Olaf Kölzig(NJD) kann das Siegtor von Martin Lapointe(BOS) nicht verhindern.
Die Washington Capitals, als Tabellenletzter im Fleet Center von Boston angetreten, boten den Bruins als punktbestes Team der Eastern Conference mehr Widerstand als denen lieb war. Am Ende setzten sich jedoch die Hausherren knapp mit 3-2 Toren durch und bauten ihre erfolgsbilanz auf elf Spiele in Folge, in denen sie jeweils punkten konnten fort.
Mike Knuble(6.) und Glen Murray(14.) brachten die Bruins vor 14.211 Zuschauern im ersten Durchgang mit 2-0 in Front und dieser Vorsprung sollte auch bitter nötig sein. Die Gäste aus der US-Hauptstadt waren stets gefährlich und kamen auch im Mittelabschnitt zum durchaus verdienten Anschlusstreffer durch Jaromir Jagr(39.).
Die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren besorgte zur Mitte des Schlussdrittels Martin Lapointe(52.pp) bei Überzahl, so dass Sergei Gonchars(55.pp) Powerplaytreffer sechs Minuten vor Spielende nicht mehr weiter ins Gewicht fiel, sondern nur noch für Spannung bis zum Ertönen der Schlusssirene sorgte.
N.Y. Islanders - Tampa Bay 2-3 (0-2/0-0/2-1) Die Tampa Bay Lightning übernahmen mit einem 3-2 Heimerfolg über die New York Islanders wieder die Tabellenführung in der Southeast Division. Fredrik Modin(14.), Brad Richards(18.) und Cory Stillman(45.) mit seinem bereits zehnten Saisontor legten dabei den Grundstein für Tampas siebten Heimsieg.
Trotz des Erfolges zeigte sich Tampas Headcoach John Tortorella nicht vollauf zufrieden mit der Vorstellung seiner Jungs: "Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, so wie wir das Spiel in den letzten Minuten noch aus der Hand gegeben hatten." Die Gäste aus Long Island legten in den letzten fünf Spielminuten noch ein wahres Feuerwerk hin und ließen ihre Gastgeber kaum noch aus deren Drittel kommen. Belohnt für diesen Schlussspurt wurden sie jedoch nur bedingt. Arron Asham(55.) und Mark Parrish(59.) konnten zwar noch den Rückstand verkürzen, die Punkte mussten sie jedoch in Florida belassen.
Carolina - Ottawa 1-6 (1-1/0-5/0-0) Dass die Ottawa Senators besser sind, als ihre momentane Tabellenposition vermuten lässt, bewiesen sie heute Nacht in ihrer Heimpartie gegen die Carolina Hurricanes. Die Hurricanes hatten den ersten Spielabschnitt dominiert, kamen aber nicht über ein 1-1 Remis hinaus, nachdem Vaclav Varada(20.) unmittelbar vor der ersten Pause ihre Führung, herausgeschossen durch Radim Vrbata(13.), egalisiert hatte.
Varadas Ausgleichstreffer verfehlte seine Signalwirkung auf die kanadischen Gastgeber nicht. Wie verwandelt präsentierten sich die Senators im Mitteldrittel. Jason Spezza(22.), Radek Bonk(30.pp), Peter Schaefer(30.), Todd White(33.) und Marian Hossa(37.pp) bereiteten mit ihren fünf Toren den völlig neben sich stehenden Hurricanes ein Debakel.
Jamie Storr ersetzte nach dem Torefeuerwerk der Senators Kevin Weekes im Kasten der Gäste und hatte, nachdem die Hausherren einen Gang zurückgeschaltet hatten, nur wenig Mühe seinen Kasten sauber zu halten.
Minnesota - Philadelphia 1-3 (0-0/1-3/0-0) Die Philadelphia Flyers konnten auch von den Minnesota Wild nicht bei ihrem Höhenflug gestoppt werden. Philadelphia erledigte sich seiner zehnten Hausaufgabe mit Bravour und schickte die Wild mit 1-3 Toren nach Hause. Mittlerweile sind die Flyers seit acht Partien in Folge ungeschlagen. Sieben Siege bei einem Unentschieden lautet ihre beeindruckende Bilanz.
Die Flyers bestimmten von der ersten Minute an das Spielgeschehen hatten aber im ersten Durchgang noch ihre Mühe gegen die in der Defensive kompakt stehenden Gäste. Deren Abwehrbollwerk konnte erst im zweiten Durchgang durchbrochen werden, als zwei Mal Mark Recchi(35.pp/40.pp) und Tony Amonte(39.) Minnesotas vielbeschäftigten Schlussmann Manny Fernandez bezwangen. Zwischenzeitlich war Alexandre Daigle(38.pp) im Powerplay der Ausgleichstreffer gelungen. Dies war aber nur ein kleiner Schönheitsfehler bei einer ansonsten tadelfreien Vorstellung der Gastgeber.
Detroit - Columbus 0-3 (0-1/0-1/0-1)
Andrew Cassels(CLB) wird von Manny Legace und Jason Woolley(DET) gestört.
Columbus' Trainer Doug MacLean schwelkte in Superlativen nach dem 3-0 Heimerfolg seiner Blue Jackets über die hochfavorisierten Detroit Red Wings: "Das ist der größte Sieg in unserer Franchisegeschichte." 24 Stunden zuvor waren die Blue Jackets noch mit 1-5 gegen ihre heutigen Gäste unter die Räder gekommen. Vielleicht war auch dies der Grund warum sie von den Red Wings, die nie zu ihrem Spiel fanden, so unterschätz wurden.
Schön verteilt auf die drei Spielabschnitten bereiteten Rick Nash(9.), Andrew Cassels(25.) und ihr in Ohio geborener Rookie Dan Fritsche(44.) den Gästen ihre erste Niederlage seit fünf Spielen.
Columbus' Schlussmann Marc Denis musste gerade einmal 25 Torschüsse gegen die auf der ganzen Linie enttäuschenden Red Wings abwehren, um zu seinem zweiten Saison-Shutout, dem elften in seiner NHL-Karriere zu kommen.
Montreal - Calgary 1-2 (1-1/0-0/0-1) Martin Gelinas(59.) avancierte mit seinem Tor 74 Sekunden vor Spielende zum Matchwinner für die Calgary Flames im innerkanadischen Duell gegen die Montreal Canadiens. Einen Schlagschuss von Jordan Leopold hatte Gästegoalie Jose Theodore nur abprallen lassen und Gelinas stand goldrichtig.
Der doppelte Punktgewinn für die Hausherren ging vor allem aufgrund ihrer Dominanz in den letzten zwei Dritteln vollauf in Ordnung.
Akzente im Spiel nach vorne setzten die frankokanadischen Gäste nur im Eröffnungsdrittel: Craig Rivet(16.pp) nutzte eine Überzahlsituation zur 1-0 Führung. Diese währte jedoch nicht lange. Noch vor der ersten Pause gelang Steven Reinprecht(20.) der Ausgleich.
Das Tor der Hausherren hütete zum ersten Mal nach seiner Verpflichtung der Neuzugang aus San Jose, Miikka Kiprusoff.
Toronto - Edmonton 2-3 (1-1/0-2/1-0) In Toronto stehen die Zeichen auf Sturm, nicht erst nachdem sie auch heute Nacht mit 2-3 Toren gegen die Edmonton Oilers den Kürzeren zogen. Seit mittlerweile fünf Partien warten die mit hohen Zielen in die Saison gestarteten Kanadier auf einen doppelten Punktgewinn.
Wesentlich besser sieht da die Bilanz ihrer heutigen Gastgeber aus. Die Oilers konnten aus ihren letzten sechs Partien zehn Punkte sammeln.
Heute Morgen im Skyreach Centre der Provinzhauptstadt von Alberta waren es im Mitteldrittel Mike York(34.) und Ales Hemsky(39.), welche die Westkanadier auf die Siegerstraße schossen. Den Rest erledigte ihr talentierter Schlussmann Ty Conklin, der auch bei dem folgenden Sturmlauf der Gäste die Übersicht behielt und sich nur noch einmal von Gary Roberts(56.) knapp fünf Minuten vor Spielende bezwingen ließ.
Nach Powerplaytreffern von Darcy Tucker(11.pp) und Marc-Andre Bergeron(17.pp) waren die Kontrahenten mit einem leistungsgerechten 1-1 Remis in die erste Pause gegangen.
N.Y. Rangers - Colorado 3-4 (0-2/2-2/1-0) Mit der Verpflichtung von Steve Konowalchuk(7./37.) scheint den Colorado Avalanche ein Glücksgriff gelungen zu sein. Heute Nacht in der Heimpartie gegen die New York Rangers war der Neuzugang aus Washington mit zwei Toren der auffälligste Akteur auf Seiten der 'Avs', die sich unerwartet schwer taten.
Dabei lief zunächst alles nach Plan: Konowalchuk und Alex Tanguay(18.pp) sorgten für einen eigentlich beruhigenden 2-0 Vorsprung zur ersten Pause. Das Blatt wendete sich im Mittelabschnitt als die Gäste aus Manhattan immer frecher wurden und auch Grund zur Freude hatten. Anson Carter(29.pp) und Martin Rucinsky(33.) egalisierten den Spielstand.
Nachdem sie ihre Führung verspielt hatten, erwachten wieder die Hausherren. Mit einem Doppelschlag gelang Konowalchuk und Cody Mccormick(38.) die vorentscheidende Führung. Die 'Blueshirts' setzten zwar im Schlussabschnitt noch einmal alles auf eine Karte, kamen aber nur noch zum Anschlusstor durch Matthew Barnaby(57.). Ein Auswärtspunkt wäre für die Rangers, bei denen Schlussmann Jason LaBarbera sein Saisondebut gab, durchaus im Rahmen des Möglichen gewesen.
Chicago - Vancouver 2-3 OT (2-0/0-1/0-1/0-1)
Johan Hedberg(VAN) vereitelt eine Großchance der Blackhawks.
Die Erfolgsstory der Vancouver Canucks auf heimischen Eis, fand auch gegen die Chicago Blackhawks seine Fortsetzung. Verteidiger Sami Salo(63.) sorgte mit seinem Overtimetreffer nach drei Minuten in der Verlängerung für die kollektive Freudenfeier der 18.630 Besucher im erneut ausverkauften General Motors Place. Mit 3-2 Toren bauten die Canucks ihre eindrucksvolle Heimbilanz auf neun Siege und ein Unentschieden aus.
Dabei waren die Westkanadier überraschend schwach in die Partie gestartet. Nach bereits 23 Sekunden bezwang Mark Bell(1.) den heute das Tor der Hausherren hütenden Johan Hedberg. Die Canucks leisteten sich in den folgenden Minuten viel zu viele Undiszipliniertheiten und standen meist mit einem Mann weniger auf dem Eis. Konsequenterweise nutzte Bryan Berard(16.pp) eine Überzahlsituation zum 2-0.
Ein kaum verändertes Bild bot sich den Fans im Mitteldrittel. Mit dem einzigen Unterschied, dass nun die Blackhawks trotz optischem ü,bergewicht nicht trafen und auf der Gegenseite Ed Jovanovski(24.) die Kanadier zurück ins Spiel schoss.
In den letzten 20 Minuten der regulären Spielzeit waren die Gäste aus Chicago stehend KO. Jetzt spielte nur noch eine Mannschaft - die Canucks. Bryan Allen(46.) rettete schließlich mit seinem ersten Saisontor die Hausherren in die Overtime.