Jan Bulis(MON) kann den Schuss von Eric Cairns(NYI) nicht verhindern.
Die Islanders sind dieses Jahr zuhause eine Macht. Heute Nacht gewannen sie ihre siebte Heimpartie aus bisher neun Auftritten im Nassau Coliseum. Herumgesprochen hat es sich auf Long Island jedoch noch nicht wie erfolgreich die Islanders zur Zeit spielen. Wiederum kamen nur gut 12.000 Besucher in die Arena beim Aufeinandertreffen mit den Montreal Canadiens.
Diese sahen eine ausgeglichene, auf hohem spielerischen Niveau geführte NHL-Partie. Die Canadiens waren gewillt ihre negative Bilanz, vier Niederlagen und ein Unentschieden aus den letzten fünf Spielen gegen das Team aus Long Island, aufzubessern, zeigten jedoch im Abschluss einige Schwächen. "Was nützt es uns, wenn wir zahlreiche Chancen herausspielen - Tore müssen wir schießen," so Canadiens' Teamkapitän Saku Koivu nach der 1-3 Niederlage.
Nur Andreas Dackell(23.) war in der Lage Islanders Schlussmann Garth Snow zum 1-1 Zwischenstand zu bezwingen. Auf Seiten der Hausherren zeichneten sich Oleg Kvasha(12.), Mark Parrish(38.) und in der Schlussminute mit einem 'Empty Netter' Jason Blake(60.en) aus.
Vancouver - Philadelphia 3-4 OT (1-1/0-1/2-1/0-1) Ein wahres Spitzenspiel lieferten sich die Philadelphia Flyers und Vancouver Canucks im ausverkauften Wachovia Center von Philadelphia. Simon Gagne(62.) zeichnete sich hierbei mit dem 'Game Winning Goal' nach 107 Sekunden in der Overtime als Matchwinner aus. Nach einem wunderbaren Pass von Marcus Ragnarsson stand Gagne völlig frei vor Gästeschlussmann Johan Hedberg und wartete bis dieser auf dem Eis lag, ehe er die Scheibe einschob.
Doch auch die Canucks waren letztendlich mit dem Punktgewinn zufrieden. Erst sieben Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte ihnen diesen Todd Bertuzzi(60.) mit seinem sechsten Saisontor beschert.
Zuvor hatten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch auf hohem Niveau geliefert. Die Hausherren konnten sich hierbei drei Mal durch Mark Recchi(17.), Michal Handzus(27.) und Eric Desjardins(57.) einen Vorsprung herausschießen. Die Westkanadier steckten jedoch nie auf und nahmen die Herausforderung an. Belohnt wurden sie von Jason King(19.) und Matt Cooke(49.) mit den Ausgleichstreffern.
Atlanta - Carolina 1-5 (1-2/0-1/0-2) Nur 24 Stunden nach ihrer 1-7 Auswärtsschlappe in Washington zeigten sich die Carolina Hurricanes gut erholt und gaben heute auf eigenem Eis den Atlanta Thrashers mit 5-1 Toren deutlich das Nachsehen.
Profitieren konnten die Hurricanes hierbei von der überharten Gangart ihrer Gäste. Gleich neun Mal standen die Thrashers mit einem Mann weniger auf dem Eis und Carolina nahm diese Einladung zum Tore schießen dankend an: Josef Vasicek(10.pp), Rod Brind'Amour(40.pp) und Ron Francis(55.pp) nutzten je eine nummerische Überlegenheit zum entscheidenden Vorsprung.
Zuvor, in den ersten Spielminuten, hatten Erik Cole(1.) und auf Seiten der Gäste Patrik Stefan(4.) Tore ausgetauscht. Den Schlusspunkt setzte Kevyn Adams(57.) mit seinem ersten Saisontor.
Columbus - Ottawa 2-5 (2-1/0-3/0-1) Die Ottawa Senators als Tabellenletzter ihrer Division in die heutige Partie gegen die Columbus Blue Jackets gestartet, kommen langsam in Fahrt. In einer mit vielen Nicklichkeiten auf beiden Seiten geführten Partie bescherten die Kanadier am Ende auch in der Höhe verdient mit 5-2 Toren ihren Gästen eine herbe Niederlage.
Die Blue Jackets hatten einen Traumstart erwischt. Noch keine zehn Minuten waren absolviert, da hatte sie auch schon Trevor Letowski(3.pp) und David Vyborny(9.sh) mit 2-0 in Front gebracht. Die beiden Treffer wirkten wie ein Aufputschmittel für die Senators. In den folgenden 50 Minuten spielte nur noch ein Team und das waren die Hausherren.
Meist mit einem Mann mehr auf dem Eis stehend konnten Radek Bonk(10.pp), Zdeno Chara(23.pp), Marian Hossa(33.pp/43.pp) zwei Mal und Wade Redden(38.pp) bei den zahlreichen Überzahlsituationen profitieren. Mit den fünf Powerplaytoren in einer Partie stellten die Senators einen neuen Franchiserekord auf.
Florida - New Jersey 1-3 (0-0/1-3/0-0) Unspektakulär setzten die New Jersey Devils auch gegen die Florida Panthers ihre Erfolgsfahrt fort. Vor nur 10.000 Zuschauern in der Continental Airlines Arena von East Rutherford bezwangen die Devils ihre Gäste mit 3-1 und sind nun seit acht Partien in Folge ungeschlagen.
Die amtierenden Stanley Cup Champions kontrollierten von der ersten Minute an das Spielgeschehen, nur im Abschluss zeigten sie im ersten Durchgang noch Schwächen. Im Mitteldrittel wurden auch diese behoben. Patrik Elias(27.pp), Brian Gionta(34.) und Jay Pandolfo(36.) sorgten innerhalb von zehn Minuten für die Vorentscheidung. Die Devils hatten damit ihre Schuldigkeit getan, führten ruhig und abgeklärt die Partie zu Ende.
Den heute Nacht überforderten Panthers blieb der Trost des Ehrentreffers von Stephen Weiss(40.), der unmittelbar vor der zweiten Pause Martin Brodeur bezwingen konnte.
Calgary - Nashville 1-4 (1-1/0-1/0-2)
Scott Hartnell(NAS) freut sich über sein Tor gegen Dan Sabourin(CAL).
Die Nashville Predators gaben mit einem 4-1 Heimtriumph über die Calgary Flames ihre rote Laterne als Tabellenschlusslichte der Western Conference zur Freude von Headcoach Barry Trotz wieder ab. "Morgen schaut die Tabelle wieder freundlicher aus. Es ist nicht gerade schön, wenn man sich früh in der Zeitung ganz unten stehen sieht." Der heutige Erfolg der Predators war das Hauptverdienst von Schlussmann Tomas Vokoun, der sich nur in der Eröffnungsphase der Partie von Toni Lydman(7.) bezwingen lassen musste und anschließend mit wunderbaren Paraden die Westkanadier zur Verzweiflung brachte.
Deutlich weniger erfolgreich war Vokouns Gegenüber Dany Sabourin im Tor der Gäste. Von den 22 Torschüssen, die auf sein Gehäuse kamen, musste er gleich vier passieren lassen. Marek Zidlicky(20.pp) noch im ersten Drittel, Vladimir Orszagh(26.), David Legwand(53.) und erneut bei Überzahl Adam Hall(59.pp) bereiteten Sabourin einen schwarzen Abend.
Edmonton - Minnesota 2-0 (2-0/0-0/0-0) Die Edmonton Oilers, nun schon seit sechs Spielen auf Auswärtstour, kamen heute Nacht im Xcel Energy Center von St. Paul zu einem verdienten 2-0 Erfolg über die Minnesota Wild. Die beiden Treffer von Ethan Moreau(2.) und Mike York(16.) im ersten Drittel waren der Grundstein für den Sieg auf fremden Eis.
Die Westkanadier kontrollierten auch in den folgenden Abschnitten das Spielgeschehen und hatten mit Ty Conklin einen Schlussmann im Tor auf den sie sich verlassen konnten. Conklin verdiente sich mit 22 Rettungstaten den ersten Shutout in seiner NHL-Karriere.
Es erwies sich wieder einmal, dass die Wild ihre Probleme haben das Spiel zu machen, wenn sie früh in Rückstand geraten. Mit den Oilers war heute ein Team zu Gast gegen das Minnesota in seiner Franchisegeschichte noch nie gewinnen konnte. Kein Sieg, 14 Niederlagen und vier Unentschieden lautet die aus Sicht der Wild niederschmetternde Bilanz gegen Edmonton.
Colorado - Phoenix 2-3 OT (1-0/1-0/0-2/0-1) Hochmut kommt vor dem Fall! Diesen Vorwurf müssen sich die Colorado Avalanche bei ihrem Gastauftritt in der America West Arena von Phoenix gefallen lassen. Mit einer komfortablen und verdienten 2-0 Führung nach Treffern von Joe Sakic(18.) sowie Rob Blake(26.pp) waren die Avs in den Schlussabschnitt gestartet und gaben die Partie noch aus der Hand.
Die Phoenix Coyotes kamen wie verwandelt aus der Kabine und setzten noch einmal alles auf eine Karte - mit Erfolg. Zur Mitte des Drittels wurden sie fuuml;r ihren Einsatz belohnt: Brian Savage(50.) und Ladislav Nagy(53.) egalisierten innerhalb von 2 1/2 Minuten den Spielstand. Die Gäste waren danach nur noch auf Schadensbegrenzung aus retteten sich in die Verlängerung und damit einen Zähler.
Phoenix wollte mehr und bekam mehr. Branko Radivojevic(62.) beendete nach 115 Sekunden in der Overtime die Aufholjagd und das Spiel.
Toronto - Los Angeles 4-4 (0-1/1-3/3-0/0-0) Noch einmal mit einem blauen Auge und mit einem Zähler sind die Toronto Maple Leafs zu Gast im Staples Center der Los Angeles Kings davongekommen. In einem furiosen Schlussabschnitt konnten die kanadischen Gäste mit drei Toren von Gary Roberts(45.pp), Alexander Mogilny(53.) und Owen Nolan(57.pp), er war schon beim 1-1 Ausgleichstreffer von Mikael Renberg(23.) als Vorbereiter in Erscheinung getreten, einen 1-4 Rückstand wettmachen.
Die Hausherren hatten schon wie die sicheren Sieger ausgesehen, nachdem Alexander Frolov(9./27.), mit seinem zweiten Tor in dieser unterhaltsamen Partie, Luc Robitaille(34.) und Derek Armstrong(40.pp) binnen einer knappen Viertelstunde Gästegoalie Mikael Tellqvist das Nachsehen gaben.
Der Schein war jedoch trügerisch und die Kings begannen im letzten Durchgang gegen die immer druckvoller agierenden Leafs zu schwimmen. Letztendlich hätte sich Toronto sogar in der Overtime aufgrund ihrer Chancen noch den Zusatzpunkt holen müssen.
St. Louis - San Jose 4-3 OT (1-0/0-0/2-3/1-0)
Evgeni Nabokov(SAN) vereitelt eine Chance von Ryan Johnson(STL).
Zunächst schien alles nach Plan zu laufen für die favorisierten Blues bei ihrem Gastauftritt im HP Pavillon gegen die San Jose Sharks. Murray Baron(13.) erzielte zur Mitte des ersten Durchgangs die 1-0 Führung für die Gäste und diese hatte lange Zeit, auch aufgrund eines gut aufgelegten Chris Osgood im Tor der Blues, Bestand.
Im torlosen zweiten Durchgang, als die Sharks deutlich mehr von der Partie hatten, erwies sich Osgood noch als Spielverderber. Dies sollte sich aber im furiosen Schlussdrittel ändern.
Totenstill wurde es im weiten Rund als unmittelbar nach der zweiten Pause Dallas Drake(41.) und Mike Danton(46.) den Vorsprung der Gäste auf 3-0 ausbauten. Einigen Hundert Zuschauern war dies zu viel und sie verließen vorzeitig die Arena. Ein Fehler, denn sie hatten nicht mit Marco Sturm(50./50.pp) gerechnet. Der Deutsche im Team der Kalifornier traf binnen 20(!) Sekunden gleich zwei Mal und das Spiel war wieder offen. Die Blues haderten mit Schiedsrichterentscheidungen hätten sich aber besser aufs Spiel konzentrieren sollen. Nur 15(!) Sekunden nach Sturms Doppelschlag gelang es Publikumsliebling Mike Ricci(51.) den Spielstand zu egalisieren. Die Begegnung hatte eine unerwartete Wende genommen und ging in die Verlängerung.
In dieser sorgte Petr Cajanek(65.) doch noch für das Siegtor der Blues, die fünf ihrer letzten sechs Partien für sich entscheiden konnten.