für sie im Mitteldrittel und auch hier genügte den Sharks weniger als eine halbe Minute um zwei Toren zu erzielen. Patrick Marleau(38./38.) gab diesmal Gästegoalie Cristobal Huet das Nachsehen.
Besser lief es für dessen Gegenüber Evgeni Nabokov, der mit 25 Rettungstaten, die Hälfte hiervon im Schlussdrittel, seinen Kasten sauber hielt.