Jaromir Jagr(WAS) schnappt Jason Blake(NYI) die Scheibe weg.
Ihre sechste Niederlage in Folge mussten heute Nacht die New York Islanders auf eigenem Eis gegen die Washington Capitals hinnehmen und nähern sich nun nach einem guten Saisonstart immer mehr dem Tabellenende.
Bereits nach zehn Spielminuten und Toren von Kip Miller(4.pp), Jaromir Jagr(6.pp) und Joel Kwiatkowski(10.) war die Partie zu Gunsten der Gäste aus der US-Hauptstadt entschieden. Auslöser für den frühen Rückstand der Islanders war Oleg Kvasha mit einer 4-Minuten Strafe gewesen. Während er auf der Strafbank saß nutzten die Capitals die nummerische Überlegenheit zu zwei Treffern.
Noch schlimmer kam es für das Team aus Long Island das nie zu seinem Spiel fand, zu Beginn des Schlussdrittels als Dainius Zubrus(42.) mit einem schönen Handgelenksschuss auf 4-0 erhöhte.
Den Ehrentreffer der Hausherren markierte keine zwei Minuten später Arron Asham(43.) als er mit einem herrlichen Move erst Verteidiger Brendan Witt und anschließend Schlussmann Olaf Kölzig ausspielte.
Anaheim - Columbus 1-2 (0-0/0-1/1-1) Die Columbus Blue Jackets beendeten mit einer Energieleistung und aufgrund ihres guten Überzahlspiels die Erfolgsserie der Mighty Ducks of Anaheim von elf Partien in denen sie jeweils punkten konnten.
Zum Matchwinner der Hausherren avancierte ihr letzjähriger Rookie Rick Nash(44.pp), der die 1-0 Führung von David Vyborny(27.pp) mit vorbereitete und im Schlussdrittel selbst das 'Game Winning Goal' erzielte.
Auf Seiten der spielerisch durchaus ebenbürdigen Kalifornier verdarb Vaclav Prospal(60.) 32 Sekunden vor Spielende Columbus' Goalie Marc Denis dessen Shutout.
Ein erfolgreiches NHL-Debut absolvierte der erst 19-jährige russische Stürmer Nikolai Zherdev, Columbus' Erstrunden-Pick, gezogen an Nummer vier, beim diesjährigen Draft, der im Schlussdrittel sogar sein erstes NHL-Tor auf dem Schläger hatte. Gästeschlussmann Martin Gerber erwies sich jedoch mit seinem Save als Endstation.
N.Y. Rangers - Toronto 4-5 (3-3/0-1/1-1)
Greg de Vries(NYR) und Darcy Tucker(TOR) haben sich nichts Nettes zu erzählen.
Nur 48 Stunden nach ihrer Begegnung im Madison Square Garden von New York gab es für die Toronto Maple Leafs und die New York Rangers ein Wiedersehen im Air Canada Centre von Toronto und erneut zogen die 'Blueshirts' aus Manhattan den Kürzeren.
Torontos Teamkapitän Mats Sundin(54.) erzielte sieben Minuten vor Spielende das 'Game Winning Goal' für die Kanadier und ist mit diesem, seinem 64. Siegtor neuer Franchise-Rekordhalter der Maple Leafs in dieser Kategorie.
Bevor es soweit war, hatten die Maple Leafs noch ein hartes Stückchen Arbeit zu verrichten. Anson Carter(54.) brachte postwendend die Gäste wieder auf ein Tor heran und die Schlussminuten, als die Rangers noch einmal ihren druck verstärkten, galt es zu uuml;berstehen.
Der erste Spielabschnitt verlief furios. Im Minutentakt gab es Grund zum Torjubel. Gleich sechs Mal mussten die beiden Schlussleute Rangers' Jussi Markkanen, er wurde nach einer guten Viertelstunde durch Mike Dunham ersetzt, und Ed Belfour die Scheiben hinter sich aus dem Netz holen. Matt Stajan(2.), Mikael Renberg(6.) und Joe Nieuwendyk(15.pp) brachten die Hausherren mit in Front. Auf Seiten der Rangers waren es Brian Leetch(6.pp), Chris Simon(17.) und Bobby Holik(19.) die den Spielstand bis zur ersten Pause egalisierten.
Im Mittelabschnitt konzentrierten sich die Kontrahenten stärker auf ihre Defensivarbeit, die Gäste waren hierbei einmal unachtsam, als sie 10 Sekunden vor Drittelende Owen Nolan(40.) allein vor dem Tor hantieren ließen und dieser die erneute Führung herstellen konnte.
Tampa Bay - Montreal 2-3 (1-1/0-1/1-1) Eine späte Strafe gegen Dan Boyle und das daraus resultierende Überzahltor von Jan Bulis(59.pp) verhinderte, dass die Tampa Bay Lightning zumindest einen Punkt aus dem Bell Centre der Montreal Canadiens entführten. "Ich habe einfach abgezogen und der Puck ging irgendwie rein," freute sich Bulis über das Siegtor. Grund zur Freude hatte auch Montreals Teamkapitän Saku Koivu(16.), der im Eröffnungsdrittel sein erstes Saisontor erzielen konnte und auch beim Tor von Richard Zednik(38.) im Mitteldrittel zur 2-1 Führung der Frankokanadier die Vorarbeit geleistet hatte.
Die Gäste aus Florida waren sowohl spielerisch als auch kämpferisch ein gleichwertiger Gegner und hätten ein Zähler durchaus verdient gehabt. Tim Taylor(11.) und Vincent Lecavalier(57.) konnten zwar Montreals Schlussmann Jose Theodore bezwingen aber nicht dessen 100. NHL-Sieg verhindern.
Phoenix - New Jersey 3-1 (0-0/1-1/2-0)
Sean Burke und Ossi Vaananen (PHO) bringen Grant Marshall(NJD) aus dem Gleichgewicht.
So trügerisch können Zahlen sein. Die New Jersey Devils verloren völlig überraschend ihre Heimpartie gegen die Phoenix Coyotes und sind nun seit vier Partien ohne doppelten Punktgewinn. Doch noch am Wochenende waren die Devils drauf und dran einen neuen Franchiserekord mit 14 Spielen in Folge ohne Niederlage aufzustellen. Teamkapitän weist auch richtigerweise die Behauptung der amtierende Stanley Cup Champion hätte ein Krise weit von sich: "Wir haben zwei Spiele verloren. OK. Das ist zwar nicht gerade schön mehr aber auch nicht." Heute Nacht scheiterten die Devils vor allem an ihrer schlechten Chancenverwertung im ersten Spielabschnitt als sie die Gäste aus Arizona noch gut im Griff hatten. Dies sollte sich im weiteren Spielverlauf ändern. Tyson Nash(24.) setzte zu Beginn des Mitteldrittels das erste Warnsignal. Darauf konnten die Gastgeber noch durch Jay Pandolfos(30.) Ausgleichstreffer reagieren.
Kaum noch Zeit um das Spiel herumzudrehen verblieb den Devils im Schlussdrittel, nachdem Chris Gratton(52.) und David Tanabe(53.) binnen 66 Sekunden mit einem Doppelschlag Phoenix 3-1 in Front geschossen hatten.
Los Angeles - St. Louis 1-4 (1-2/0-1/0-1) Los Angeles Kings Coach Andy Murray musste nach der Partie bei den St. Louis Blues unumwunden zugeben, dass seine Mannschaft heute Nacht keine Chance hatte, um als Sieger das Eis zu verlassen. Dank einer hervorragenden kämpferischen und spielerischen Vorstellung gaben die Blues ihren Gästen auch in der Höhe verdient mit 4-1 Toren das Nachsehen.
Der beste Mann auf dem Eis war Dallas Drake(17.pp/59.en) mit zwei Toren und einem Assist bei dem 3-1 Führungstor von Eric Nickulas(29.). Drake rackerte unermüdlich und stand sowohl in der Offensive als auch in der Verteidigung immer seinen Mann.
Sonderlob bekam Dallas Drake von seinem Teamkollegen Keith Tkachuk(7.pp), dem Schützen des 1-0: "Dallas ist ein Tier. An seiner Art zu spielen, mit soviel Einsatz und Engagement, sollten wir uns alle ein Beispiel nehmen." Auf Seiten der Kings konnte in diesem Bezug keiner mithalten. Zumindest einem, Eric Belanger(13.), gelang es Blues' Schlussmann Chris Osgood zu bezwingen.
San Jose - Calgary 1-3 (0-0/1-2/0-1) Dass die Calgary Flames besser sind als ihr Ruf und ein flüchtiger Blick auf die Tabellensituation in der Western Conference vermuten lässt, bekamen heute Morgen die San Jose Sharks im Saddledome der Westkanadier zu spüren.
Die Flames beendeten mit einem 3-1 Triumph die Erfolgserie der San Jose Sharks von zuletzt fünf Siegen in Folge. Die äußerst defensiv eingestellten Sharks waren lange Zeit nur darauf aus den Spielfluss ihrer Gastgeber zu zerstören. Über eine halbe Stunde lang ging diese Taktik auf, dann fand Jarome Iginla(32.) erstmals die Lücke im Abwehrbollwerk der Kalifornier.
Einen der wenigen gefährlichen Angriffsversuche der Sharks schloss Jonathan Cheechoo(38.) zum schmeichelhaften 1-1 Remis ab. Lange Zeit konnten sich die Gäste aber nicht über den Ausgleich freuien. Nur 1 1/2 Minuten später bekam Shean Donovan(40.ps) einen Penalty zugesprochen und er ließ sich diese Chance nicht nehmen.
Den Schlusspunkt setzte Martin Gelinas(60.pp) mit einem Powerplaytor elf Sekunden vor Spielende.