Brad Richards (T.B.) und Steve Eminger (Was.) schenken sich nichts.
Nachdem die Lightning in den letzten zwei Begegnungen, die ebenfalls allesamt auswärts stattfanden und jeweils gegen Divisionskontrahenten gingen, nur ein Tor erzielten und lediglich einen Punkt erreichten, konnten sie sich in dieser Nacht in der us-amerikanischen Hauptstadt gegen die Capitals souverän durchsetzen.
Mit zehn Niederlagen in den letzten zehn Partien in Washington während der regulären Saison traten die Mannen aus Tampa Bay an. Diesmal machten sie es allerdings besser und führten bereits nach dem ersten Drittel durch zwei Tore von Vincent Lecavalier(4.) und Frederik Modin(9./26.) mit 2-0. Ein Sieg stand also in Aussicht, denn die Gäste verloren in dieser Spielzeit noch kein einziges Mal wenn sie mit 1-0 in Führung gegangen waren.
Diese Serie fortsetzend, agierten sie auch im zweiten Durchgang souverän und erhöhten bis zur Hälfte dieses Abschnitts auf 4-0. Erneut traf Modin, sowie sein Kollege Cory Stillman(30.pp) im Powerplay, als Stephen Peat gerade eine Zwei-Plus-Zwei-Strafe wegen eines hohen Stocks absaß. Wenig später gelang den Hausherren ihr erstes Erfolgserlebnis des Abends durch Jaromir Jagr(32.), ehe Martin St. Louis(37.sh) in Unterzahl den fünften Treffer für die Lightning markierte. Dem turbulenten Drittel und eigentlich auch der Begegnung ein Ende setzend, denn innerhalb der letzten 20 Minuten geschah nichts mehr aufregendes, gelang Washingtons Jason Doig(40.) sieben Sekunden vor dem Ertönen der Sirene noch das unbedeutende 2-5.
Boston - Columbus 4-0 (4-0/0-0/0-0) Die Fans der Blue Jackets hatten ihren Spaß vor der Partie, als mehrere Besucher bei einem Wettbewerb auf dem Eis mit einem gezielten Schuss einen Truthahn für das beliebte amerikanische Fest Thanksgiving gewinnen konnten. Während des Spiels der Profis gab es für sie nur noch wenig zu bejubeln, denn die Gäste aus Boston hatten bereits nach dem ersten Drittel den Sieg so gut wie in der Tasche.
Den Torreigen eröffnete Dan Mcgillis(6.) in der sechsten Spielminute mit einem gezielten Handgelenkschuss vom rechten Bullykreis, ehe Glen Murray(7.pp/19.) 95 Sekunden später im Powerplay auf 2-0 erhöhen konnte. Brian Rolstons(15.) sechster Saisontreffer, sowie Murrays zweiter Streich des Abends bedeuteten dann ein beruhigendes 4-0 Polster, das letztendlich locker zu deren siebten Auswärtssieg reichte. Die insgesamt 24 Versuche ebenfalls zu etwas Zählbares zu gelangen, meisterte Goalie Felix Potvin perfekt und erreichte somit seinen zweiten Saisonshutout bzw. seinen dreißigsten gegentorlosen Sieg seiner Karriere.
Erneut konnten die Bruins die Blue Jackets klar besiegen, nachdem sie sie in den letzten beiden Jahren mit 7-2 und 8-0 in deren Stadion schon deklassiert hatten.
Pittsburgh - Buffalo 2-1 OT (0-0/0-1/1-0/1-0)
Miroslav Satan (Buf.) und Martin Straka (Pit.) kämpfen um den Puck.
Sieglos in den letzten zwei Partien traten sowohl die Penguins, als auch die Sabres gegeneinander an. Diese Negativserie stoppen konnten allerdings nur die Gäste, wobei den Hausherren wenigstens ein Punkt blieb.
Den Platzierungen der Teams entsprechend, kam kein berauschendes Spiel zu Stande, jedoch entwickelte sich die Partie im weiteren Verlauf zu einen wahren Krimi, der erst in der Overtime ein Ende fand. Für den ersten Aufreger des Abends sorgte Buffalos Andy Delmore im ersten Drittel, als dieser bereits in der dritten Minute Pittsburghs Konstantin Koltsov von hinten übel in die Bande checkte. Der Weißrusse musste daraufhin wegen einer blutenden Wunde an der Lippe das Eis verlassen, während der Sabre eine Fünf-Minuten- und eine Disziplinarstrafe kassierte.
Dieser hässlichen Szene folgte im zweiten Durchgang die erste sehenswerte Aktion durch Daniel Briere(30.), der die Hausherren mit einem präzisen Handgelenkschuss in Front brachte. Erst nach der Hälfte des vermeintlich letzten Durchgangs schoss Drake Berehowsky(52.) noch den Einstand, so dass die Overtime entscheiden sollte. Dort gelang Pittsburghs Aleksey Morozov(64.) tatsächlich der Sieg, indem er sich auf der linken Seite durchsetzte und einen fulminanten Schlagschuss an Goalie Mika Noronen vorbei in die Maschen schweißte.
Detroit - Chicago 4-3 OT (1-1/1-0/1-2/1-0) Nach einem ambitionierten Kampf verloren die Blackhawks in dieser Nacht zum vierten Mal in Folge, während die Red Wings ihren vierten Sieg innerhalb der letzten fünf Partien in Overtime doch noch unter Dach und Fach bringen konnten.
Die spannende und hart umkämpfte Begegnung zwischen zwei der Original Six Teams, die mit 669 Auseinandersetzungen häufiger aufeinander trafen als keine zwei anderen NHL-Mannschaften, begann mit einem Überzahltor durch Kyle Calder(4.pp), ehe Brett Hull(9.pp) ebenfalls in nummerischer Überlegenheit ausgleichen konnte. Am Ende des zweiten, sowie zu Beginn des dritten Durchgangs erhöhte dann Detroits Kirk Maltby(36.sh/45.) auf 2-1 und 3-1 und sollte damit eigentlich den Sieg für die Gäste erreicht haben. Diese machten in Person von Travis Moen(52.) und Igor Radulov(54.) innerhalb von 67 Sekunden allerdings den Weiß-Roten einen Strich durch die Rechnung, so dass die Begegnung in die Overtime ging.
Schon nach etwas mehr als einer Minute sorgte dort Brendan Shanahan(62.pp) für die Entscheidung im Powerplay, nachdem Brett Mclean sich zehn Sekunden vor dem Ertönen der eigentlichen Schlusssirene eine Strafe wegen Beinstellens eingehandelt hatte und deshalb gerade auf der Strafbank saß.
Phoenix - Dallas 3-3 (0-0/1-1/2-2/0-0)
Jan Hrdina und Branko Radivojevic (beide Pho.) freuen sich über den Ausgleich kurz vor Schluss.
Die aufstrebenden Coyotes entführten mit einer passablen Leistung in dieser Nacht einen Punkt aus Dallas, während die Stars erneut nicht ihr Potenzial ausschöpften und somit weiterhin den Ruck, der für ein gutes Abschneiden in diesem Jahr durch die Mannschaft gehen muss, vermissen lassen.
Nach einem von den Hausherren optisch dominierenden ersten Drittel, gelang den Gästen das erste Erfolgserlebnis durch Branko Radivojevic(32.pp) kurz nach der Hälfte des zweiten Durchgangs, als sich Pierre Turgeon wegen Haltens gerade in der Kühlbox befand. Die passende Antwort folgte allerdings keine vier Minuten später, indem Scott Young(36.pp) ebenfalls in nummerischer Überlegenheit die gute Vorarbeit von Turgeon und Jason Arnott ausnutzte.
Im turbulenten, spannenden, sowie ereignisreichen letzten Abschnitt erzielte Dallas Bill Guerin(48.) zunächst die zwischenzeitliche Führung, ehe Phoenix Radoslav Suchy(50.) das Remis wieder herstellte. Die Texaner legten in Person von Rob DiMaio(53.sh), der in Unterzahl einen verloren Puck in der eigenen Zone aufnahm und nach einem Sprint über das ganze Eis Goalie Brian Boucher keine Chance ließ, nocheinmal vor, mussten aber durch den Gästecenter Jan Hrdina(60.), als Boucher für einen weiteren Anfreifer bereits das Eis verlassen hatte, 50 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene das wiederholte Unentschieden hinnehmen. Die folgende Overtime erbrachte dann keine Entscheidung.