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2002-10-25 

SPIELTAG 25.10.2002

Ottawa - Boston 2-2 (0-1/1-0/1-1/0-0)
In einer spielerisch und technisch hochklassigen Partie trennten sich die Boston Bruins und Ottawa Senators im Fleer Center von Boston mit einem leistungsgerechten 2-2 Unentschieden. Über mangelnde Unterhaltung konnten sich die 17.565 Zuschauer nicht beschweren. Nach einer Eröffnungszeremonie bei der Bostons Legende 'Tough Guy' Terry O'Reilly geehrt und seine Trikotnummer '24' reserviert wurde, boten die Kontrahenten auf dem Eis spannende 65 Minuten.
Den besseren Start erwischten die Hausherren. Bereits nach 37 Sekunden brachte sie Hal Gill(1.) mit 1-0 in Front. In der folgenden guten halben Stunde standen die beiden Schlussleute Bostons Steve Shields und Ottawas Patrick Lalime mehrmals im Mittelpunkt des Geschehens und ließen keinen Gegentreffer zu.
Doch auch Shields' Shutout-Ambitionen fanden noch ihr Ende, als Ottawas Teamkapitän Daniel Alfredsson(35.) und im Schlussabschnitt Marian Hossa(45.pp) aus einer Überzahlsituation heraus, die Kanadier in Führung brachte.
Dass die Bruins, die sich in dieser Saison erst einmal geschlagen geben mussten, doch noch zu einem Zähler kamen, dafür sorgte Brian Rolston(49.) zur Mitte des dritten Drittels.

Florida - N.Y. Islanders 3-5 (1-1/2-3/0-1)
Die Florida Panthers traten 24 Stunden nach ihrem überraschenden Sieg gegen Toronto auch im Nassau Colisseum von Long Island mit viel Selbstbewußtsein an. Mit schnellen Kombinationen brachten sie immer wieder die Hausherren in Verlegenheit. Gut elf Minuten waren absolviert als Stephane Matteau(12.) die Panthers, zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, mit 1-0 in Front brachte.
Dieser Gegentreffer hatte Signalwirkung auf die Islanders, welche fortan engagierter zu Werke gingen. Beim Ausgleich noch vor der Pause von Kenny Jonsson(15.pp) profitierten sie jedoch von einer Überzahlsituation.
Den Mittelabschnitt dominierte New York: Innerhalb von fünf Minuten schossen Claude Lapointe(24.) und Verteidiger Adrian Aucoin(26.pp) erstmals die Gastgeber mit zwei Toren in Front. Die Panthers gaben sich aber so leicht noch nicht geschlagen und erwiesen sich als Meister beim Ausnutzen ihrer Einschussmöglichkeiten. Von nur vier Torschüssen, die sie in diesem Spielabschnitt zustande brachten, landeten zwei von Lance Ward(32.) und Brad Ference(38.) hinter Islanders Goalie Chris Osgood im Netz.
Dass die Hausherren sich nicht blamierten war das Verdienst von Alexei Yashin(40.), dem 43 Sekunden vor Drittelende mit einem Schuss aus halblinker Position der Siegtreffer gelang. Den 5-3 Endstand stellte Aaron Asham(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' her

Montreal - Philadelphia 2-6 (1-1/1-3/0-2)
Nicht den Hauch einer Chance auf einen Punktgewinn hatten die Montreal Canadiens bei ihrem Gastauftritt in Philadelphia. Nur ein Drittel lang, nach Toren von Marty Murray(9.) und Saku Koivu(12.) ging es mit einem Remis in die erste Pause, konnten die Frankokanadier den Hausherren Paroli bieten, dann mussten sie sich den übermächtigen Flyers geschlagen geben.
35-11 lautete das Torschussverhältnis zu Gunsten der Hausherren in den folgenden Spielabschnitten und da Canadiens' Schlussmann Jose Theodore wieder einmal nicht seinen besten Tag erwischt hatte, sorgten die Flyers innerhalb von 6 1/2 Minuten durch Treffer von Keith Primeau(23.) und Michal Handzus(25./27.sh) für die Vorentscheidung.
Theodore wurde nun durch Jeff Hackett ersetzt. Doch auch der Ersatzmann im Tor konnte nicht weitere Gegentreffer verhindern. Erneut Keith Primeau(42.) und Pavel Brendl(59.pp) stellten den auch in der Höhe verdienten Heimsieg der Flyers her. Zwischenzeitlich hatte Richard Zednik(34.pp) etwas Ergebniskosmetik für die Gäste betreiben können.

San Jose - Nashville 2-1 (1-0/1-0/0-1)
Zum sechsten Mal in dieser Saison mussten sich die Nashville Predators mit einem Tor Unterschied geschlagen geben und bleiben damit weiterhin ohne doppelten Punktgewinn. Die heutige Partie war jedoch nicht so knapp, wie das Ergebnis vermuten läßt.
Die kalifornischen Gäste waren von der ersten Minute an das spielbestimmende Team und erarbeiteten sich eine Torchance nach der anderen. Einzig ihrem Schlussmann Tomas Vokoun, er vereitelte 32 Torschüsse der Sharks, haben es die Predators zu verdanken, dass sie vor den 11.158 Zuschauern nicht noch stärker unter die Räder kamen. Nichts zu halten gab es für Vokoun beim Tor von Teemu Selanne(3.) und bei Jonathan Cheechoos(38.) erstem NHL-Treffer.
So harmlos wie die Predators agierten, konnten die Sharks beruhigt auf die Dienste von Torhüter Evgeni Nabokov verzichten, der erst vor zwei Tagen einen neuen Vertrag unterschrieben hatte. Miikaa Kiprusoff bekam noch einmal die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Doch seinen dritten NHL-Shutout verdarb ihn zur Mitte des Schlussabschnitts Andy Delmore(50.pp) mit einem Powerplaytreffer zum 2-1 Endstand.

Minnesota - Chicago 3-2 (0-0/1-0/2-2)
Den Höhenflug der Minnesota Wild konnten auch die Chicago Blackhawks nicht stoppen, die vor nur 11.137 Besuchern im heimischen United Center der jungen Franchise mit 2-3 Toren unterlagen.
Aus einer kompakten Defensive heraus, machten die Wild den Hausherren das Leben schwer. Nach einem ereignisarmen ersten Drittel, in dem Steve Sullivan die größte Torchance hatte jedoch nur den Pfosten traf, ging es mit einem torlosen Unentschieden zum Pausentee.
Ab den zweiten Durchgang wurde die Partie etwas lebhafter und es häuften sich die Einschussmöglichkeiten. Pascal Dupuis(34.) schloss einen Konter über Mitchell und Ronning mit dem 1-0 für die Gäste ab.
Zu Beginn des Schlussabschnitts schien es als könnten die Blackhawks doch noch das Spiel drehen. Sergei Berezin(44.) glich den Spielstand aus und Chicago drückte auf den Führungstreffer. Mitten in dieser Drangphase leistete sich Jon Klemm eine Strafe und die Wild bedankten sich hierfür mit der erneuten Führung durch Andrew Brunette(47.pp).
Jetzt konnten sich Minnesota vollauf aufs Kontern verlegen und wiederum war es Andrew Brunette(51.), der für die Vorentscheidung sorgte.
Den Blackhawks sollte nur noch durch Jason Strudwick(54.) der Anschlusstreffer gelingen.

Dallas - Calgary 3-3 (0-0/2-1/1-2/0-0)
Zu einem schmeichelhaften Punktgewinn kamen die Dallas Stars im Saddledome von Calgary gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Heimmannschaft. Erst drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit egalisierte Jere Lehtinen() mit seinem vierten Saisontor den Spielstand zum 3-3.
Schon die zweimalige Führung der Texaner, herausgeschossen von Rob DiMaio(25.) und Mike Modano(38.) im Mittelabschnitt, zwischenzeitlich war Jamie Wright(33.) der Ausgleichstreffer gelungen, entsprach nicht den Spielanteilen - hiervon hatten die Flames deutlich mehr.
Belohnt wurden die Hausherren für ihre Mühen in den ersten Minuten des Schlussdrittels, als sie durch Chris Clark(47.) und Craig Conroy(49.), der von Chris Drury, er hatte Mike Modano die Scheibe abgeluchst, bedient wurde.

St. Louis - Edmonton 2-1 (0-1/1-0/1-0)
Die St. Louis Blues erspielen sich Sieg um Sieg und verlieren dabei Torwart um Torwart. Heute Morgen gaben sie den Edmonton Oilers, dank der Treffer von Doug Weight(31.) und Keith Tkachuk(55.) mit 2-1 Toren das Nachsehen.
In der insgesamt ausgeglichenen Partie, musste Gästeschlussmann Curtis Sanford bereits nach knapp zehn Minuten im Mittelabschnitt, zuvor hatte er das 1-0 der Oilers durch Mike Comrie(14.pp) hinnehmen müssen, verletzungsbedingt seinen Kasten verlassen.
Zu seinem ersten NHL-Einsatz kam seiner statt Cody Rudkowsky, der damit, nach Brent Johnson, Fred Brathwaite, Reinhard Divis und Sanford der fünfte Torhüter ist, den die Blues in dieser Saison notgedrungen eine Chance geben.
Rudkowsky er spielte zuletzt bei den Trenton Titans in der ECHL, verrichtete seine Arbeit tadelfrei. Mit Unterstützung seiner Vorderleute, welche die Angriffsversuche der Oilers meist im Keim erstickten, hielt der 24-Jährige seinen Kasten sauber.
Sollte sich die Verletztenmisere der Blues bis zu ihrer nächsten Partie nicht entschärfen, wird wohl demnächst NHL-Veteran Tom Barrasso, der gestern ein kurzzeitiges Engagement unterschrieb, ihr Tor hüten.

Anaheim - Vancouver 2-2 (0-1/1-0/1-1/0-0)
Paul Kariya(49.sh) verdarb mit seinem Unterzahltor zum 2-2 Endstand den 18.422 Zuschauern im General Motors Place von Vancouver ihren Besuch. Für Paul Kariya, der in den letzten fünf Partien der Ducks jeweils punkten konnte, war es bereits Saisontreffer Nummer 4.
Die Canucks begannen sehr druckvoll, scheiterten zunächst aber immer wieder an Anaheims Schweizer Rookie Torhüter Martin Gerber. Als sich die Gäste einen denkbar schlechten Wechsel erlaubten, war es Brenden Morrison(18.) der einen Angriff der Canucks mit dem 1-0 abschloss.
Ihre erste echte Torchance hatten die Kalifornier bei einem Überzahlspiel zu Beginn des Mitteldrittels. Andy McDonald(26.pp) nutzte dieses, um den Spielstand erstmals zu egalisieren. Mit dem 1-1 Unentschieden ging es auch in den Schlussabschnitt, wo Jan Hlavac(44.) erneut die Westkanadier in Front schoss. Diese müssen sich aber vorwerfen lassen, dass sie zu leichtfertig mit ihren Torgelegenheiten, vor allem im Powerplay, umgegangen sind und auch hierfür bitter bestraft wurden.

Colorado - Phoenix 3-2 (0-2/2-0/1-0)
Nur einen Tony Amonte(9.pp/14.) im Kader zu haben, war heute Morgen für die Phoenix Coyotes zu wenig. Phoenixs Neuzugang aus Chicago schoss zwar sein Team früh mit 2-0 in Front, anschließend mussten sich jedoch die Hausherren der Übermacht und Cleverness ihrer Gäste aus Denver geschlagen geben.
Die Avalanche setzten nach dem Rückstand die Gastgeber stetig unter Druck und dass hierbei etwas Zählbares herausspringt, war nur eine Frage der Zeit. Zur Mitte des zweiten Drittels war es dann so weit: Alex Tanguay(25.) und Milan Hejduk(37.) egalisierten den Spielstand, wobei jeweils Joe Sakic die Vorarbeit leistete.
Den Siegtreffer erzielte Mike Keane(47.). Colorados Verteidiger Rob Blake verdiente sich hierbei den 500. Scorerpunkt seiner NHL-Karriere.
Der Sieg der Avalanche geriet nur noch bei zwei Powerplays in Gefahr, sie meisterten jedoch diese Unterzahlsituationen mit Bravour.

 

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