N.Y. Islanders - Philadelphia 1-3 (0-0/1-1/0-2) Gegen die sogenannten Großen ihrer Conference wirken die New York Islanders immer besonders motiviert. Samstag Nachmittag hatten sie im Wachovia Center von Philadelphia gegen das punktbeste Team des Ostens anzutreten und sie boten den Hausherren, die drei Spiele in Folge nicht gewinnen konnten, zwei Drittel lang eine knappe Partie.
Am Ende setzten sich aber doch die Favoriten durch und beendeten mit einem 3-1 Erfolg ihre Negativserie auf eigenem Eis.
Relativ ereignisarm gestaltete sich der erste Spielabschnitt, bei dem es kaum gute Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten gab. Die Räume wurden eng gemacht und die beste Möglichkeit hatte noch Patrick Sharp, der kurz vor der ersten Pause nach einem schnell vorgetragenen Konter das leere Tore der Gäste nicht traf.
Wie aus heiterem Himmel gelang Alexei Yashin(22.) nach dem Seitenwechsel die 1-0 Führung der Islanders. Durch ihr gutes Forechecking erkämpfen sich die Gäste die Scheibe, die über Mariusz Czerkawski bei dem russischen Center landet, der Robert Esche keine Abwehrchance lässt.
Danach besannen sich die Hausherren ihrer spielerischen Qualitäten und übten mehr Druck aus. Noch vor der zweiten Pause zog Jim Vandermeer(37./47.) von der blauen Linie ab, Keith Primeau verdeckt Gästeschlussmann Garth Snow die Sicht und es steht nicht unverdient 1-1 Unentschieden.
Der junge Verteidiger der Flyers hatte aber im Schlussdrittel noch mehr zu bieten. Nach herrlicher Vorarbeit von Jeremy Roenick, dem auffälligsten Akteur bei den Flyers, gelang Vandermeer das 2-1.
Den Schlusspunkt und damit die Entscheidung setzte Simon Gagne(53.), der einen Schuss von der blauen Linie von Kim Jonsson unhaltbar abfälschen konnte.
Carolina - Boston 2-1 (0-0/1-0/1-1) Nachdem der neue Trainer der Hurricanes, Peter Laviolette, bei seinem Debut schon gegen Pittsburgh mit 2-1 gewonnen hatte, konnte er auch in seinem zweiten Spiel einen Sieg einfahren. Allerdings gehörte wieder eine gehörige Portion Glück dazu, denn die Bruins bestimmten das Geschehen klar. Trotzdem waren sie nur ein Mal in der Lage ihren Gästen ein Gegentor zu verpassen, obwohl sie 37 Schüsse auf deren Gehäuse abfeuerten. Dort stand Kevin Weekes wie ein Fels in der Brandung und wurde lediglich im dritten Abschnitt von Glen Murray(50.pp) bezwungen.
Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2-0 für die Hurricanes. Radim Vrbata(22.) und Rookie Eric Staal(44.) hatten in der zweiten bzw. in der letzten Periode schon deren Goalie Andrew Raycroft geschickt überlisten können.
Ohne Verbesserung agierten die Hurricanes auch unter ihren neuen Coach im Powerplay. Die Mannschaft mit dem viertschlechtesten Überzahlspiel der Liga ließ sieben Situationen ungenutzt und kassierte in einer von fünf nummerischen Unterlegenheiten einen Treffer.
Montreal - Toronto 2-4 (1-0/0-1/1-3) Dem neunten Heimerfolg der Maple Leafs war ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel vorausgegangen, in dem sie zwar optisch dominierten, die zwei Punkte jedoch erst kurz vor den Ende klar machten.
Für den ersten Höhepunkt des Abends sorgten Wade Belak und Darren Langdon, die sich in der sechsten Minute einen packenden Faustkampf lieferten, den der Canadien mit blutenden Wunden im Gesicht verloren geben musste. Dem schlechten Omen trat Pierre Dagenais(9.pp) mit einem Powerplaytor allerdings entgegen. Die Führung hielt bis zum Beginn des Mitteldrittels an, als Darcy Tucker(24.pp) ebenfalls eine Überzahlsituation zum Einstand nutzte.
Nur 65 Sekunden nach der zweiten Pause erhöhte Montreals Mike Ribeiro(42.) die Erfolgschancen der Gäste mit seinem sechsten Saisontor, ehe Wade Belak(49.), der wegen einer Schulterverletzung von Tomas Kaberle in den Kader rutschte, das erneute Remis schoss. 29 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene stellte schließlich Torontos Kapitän Mats Sundin(60.) die Zeichen doch noch auf Sieg und Bryan McCabe(60.en) setzte 28,5 Sekunden danach den Schlusspunkt hinter dem kanadischen Eishockeyfest.
N.Y. Rangers - Ottawa 1-3 (1-1/0-2/0-0) Ihre sechste Niederlage in den letzten neun Partien haben die New York Rangers Senators Torhüter Patrick Lalime zu verdanken, der heute eindeutig den Unterschied ausmachte. Spielerisch waren nicht viel Differenzen festzustellen und auch das Chancengleichgewicht hielt sich die Waage. Doch was Lalime teilweise an großartigen Chancen zunichte machte, ließ die Rangers schier verzweifeln.
Der Einzige, der ihn an diesem Abend überwinden konnte war Verteidiger Darius Kasparaitis(9.) zur 1-0 Führung. Curtis Leschyshyn(15.) konnte jedoch noch im ersten Abschnitt mit einer Direktabnahme nach Pass von Martin Havlat ausgleichen. Ottawa blieb auch im Mitteldrittel torhungrig, während die Rangers mit Lalime zu kämpfen hatten. Bereits in der 22. Spielminute sorgte Peter Schaefer(22.) für das 2-1 der Gastgeber, indem er einen Schuss von Karel Rachunek abfälschte. Jason Spezza(30.) konnte zur Mitte der Partie den Vorsprung noch etwas komfortabler gestalten.
Dies reichte für die Hausherren schließlich, weil die Rangers nicht mehr in der Lage waren Lalime zu bezwingen. Die Senators konnten damit sechs ihrer letzten neun Begegnungen erfolgreich gestalten.
Atlanta - Pittsburgh 7-4 (2-1/3-2/2-1) Die Atlanta Thrashers können es also doch noch: Das Tore schießen. Nach drei Partien ohne einen einzigen Treffer kamen die Thrashers zurück wie die Feuerwehr und schenkten den Penguins gleich sieben Stück ein. Es dauerte nur acht Sekunden, da hatte Ronald Petrovicky(1.) den Bann gebrochen. Ein wichtiger Moment, dass Atlanta ihre Negativserie so früh im Spiel beenden konnten, denn das Team von Bob Hartley wirkte dadurch wesentlich gelöster. Zunächst mussten sie jedoch den Ausgleich durch Ryan Maloney(9.) hinnehmen, aber ein Überzahlspiel kurz vor dem Ende der Periode bescherte die erneute Führung, erzielt durch Vyacheslav Kozlov(18.pp).
Die Begegnung blieb torreich. Beide Torhüter hatten auch im Mittelabschnitt viel zu tun. Patrick Stefan(28.) und zwei Mal Ilya Kovalchuk(31./39.) konnten Pens Torhüter Sebastien Caron überwinden, während Milan Kraft(32.) und Martin Strbak(36.) auf der anderen Seite Pasi Nurminen keine Chance ließen. Caron musste in der Pause nach fünf Gegentreffer bei 23 Schüssen seinen Platz für Jean-Sebastien Aubin räumen. Doch dieser war nicht wesentlich glücklicher. Bereits in der zweiten Minute des Schlussdrittels musste er hinter sich langen. Marc Savard(42.pp) hatte ihn überwunden. Rico Fata(53.) konnte zwar noch einmal auf 4-6 verkürzen, doch Vyacheslav Kozlov(57.pp) sorgte nur knapp vier Minuten später mit seinem zweiten Treffer des Abends für den Endstand.
Dallas - Tampa Bay 2-1 (1-0/1-1/0-0) Die Begegnung des vergangenen Abends in Tampa Bay wäre vor drei Jahren noch eine klare Sache gewesen, bis heute haben sich die Vorzeichen allerdings gedreht. Die Lightning haben sich mittlerweile im Osten etabliert und sind wieder auf Playoffkurs, während die Stars trotz Starensembles ihrer Form hinterher hinken und sich in den unteren Gefilden der Liga befinden.
Im ersten Drittel tasteten sich die Kontrahenten erst einmal ab, wodurch die Klasse auch wegen diverser taktischer Zwänge zunächst auf der Strecke blieb. Dallas' Mike Modano(14.) sorgte dabei für den einzigen Höhepunkt, als er von Philippe Boucher und Richard Matvichuk mustergültig in Szene gesetzt wurde und sein erstes Tor seit zwölf Partien schoss.
Im Mittelabschnitt lösten die Akteure merklich die Handbremse, denn plötzlich war Feuer und Leidenschaft auf dem Eis zu spüren. Dies setzte zuerst Tampas Martin St. Louis(35.sh) in Zählbares um, ehe Brenden Morrow(35.pp) die ehemals gültigen Stärkeverhältnisse wieder zurecht rückte. Die Lightning waren im weiteren Spielverlauf nicht mehr in der Lage den Spieß zu drehen und kassierten somit ihre sechste Heimniederlage.
Phoenix - St. Louis 1-1 (1-0/0-1/0-0) Die Blues konnten gegen die Coyotes ihre Serie von acht Spielen ohne Niederlage - sieben Siege und ein Unentschieden - um ein weiteres Remis ausbauen und bleiben somit im Monat Dezember ungeschlagen. Trotz der guten momentanen Form kamen sie über eine Punkteteilung mit den Letzten der Pacific Division zu Hause nicht hinaus.
Im Brennpunkt dieser rasanten Partie standen die Goalies, Sean Burke und Chris Osgood, die einen hervorragenden Job machten und ihren Teams den einen Zähler sicherten. Vor allem in der Overtime leisteten sie Schwerstarbeit und begeisterten die Zuschauer mit tollen Paraden. Beide Torsteher befinden sich momentan kurz vor dem gleichen Meilenstein in ihren Karrieren: Während Burke noch drei Siege zum seinem 300. Sieg benötigt, fehlen Osgood noch neun Erfolge.
Eine perfekte Bilanz der Goalies verhinderten auf Seiten der Coyotes Shane Doan(6.sh) mit einem sehenswerten Alleingang in Unterzahl und für die Blues Pavol Demitra(34.pp), der in nummerischer Überlegenheit auf der rechte Seite stehend den Puck direkt abnahm und diesen unhaltbar ins Netz schweißte.
Detroit - Nashville 0-1 (0-0/0-0/0-1) Die Nashville Predators entwickeln sich langsam zu einem Angstgegner für die Detroit Red Wings. Im dritten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Saison konnten die Außenseiter bereits den dritten Sieg einfahren und dieses Mal sogar ohne Gegentreffer. Zuvor blieben die Predators mit 5-3 bzw. 4-3 siegreich.
Torhüter Tomas Vokoun feierte mit sechs Saves im ersten, neun Saves im zweiten und wieder sechs Saves im dritten Drittel seinen ersten Shutout der Saison und den zehnten seiner Karriere. Seine beste Glanztat kam nur kurz nach dem goldenen Treffer von Dan Hamhuis(49.) in der 49. Spielminute, als er einen verdeckten Schuss von Jason Wooley mit einem tollen Reflex abwehren konnte. 'Es war eine verwirrende Situation vor meinem Tor und ich konnte Wolley kaum sehen, doch ein Gefühl sagte mir, dass er auf die rechte Seite schießen würde', beschrieb Vokoun die Szene nach dem Spiel. 'Ich habe ihn nicht schießen sehen, riss aber meine Hand nach oben und er schoss ihn in meinen Handschuh.'
Nashville begnügte sich nach der Führung die Bemühungen der Gäste zu zerstören, was ihnen weitgehend gelang. So brachten sie den knappen Vorsprung gut, jedoch mit etwas Glück über die Zeit.
Columbus - Minnesota 2-5 (1-2/0-2/1-1) Die Blue Jackets können auswärts einfach nicht gewinnen. Auch ihre 14. Partie in der Fremde in dieser Saison blieb ohne doppelten Punktgewinn, mehr noch es setzte die 13. Niederlage in dieser Spanne. Es lieg aber weniger am Auftreten des Teams, als an taktischen Undiszipliniertheiten. Zu viele Konter ließen die Gäste zu, weil sie all zu oft ungestüm nach vorne stürmen und die Defensive vernachlässigen. Kein Wunder, dass es dann im eigenen Netz gelegentlich einschlägt. So kommt es auch, dass die Blue Jackets eigentlich gut mit spielen, doch immer leer ausgehen.
Diese Schwäche war auch in St. Paul wieder festzustellen. Columbus war bis zur zweiten Pause keineswegs die schlechtere Mannschaft, doch die Wild führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit 4-1. Zweimal Wes Walz(5.sh/34.), Matt Johnson(6.) und Andrei Zyuzin(30.) trafen für die Hausherren, während Geoff Sanderson(8.) zwischenzeitlich verkürzen konnte.
Durch den Rückstand scheinbar verunsichert, hatte Columbus in der Schlussperiode kaum noch was entgegenzusetzen und Minnesota dominierte nun die Partie. Trevor Letowski(44.) nutzte zwar eine der wenigen Chancen der Gäste zum 2-4, doch das letzte Tor durch Wild Sergei Zholtok(55.) war aufgrund der Überlegenheit nur folgerichtig.
Vancouver - Edmonton 3-0 (0-0/2-0/1-0) Die Heimschwäche und die schlechte Bilanz gegen die Canucks kündigten schon vor diesem kanadischen Duell den Ausgang der Partie an. Die Oilers fuhren im Rexall Place lediglich zwei Siege in den letzten 14 Spielen ein und waren seit elf Begegnungen nur zwei Mal in der Lage die Mannen aus Vancouver zu besiegen.
Nach einem ersten Durchgang ohne zählbare Erfolge, jedoch mit durchaus gutem Eishockey von beiden Seiten, erzielte Markus Naslund(21.) den ersten Treffer der Partie zu Beginn des zweiten Durchgangs. Vancouvers Mike Keane(31.) erhöhte keine zehn Minuten danach auf 2-0, so dass die Spitzenreiter der Northwest Division sich durchaus berechtigte Hoffnungen auf ihren siebten Auswärtserfolg der Saison machen konnten.
Diesen fuhren sie letztendlich klar ein, denn Jarkko Ruutu(47.) sorgte noch für ein weiteres Erfolserlebnis im letzten Drittel. Dem 31 abgegebenen Schüssen der Canucks stehen 24 Schüsse der Oilers gegenüber, die jedoch allesamt vom guten Goalie Dan Cloutier pariert werden konnten. Der 27-jährige Kanadier streifte seinen ersten Saisonshutout ein, während sein Gegenüber Ty Conklin seine achte Niederlage einstecken musste.
Colorado - Los Angeles 3-3 (2-2/0-1/1-0/0-0) Was wäre die Avalanche zur Zeit nur ohne ihren Kapitän Joe Sakic(12.pp/14.pp/48.pp)? Der Kanadier mit der Nummer 19 auf dem Rücken erzielte heute in der Auswärtspartie im Staples Centre alle drei Treffer und ist damit der einzige Avs Akteur, der in den letzten drei Spielen der Mannschaft überhaupt einen Treffer erzielen konnte. Neben den nach wie vor verletzten, aber offenbar kurz vor ihrer Rückkehr stehenden Peter Forsberg und Paul Kariya, mussten die Avs wegen einer Leistenverletzung auch noch auf Alex Tanguay verzichten. Kein leichtes Unterfangen, wenn solche Topkräfte fehlen. Doch im Gegensatz zu sonst, wenn Colorado viele Torchancen hat und nicht trifft, verstanden es die Kings über weite Strecken geschickt die Offensive der Gäste im Keim zu ersticken. So standen letztendlich nur 19 Schüsse auf Roman Cechmanek und Cristobal Huet, der ab der 20. Minute seine an der Hüfte verletzte Nummer 1 vertrat, zu Buche.
Deren Gegenüber Philippe Sauve musste schon nach 56 Sekunden hinter sich greifen, als Eric Belanger(1.) ihm keine Chance ließ. Nach dem Doppelschlag von Sakic konnte nur kurz darauf Joe Corvo(15.) den Ausgleich wieder herstellen. Dieser Spielstand war eigentlich schmeichelhaft für die Gäste, da die Begegnung von den Hausherren weitgehend bestimmt wurde. Einen Bärendienst erwies Avs Jim Cummins seinen Farben, als er im Mittelabschnitt versuchte seinen dritten Fight der Partie anzustiften und deswegen von den Schiedsrichtern zwei plus fünf Minuten und eine Spieldauer aufgebrummt bekam. Die anschließende siebenminütige(!) Überzahl nutzten die Kings zum 3-2 durch Martin Straka(39.pp). Cummins darf sich schließlich bei seinem Kapitän bedanken, dass dieser mit seinem dritten Tor den durch ihn bereits hergeschenkten Punkt erneut sicherte.