Chicago - Los Angeles 1-3 (0-0/0-1/1-2) Auch zum elften Mal in Folge konnten die Chicago Blackhawks keinen doppelten Punktgewinn einfahren und unterlagen den heimischen Los Angeles Kings verdient mit 1-3. Nachdem die Kings gegen die verunsicherten Blackhawks verletzungsbedingt auf einige Stammkräfte verzichten mussten, begann die Partie äußerst zaghaft. Die Gäste konzentrierten sich zunächst auf die Defensivarbeit, während die Gastgeber aufgrund der Ausfälle erst ihren Rhythmus finden mussten.
Zweiteres besserte sich im zweiten Abschnitt, so dass die Kings zu mehr Torchancen kamen und Chicagos Schlussmann Craig Anderson vermehrt unter Beschuss nahmen. Chicagos Möglichkeiten entwickelten sich hingegen zur Mangelware. Folgerichtig, wenn auch nur in Unterzahl, brachte Brad Chartrand(33.sh) zur Freude der 18.118 Zuschauer im Staples Center Los Angeles mit 1-0 in Führung. Dies war eigentlich zu wenig angesichts der spielerischen Überlegenheit, doch spätestens der Doppelpack von Michael Cammalleri(46./55.) sorgte für die Entscheidung, obwohl die Blackhawks sich im Schlussdrittel wieder mehr entfalten konnten und Kings Goalie Roman Cechmanek wieder häufiger prüften. Ihm wurde schließlich 67 Sekunden vor dem Ende mit dem Treffer von Kyle Calder(59.pp) der Shutout vereitelt. Das Tor der Gäste kam aber zu spät, um deren Negativserie zu stoppen.
Toronto - Ottawa 2-1 (1-0/1-1/0-0) Während die Toronto Maple Leafs nach vier Siegen in Folge den Spitzenplatz von Boston in der Northeast Division angreifen, befinden sich die Ottawa Senators als Titelverteidiger der Presidents Trophy für die meisten Punkte in einer Saison weiter im Formtief und rutschen durch die sechste Niederlage im achten Spiel auf den letzten Platz der Division.
Den Gästen war ihr gestärktes Selbstbewusstsein von Beginn an anzumerken und so übernahmen die Leafs die Initiative. Ihrem Torhüter Patrick Lalime hatten es die Hausherren zu verdanken, dass es nach 20 Minuten nur 0-1 durch einen Treffer von Matt Stajan(17.) stand. Ottawa war jedoch anscheinend kaum gewillt, das Feld dem kanadischen Kontrahenten freiwillig zu räumen und so kamen sie verbessert aus der Kabine. Jason Spezza(34.) konnte mit seinem siebten Saisontreffer schließlich Ed Belfour zum ersten Mal an diesem Abend zum Ausgleich überwinden. Doch wer unter den 18.500 Zuschauern nun dachte, dass die Begegnung eine Wende erfährt, sah sich schnell getäuscht, indem Toronto im Stile einer Spitzenmannschaft zurückschlug. Noch vor dem Wechsel nutzten die Leafs ein Überzahlspiel zur erneuten Führung. Bryan McCabe(39.pp) konnte unbedrängt abziehen, während Joe Nieuwendyk seinen beachtlichen Körper nutzte, um Lalime die Sicht zu nehmen, so dass dieser keine Abwehrchance hatte.
Die Weiß-Blauen beschränkten sich im letzten Drittel darauf das Ergebnis zu halten und sorgten so für chancenarme 20 Schlussminuten, auch weil Ottawa es nicht verstand sich offensiv entscheidend durchzusetzen.
Florida - Montreal 1-1 (0-0/0-0/1-1/0-0) Der Sieg für die Hausherren war so nah. Bis 72 Sekunden vor dem Ertönen der eigentlichen Schlusssirene führten sie nach einer überlegenen Vorstellung mit 1-0, mussten aber noch den Ausgleich hinnehmen. Für diesen sorgte Floridas Viktor Kozlov(59.) mit einem Schuss aus kurzer Distanz rechts von Goalie Jose Theodore stehend, nachdem er zuvor die Scheibe von Jay Bouwmeester erhalten hatte. Die Panthers konnten dadurch doch noch einen Punkt aus Kanada entführen.
Der Spielverlauf war damit jedoch auf dem Kopf gestellt, denn die Gastgeber besaßen während der fast 59 Minuten zuvor klar die optische Überlegenheit und eine größere Anzahl an Chancen. Panther Roberto Luongo hielt aber mit mehreren spektakulären Paraden sein Team im Spiel, so dass lediglich Michael Ryder(45.pp) zu Beginn des letzten Abschnitts in nummerischer Überlegenheit ein Mal für die Canadiens treffen konnte.
In der Overtime hatten die Mannen aus Montreal noch vier Einschussmöglichkeiten, scheiterten aber erneut an Luongo.
Philadelphia - N.Y. Islanders 5-1 (0-1/5-0/0-0) Mit einem überzeugenden 5-1 auf Long Island konnten die Flyers den Monat November, bei zehn Siegen und zwei Unentschieden, ungeschlagen abschließen. Zuletzt gelang ihnen dieses Kunststück im Dezember 1996. Die Gastgeber hingegen mussten ihre fünfte Niederlage in Folge einstecken und verlieren dadurch in der Eastern Conference langsam den Anschluss.
In der sehr körperbetont geführten Partie erzielten zunächst die Hausherren durch Janne Niinimaa(14.pp) die Führung, woraufhin sich im zweiten Drittel das Blatt jedoch entscheidend wendete. Philadelphia kam zu fünf Erfolgserlebnissen hintereinander, obwohl sie nur zehn Mal auf Goalie Rick DiPietro schossen und entschieden so vorzeitig die Begegnung.
Nachdem John Leclair(24.) den Ausgleich geschossen hatte, traf Mark Recchi(26.pp) nur 110 Sekunden danach zum 2-1 im Powerplay. Auf 3-1 erhöhte Donald Brashear(35.), ehe Simon Gagne(37.pp) erneut eine Überzahl ausnutzen konnte. Für den letzten zählbaren Höhepunkt sorgte Justin Williams(40.) kurz vor der zweiten Pause zum 5-1 Endstand.
Pittsburgh - Carolina 3-4 (1-0/1-3/1-1) Ein erst 22-jähriger Rechtsaußen, Radim Vrbata(21.pp/32./44.), wurde mit seinem zweiten Drei-Tore-Spiel seiner Karriere in dieser Nacht gegen die Penguins zum Matchwinner und sicherte dadurch den fünften Heimsieg der Hurricanes. Die Gäste aus Pittsburgh hingegen mussten trotz einer ansehnlichen Offensivleistung ihre zweite Niederlage in Folge einstecken.
Die unterhaltsame Partie begann mit Brian Holzingers(13.) erstem Saisontor für Pittsburgh, ehe Vrbata sein erster Streich des Abends, 56 Sekunden nach der ersten Pause, gelang. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts wurden die Hausherren immer stärker und schossen aus allen Rohren und Lagen. Folgerichtig erhöhten sie durch Marty Murray(28.), sowie erneut Vrbata auf 3-1. Penguin Patrick Boileau(36.pp) gelang allerdings noch der, wegen der wenigen Chancen in diesem Drittel, überraschende Anschluss.
Im letzten Durchgang eskalierte die Partie sehr zur Freude der Zuschauer zur Angriffsschlacht, in der beide Goalies ständig unter Beschuss standen, jedoch jeweils nur ein Mal bezwungen werden konnten, so dass es beim Sieg der Südstaatler blieb. Nachdem Vrbata seinen Hattrick vervollständigt hatte, überwand Pittsburghs Konstantin Koltsov(59.) Torsteher Kevin Weekes zum dritten Mal an diesem Abend. Kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene vergab Carolinas Erik Cole schließlich noch einen Penalty.
Tampa Bay - Atlanta 1-2 (1-0/0-0/0-2) Den Kampf um die Vormachtstellung in der Southeast Division konnten am vergangenen Abend in Atlanta die Thrashers durch ein knappes 2-1 für sich entscheiden und liegen nun einen Punkt vor den Lightning. Die Niederlage kam nicht ganz unerwartet, denn die Gäste konnten erst ein Mal in der Phillips Arena gewinnen, bei sieben Misserfolgen und drei Unentscheiden.
Von Beginn an bemühten sich die Mannen aus Tampa Bay diese Negativserie zu verbessern und erspielten sich in der Tat eine optische Überlegenheit. Zudem die klareren Chancen besitzend, gingen sie nach knapp zwölf Minuten durch Dan Boyle(12.) auch in Führung. Trotz der Vorteile, waren sie im weiteren Spielverlauf nicht mehr in der Lage Goalie Pasi Nurminen zu besiegen, wobei die Hausherren im letzten Abschnitt die Partie etwas ausgeglichener gestalten konnten.
Diese Ebenbürtigkeit in Möglichkeiten und Feldanteilen reichte schließlich den Thrashers, die durch Vyacheslav Kozlov(45.) und J.P. Vigier(56.pp) die zwei Punkte doch noch erreichten. Dass es am Ende nicht für den zweiten Sieg in Atlanta reichte, war neben der mangelhaften Chancenverwertung das schlechte Powerplay schuld. Aus sechs nummerischen Vorteilen konnten die Lightning keinen Nutzen ziehen.
Washington - Columbus 5-3 (0-0/4-2/1-1) Ein verrücktes zweites Drittel, welches das Spiel auch letztendlich entschied, erlebten die 17.158 Zuschauer in Columbus. Sechs Tore in knapp elf Minuten sieht man nicht alle Tage, nur schade für die Stimmung, dass vier davon die Gäste erzielten. 'Sie verdienten sich die ersten zwei Treffer und ich gab ihnen die zwei anderen', zeigte sich Blue Jackets Schlussmann Marc Denis angesichts seiner Fehler bei den Treffern zum 3-2 bzw. 4-2 der Capitals einsichtig und konnte nachvollziehen, dass er anschließend seinen Kasten für Ersatzmann Fred Brathwaite räumen musste. Zuvor verlief die Partie ausgeglichen. Die zweimalige Führung der Hausherren durch Rick Nash(21.) und Tyler Wright(26.) glichen Jaromir Jagr(22.) und Peter Bondra(27.pp) jeweils kurz darauf aus. Brian Sutherby(30.) und erneut Peter Bondra(32.) erhöhten schließlich unter gütiger Mithilfe von Denis auf 4-2.
Rick Nash(41.) konnte zwar 39 Sekunden nach Wiederbeginn noch einmal verkürzen und so für Hoffnung in den eigenen Reihen sorgen, doch Peter Bondra(45.) komplettierte vier Minuten später seinen ersten Hattrick seit dem 10. März 2002 und brach damit endgültig den Willen der Hausherren. Der zweifache Torschütze Nash kritisierte nach der Partie die Einstellung seines Teams als wesentliche Ursache der Niederlage: 'Es ist erschreckend zu Hause gegen eines der schlechtesten Teams der Liga zu verlieren. Wir waren aber einfach nicht bereit für das Spiel und das haben die Spieler zu verantworten.'
Detroit - St. Louis 2-1 (0-1/1-0/1-0) Die zwei Topteams aus der Central Division mussten in dieser Nacht gegeneinander antreten, wobei es dabei nicht nur um Sieg oder Niederlage ging, sondern besonders um den ersten Platz. Diesen hatten vor Spielbeginn die Blues inne, bei gleicher Punkteanzahl, jedoch der größeren Anzahl an Siegen, waren aber nicht in der Lage ihn zu behalten.
Nach dem dritten Erfolg hintereinander für die Red Wings sah die Partie zunächst nicht aus, denn die Hausherren heizten den Gästen im ersten Drittel mächtig ein und gingen durch Petr Cajaneks(13.) sechsten Saisontreffer in Führung. Um das Gesicht nicht beim härtesten Konkurrenten zu verlieren, waren die Mannen aus Detroit nun gefordert und bestätigten ihre Ambitionen auf den ersten Rang im zweiten Durchgang. Dort überzeugten sie mit gutem Kombinationsspiel und konnten durch Brett Hull(36.) schließlich ausgleichen.
Die Überlegenheit der Red Wings wuchs im weiteren Verlauf der Spitzenbegegnung, so dass es nur noch eine Frage der Zeit schien, wann das Siegtor fallen würde. Dieses ließ aber bis fast zwei Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene auf sich warten, als Boyd Devereaux(58.) nach Vorarbeit von Mathieu Dandenault die Scheibe im Kasten der Blues doch noch gewinnbringend unterbringen konnte.
Buffalo - Nashville 1-4 (0-1/1-1/0-2) Ein aufgedrehter Vladimir Orszagh(2./42./51.) legte mit drei Treffern und dem zweiten Hattrick seiner Karriere den Grundstein für den Erfolg der heimischen Nashville Predators über die Buffalo Sabres. Seine Performance lobte nach dem Spiel auch sein Trainer Barry Trotz, der ebenfalls Orszaghs herausragende Stellung in dieser Partie unterstrich.
Buffalo hatte über 60 Minuten hinweg selten die Möglichkeit die drohende Niederlage abzuwenden und kam lediglich durch Maxim Afinogenov(23.) zum 1-1 Ausgleich. Anschließend hatten die Sabres ihre beste Phase des Spieles, ehe Denis Arkhipov(28.pp) die Predators im Powerplay erneut in Front brachte. Über das Schlussdrittel hinweg wurde Tomas Vokoun im Gehäuse der Gastgeber kaum noch geprüft, so dass die weiteren Treffer durch Orszagh und damit der Sieg von Nashville vollauf in Ordnung ging.
Vancouver - Calgary 4-4 (2-0/1-3/1-1/0-0) Jedes kanadische Duell verspricht eine Spitzenpartie zu werden, denn alle sechs Mannschaften aus dem Norden wollen die Nummer Eins des Eishockeymutterlands sein und konkurrieren deshalb schon untereinander. Wenn es dann noch zu einer Begegnung zwischen zwei Teams aus der gleichen Division kommt, werden die Spiele oft zu verbissenen Auseinandersetzungen wie am vergangenen Abend in Calgary, als die Canucks zu Gast in Alberta waren.
Elf Punkte Unterschied trennen die Teams schon zu diesem frühen Zeitpunkt der aktuellen Saison, wodurch es eigentlich zu einer klaren Angelegenheit für die Mannen aus Britsh Columbia werden sollte. Weit gefehlt, denn die Flames verlangten dem Spitzenreiter der Northeast Division alles ab, wobei zunächst die Favoriten durch einen Doppelschlag von Brendan Morrison(14./16./58.) in Führung gingen und so die erste Pause relativ ruhig genießen durften.
Im zweiten Durchgang wurde das Spiel dann merklich härter, nachdem Calgarys Shean Donovan(24./30.) und Vancouvers Ryan Kesler(24.) nur zwölf Sekunden danach das Ergebnis auf 3-1 hochgeschraubt hatten. Fast zur Eskalation kam es dann in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts, als Robyn Regehr(29.pp) und erneut Donovan ausgleichen konnten. Zahlreiche Strafzeiten hatten die Schiedsrichter nun zu verhängen, wobei sich die Mannschaften in Nichts nachstanden.
Während der vermeintlich letzten 20 Minuten kühlten sich die Gemüter wieder ab, jedoch blieb das Spiel auf hohem Niveau, sowie extrem spannend. Zunächst brachte Calgarys Stephane Yelle(51.pp) die Hausherren in Front, ehe Morrison mit seinem dritten Tor des Abends die Overtime erzwang. Dort steigerte sich die Spannung noch erheblich, als sich erst zwei Canucks Strafzeiten einhandelten und dann Jarome Iginla in die Kühlbox musste. So mussten die letzten 79 Sekunden von beiden Seiten mit nur drei Feldspielern bestritten werden, was das Tempo noch einmal steigerte. Ein Treffer wollte allerdings nicht mehr fallen.