Toronto - Philadelphia 1-6 (0-2/1-3/0-1) (Playoffstand 3-4)
Roman Cechmanek(PHI) mit einer Glanztat gegen Gary Roberts(TOR).
Nur eine gute Viertelstunde Gegenwehr konnten die Toronto Maple Leafs den Philadelphia Flyers leisten, dann gingen die Kanadier im First Union Center sang- und klanglos mit 1-6 Toren unter und mussten sich aus dem Rennen um den Gewinn des Stanley Cups verabschieden.
Die siegreichen Flyers, deren heutiger Erfolg nach den Toren von Simon Gagne(17.) und Justin Williams(20.) Ende des ersten Drittels nie mehr richtig in Gefahr geriet, treffen dagegen im Conference Halbfinale auf die ausgeruhten Ottawa Senators, die sich bereits vor sechs Tagen für die nächste Runde qualifiziert hatten.
Das Debakel der Gäste nahm im zweiten Durchgang seinen Lauf als Teamkapitän Keith Primeau(29.) und mit einem Doppelschlag Mark Recchi(37./39.pp), er war nicht zum ersten Mal in dieser Playoffserie einer der auffälligsten und torgefährlichsten Akteure in den Reihen von Philadelphia, die Führung auf 5-1 ausbauen konnten.
Nur von kurzer Dauer, nach dem Anschlusstreffer von Gary Roberts(34.), waren die Hoffnungen der Kanadier auf eine Spielwende. Zuviele Strafen leisteten sie sich im zweiten Durchgang, um die Gastgeber noch ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Den Schlusspunkt unter einer insgesamt emotionsgeladenen und spannenden Playoffserie, bei der drei Begegnungen erst in der Overtime entschieden wurden, setzte Claude Lapointe(49.) mit dem Treffer zum 6-1.
Minnesota - Colorado 3-2 OT (0-0/1-1/1-1/1-0) (Playoffstand 4-3)
Die Minnesota Wild haben das zuvor für kaum möglich gehaltene geschafft. Sie gewannen durch ein Tor von Andrew Brunette(64.) nach knapp 3 1/2 Minuten in der Overtime auch die siebte Partie gegen die hochfavorisierten Colorado Avalanche und ziehen in das Western Conference Halbfinale ein.
Die Avalanche schafften es erneut nicht aus ihrem Heimvorteil Kapital zu ziehen. Drei Niederlagen auf eigenem Eis sind einfach zu wenig und zu allem Überfluss zeigte auch Schlussmann Patrick Roy nicht die Performance, die man von einem Topgoalie in den Playoffs erwarten sollte.
Ganz anders sein Gegenüber Manny Fernandez, der 50 Minuten lang von den Avalanche stark unter Druck gesetzt wurde und mit mehreren Glanzparaden seine Mannschaft im Spiel hielt. Zwei Mal von Peter Forsberg(27.) und bei Unterzahl von Joe Sakic(54.pp) musste sich Fernandez geschlagen geben - weitere 43(!) Torschüsse wurden jedoch seine Beute.
Ein Spitzenteam, diesen Anspruch hat der zweifache Stanley Cup Champion aus Colorado noch immer, sollte in der Lage sein eine Führung über die Zeit zu retten. Doch 82 Sekunden nach dem 1-0 glich Pascal Dupuis(28.pp) erstmals den Spielstand aus und Marian Gaborik(56.pp), erneut im Powerplay, tat es ihm 137 Sekunden nach dem vermeintlichen Siegtreffer von Joe Sakic gleich.
St. Louis - Vancouver 1-4 (1-1/0-2/0-1) (Playoffstand 3-4)
Zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte gaben sich die playofferfahrenen St. Louis Blues in e iner Serie noch geschlagen bei der sie bereits mit 3-1 Siegen in Front gelegen waren. Die Blues verloren heute Morgen mit 1-4 Toren im GM Place von Vancouver und damit auch die dritte Partie gegen die Westkanadier in Folge.
Dabei hatte alles so gut angefangen für die Gäste: Martin Rucinsky(2.) brachte nach 60 Sekunden die Blues mit 1-0 in Front und ließ die 18.514 Besucher kurzzeitig verstummen. Die Canucks steckten den frühen Rückstand schnell weg, boten den zu Beginn spielerisch überlegenen Gästen durch physischen Einsatz Paroli. Zehn Minuten nach dem Rückstand egalisierten die 'Sedin-Zwillinge' in Coproduktion den Spielstand. Henrik Sedin(11.) schloss eine Vorlage von Bruder Daniel erfolgreich ab.
Im zweiten Drittel ließen es die Kontrahenten etwas ruhiger angehen, doch zur Mitte des Spielabschnitts binnen fünf Minuten sollte die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren fallen. Brendan Morrison(28.) brachte die Canucks in Front und ein wenig später folgendes Überzahlspiel nutzte Markus Naslund(33.pp) zum 3-1.
Endgültig ihre Hoffnungen auf ein Weiterkommen mussten die Gäste begraben nachdem Trevor Linden(41.sh) seine herausragende und mannschaftsdienliche Leistung mit einem 'Shorthander' zum 4-1 Endstand krönte.