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2003-12-05 

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SPIELTAG 05.12.2003

Toronto - Boston 6-0 (1-0/1-0/4-0)

Tie Domi(TOR) freut sich über sein Tor.

Einen überraschend einseitigen Kampf um die Tabellenführung in der Northeast Division lieferten sich die Boston Bruins und die Toronto Maple Leafs im Fleet Center von Boston. Das Spitzenduell entwickelte sich zu einer klaren Angelegenheit für die erstplatzierten kanadischen Gäste, die mit einem 6-0 Kantersieg ihren Vorsprung gegenüber den Bruins auf drei Punkte ausbauen konnten.
Joe Nieuwendyk(17.pp/48.pp) und Tie Domi(33.pp) sorgten mit drei Überzahltreffern für die entscheidende Führung, ehe sich in der Defensivabteilung der Bruins endgültig Auflösungserscheinungen breit machten. In den noch folgenden gut zehn Spielminuten wurden die Hausherren regelrecht vorgeführt. Bryan Mccabe(49.) und noch zwei Mal Darcy Tucker(54./55.) binnen 28 Sekunden komplettierten Torontos siebten doppelten Punktgewinn in Folge.
Gästeschlussmann Ed Belfour konnte mit 25 Rettungstaten seinen zweiten Saison-Shutout verbuchen.

Phoenix - Buffalo 3-2 (0-0/2-1/1-1)
Branko Radivojevic(56.) gelang vier Minuten vor Spielende während eine Strafe gegen die Buffalo Sabres angezeigt war das 3-2 Siegtor für die Phoenix Coyotes. Die Hausherren versuchten zwar anschließend noch einmal alles, um zumindest noch einen Zähler zu ergattern, Gästegoalie Brian Boucher ließ sich aber nicht mehr bezwingen.
Zuvor hatten die Sabres zwei Mal mit Erfolg nach Gegentreffern von David Tanabe(24.) und Chris Gratton(35.) im zweiten Durchgang einen Rückstand egalisieren können. Jeweils auf Vorarbeit des Deutschen Jochen Hecht waren Jean-Pierre Dumont(34.) und Daniel Briere(52.pp) im Abschluss erfolgreich gewesen.
Im ersten Drittel Versäumtes, als die Sabres das Spielgeschehen kontrolliert, aber im Abschluss zu ungenau agiert hatten, konnte nicht mehr nachgeholt werden und die positive Heimserie der Sabres von zuletzt drei Siegen in Folge fand ihr Ende.

N.Y. Rangers - N.Y. Islanders 4-2 (0-0/3-0/1-2)
Bei den New York Islanders hängt der Haussegen ganz schön schief und das nicht erst seit der heutigen 2-4 Heimpleite im Prestigeduell gegen die New York Rangers. Die Islanders warten nun schon seit sieben Partien auf ein Erfolgserlebnis. Die entscheidende Szene spielte sich zur Mitte der Partie ab, als Michael Peca nach einem bösen Kniecheck mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde und bei den Rangers Brian Leetch(25./31.pp) mit seinem zweiten Tor an diesem Abend und Anson Carter(35.pp) die folgende Überzahlsituation zur 3-0 Führung genutzt hatten.
Das vierte Tor der Gäste aus Manhattan markierte Martin Rucinsky(55.) mit dem zweiten von zwei Torschüssen seines Teams im Schlussabschnitt, nachdem die Islanders sich noch einmal zusammen gerissen hatten und durch Treffer von Janne Niinimaa(52.pp) und Alexei Yashin(53.) bis auf 2-3 heran gekommen waren.

Ottawa - Tampa Bay 4-1 (1-1/1-0/2-0)
So langsam aber sicher ist auch wieder mit den Ottawa Senators in der Northeast Division zu rechnen. Heute Nacht konnten die Mannen aus der kanadischen Hauptstadt mit 4-1 Toren beide Punkte aus Tampa entführen und damit ihren dritten Sieg in Folge unter Dach und Fach bringen.
Die zwei Drittel lang gut mit spielenden und optisch sogar überlegenen Hausherren verloren im Schlussdrittel beim Stande von 1-2 aus ihrer Sicht völlig den Faden und wurden von ihren Gästen regelrecht vorgeführt. Der zweifache Torschütze Jason Spezza(36./47.) und bei Unterzahl Antoine Vermette(60.sh) mit seinem ersten Saisontor münzten die spielerische Überlegenheit der Senators in Zählbares um.
Die erstmalige Führung der Gäste hatte Bryan Smolinski(12.pp) bei der einzigen Torchance seiner Mannschaft im Eröffnungsdrittel erzielt. Die Lightning konnten hierauf noch mit einem Überzahltreffer von Dave Andreychuk(14.pp) antworten.

Nashville - Columbus 4-2 (0-0/2-0/2-2)
Die Erfolgsstory der Nashville Predators fand auch bei deren Divisionskonkurrenten, den Columbus Blue Jackets, ihre Fortsetzung. Zwar nicht unbedingt schön aber zweifelsfrei effektiv agierten die Predators in Ohio. Den ersten Spielabschnitt hatten die Hausherren kontrolliert und ihr erst am Sonntag aus Russland eingeflogener Nummer 1 Draft Pick Nikolai Zherdev sorgte für die spektakulärste Aktion im ersten Durchgang. Doch der Treffer, mit dem er Gästetormann Tomas Vokoun bezwang, wurde nach 5-minütigem Videobeweis nicht anerkannt, da das Gehäuse der Gäste um Millisekunden zu früh aus der Verankerung sprang.
Mit einem für die Predators mehr als schmeichelhaftem 0-0 Remis verabschiedeten sich die Teams in die erste Pause. Im zweiten Durchgang fand Nashville besser ins Spiel und war dabei auch erfolgreich. Rem Murray(23.) und Scott Hartnell(23.) bezwangen binnen 21 Sekunden mit einem Doppelschlag Marc Denis. Die Zeichen endgültig auf Auswärtssieg stellten Greg Johnson(54.) knapp sieben Minuten vor Spielende mit der 3-0 Führung und Scott Walker(60.en) mit einem 'Empty Net Goal'.
Zwischenzeitlich hatten Nikolai Zherdev(55.), er kam doch noch zu seinem ersten NHL-Treffer, und Rick Nash(60.) noch einmal für Spannung gesorgt.

Washington - New Jersey 0-3 (0-2/0-0/0-1)
Mit einer beeindruckenden Vorstellung, 41-9 (!) Torschüssen und 3-0 Toren, beendeten die New Jersey Devils ihr kleines Tief von zuletzt vier Spielen ohne Sieg. Nicht den Hauch einer Chance ließen die Devils ihren Gästen aus Washington. Capitals Stürmer Peter Bondra gab auch nach der Partie ohne Umschweife zu, dass seine Mannschaft eine Lehrstunde erhalten hatte: "Aus so einem Spiel wie es die Devils gezeigt haben müssen wir lernen. Man hat erkannt warum sie die Champions sind und nicht wir."
New Jerseys Tormann Martin Brodeur musste in den gesamten 60 Minuten nur neun Mal rettend eingreifen, um zu seinem bereits 69. NHL-Shutout zu kommen. Die Treffer der Hausherren markierten Paul Martin(3.), Turner Stevenson(10.pp) und Jeff Friesen(46.). Washington konnte sich letztendlich noch bei seinem Torwart Olaf Kölzig bedanken, dass die Niederlage so moderat ausfiel.

Detroit - St. Louis 4-4 (0-2/0-1/4-1/0-0)
"Mit der Mannschaft, die wir haben ist man nie aus dem Spiel," freute sich Brett Hull über den Punktgewinn seiner Detroit Red Wings im Spitzenduell gegen die St. Louis Blues. In einer hochklassigen Partie, die auch für den neutralen Betrachter kaum noch Wünsche offen ließ, konnten die Gäste aus Hockeytown im Schlussdrittel zunächst einen 3-Tore Rückstand durch Steve Thomas(41.) und Steve Yzerman(48.) auf 2-3 verkürzen und nachdem Blues' Verteidiger Chris Pronger(50.) wieder einen Treffer darauf gelegt hatte, waren es Pavel Datsyuk(56.) und Brett Hull(57.) jeweils in Koproduktion, die binnen 57 Sekunden das Remis herstellen konnten.
Von den Offensivkräften Red Wings war dagegen in den ersten 25 Minuten nur wenig zu sehen gewesen. Deutlich effektiver zeigten sich hier die Hausherren, die mit einem Sieg nach Punkten wieder mit den Red Wings gleichziehen hätten können. Chris Pronger(5.), Keith Tkachuk(6.pp) und Bryce Salvador(23.) mit seinem ersten Saisontor hatten für die trügerische Führung der Blues gesorgt.

Calgary - Vancouver 4-1 (1-0/1-0/2-1)
Die Calgary Flames erwiesen sich wieder einmal als sehr unangenehmer Gast für die Vancouver Canucks und entführten nicht unverdient, in der Höhe aufgrund der Spielanteile etwas zu deutlich, mit 4-1 Toren beide Punkte aus dem GM Place. Den vierte Sieg der Flames aus ihren letzten sechs Besuchen in der Stadt an der Pazifikküste bereiteten Jarome Iginla(10.pp), Shean Donovan(30.) und Martin Gelinas(41.) mit einer 3-0 Führung vor.
Als Spielverderber der Hausherren erwies sich aber auch Calgarys Schlussmann Miikka Kiprusoff, der mit seinen 28 Rettungstaten, die Angreifer der Canucks alt aussehen ließ. Als einziger Canuck fand Trevor Linden(44.) einen Weg Kiprusoff zu bezwingen.
In der noch verbleibenden Viertelstunde verteidigten die Flames mit viel Geschick ihre Führung und als Dan Cloutier seinen Kasten bereits zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte, nutzte erneut Jarome Iginla(60.en) den Freiraum, um den Endstand herzustellen.

Dallas - Los Angeles 0-3 (0-0/0-1/0-2)
Die Los Angeles Kings verteidigten nicht nur, sondern untermauerten ihre Tabellenführung in der Pacific Division gegen ihren vermeintlich stärksten Konkurrenten, die Dallas Stars. Aus einer kompakten Defensive heraus agierend, mit einem sicheren Rückhalt Roman Cechmanek im Tor, der alle 17 Torschüsse der Texaner parieren konnte, kamen die Kings zu einem 3-0 Heimerfolg.
Selbst nachdem die Stars durch Eric Belangers(29.) Gegentreffer im Mitteldrittel in Rückstand geraten waren, schafften sie es nicht ihr ebenfalls defensiv ausgerichtetes Spielsystem umzustellen und die Hausherren in Verlegenheit zu bringen.
Im Gegenteil die entscheidende Akzente in der Offensive setzten auch im Schlussabschnitt die Kalifornier. Ihr Neuzugang aus Pittsburgh Martin Straka(44.) und Jon Sim(57.) brachten Los Angeles' sechsten Heimsieg unter Dach und Fach.

Colorado - San Jose 2-2 (0-2/0-0/2-0/0-0)
Noch einmal mit einem blauen Auge bzw. einem Zähler sind die Colorado Avalanche zu Besuch im HP Pavillon der San Jose Sharks davongekommen. Erst im letzten Durchgang erinnerten sich die Gäste aus Denver ihrer Offensivqualitäten und wandelten durch Tore von Rob Blake(43.) und John-Michael Liles(48.) einen 2-Tore Rückstand in ein Remis um.
San Jose hatte die letzten sieben Aufeinandertreffen mit den Avalanche verloren. Heute Morgen erwiesen sie sich aber mehr als konkurrenzfähig. Zwei Drittel lang waren sie das bessere Team gewesen und die 2-0 Führung, von Nils Ekman(4.sh/12.) bereits im ersten Durchgang herausgeschossen, entsprach durchaus den Kräfteverhältnissen auf dem Eis.
Eine Eishockeypartie dauert aber eben 60 Minuten und vor allem gegen ein Spitzenteam wie die Avalanche, darf man sich hierbei keinerlei Aussetzer leisten.

 

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