Wie nahe Erfolg und Misserfolg beisammen liegen wurde beim heutigen Gastauftritt der Boston Bruins im Madison Square Garden von Manhattan in der letzten Spielminute deutlich. Kurz nachdem Rangers Schlussmann Mike Dunham mit einer Glanzparade gegen Patrice Bergeron die knappe Führung seiner Mannschaft verteidigt hatte, markierte Bobby Holik(11./60.en) sein zweites Tor an diesem Abend und sicherte den Rangers einen 4-2 Heimerfolg.
Holik war nicht der einzige zweifache Torschütze bei den Hausherren. Auch Petr Nedved(13.pp/22.) konnte zwei Mal den Puck hinter Gästeschlussmann Andrew Raycroft versenken.
Die Bruins, mit nur einem Sieg aus ihren letzten neun Partien angetreten, zeigten eine durchaus engagierte Vorstellung. Gleich das erste Überzahlspiel hatte Patrice Bergeron(6.pp) zur 1-0 Führung genutzt, doch in der folgenden guten Viertelstunde gaben die Gäste das Spiel aus der Hand. Verzweifelt rannten sie danach dem 2-Tore Rückstand hinterher, wobei sie nur noch einmal, durch P.J. Axelsson(37.) im Abschluss erfolgreich waren.
Dallas - Carolina 3-1 (0-0/1-1/2-0) Die Dallas Stars scheinen nun auch in fremden Stadien zu ihrem Spiel gefunden zu haben. Heute Nacht bezwangen sie in Raleigh die Carolina Hurricanes verdient mit 3-1 Toren und konnten mit dem zweiten Sieg aus ihren letzten drei Auswärtspartien ihre Bilanz weiter aufbessern.
Nach einem sehr verhalten geführten ersten Durchgang mit wenigen Torszenen wurde die Begegnung ab dem Mittelabschnitt deutlich interessanter. Hauptsächlich das Verdienst der texanischen Gäste, die sich im Spiel nach vorne selbsbewußter zeigten und deutlich mehr Anteile an der Partie hatten.
Jere Lehtinen(23./50.sh) mit zwei Treffern und Brenden Morrow(57.) brachten den Sieg unter Dach und Fach. Auf der Gegenseite konnte nur Jeff O'Neill(40.) kurz vor der zweiten Pause Gästeschlussmann Marty Turco bezwingen.
Pittsburgh - Montreal 1-4 (0-1/1-2/0-1) Wenn es noch eines weiteren Beweises gebraucht hätte, dass die Pittsburgh Penguins in dieser Saison nicht konkurrenzfähig sind, dann wäre er heute Nacht im Bell Centre der frankokanadischen Metropole erbracht worden.
In allen Belangen ihren Gastgebern den Montreal Canadiens unterlegen, mussten sich die Penguins mit 1-4 geschlagen geben und konnten sogar noch froh sein nicht noch stärker unter die Räder gekommen zu sein.
Von der ersten Spielminute an bestimmten die Canadiens das Geschehen auf dem Eis und erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen. 15-3 lautete das Torschussverhältnis zu Gunsten der Hausherren nach dem ersten Drittel. Einen hiervon hatte Pierre Dagenais(16.pp) zur 1-0 Führung im Netz versenkt.
Die Dominanz der Hausherren hielt auch in den folgenden zwei Dritteln an, wobei sich noch Teamkapitän Saku Koivu(29.), Sheldon Souray(34.) und Niklas Sundstrom(59.en) als Torschützen auszeichnen konnten.
Auf Seiten der völlig überforderten Gäste gelang Tomas Surovy(35.) zur Mitte des zweiten Durchgangs der Ehrentreffer.
Florida - Ottawa 2-3 OT (0-1/2-1/0-0/0-1) Todd White(62.) bescherte seinen Ottawa Senators nach 94 Sekunden in der Verlängerung doch noch einen Heimsieg in der Begegnung mit den Florida Panthers im Corel Centre von Ottawa.
Schon während der regulären Spielzeit hätten die Senators aufgrund ihrer zahlreichen Einschussmöglichkeiten, insgesamt prüften sie 44 Mal Gästeschlussmann Roberto Luongo, die Partie für sich entscheiden müssen, kamen aber nicht über ein 2-2 Unentschieden hinaus.
Nach dem frühen Führungstor durch Antoine Vermette(3.) versäumten es die Kanadier nachzulegen und wurden hierfür in den ersten Minuten des Mittelabschnitts bestraft, als Valeri Bure(22.pp/26.) mit einem Doppelschlag die Panthers in Front schoss.
Die Führung der Gäste war jedoch nur von kurzer Dauer. Nur 67 Sekunden später egalisierte Martin Havlat(27.pp) aus einem Überzahlspiel heraus wieder den Spielstand.
St. Louis - Detroit 1-2 (0-0/1-1/0-1)
Eric Nickulas(STL) scheitert an Curtis Joseph(DET).
Das direkte Aufeinandertreffen zwischen den zur Zeit in der Western Conference besten Mannschaften entschieden die Detroit Red Wings mit 2-1 für sich und untermauerten damit die Spitzenstellung in ihrer Division. Ray Whitney(55.) gelang gut fünf Minuten vor Spielende das 'Game Winning Goal' für die Hausherren.
Die St. Louis Blues mit einer Empfehlung von neun Spielen ohne Niederlage in 'Hockeytown' angetreten, waren vor allem in der ersten halben Stunde das aktivere Team. So war es gar nicht unverdient, dass sie Dallas Drake(29.pp) zur Mitte des zweiten Drittels mit 1-0 in Front schoss. Kurz darauf leistete sich Jamie Rivers ein Vergehen und die Red Wings standen erneut mit einem Mann weniger auf dem Eis. Die Riesenchance der Blues ihren Vorsprung weiter auszubauen. Es kam jedoch anders: Pavel Datsyuk(32.sh) schnappte Scott Mellanby an der blauen Linie die Scheibe weg, spielte seine Geschwindigkeit aus und nutzte in Unterzahl einen Konter um den Spielstand zu egalisieren.
Phoenix - Nashville 3-3 (1-1/1-2/1-0/0-0) Einen unterhaltsamen offenen Schlagabtausch mit einem leistungsgerechten 3-3 Endstand lieferten sich die Phoenix Coyotes und Nashville Predators vor gut 10.000 Zuschauern im Gaylord Entertainment Center der Predators. Die vielen Torszenen waren auch eine Folge der zahlreichen Überzahlsituationen, die sich den Kontrahenten während der 65 Minuten boten.
W6auml;hrend aber die Hausherren sieben Powerplays ungenutzt ließen nutzten die Coyotes zwei von acht durch Ladislav Nagy(8.pp) und Jan Hrdina(39.pp). Dennoch mussten die Gäste mit einem 2-3 Rückstand in das letzte Drittel starten. Scott Walker(20./26.sh/40.) hatte in den ersten zwei Durchgängen mit drei Treffern seinen zweiten NHL-Hattrick einfahren können.
Dass die Coyotes noch einen Auswärtszähler mitnehmen konnten war das Verdienst von Shane Doan(49.), der seine hervorragende Vorstellung mit dem Ausgleichstor krönte.
Los Angeles - Vancouver 4-4 (2-1/2-2/0-1/0-0) Mit einer furiosen Aufholjagd erkämpften sich die Vancouver Canucks in ihrer letzten Heimpartie vor der Weihnachtsunterbrechung mit einem 4-4 Unentschieden noch einen Punktgewinn gegen die Los Angeles Kings.
Die kalifornischen Gäste hatten im Mitteldrittel nach Toren von Alexander Frolov(9.sh), Luc Robitaille(14.pp) sowie Zigmund Palffy(33./37.sh), darunter zwei Unterzahltreffer, und einer 4-1 Führung schon wie die sicheren Sieger ausgesehen. Das einzige Tor der Hausherren hatte Todd Bertuzzi(7.pp) erzielt, als er von einem Überzahlspiel profitierte.
Die Canucks kamen noch vor der zweiten Pause postwendend zurück ins Spiel. Binnen 33 Sekunden mit einem Doppelschlag konnten Brent Sopel(38.pp) und Artem Chubarov(39.) den Rückstand auf ein Tor verkürzen.
Stehend K.O. wirkten die Kings im Schlussdrittel, als sie sich ein ums andere Mal den wilden Angriffsversuchen der Hausherren ausgesetzt sahen. Knapp vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit erlöste der Finne Jarkko Ruutu(57.) mit dem Ausgleichstreffer die 18.650 Fans im ausverkauften GM Place.
Anaheim - San Jose 1-2 (0-0/1-1/0-1) Nichts wurde es aus der Revanche der Mighty Ducks of Anaheim die nur 24 Stunden nach ihrer 1-2 Heimniederlage gegen die San Jose Sharks erneut anzutreten hatten und wiederum den Kürzeren zogen.
Nach einem torlosen, ereignisarmen ersten Drittel, in dem die Mighty Ducks keinen Stich machten, konnten die Gäste Hoffnung schöpfen, als sie Stanislav Chistov(23.pp) bei Überzahl mit seinem ersten Saisontor 1-0 in Front brachte.
Die Sharks brauchten daraufhin einige Minuten bis sie diesen Schock überwunden hatten und gerieten weiter unter Druck. Mitten in die Drangperiode der südkalifornischen Gäste gelang Marco Sturm() der Ausgleich zum 1-1.
Mit einem Remis verabschiedeten sich die Kontrahenten auch in die zweite Pause. Der Siegtreffer für die Hausherren gelang schließlich Jonathan Cheechoo(55.) knapp sechs Minuten vor Spielende und die Mighty Ducks müssen weiter auf ein Erfolgserlebnis in der Fremde warten. Ihr letzter Auswärtssieg liegt bereits 12 Spiele zurück.