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SPIELTAG 20.10.2002
Washington - Philadelphia 1-3 (1-0/0-2/0-1)
Bis zur 35. Spielminute sah es so aus, als könnten die Washington Capitals ihre Negativserie von 11 Partien ohne Sieg in Philadelphia beenden. Die Akteure aus der Hauptstadt hatten bis zu diesem Zeitpunkt mehr vom Spiel und lagen nach einem Powerplaytor von Robert Lang(5.pp) zu Beginn des ersten Abschnitts verdient in Führung. Doch der bereits siebte Saisontreffer von John LeClair(35.pp) ebenfalls bei numerischer Überlegenheit brachte die Wende für die heimischen Flyers. Der Stürmer hatte einen Schuss von Kim Johnsson unhaltbar abgefälscht.
Philadelphia hatte nun sichtlich Oberwasser bekommen und wollte unbedingt vor dem zweiten Wechsel das 2-1 erzielen. Nur 99 Sekunden nach dem 1-1 war es schon geschehen. Simon Gagne(38.) hatte in Höhe des linken Bullykreises abgezogen und Caps Rechtsaußen Dainius Zubrus lenkte den Puck unglücklich über Olaf Kölzigs Schulter ins Netz. Es war nicht der Tag des deutschen Torhüters, der auch beim dritten Gegentreffer nur verwundert nachschauen konnte, als Donald Brashears(43.) Schuss durch die Umleitung über ein Verteidigerbein den Weg ins Tor fand.
Die Capitals versuchten zwar noch einmal heran zu kommen, doch zum Jubel der 19.047 Zuschauer ging das Ostküsten-Derby letztendlich an die Spitzenmannschaft aus der Atlantic Division.
Colorado - San Jose 3-1 (0-1/0-0/3-0)
Für die Colorado Avalanche ist die San Jose Arena meist eine Reise wert. Seit dem 8. Dezember 1999 haben die 'Avs' dort keine Partie mehr verloren und gestern Abend bauten sie mit einem 3-1 Erfolg ihre Serie auf sechs Siege in Serie über die Sharks aus.
Die Gäste hatten dabei lange Zeit ihre Schwierigkeiten gegen die kompakt stehende Abwehr der Kalifornier vor deren herausragendem Schlussmann Vesa Toskala, der insgesamt 36 Rettungstaten für sich verbuchen konnte.
Eine der wenigen Torchancen der Sharks hatte Mike Ricci(12.pp) aus einem Powerplay heraus zur frühen 1-0 Führung genutzt und diesen Vorsprung verteidigte San Jose lange Zeit, vor allem gestützt auf Toskala, mit Bravour.
In den zwei letzten Dritteln betrug das Schussverhätnis 30-13 zu Gunsten der Gäste. Gut acht Minuten waren im Schlussdrittel absolviert, als Peter Forsberg(49.) doch noch die Lücke fand und zum hochverdienten 1-1 ausglich. Forsberg war es auch der sechs Minuten später Serge Aubin(55.) in Szene setzte, als dieser die 'Avs' auf die Siegerstraße schoss. Forsberg konnte damit in den letzten beide Partien fünf Scorerpunkte sammeln.
Den Schlusspunkt zum 3-1 Endstand markierte Milan Hejduk(60.en) drei Sekunden vor Spielende.
Phoenix - Buffalo 3-2 (0-1/1-0/2-1)
Nachdem Phoenix die Saison nach ihrem Auftaktsieg mit vier Niederlagen hintereinander fortgesetzt hatten, konnten sie in der letzten Nacht gegen die Sabres wieder zwei Punkte machen. In Anbetracht der Serie von fünf Spielen ohne Nierderlage gegen Buffalo nicht weiter verwunderlich.
Ohne den leicht verletzten deutschen Jochen Hecht, begann Buffalo die Partie rasant, indem die Gastgeber aggressiv nach vorne spielten und Goalie Sean Burke mit Schüssen aus allen Lagen eindeckten. Nach weniger als neun Minuten gelang Chris Gratton(9.) folgerichtig die erstmalige Führung.
Im zweiten Abschnitt fingen sich die Coyotes und machten nun aus der einseitigen Begegnung ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel. In numerischer Überlegenheit markierte Daymond Langkow(37.pp) schließlich den Ausgleich, so dass das letzte Drittel für die Entscheidung sorgen sollte. Dort schoss nach einer gelungenen Einzelleistung Tony Amonte(46.) sein erstes Tor im Coyotes-Dress, ehe Mike Johnson(52.) sogar auf 3-1 erhöhen konnte. Taylor Pyatts(56.) später Anschlusstreffer krönte die nun folgenden beherzten Angriffsversuche der Sabres, erwies sich allerdings nur als Ergebniskosmetik, denn Burke hielt mit reaktionsschnellen Paraden seinen Kasten ansonsten sauber.
Toronto - Montreal 2-2 (1-0/0-2/1-0/0-0)
65 Minuten Eishockeyunterhaltung pur, sahen die 21.273 Zuschauer im voll besetzten Bell Centre von Montreal beim kanadischen Traditionsduell zwischen den Montreal Canadiens und den Toronto Maple Leafs. Die neutrale Zone wurde schnell überbrückt, Torchancen wurden wie am Fließband herausgespielt und am Ende trennten sich die Kontrahenten in einem Spiel, das keinen Verlierer verdient gehabt hätte, mit einem 2-2 Unentschieden.
Im ersten Durchgang, in dem Travis Green(6.) mit einem Schuss ins obere linke Toreck, nach Zuspiel von dem hinter dem Gehäuse stehenden Nik Antropov, das 1-0 markierte, hatten die Gäste aus Toronto leichte optische Vorteile.
Im zweiten Drittel erwischten die 'Habs' den besseren Start. Wunderschön wie Richard Zednik(22.) um den Kasten der Leafs 'kurvte', den Schuss verzögerte bis Gästeschlussmann Ed Belfour auf dem Eis lag und dann den Puck ins Netz lupfte, wobei der Rettungsversuch eines Verteidigers der Leafs auf der Torlinie zu spät kam.
Nur sechs Minuten später leistete sich Mats Sundin einen Fehlpass in der neutralen Zone, die Canadiens schalteten auf Angriff um und Andreas Dackell(28.) schloss den Konter mit der 2-1 Führung für die Frankokanadier ab.
Im Schlussabschnitt hatten die Hausherren mehrmals Gelegenheit den Vorsprung weiter auszubauen, doch just in jenem Moment, als sie mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, überwand Tomas Kaberle(52.sh) aus halblinker Position mit einem satten Schuss den fehlerfrei agierenden Jeff Hackett im Tor.
Die 5-minütige Overtime verlief ähnlich turbulent wie das Drittel zuvor, wobei die Maple Leafs dem Siegtreffer näher waren, als ihre Gastgeber.
Nashville - N.Y. Rangers 2-2 (0-1/2-1/0-0/0-0)
Keinen spielerischen Leckerbissen bekamen die 18.200 Zuschauer im wie fast immer ausverkauften Madison Square Garden geboten. Indiz dafür sind nicht zuletzt die vier Treffer, die kurioserweise allesamt ohne die Vergabe eines einzigen Assistpunktes erzielt wurden. Die Fans der Rangers ließen zum Ende der Partie ihrem Frust über die Leistung freien Lauf, als sie zum Abschluss der Verlängerung ihr Team ausbuhten. Nur ganze 18 Schüsse hatte die favorisierte Mannschaft zuvor auf das von Tomas Vokoun gehütete Tor der Gäste abgegeben und konnte froh sein, wenigstens einen Punkt eingefahren zu haben. Nashvilles David Legwand hatte 68 Sekunden vor der endgültigen Schlusssirene die große Chance dem Ganzen ein Ende zu setzen, doch er verzog mit dem leeren Tor vor den Augen.
Bis zur ersten Pause hatte es für die Blueshirts noch gut ausgesehen. Sie lagen nach einem Treffer von Pavel Bure(5.pp/ps), der einen Penalty verwandeln konnte, in Front und die Partie war ausgeglichen. Dies änderte sich nach dem Pausentee, als plötzlich die Predators mehr vom Spiel hatten und völlig verdient durch Kimmo Timonen(24.pp) ausgleichen konnten. Ins Bild passte da die erneute Führung der Hausherren durch Dale Purinton(25.) überhaupt nicht. Scottie Upshall(35.) rückte jedoch die Verhältnisse wieder zurecht. Für den 19-jährigen Rookie war es der erste NHL-Treffer und gleich ein wichtiger, denn beide Teams waren nicht mehr in der Lage ihr Ergebniskonto aufzustocken.
New Jersey - Carolina 1-3 (0-1/0-0/1-2)
Die New Jersey Devils kamen für die Carolina Hurricanes anscheinend gerade recht, um die kleine Negativserie von drei Niederlagen in Folge zu beenden. Dabei wurde Canes Torhüter Kevin Weekes, wie in den letzten Playoffs, als er gegen die Devils blendend agierte und wesentlichen Anteil am Sieg seines Teams hatte, zum Matchwinner. Vor allem während einer Druckphase von New Jersey im Mittelabschnitt bewahrte Weekes die Hurricanes vor dem Ausgleich und einem eventuellen Rückstand mit zahlreichen Paraden.
Rod Brind'Amour(6.sh) hatte nach genau fünf Minuten und 46 Sekunden Spielzeit die Gastgeber in Unterzahl in Führung gebracht. Dieser Vorsprung hielt dank der guten Verfassung von Weekes bis zur 50. Spielminute, ehe Carolina mit einem Doppelschlag innerhalb von 99 Sekunden die Partie entschied. Zunächst erhöhte Jeff O'Neill(51.) auf 2-0. In dieser Phase zeigten sich die Gäste als schlechte Verlierer und mehrten die Arbeit für die Schiedsrichter deutlich. Eine noch gerechtere Strafe, als sie die Unparteiischen verhängen können, war dann das 3-0 durch Ron Francis(53.pp) bei einer 5 gegen 3 Überzahl. Die 15.518 Zuschauer in Raleigh bekamen anschließend noch ein paar Faustkämpfe geboten. An den Rande rückte dabei Brian Giontas(60.pp) Treffer zum 1-3 53 Sekunden vor dem Ende, der den Shutout von Kevin Weekes vereitelte.
N.Y. Islanders - Atlanta 5-4 (2-1/1-0/2-3)
Der vierte Auftritt in dieser Saison bedeutete für Atlanta die vierte Niederlage, obwohl die Thrashers ihren Zuschauern erneut keine schlechte Leistung boten. In allen Belangen überlegen, erwiesen sich an diesen Abend allerdings die Mannen von Long Island, die ihre Zähler Nummer vier und fünf in dieser Spielzeit einfahren konnten.
Für die heimischen Fans war in der Phillips Arena einziger Lichtblick wieder einmal Goalie Milan Hnilicka , der trotz eines Dauersturms auf sein Gehäuse und fünf Gegentreffern 37 Schüsse - allein 20 im Mittelabschnitt - erfolgreich parieren konnte. Zum ersten Mal geschlagen wurde der 31-jährige Tscheche bereits nach 185 Sekunden, als Dave Scatchard(4.) von Arron Asham in Szene gesetzt wurde und das 1-0 markierte. 41 Sekunden später konnte Patrik Stefan(4.) zwar ausgleichen, musste aber auf der Spielerbank mit ansehen, als Kenny Jonsson(18.) seinen ersten Saisontreffer für die Gäste erzielte und damit die Islanders erneut in Führung brachte. Auf 3-1 erhöhte im zweiten Drittel schließlich Mark Parrish(26.).
Ein Doppelschlag innerhalb von weniger als drei Minuten durch Atlantas Dan Snyder(43.) und Kirill Safronov(46.) ließ wieder Hoffnung aufkeimen, die jedoch durch Jason Wiemers(48.sh) Unterzahltor und Claude Lapointes(52.) gezielten Weitschuss schon bald wieder zu Nichte gemacht wurden. Im Powerplay verkürzte Vyacheslav Kozlov(59.) kurz vor der Schlusssirene noch auf 4-5, konnte damit aber nur Ergebniskosmetik betreiben.
Florida - Columbus 1-4 (0-2/1-1/0-1)
Wenig begeistert von der Leistung seines Torhüters Roberto Luongo zeigte sich Trainer Mike Keenan nach der 1-4 Niederlage seiner Florida Panthers gegen die Columbus Blue Jackets: 'Er hatte heute nicht viel zu tun. Er ließ das zu, was ich leichte Tore nennen würde und dadurch hatten sie früh Oberwasser.' In der Tat sah Luongo bei den Gegentreffern von Grant Marshall(4.pp), David Vyborny(15.) und Andrew Cassels(27.pp) zur 3-0 Führung der Hausherren nicht gerade glücklich aus, doch die Niederlage allein an ihm fest zu machen, wäre zu einfach. Das Panthers Team gehört zu den jüngsten Mannschaften der Liga, verfügt wohl aber über zu wenig Substanz, um im Kampf um die Playoffs ein Wörtchen mitzureden.
So traten heute in Columbus zahlreiche Schwächen in allen Mannschaftsteilen zutage. Einziger Lichtblick war der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1-3 durch Denis Shvidki(37.), der in eine Drangphase der Gäste den guten Marc Denis im Gehäuse der Blue Jackets überwinden konnte. Den Torschützen hatte Keenan noch am letzten Dienstag öffentlich kritisiert. Trotz weiterhin leichtem Spielübergewicht vermochten es die Panthers nicht, weitere Treffer zu markieren. Geoff Sanderson(60.en) machte 43 Sekunden vor der Schlusssirene für die Gastgeber alles klar. Luongo hatte seinen Kasten zu Gunsten eines sechsten Feldspielers bereits verlassen.
Tampa Bay - Pittsburgh 3-3 (0-1/1-1/2-1/0-0)
Einen tollen Schlagabtausch mit zahlreichen Torschüssen sahen die 16.106 Zuschauer in der Mellon Arena. Doch drei Führungen der Penguins genügten den Hausherren nicht, um beide Punkte einzufahren. Letztendlich trennten sich beide mit einem 3-3 Unentschieden. Die Torhüter Nikolai Khabibulin auf Seiten von Tampa Bay und Johan Hedberg auf der gegenüberliegenden verrichteten heute Schwerstarbeit. Der Russe wehrte 26 Schüsse teilweise äußerst spektakulär ab, während der Schwede insgesamt 38 Mal eingreifen konnte.
Jan Hrdina(8.pp), Dan Lacouture(28.) und Alexei Kovalev(46.) waren die Torschützen von Pittsburgh, die ihr Team drei Mal in Front schossen. Ben Clymer(24.), Martin St. Louis(42.), sowie Dan Boyle(50.pp) konnten mit ihren Erfolgserlebnissen jeweils wieder gleich ziehen. Die Lightning bleiben aufgrund dieser Tatsache auch nach vier Spielen ungeschlagen und feiern nach zuvor drei Siegen den besten Saisonauftakt ihrer elfjährigen Geschichte. Dass die Lightning deswegen derzeit über viel Selbstvertrauen verfügen, haben sie heute erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Dallas - St. Louis 3-5 (2-1/1-1/0-3)
Den dritten Sieg in Folge fuhren die St. Louis Blues nach einer hochklassigen Partie gegen Dallas ein.
Um diese Partie gewinnen zu können, war, wie sich später erst herausstellte, eine besonders gute Leistung der 'special teams' von Nöten, denn sehr engagiert und teilweise übermotiviert gingen die Spieler zu Werke. So brachte gleich die dritte Strafzeit der Partie ein Erfolgserlebnis, jedoch für die in Unterzahl spielenden Stars: Brenden Morrow(8.sh) erzielte seinen ersten Saisontreffer zum 1-0 der Gäste. Schon die nächste numerische Überlegenheit für St. Louis brachte allerdings den Ausgleich, als Al MacInnis(12.pp) in seiner typischen Manier einen Schuss von der blauen Linie im Netz versenkte. 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels gelang es Ex-Blue Pierre Turgeon(20.) jedoch, den alten Vorsprung wieder herzustellen. Dieser wurde durch ein Powerplaytor von Ulf Dahlen(38.pp) spät im Mittelabschnitt ausgebaut, ehe Cory Stillman(39.) die Vorarbeit von Eric Boguniecki und Bryce Salvador zum 2-3 erfolgreich nutzte.
Eine Serie von unnötigen Strafzeiten, vor allem der Gäste, bescherte den Hausherren im letzten Drittel dann mehrere und auch längere Überzahlsituationen - zeitweise saßen vier Texaner auf der Strafbank - , so dass es nur eine Frage der Zeit sein sollte, wann sie das Blatt wenden würden. Die Undiszipliniertheit nutzte Doug Weight(43.pp/52.pp) bereits nach 140 Sekunden zum ersten Mal aus, ehe er neun Minuten später sein zweites Powerplaytor zum 4-3 schoss. Dallas Drakes(60.en) Treffer in leere Tor besiegelte schließlich die verdiente Niederlage der Stars und war gleichzeitig auch der Schlusspunkt hinter einer turbulenten NHL-Partie mit viel Unterhaltungswert.
Detroit - Minnesota 5-3 (3-2/1-1/1-0)
Einen Auftakt nach Maß erwischten die Minnesota Wild gegen den amtierenden Stanley Cup Sieger aus Detroit. Die bisher ungeschlagenen Gastgeber lagen nach acht Minuten vor der neuen Rekordkulisse in St. Paul vor 19.344 Zuschauer mit 2-0 in Führung. Wes Walz(2.) und Bill Muckalt(8.) konnten Curtis Joseph im Gehäuse der Wings überwinden und das Xcel Energy Center bebte. Doch dass die Roten ein Spitzenteam sind, stellten sie wieder eindrucksvoll unter Beweis, indem sie noch vor der ersten Sirene die Begegnung drehen konnten. Zunächst markierte Brett Hull(10.sh) in Unterzahl das 1-2 und Darren McCarty(17.), sowie Nicklas Lidstrom(18.pp) sorgten zum Ende der Periode für eine 3-2 Führung.
Da passte es schon besser in den Geschmack der Zuschauer, dass Antti Laaksonen(21.) nur 41 Sekunden nach dem Wiederbeginn erneut ausgleichen konnte. Aber wiederum hatten die Red Wings die Antwort parat und Darren McCarty(24.) besorgte mit seinem zweiten Treffer des Abends nicht einmal drei Minuten später das 4-3. Die Wild bemühten sich anschließend zwar redlich, doch Detroit agierte nunmehr sehr überlegen. Der Sieg geriet trotz der noch langen Spielzeit nicht mehr in Gefahr. Lediglich vier Torschüsse im Schlussabschnitt und nur einen in den letzten zehn Minuten konnte Minnesota noch in Richtung Joseph bringen, während Dwayne Roloson auf der anderen Seite alle Hände voll zu tun hatte, seine Farben im Spiel zu halten. Auch er war schließlich geschlagen, als sein Verteidiger Filip Kuba kurz vor dem Ende einen Pass von Henrik Zetterberg(60.) ins eigene Netz abfälschte.
Calgary - Chicago 5-2 (2-0/1-2/2-0)
Es war nicht das Spiel der Chicago Blackhawks. 13 zu 6 Torschüssen lautete das Verhältnis zugunsten der Hausherren nach 20 Minuten, doch die Gäste aus Calgary führten nach Treffer von Jarome Iginla(12.pp) und Neuzugang Chris Drury(17.) mit 2-0. Torhüter Roman Turek, der sich im ersten Abschnitt schadlos hielt, hatte kurz nach Wiederbeginn Glück, als der Tscheche gerade nicht in Position war und ein abgefälschter Schuss von Lyle Odelein nur knapp nicht über die Torlinie rutschte. In direkten Gegenzug markierten die Kanadier hingegen eiskalt das 3-0. Torschütze war Bob Boughner(23.).
Es dauerte eine Weile bis die Blackhawks diesen Schock verdauten, doch sie machten die Partie wieder spannend, indem Steve Thomas(29.) und Steve Sullivan(38.) mit ihren Schüssen doch noch den Weg ins Netz fanden und auf 2-3 verkürzen konnten. Chicago wollte mehr und begann auch den Schlussabschnitt druckvoll. Während Turek aber seinen Mann stand, sorgten Martin Gelinas(46.) und Chris Drury(53.) mit dem 4-2 bzw. 5-2 für die endgültige Entscheidung zugunsten der Flames.
Boston - Edmonton 4-3 (0-0/2-1/2-2)
Die Bruins verbesserten mit dem 4-3 Sieg über die Oilers ihren Saisonauftakt auf drei Siege und ein Unentschieden und bleiben weiter ungeschlagen. Diese Serie gewinnt an Qualität, berücksichtigt man die Tatsache, dass alle Partien in der Ferne absolviert wurden. Ein weiteres Auswärtsspiel kommt am Montag in Toronto hinzu, ehe die Schwarz-Gelben am Dienstag gegen Ottawa zu Hause die Spielzeit eröffnen werden.
Dass die ohne den verletzten Sergei Samsonov angetretenen Bruins unbedingt gewinnen wollten, merkten die 16.839 Zuschauer in Alberta zunächst nicht, denn die Oilers agierten von Beginn an gefällig, konnten aber die optische Überlegenheit vorerst nicht nutzen. Erst im zweiten Drittel kamen die Gäste mehr und mehr ins Spiel und verwandelten durch Nick Boynton(24.) und Brian Rolston(33.) gleich zwei der ersten guten, sich bietenden Chancen zum 2-0. Erst 17 Sekunden vor dem Ende gelang Anson Carter(40.pp) der Anschluss, womit ein spannendes letztes Drittel garantiert war.
Beide Mannschaften zeigten nun alles, zu was sie offensiv im Stande sind und ein offener Schlagabtausch begann. Zuerst waren die Oilers an der Reihe ein Erfolgserlebnis zu feiern: Mike York(44.) markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Keine vier Minuten danach schoss Jozef Stumpel(48.) seine Bruins erneut in Führung, wobei Edmontons Antwort in Person von Steve Staios(52.sh) nicht lange auf sich warten ließ. Den etwas glücklichen Sieg der Gäste machte schließlich Ivan Huml(56.) perfekt, als er einen Schlagschuss vom linken Bullykreis präzise im Gehäuse versenkte.
Das NHL-Debüt von Bostons Schlussmann Tim Thomas, der den verletzten John Grahame ersetzte, verlief mit 31 Paraden und einem Sieg durchaus zufriedenstellend.
Vancouver - Los Angeles 2-2 (0-0/1-0/1-2/0-0)
Eine von Torchancen nicht gerade strotzende Partie sahen die 16.762 Zuschauer im Staples Center zu Los Angeles. Inklusive Overtime brachten die Canucks 19 Torschüsse auf Schlussmann Felix Potvin, während die Kings Peter Skudra nur insgesamt 16 Mal prüften. Insofern kann man letztendlich von einem gerechten Unentschieden sprechen. Vancouver bleibt auch im vierten Auswärtsspiel ungeschlagen, wartet jedoch seit den letzten vier Spielen auf einen Sieg.
Todd Warriner(34.) brach nach Vorarbeit von Todd Bertuzzi und Ed Jovanovski Mitte der zweiten Periode den Bann und brachte die Kanadier mit 1-0 in Führung. Die Gäste waren nach dem Wechsel noch nicht einmal richtig auf dem Eis, da hatte Mathieu Schneider(41.) die Partie ausgeglichen. Bitter für Skudra und seine Canucks, dass der zweite Schuss der Gastgeber in diesem Drittel deren 2-1 Führung bedeutete. Fast fünf Jahre hatte Kings Neuzugang Derek Armstrong(46.), der zu Saisonbeginn von den New York Rangers kam, nicht mehr getroffen, doch heute klappte es wieder. Er lenkte einen Pass von Verteidiger Andreas Lilja an Skudra vorbei ins Netz. Sein letztes Erfolgserlebnis hatte der 29-jährige Kanadier am 27. Dezember 1997, damals noch für die Ottawa Senators, gefeiert.
Einen Grund zum Jubeln hatte anschließend nur noch Markus Naslund(51.), der mit dem Ausgleich und Endstand zum 2-2 seinen zweiten Saisontreffer markieren konnte. Während die Kings in der Folgezeit keinen einzigen Schuss mehr auf das Tor brachten, blieben die Angriffe der Canucks ebenfalls nur sporadisch. Die Anwesenden konnten einem Leid tun, mussten sie sich auch noch die Overtime ansehen. Nicht wenige ersparten sich dies und traten bereits vorher den Heimweg an.
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