John Madden(NJD) beim Versuch Oleg Kvasha(NYI) die Scheibe abzunehmen.
Schade, dass nicht mehr als 13.009 Zuschauer zum New Yorker Derby nach Long Island gekommen waren, denn den Anwesenden wurde ein rassiges Eishockeyspiel mit einem, soweit sie Fans der Islanders waren, glücklichen Ende geboten. Schlecht sah es zu Beginn für die Hausherren aus, als Michael Rupp(6./9.) bereits mit den ersten Schüssen auf das Tor von Garth Snow eine 2-0 Führung der Devils heraus spielen konnte. Doch zunächst war es Michael Peca(13.) und 23 Sekunden nach Wiederbeginn Kenny Jonsson(21.), die das Spiel wieder offener gestalten konnten. New Jersey konnte zwar erneut durch John Madden(25.) vorlegen, aber Trent Hunter(30.pp) nutzte eine Überzahlsituation zum 3-3.
Die Devils waren anscheinend nicht gewillt die Punkte in Long Island zu lassen und dominierten den Schlussabschnitt. Der Schuss ging jedoch nach hinten los, denn innerhalb von verrückten 30 Sekunden war die Begegnung entschieden. Zunächst erzielte Jason Blake(54.sh) die erstmalige Führung der Hausherren in Unterzahl, ehe Sergei Brylin(55.pp) 17 Sekunden später die selbe Überzahl nutzen konnte, um den Gleichstand wieder herzustellen. Kaum war der Puck eingeworfen traf Alexei Yashin(55.) 13 Sekunden danach zum Endstand von 5-4. New Jersey versuchte zwar noch einmal alles, doch Snow war nicht mehr zu überwinden.
Die Islanders hatten 201 Minuten und 44 Sekunden nicht mehr gegen Devils Torhüter Martin Brodeur getroffen, ehe Peca den Bann brach und weitere Treffer fallen konnten.
Calgary - Philadelphia 3-2 OT (1-1/0-1/1-0/1-0) Nach der ersten Heimniederlage vom Samstag gegen die New Jersey Devils folgte heute gegen die Calgary Flames sogleich die Zweite. Dean McAmmond(50./64.) wendete mit zwei Treffern die Partie, in der die Flyers schon wieder der sichere Sieger aussahen. Zunächst sorgte McAmmond für den Ausgleich der Gäste, indem er einen Abpraller von Torhüter Jeff Hackett nach einem Schuss von Shean Donovan verwerten konnte und in der Overtime schließlich für den Siegtreffer, als er bei einer 2-gegen-1-Situation beherzt abzog und Hackett auf der Fanghandseite keine Chance ließ.
Zuvor hatten die Gastgeber die Begegnung mehr und mehr in den Griff bekommen, nachdem die Kanadier zwar bereits in der 3. Minute durch Jarome Iginla(3.) in Führung gegangen waren, die Flyers jedoch mit zwei Toren kurz vor und kurz nach der ersten Pause durch Jeremy Roenick(18.) und John LeClair(25.pp) kontern konnten und deswegen es schien, als ob für den Favoriten alles seinen gewohnten Gang geht. Dieser hätte auch eintreten können, hätte Eric Desjardins nicht in der 35. Spielminute mit seinem Schuss nur die Latte getroffen.
Die Flames schwimmen mit diesem doppelten Punktgewinn weiter auf der Erfolgswelle mit zuletzt 10 Siegen aus den letzten 14 Spielen.
Tampa Bay - Toronto 0-3 (0-0/0-0/0-3) In einer von beiden Seiten sehr defensiv geführten Partie zwischen den Tampa Bay Lightning und den Toronto Maple Leafs setzten sich die Favoriten aus Toronto klar mit 3-0 durch. Die Kanadier konnten damit ihre hervorragende Bilanz auf elf Siege innerhalb der letzten zwölf Spiele ausbauen, während die Mannen aus Tampa Bay ihre vierte Niederlage in Folge einstecken mussten.
Es sollte zunächst nur wenig auf dem Eis passieren, bis im Mitteldurchgang wenigstens die Härte und somit auch die Strafzeiten zunahmen. Folgedessen ergaben sich mehrere Überzahlsituationen, in denen zwar keine Tore fielen, jedoch den Unterhaltungswert der Partie erheblich steigerten.
Dieser nahm im letzten Abschnitt weiter zu, denn plötzlich brachte wenigstens die Heimmannschaft den Puck im gegnerischen Kasten unter. Mats Sundins(49.pp) schoss 80 Sekunden nachdem er seinem 600. Karriereassist zu Gary Roberts(47.) Führung geleistet hatte das 2-0 im Powerplay, ehe Darcy Tucker(59.en) kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene den 3-0 Endstand herstellte, als Tampas Goalie Nikolai Khabibulin den Kasten bereits für einen weiteren Feldspieler geräumt hatte.
Torontos Schlussmann Ed Belfour verdiente sich mit 21 erfolgreichen Paraden seinen vierten Saisonshutout relativ einfach.
Boston - Montreal 1-1 (0-0/1-1/0-0/0-0) Der 1-1 Endstand heute Nacht in Montreal, wo die Canadiens gegen die Boston Bruins anzutreten hatten, täuscht erheblich über das Spiel hinweg, denn Einschussmöglichkeiten hatten beide Teams zuhauf. Meist einen Strich durch die Rechnung machten dabei die blendend aufgelegten Goalies Jose Theodore und Andrew Raycroft, die 30 bzw. 29 Mal geprüft wurden und davon lediglich ein Mal nicht mehr rechtzeitig eingreifen konnten.
Nach einem Drittel ohne zählbare Erfolge erzielte Canadien Craig Rivet(31.) in der elften Minute des zweiten Durchgangs die Führung für die Hausherren. Diese hielt allerdings nur 113 Sekunden lang an. Bostons Brian Rolston(33.) nahm sich kurz darauf ein Herz und schweißte den Puck unhaltbar in die Maschen zum 1-1.
Das Remis hielt bis zum Ende an, so dass die Zuschauer eine fünf Minuten lange Zugabe, eine Overtime, erhielten. Leider wollte kein weiterer Treffer mehr fallen, wodurch es bei der Punkteteilung zwischen den Northeast Division Kontrahenten blieb.
Buffalo - Pittsburgh 1-2 (1-1/0-0/0-1) Lang ist es her, nämlich fast sieben Wochen, dass die Pittsburgh Penguins zuletzt zwei Siege in Folge feiern konnten. Nach dem Erfolg gegen Columbus folgte heute ein knappes 2-1 gegen die Buffalo Sabres. Matchwinner waren ohne Zweifel Konstantin Koltsov(46.), der mit seinem dritten Saisontreffer für die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren sorgte und Torhüter Sebastien Caron, der sich in der Schlussphase durch mehrere Glanztaten auszeichnen konnte.
Alles schien vor nur 10.554 Zuschauern in der Mellon Arena seinen gewohnten Gang zu gehen, als Miroslav Satan(13.) die Sabres in Front bringen konnte. Doch die Penguins schlugen sich wacker an diesem Abend und kamen nicht unverdient ins Spiel zurück. Brian Holzinger(16.) sorgte knapp drei Minuten später für den Ausgleich. Das zweite Drittel verlief relativ ruhig. Beide Torhüter konnten sich nicht über zu viel Arbeit beklagen, weil viele Angriffsbemühungen auf beiden Seiten oft Stückwerk blieben.
Das änderte sich im Schlussabschnitt wieder, in dem die Gastgeber das bessere Ende für sich hatten. Die Penguins schafften es erst zum achten Mal in dieser Saison gegen ihre Gegner weniger als drei Tore zu zu lassen, wobei die Sabres mit zuletzt nur neun Toren in sechs Partien nicht gerade offensiv glänzen.
Washington - Atlanta 5-0 (2-0/1-0/2-0) Robert Lang(33./42.) avancierte mit zwei Treffern und zwei Vorlagen zum Matchwinner für die Washington Capitals bei ihrem Gastauftritt in Atlanta. Mit 5-0 Toren bezwangen die Capitals als Tabellenschlusslicht im Südosten den Spitzenreiter ihrer Division.
Die Gäste setzten vor allem im ersten Drittel die Thrashers kräftig unter Druck und konnten so nicht unverdient nach Treffern von Brian Willsie(13.) und Kip Miller(20.pp) mit einer 2-0 Führung in die Pause gehen.
In den noch verbleibenden 40 Spielminuten entwickelte sich eine Abwehrschlacht der Capitals, bei der vor allem Schlussmann Maxime Ouellet, er bestritt seine erste Saisonpartie, im Mittelpunkt des Geschehens stand. Allein im Mittelabschnitt konnte Washingtons junger Goalie 24 Torschüsse der Hausherren abwehren.
Seine Vorderleute verlegten sich erfolgreich aufs Kontern. Neben Lang durfte sich auch noch Peter Bondra(55.pp) in die Torschützenliste eintragen.
Columbus - St. Louis 1-2 OT (0-0/1-0/0-1/0-1) Die St. Louis Blues bleiben auf der Erfolgsspur. Die Blues besiegten heute Nacht die Mannen aus Columbus zu Hause mit 2-1 in Overtime in einer sehr spannenden Partie, die bis auf die relativ geringe Anzahl an Toren alles zu bieten hatte, was man sich von einem Eishockeyspiel wünscht. Einen Faustkampf, Jody Shelley und Steve Mclaren hatten sich zu Beginn des ersten Drittels in die Haare, einen Penalty, den Blues Pavol Demitra am Ende des zweiten Abschnitts vergab, und eine Overtime, die Keith Tkachuk(65.) mit seinem 16. Saisontreffer zum 2-1 um 43 Sekunde verkürzte.
Dass die Partie nicht früher entschieden wurde, daran hatte Blue Jacket Marc Denis einen erheblichen Anteil, denn er parierte zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten und machte so die Feldüberlegeneheit der Gastgeber praktisch gegenstandslos. Zudem kassierten die Blues im zweiten Drittel ein Powerplaytor durch Andrew Cassels(32.pp) und mussten deshalb erstmal die gegnerische Führung ausgleichen. Dies schaffte Dallas Drake(47.) ebenfalls in einer nummerischen Überlegenheit, als er im vermeintlich letzten Abschnitt von Alex Khavanov und Chris Pronger mustergültig in Szene gesetzt wurde.
Vancouver - Nashville 2-1 OT (0-0/1-0/0-1/1-0) Nur knapp 10.000 Besucher verliefen sich heute Nacht im Gaylord Entertainment Center von Nashville, als die Vancouver Canucks zu Besuch kamen. Die Zahlenden bekamen eine Partie auf hohem spielerischen Niveau geboten, bei dem um jeden Zentimeter auf dem Eis gekämpft wurde. Allein das Salz in der Suppe, die Tore fehlten noch im ersten Durchgang. Dies holte unmittelbar nach der Pause Canucks' Verteidiger Mattias Ohlund(24.) nach. Es sollte für lange Zeit das letzte Highlight der Westkanadier bleiben. Die Predators hatten in der Folgezeit sowohl quantitativ als auch qualitativ die besseren Einschussmöglichkeiten.
Den erlösenden Ausgleich für Nashville markierte bei Unterzahl Rem Murray(54.sh). Aus einem Happy End für die Hausherren wurde es dennoch nichts. Es scheint fast als lieben die Canucks Verlängerungen. Nur 79 sekunden waren in der Overtime absolviert, als Brendan Morrison(62.) den bereits sechsten Overtimeerfolg der Kanadier perfekt machte.