Todd Marchant(CLB) und Keith Tkachuk(STL) im Zweikampf.
Neun Sekunden vor dem vermeintlichen Ende der Overtime hämmerte Doug Weight(65.) die Scheibe zum 3-2 Siegtreffer für die St. Louis Blues in das Netz. Zuvor gegangen war jedoch eine äußerst strittige Aktion von seinem Teamkollegen Keith Tkachuk, der mit einem 'Open Ice Hit' Columbus' Verteidiger Darryl Sydor aufs Eis befördert hatte. "Das war ein ganz normaler Check, der im Spiel öfters vorkommt." Mit dieser Meinung blieb der 'Übeltäter' zusammen mit den Referees jedoch allein im weiten Rund. Ein Teil der gut 17.000 Zuschauer äußerten ihren Unmut indem sie Getränkebecher aufs Eis warfen.
In den 65 Minuten zuvor hatten sie eine sehr unterhaltsame Partie mit einer Aufholjagd ihrer Blue Jackets geboten bekommen. Jamal Mayers(13.) und Keith Tkachuk(17.pp) hatten im ersten Durchgang eine 2-0 Führung für die Gäste aus St. Louis herausgeschossen. Die Blue Jackets nahmen jedoch die Herausforderung an und lieferten sich danach einen offenen Schlagabtausch.
Andrew Cassels(34.) im Mittelabschnitt sowie aus einem Powerplay heraus Rick Nash(50.pp) konnten zwei Mal Brent Johnson überwinden und retteten damit ihren Blue Jackets einen Punkt, wodurch sie wieder das Schlusslicht als Tabellenletzter im Westen an die Chicago Blackhawks abgeben konnten.
Philadelphia - New Jersey 3-3 (0-2/2-0/1-1/0-0)
Tony Amonte(PHI) wartet vergeblich auf einen Abpraller von Martin Brodeur(NJD).
Die Spitzenpartie der heutigen Nacht fand in der Continental Airlines Arena von East Rutherford statt. Die Philadelphia Flyers gaben als Tabellenerster und punktbestes Team der Eastern Conference ihre Visitenkarte bei ihrem engsten Verfolger, die New Jersey Devils ab.
Beide Mannschaften enttäuschten nicht und ließen mit ihrer Spielweise schon einen Vorgeschmack auf die Playoffs erahnen.
Um jeden Millimeter auf dem Eis, um jede verlorene Scheibe wurde gekämpft und nach 65 Minuten erstklassigem Eishockey trennten sich die Kontrahenten mit einem 3-3 Unentschieden. Bereits am Samstag werden sich beide Mannschaften in Philadelphia wieder sehen und die Fans aus Pennsylvania dürfen sich darauf schon freuen.
Heute Nacht erwischten die Devils den besseren Start, wobei sich Jay Pandolfo(9.) und Scott Niedermayer(20.) als Torschützen im ersten Drittel auszeichnen konnten. Der Mittelabschnitt gehörte den Gästen und auch sie konnten Erfolgserlebnisse verbuchen. Sami Kapanen(24.) und Donald Brashear(31.) egalisierten den Spielstand.
Kaum weniger turbulent verlief das Schlusdrittel. Patrik Elias(42.pp) profitierte bei seinem Treffer zur erneuten Führung der Hausherren noch von einer Strafzeit die kurz vor der zweiten Pause gegen Chris Therien ausgesprochen wurde und zwölf Minuten später war es Flyers Center Keith Primeau(54.) der zum 3-3 Endstand traf.
Pittsburgh - Atlanta 3-6 (1-2/2-2/0-2) Die Atlanta Thrashers konnten ihre Erfolgsserie auch gegen die Pittsburgh Penguins mit einem 6-3 Triumph, ihrem vierten Sieg in Folge fortsetzen. Vyacheslav Kozlov(5.pp) und Ben Simon(9.) legten bereits in den ersten zehn Spielminuten den Grundstein für den späteren Erfolg. Den Gästen aus Pittsburgh muss man hoch anrechnen, dass sie zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgaben, ihnen es aber letztendlich an den spielerischen Möglichkeiten fehlt. Ihr Roster gleicht eher dem eines Minor League Teams als dem einer Mannschaft aus der NHL.
Immerhin konnten Dick Tarnstrom(11.pp), Rico Fata(24.) und Patrick Boileau(30.pp) drei Mal den Rückstand auf ein Tor verkürzen. Die Thrashers waren aber danach jeweils in der Lage noch einen Gang hochzuschalten, um durch Shawn Mceachern(22.), J.P. Vigier(27.pp) und dem herausragenden Marc Savard(42.) den alten Vorsprung wieder herzustellen.
Den Schlusspunkt setzte Serge Aubin(58.en) mit einem 'Empty Net Goal'.
Montreal - Florida 2-4 (2-0/0-1/0-3) Die Florida Panthers wurden heute Nacht in der Heimpartie gegen die Montreal Canadiens ihrem Beinamen gerecht und zeigten Biss, nachdem sie in die erste durch Gegentreffer von Richard Zednik(7.) und Saku Koivu(11.pp) mit einem 0-2 Rückstand gehen mussten.
Wie verwandelt kamen die Panthers aus der Kabine und bestürmten das von Jose Theodore gehütete Tor der Frankokanadier.
Mit Erfolg: Olli Jokinen(26.) verkürzte den Rückstand im Mittelabschnitt und Viktor Kozlov(43.pp), Matt Cullen(47.) sowie Juraj Kolnik(50.) besiegelten Montreals erste Niederlage aus deren letzten fünf Spielen.
Jose Theodore sah die Ursache für die Niederlage in der Überheblichkeit seiner Mannschaft: "Nach dem 2-0 dachte jeder daran sein eigenes Punktekonto aufzubessern und wir haben jegliche Disziplin vermissen lassen. Wie man sieht kann man so keine Spiele gewinnen."
N.Y. Rangers - Buffalo 3-1 (1-1/1-0/1-0)
Miroslav Satan(BUF) scheitert an Jussi Markkanen(NYR).
In der Fremde fällt es den New York Rangers zur Zeit leichter zu punkten, als im heimischen Madison Square Garden. Heute Nacht gaben sie in der HSBC Arena den Buffalo Sabres mit 3-1 Toren das Nachsehen und konnten damit ihre Auswärtsbilanz aus den letzten sechs Partien auf vier Siege und ein Unentschieden, bei nur einer Niederlage, ausbauen.
Der heutige doppelte Punktgewinn ist vor allem aufgrund der in den ersten zwei Durchgängen gezeigten Leistung in Ordnung, als die Rangers deutlich mehr Spielanteile als ihre Gastgeber hatten. Dennoch blieb die Partie eng. Alexei Kovalev(6.) sowie Anson Carter(40.pp) hatten zwar für die 'Blueshirts' getroffen, doch auch die Sabres hatten durch Curtis Brown(18.pp) ihr Erfolgserlebnis im Powerplay gehabt.
Für die Vorentscheidung sorgte zur Mitte des Schlussdrittels Petr Nedved(49.).
Chicago - Dallas 0-1 (0-0/0-0/0-1) Um spielerische Highlights und technische Kunststückchen zu setzen, dafür war die Lage der Dallas Stars nach fünf Niederlagen in Folge, ihre längste Niederlagenserie seit der Saison 1995-96, zu ernst. Kampf und Krampf bestimmten das heutige Aufeinandertreffen mit den ebenso wenig erfolgsverwöhnten Chicago Blackhawks.
Als Bill Guerin(55.) gut fünf Minuten vor Spielende das einzige Tor der Partie erzielt hatte, hatte ein Teil der 18.000 Besucher die American Airlines Arena angesichts der darin stattfindenden 'Nullnummer' bereits verlassen. Über die Null freuen konnte sich dagegen Dallas' Schlussmann Marty Turco, der 16 Rettungstaten für seinen 14. NHL-Shutout benötigte.
Edmonton - Phoenix 3-3 (1-0/0-2/2-1/0-0) Mit einer auf Grund der Spielanteile schmeichelhaften Punkteteilung zogen sich die Phoenix Coyotes in der heimischen America West Arena vor 13.609 Besuchern gegen die Edmonton Oilers aus der Affäre. Die westkanadischen Gäste hatten nach 65 Spielminuten mit 42 doppelt soviele Torschüsse wie die Coyotes.
Ryan Smyth(16.) hatte nach einer guten Viertelstunde die Kanadier erstmals in Front geschossen und es sollte trotz Dominanz das einzige Mal bleiben, dass sie in Front lagen. Im Mitteldrittel konnten auch die Coyotes Akzente im Spiel nach vorne setzen. Daymond Langkow(23.pp) und Ladislav Nagy(31.) brachten sie mit 2-1 in Führung.
Mit diesem Vorsprung ging es auch in den Schlussabschnitt. Jetzt hatten wieder die Gäste ein spielerisches Übergewicht, selbstverständlich auch aus der Not heraus hinten zu legen geboren. Fernando Pisani(47.) und Radek Dvorak(53.pp) retteten ihnen schließlich noch einen Zähler, da zwischenzeitlich Coyote Frederik Sjostrom(51.) sein erstes Saisontor markiert hatte.