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2003-11-23 

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SPIELTAG 23.11.2003

Montreal - Edmonton 4-3 (0-0/2-1/2-2)

Die Oilers lauschen vor einer beeindruckenden Kulisse der Nationalhymne.

'Back to the roots' hieß es heute Nacht für die Edmonton Oilers und Montreal Canadiens vor 57.167 Zuschauern im Commonwealth Stadium, der Heimat der Edmonton Eskimos in der Canadien Football League. Am Tag genau vor 86 Jahren wurde die National Hockey League gegründet und bis heute hatte noch nie eine Partie unter freiem Himmel stattgefunden. Das 'Hockey Heritage Classic Game' war das erste Open Air Game der NHL-Geschichte.
Bei -20 Grad Celsius in Edmonton präsentierten sich auch die Schiedsrichter ganz historisch in beigen Pullis, mit einem roten Querstreifen an den Oberarmen, auf jeden Fall modischer als der ansonsten übliche 'Zebra-Look'. Das kurioseste Outfit hatte Montreals Schlussmann Jose Theodore gewählt, in dem er sich über die Goaliemaske eine Pudelmütze gezogen hatte.
Die Leistungen auf dem Eis wurden jedoch im ersten Drittel nicht dem Ambiente und der Festivalstimmung gerecht, wobei die westkanadischen Gastgeber etwas mehr Spielanteile hatten und deutlich mehr Druck auf das Gehäuse von Theodore ausüben konnten. Auf der Gegenseite wurde Ty Conklin von den Canadiens so gut wie nicht ernsthaft geprüft. Mit einem enttäuschenden 0-0 Unentschieden verabschiedeten sich die Kontrahenten in die Kabinen und genossen dort wohl die Wärme.
Den besseren Start in den Mittelabschnitt erwischten die Frankokanadier. Nach nur 39 Sekunden schoss sie Richard Zednik(21.) wie aus heiterem Himmel mit 1-0 in Front. Die folgenden Minuten gehörten wieder den Oilers, Montreal kam kaum zu einem vernünftigen Spielaufbau, als dann jedoch Ryan Smyth auf der Strafbank Platz nehmen musste, gelang Yannick Perreault(31.pp) das schmeichelhafte 2-0. Der auf Grund der Spielanteile hochverdiente Anschlusstreffer der Hausherren gelang Eric Brewer(34.) zeitgleich mit dem Ablauf einer Überzahlsituation. Dies sollte auch das letzte Highlight im zweiten Durchgang gewesen sein.
Yannick Perreault(43.) ließ mit einem Bauerntrick die Canadiens auch im Schlussdrittel als erste jubeln und es stand 3-1. Mühelos verteidigten die Gäste ihren Vorsprung über die letzte Viertelstunde, in der die Oilers ziemlich ideenlos und ungenau ihre Angriffe vortrugen. Eine spannende Schlussphase sollte garantiert sein als Jarret Stoll(54.) nach einem Schlagschuss von Steve Staios den Abpraller aufnahm und auf 2-3 verkürzte. Die Freude darüber währte gerade 72 Sekunden, dann konnte sich auch Richard Zednik(55.) nach einem Alleingang als zweifacher Torschütze der Canadiens auszeichnen. Schlag auf Schlag ging es weiter: Steve Staios(55.) brachte die Hausherren wieder auf einen Treffer heran. Der Ausgleich sollte den Oilers, die zum Schluss noch einmal alles versuchten und auch Ty Conklin zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, verwehrt bleiben.

Boston - Philadelphia 2-3 (0-2/2-1/0-0)
Die Philadelphia Flyers entschieden auf heimischen Eis Dank eines Powerplaytreffers von Mark Recchi(38.pp) das direkte Duell mit den Boston Bruins um die Spitzenposition in der Eastern Conference mit 3-2 Toren für sich.
Die Hausherren waren ganz stark in die Partie gestartet. Nach zehn Spielminuten hatten Justin Williams(7.) sowie Simon Gagne(10.) bereits eine 2-0 Führung herausgeschossen und die Bruins wirkten richtiggehend konsterniert. Bis zur ersten Pause waren sie nur noch auf Schadensbegrenzung aus und konnten selbst keinerlei Akzente setzen.
Dies sollte sich im Mittelabschnitt ändern als gleich zu Beginn Brian Rolston(22.pp/22.) mit einem Doppelschlag binnen 32 Sekunden das bisherige Geschehen auf den Kopf stellte und den Spielstand egalisierte.
Die Flyers brauchten eine gute Viertelstunde bis sie sich von diesem Schock erholt hatten und hatten sogar Glück, dass Boston nicht in der Lage war daraus Kapital zu schlagen. Im Schlussdrittel kontrollierten sie aber wieder den Spielverlauf und ließen ihren Gästen, die nur noch zwei Mal Jeff Hackett prüfen konnten, keine Chance.

Florida - Washington 3-2 OT (0-1/1-0/1-1/1-0)
Stephen Weiss(62.) beendete mit seinem Treffer nach 103 Sekunden in der Verlängerung die Negativserie der Florida Panthers von zuletzt drei Niederlagen in Folge und ließ damit die Sorgen der Gastgeber aus Washington nicht unbedingt kleiner werden.
Die Capitals hatten unerwartet stark begonnen. Im ersten Drittel ließen sie ihren Gastgebern kaum einen Stich. 23-8 lautete das Torschussverhältnis zu ihren Gunsten und die 1-0 Führung durch Jaromir Jagr(4.pp) war hoch verdient.
Ihren vergebenen Torgelegenheiten mussten die Capitals nachtrauern, nachdem im Mitteldrittel Viktor Kozlov(29.) zum 1-1 ausglich. Es kam aber noch schlimmer für die Hausherren, als sie 2 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit nach Kristian Huselius'(58.pp) Überzahltor erstmals in Rückstand gerieten. Dass die Capitals aber noch mit einem blauen Auge - und einem Zähler - davonkamen, war das Verdienst von Robert Lang(60.), der auch in der elften Partie in Folge nicht punktlos blieb und seine Mannschaft in die Overtime rettete.

N.Y. Islanders - Columbus 1-2 (0-0/0-2/1-0)
So schlecht wie sich die Columbus Blue Jackets auf fremden Eis präsentieren, so unberechenbar sind sie im heimischen Stadion. Das bekamen auch heute Nacht die New York Islanders bei ihrem Gastauftritt in der Nationwide Arena zu spüren.
Mit 1-2 Toren zogen die Mannen aus Long Island den Kürzeren beim punktschlechtestem Team der Western Conference. Nicht zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte. Die Islanders sind die einzige Mannschaft, die noch nie gegen Columbus gewinnen konnte. Dass die positive Bilanz der Jackets gegen sie auf fünf Siege und ein Unentschieden ausgebaut werden konnte, ging auf die Rechnung eines klasse aufspielenden Rick Nash(30.). Er erzielte nicht nur die 1-0 Führung der Hausherren, sondern gewann auch unmittelbar vor der zweiten Pause das Bully, welches letztendlich Todd Marchant(40.) zum 2-0 vollstreckte.
Im Schlussdrittel lieferten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Columbus' Schlussmann war hierbei nur einmal machtlos, als ihm Oleg Kvasha(60.) 41 Sekunden vor Spielende doch noch seinen Shutout verdarb.

Ottawa - Pittsburgh 1-2 OT (0-1/0-0/1-0/0-1)
Das Glück auf ihrer Seite hatten die in dieser Saison leidgeplagten Pittsburgh Penguins vor gut 11.000 Zuschauern in der heimischen Mellon Arena. Rookie Ryan Malone(63.) schoss nach 2 1/2 Minuten in der Overtime das erlösende 'Game Winning Goal' gegen die Ottawa Senators, die von ihren letzten vier Partien drei verloren und bisher noch weit unter ihrem Leistungsvermögen spielen.
Schon bei der 1-0 Führung der Hausherren durch Tomas Surovy(7.) - es war sein erstes Saisontor - machte die Defensivabteilung der Kanadier einen desorientierten Eindruck.
Den Schaden der Senators in Grenzen hielt aber auch ein Verteidiger, Zdeno Chara(50.pp) gab bei Überzahl Sebastian Caron im Tor der Penguins kaum eine Abwehrchance.

Buffalo - Tampa Bay 1-2 (0-1/0-1/1-0)
Pavel Kubina(15./37.pp) wurde mit seinen zwei Toren zum Matchwinner für die Tampa Bay Lightning in ihrer Heimpartie gegen die Buffalo Sabres, die sich bis zum Ertönen der Schlusssirene gegen die Niederlage stemmten.
Tampas Schlussmann John Grahame und das fehlende Quentchen Glück verhinderte einen durchaus verdient und im Rahmen des Möglichen gewesenen Punktgewinn der Sabres. Grahame vereitelte im letzten Drittel, als sich die Hausherren nur noch auf ihre Defensivaufgaben konzentrierten, einige sehr gute Torchancen der Gäste. So blieb Buffalos einziges Erfolgserlebnis der Ehrentreffer von Maxim Afinogenov(43.).
In dieser Saison haben die Lightning noch kein Spiel verloren, in dem sie in Front gegangen waren (zehn Siege, ein Unentschieden), Buffalo konnte kein Spiel mehr drehen, bei dem sie 0-1 hinten lagen (neun Niederlagen).

Dallas - St. Louis 1-2 (0-0/1-1/0-1)
Auch im sechsten Anlauf in Folge schafften es die Dallas Stars nicht auf fremden Eis doppelt zu punkten. Noch schlimmer sie unterlagen bei den St. Louis Blues mit 1-2 Toren und standen am Ende, trotz einer ihrer besseren Auftritte, mit leeren Händen da.
Keith Tkachuk(31.) und Pavol Demitra(50.) mit seinem 200. NHL-Tor verdarben den Texanern ihre Auswärtstour. Nach einem ausgeglichenen ersten Spielabschnitt, in dem keine Mannschaft irgendein Risiko einging, war es Bill Guerin(22.), einer der wenigen Gäste, die zur Zeit ihre Normalform abrufen können, der die Stars sogar in Front bringen konnte.
Die Blues verstärkten daraufhin ihre Offensivbemühungen und ließen ihre Kontrahenten im zweiten Durchgang kaum noch aus deren Verteidigungsdrittel kommen.

Detroit - Minnesota 5-2 (1-1/3-1/1-0)
Nur 23 Sekunden lang, nachdem Alexandre Daigle(24.) die Minnesota Wild mit 2-1 in Führung geschossen hatte, sah es danach aus, als könnten sie ihre Gäste aus Detroit ärgern. Doch die Red Wings vom Rückstand unbeeindruckt, bewiesen postwendend ihre Stärke und Boyd Devereaux(25.), Nicklas Lidstrom(28.) sowie Kris Draper(37.) rückten mit drei Toren in Folge noch im Mitteldrittel die Kräfteverhältnisse wieder zurecht.
Einmal mit zwei Treffern in Front liegend, ließ Detroit auch im Hexenkessel von St. Paul nichts mehr anbrennen. Abgeklärt brachten sie ihre zwei Punkte nach Hause. Kurz vor Spielende gelang es auch noch Pavel Datsyuk(60.) Minnesotas Schlussmann Dwayne Roloson zum 5-2 Endstand zu bezwingen.
Die Treffer zum 1-1 Zwischenstand zur ersten Pause hatten Brett Hull(3.) und Richard Park(19.pp) erzielt.

Los Angeles - Colorado 2-0 (0-0/2-0/0-0)
Mit einer beeindruckenden Defensivvorstellung konnten die Los Angeles Kings beide Punkte aus dem Pepsi Center von Denver entführen. Nicht nur das, die Kalifornier hielten die Sturmreihen der Avalanche über 60 Minuten in Schach und Schlussmann Cristobal Huet durfte am Ende, bei seinem erst dritten Saisonauftritt, einen Shutout feiern. Schmerzlich vermisst wurden heute Nacht bei den Hausherren ihre beiden verletzten Topstürmer Peter Forsberg und Paul Kariya.
Auf der Gegenseite waren es, was das Punkten betrifft Mr. Zuverlässig Zigmund Palffy(28.pp) und Dustin Brown(35.) - es war sein erster Saisontreffer - die mit zwei Toren im Mittelabschnitt Colorados vierte Heimniederlage besiegelten.

Chicago - Calgary 1-2 (0-0/0-1/1-1)
Durch ein knappes 2-1 konnten die Flames in der letzten Nacht ihre Siegesserie auf drei Erfolge hintereinander ausbauen, wobei die Zuschauer sich schon auf eine Overtime eingestellt hatten, denn erst 49 Sekunden vor der Schlusssirene gelang Dean McAmmond(60.) der entscheidende Treffer.
Absolut ebenbürtig gestaltete sich die Partie: Einem ausgeglichenem ersten Drittel folgte ein von den Hausherren dominierter zweiter Durchgang, in dem Steven Reinprecht(34.) die Führung erzielte. Im letzten Abschnitt schalteten dann die Gäste einen Gang höher und beherrschten das Geschehen. Folglich traf Kyle Calder(42.) zum zwischenzeitlichen 1-1 Einstand, ehe McAmmond fast 18 Minuten später einen Konter noch folgeträchtig abschloss.
Die Blackhawks sind jetzt seit mittlerweile acht Partien ohne Sieg. Sie erreichten in dieser Spanne lediglich ein Unentschieden, bei vier regulären Niederlagen und drei Negativergebnissen in Overtime.

Toronto - Vancouver 5-3 (2-2/0-0/3-1)
Die Canucks mussten nach neun Siegen und einem Unentschieden schließlich die erste Heimniederlage in dieser Saison gegen die ungeliebten Maple Leafs einstecken. Klar körperlich überlegen zeigten sich dabei die Gäste, die besonders im ersten Drittel richtig austeilten und sich somit Respekt verschafften. Bereits nach 23 Sekunden lieferten sich Tie Domi und Bryan Allen einen Faustkampf, gefolgt von zahlreichen Unsportlickeiten.
Schon nach 41 Sekunden war Toronto durch Gary Roberts(1./49.) in Front gegangen, ehe 125 Sekunden darauf Robert Reichel(3.) für die Weiß-Blauen auf 2-0 erhöhte. Markus Naslund(9.) und Trevor Linden(20.pp) kurz vor der ersten Pause konnten aber noch im ersten Drittel ausgleichen, so dass die Partie wieder offen war.
Einem torlosen zweiten Durchgang folgte dann ein turbulenter letzter Abschnitt, in dem wieder die Gäste vorlegten. Erst traf Owen Nolan(45.) zum zwischenzeitlichen 3-2 und dann baute Roberts mit seinem zweiten Streich des Abends die Führung auf 4-2 aus. Als Vancouvers Goalie Dan Cloutier auf Kosten eines weiteren Angreifers kurz vor Schluss sein Gehäuse verlassen hatte, war Todd Bertuzzi(59.) noch in der Lage zu verkürzen, konnte aber kurz darauf Mats Sundins(60.en) 5-3 nicht mehr verhindern.

Nashville - San Jose 1-3 (0-0/0-1/1-2)
Endlich ist auch die Heimmisere der Sharks zu Ende. Nach 240 Tagen ohne einen Sieg im heimischen HP Pavillon konnten sie endlich ihre erstes Erfolgserlebnis feiern, wenngleich die Gäste es ihnen nicht leicht machten.
Von Anfang an präsentierten sich die Predators ebenfalls torhungrig und agierten wie ihre Gastgeber offensiv. So entstand eine recht sehenswerte Partie, die reichlich Szenen vor den beiden Gehäusen zu bieten hatte. In Person von Alyn Mccauley(35.) ging San Jose allerdings in Führung, ehe der Deutsche Marco Sturm(43.) zu Beginn des letzten Durchgangs im Powerplay auf 2-0 erhöhte. Nashvilles Scott Hartnell(49.) konnte zwar noch verkürzen, war aber wie seine Kollegen nicht in der Lage die Niederlage noch zu verhindern. Ganz im Gegenteil, Patrick Marleau(50.) schoss etwas mehr als zehn Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene sogar noch das 3-1.
Neben den Torschützen ragte besonders Goalie Vesa Toskala aus dem Kader der Sharks heraus. Der 26-jährige Finne parierte nicht nur 32 Schüsse der Predators, sondern wirkte auch sehr souverän, wodurch er den Grundstock für das erste Erfolgserlebnis zu Hause schaffte.

 

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