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2002-10-11 

SPIELTAG 11.10.2002

N.Y. Islanders - Buffalo 1-5 (1-3/0-2/0-0)
Die Islanders erwiesen sich für Buffalo und für Goalie Martin Biron wiedermal als dankbare Gegner, denn zum achten Mal innerhalb der letzten neun Begegnungen blieben die Sabres in diesem Vergleich vorn und Biron konnte seinen sechsten Sieg im achten Spiel, bei einem Unentschieden und einer Niederlage, gegen die Mannen von Long Island feiern.
Die im Gegensatz zu den 'Säbeln' finanziell sehr gut gestellten Gäste gingen in der turbulenten Partie bereits nach 61 Sekunden durch Dave Scatchard(2.pp) im Powerplay in Führung. Der Sünder, Stu Barnes(5.pp), der seine Mannschaft nach 32 Sekunden in nummerische Unterlegenheit gebracht hatte und damit maßgeblich am Rückstand beteiligt war, machte seine unnötige Strafzeit aber schon in der 5. Minute wieder gut und erzielte ebenfalls im Powerplay den Gleichstand. Chris Gratton(14.) und der deutsche Nationalspieler Jochen Hecht(15.), der erst in der Sommerpause nach Buffalo gewechselt war, erhöhten noch im ersten Drittel auf 3-1.
Zusätzlich bezwangen im Mittelabschnitt mit Tim Connolly(30.pp) und Jean-Pierre Dumont(38.) zwei ehemalige Islanders den gegnerischen Goalie Chris Osgood, der nicht immer die sicherste Figur machte und wohl deshalb zu Beginn des letzten Drittels ausgewechselt wurde, und schafften so schon vor den letzten 20 Minuten für eine Art Vorentscheidung. Backup Garth Snow musste nur noch ein Mal eingreifen und die müden Bemühungen der Gäste verpufften an den Schonern von Biron, so dass es beim verdienten 5-1 der Hausherren blieb.

New Jersey - Ottawa 2-1 (0-0/2-0/0-1)
Seit 1988 verloren die Devils lediglich zwei Auftaktspiele, bei zwei Unentschieden und acht Siegen. Der neunte doppelte Punktgewinn folgte in der letzten Nacht, als die Ostküstler bei den Senators trotz einer durchwachsenen Leistung mit 2-1 gewinnen konnten.
Einer der zwei 'Helden' an diesem Abend war Goalie Martin Brodeur. Dem 30-jährigen Kanadier fehlten nur 106 Sekunden zu seinem 56. Karriere-Shutout, ehe er von Ottawas Daniel Alfredsson(59.), nach Vorabeit von Petr Schastlivy und Todd White, spät im letzten Drittel gekonnt geschlagen wurde. Trotzdem mussten sich seine Kollegen nach der Schlusssirene bei ihm bedanken, denn 33 Schüsse blockte die fast schon legendäre Nummer 30 im Devilsdress ab.
Zum zweiten Mann des Tages machte sich John Madden(23./39.sh), indem er zunächst nach einem guten Pass von seinem Kapitän Scott Stevens das 1-0 markierte und anschließend am Ende des zweiten Abschnitts mit einem gelungenen Alleingang in nummerischer Unterlegenheit die 2-0 Führung besorgte.

Chicago - Columbus 1-2 (0-0/1-2/0-0)
Zwei magere Jahre haben die Columbus Blue Jackets in ihrer kurzen Teamgeschichte hinter sich aber die Fans strömten trotzdem in die Arena. Heute begannen die Gastgeber die neue Saison mit einem 2-1 Erfolg gegen die Chicago Blackhawks und machten ihre Anhänger dadurch glücklich.
Erfreuen konnten sich die Blue Jackets auch an ihrem jungen Top Draft Pick Rick Nash(28.). Erst am Montag kurz vor dem Ablauf der Frist vom Management unter Vertrag genommen, legte er ein imposantes Debut hin und markierte den zwischenzeitlichen 1-1 Ausgleich. Leider musste Nash im letzten Abschnitt mit einer Fußverletzung das Eis verlassen und kehrte nicht zurück. 51 Sekunden vor dem ersten NHL-Treffer des Rookies brachte Sergei Berezin(27.pp) die Blackhawks etwas glücklich in Führung. Nicht zuletzt das erste Drittel hatte Columbus dominiert, die Scheibe aber nicht an Jocelyn Thibault vorbei gebracht. Dieses Kunststück schaffte in der Mittelperiode noch Mike Sillinger(38.pp), der eine von sechs Überzahlsituationen der Blue Jackets nutzen konnte und den Siegtreffer markierte.
In den letzten 20 Minuten drängte fast nur noch Chicago auf den Ausgleich, doch Marc Denis im Gehäuse der Hausherren ließ mit einigen guten Paraden den Ausgleich nicht mehr zu.

Toronto - Pittsburgh 6-0 (2-0/1-0/3-0)
Oh je Pittsburgh! Nur 15.309 Zuschauer in der nicht einmal ausverkauften Mellon Arena sahen eine deutliche Abfuhr für ihre Pens gegen die Toronto Maple Leafs. Das Ergebnis deutet zwar nicht darauf hin, aber Pittsburgh hatte durchaus Spielanteile und gab sogar mehr Schüsse auf Ed Belfour, der in seinem Debut für die Kanadier gleich den ersten Shutout feiern konnte, ab, als Toronto auf Johan Hedberg. Allein neun Powerplaysituationen ließen die Hausherren ungenützt.
Das Unheil nahm bereits seinen Lauf, als Alexander Mogilny(6.pp/23.) und Mats Sundin(9./44.) mit abwechselnden Toren für die 3-0 Führung nach 23. Minuten sorgten. Sundin setzte zu Beginn des Schlussabschnitts ein weiteres darauf. Während der Kapitän neben seinen Toren die zwei Treffer von Mogilny assistierte, war Darcy Tucker bei allen vieren an der Vorbereitung beteiligt.
Dass die Penguins zum vierten Mal in Folge ihren Auftakt endgültig nicht gewinnen konnten, war spätestens nach dem 4-0 klar, doch weitere Erfolgserlebnisse durch Karel Pilar(57.) und Nikolai Antropov(60.) kurz vor dem Ende sorgten für das überdeutliche Ergebnis. Bis zum Schluss bemühten sich die Gastgeber ihre Fans wenigstens einmal jubeln zu lassen, doch Belfour hielt den 59. Shutout seiner NHL-Karriere fest.

Tampa Bay - Florida 4-3 OT (1-1/0-1/2-1/1-0)
Wie gewohnt zwischen den beiden Erzfeinden der Southeast Divison lieferten sich Tampa Bay und Florida einen offen Schlagabtausch. Allerdings besonnen sich diesmal die Konkurrenten fast ausschließlich auf ihre spielerischen Mittel, so dass im Gegensatz zu diversen Auseinandersetzungen der Vergangenheit, als die Partien meist kurz vor dem Abbruch standen, ein recht ansehnliches Eishockeyspiel zu Stande kam.
Zwei Powerplaytore durch Lightning Brad Richards(7.pp) und Panther Sandis Ozolinsh(20.pp/31.pp) sorgten im ersten Drittel für Ausgewogenheit, wobei die Hausherren etwas mehr Spielanteile zu haben scheinten. Ozolinshs zweiter Überzahltreffer im Mittelabschnitt bescherte Florida die erstmalige Führung, die Niklas Hagman(46.) im vermeintlich letzten Drittel auf 3-1 ausbauen konnte. Der darauffolgende Sturmlauf der Gäste wurde allerdings bereits 148 Sekunden später mit dem Anschlusstreffer durch Brad Lukowich(48.) belohnt, ehe Vincent Lecavalier(58.) knapp drei Minuten vor dem Ende die gute Vorarbeit von Dan Boyle und Stanislav Neckar zum abermaligen Gleichstand nutzte.
Zusammen mit Pavel Kubina war der Letztgenannte erneut mit einem Assists beteiligt, als Vaclav Prospal(64.) den Siegtreffer und die ersten zwei Punkte der Lightning unter Dach und Fach brachte.

Anaheim - St. Louis 4-3 (0-1/2-1/2-1)
Die letzte Saison, die den Mighty Ducks lediglich den 13. Platz im Westen einbrachte, soll möglichst schnell vergessen gemacht werden. Einen guten Anfang für diese Vorhaben machten die Mannen aus Anaheim bereits in der letzten Nacht, als sie die St.Louis Blues in deren eigenem Stadion knapp mit 4-3 besiegen konnten.
Da die ihn den beiden Neuverpflichtungen - Adam Oates und Petr Sykora - gesteckten großen Erwartungen diesmal noch ausblieben, sprangen drei junge Spieler in die Presche. Nachdem Al Macinnis(20.pp) im ersten Drittel mit einem Schlagschuss von der blauen Linie die Hausherren in Führung gebracht hatte, trafen die beiden Youngster Andy Mcdonald(32.pp) und Stanislav Chistov(37) zum 2-1 ihrer Ducks. St.Louis Cory Stillman(39.) gelang allerdings noch im Mittelabschnitt der Ausgleich, so dass für die Zuschauer gute Aussicht auf ein spannendes letztes Drittel bestand.
Dort wirkten die Gastgeber etwas aktiver, konnten aber im Gegensatz zu den Mighty Ducks, die weitaus effektiver agierten und durch Alexei Smirnov(42.) und Mike Leclerc(58.pp) auf 4-2 davon zogen, erst drei Sekunden vor der Schlusssirene ein Erfolgserlebnis feiern. Torschütze des letzten Treffers des Abends war Tom Koivisto(60.).

Vancouver - Calgary 3-0 (3-0/0-0/0-0)
Die Vancouver Canucks präsentierten sich in der letzten Nacht bei einen ihrer kanadischen Divisonsrivalen stark wie schon in der zweiten Hälfte der letzten Saison. Sehr aktiv in der Offensive, 34 Schüsse gaben die Mannen aus British Columbia auf das gegnerische Gehäuse ab, kompromisslos in der Defensive, nur 19 Mal feuerten die Flames auf deren Tor, und sicher auf der Torhüterposition, Dan Cloutier verdiente sich seinen neunten Karriere-Shutout, agierten Linden und Co.
Für den ersten Grund zum feiern sorgte Brendan Morrison(12.), der in der Mitte des Anfangsdrittels als Erster Goalie Roman Turek bezwang. Als zweiter Canuck war Bryan Allen(16.) an der Reihe, indem dieser die gute Vorarbeit von Jan Hlavac mustergültig abschloss. Und schließlich trug sich noch Vancouvers Topscorer vom Vorjahr, Markus Naslund(20.pp), in die Torschützenlisten ein, als Calgarys Martin Gelinas wegen eines Bandenchecks auf der Strafbank saß.
Die beiden übrigen Durchgänge ließen die Gäste etwas ruhiger angehen, woraus die Flames allerdings in keinster Weise Kapital zu schlagen vermochten. Im Gegenteil, Vancouver wurde im letzten Abschnitt sogar geradezu zum Toreschießen eingeladen, jedoch scheiterten sämtliche Versuche einen Kantersieg zu landen am guten Turek.

Philadelphia - Edmonton 2-2 (0-0/1-0/1-2/0-0)
Eine recht ansehnliche Partie erlebten die 16.839 Zuschauer im Skyreach Center zu Edmonton. Sowohl harte Checks, als auch technische Raffinessen und spektakuläre Paraden auf beiden Seiten gab es zu bestaunen. Am Ende fand die abwechslungsreiche Partie allerdings keinen Sieger, denn zu gleich agierten die Teams.
Nachdem das erste Drittel torlos zu Ende gegangen war, gelang John LeClair(37./52.pp) spät im Mittelabschnitt der erste Treffer des Abends. LeClairs zweiter Streich des Abends geschah, als er in nummerischer Überlegenheit - Ethan Moreau befand sich wegen Torhüterhinderung in der Kühlbox - von Mark Recchi und dem deutschen Neuzugang Dennis Seidenberg in Szene gesetzt wurde. 151 Sekunden danach schlossen die Hausherren jedoch durch das Tor von Georges Laraque(53.) auf, ehe Anson Carter(57.pp) den Gleichstand herstellte. Die folgende Overtime brachte keine Entscheidung.
Dennis Seidenberg lieferte ein glänzendes Debut im Flyers-Dress ab. Er bereitete nicht nur mehrere Chancen vor, sondern suchte auch selbst den Abschluss, wobei er im Extradrittel den Sieg auf den Schläger hatte, diese Möglichkeit aber leider - für ihn - nicht nutzen konnte.

Detroit - San Jose 6-3 (3-1/3-1/0-1)
Der amtierende Stanley Cup Sieger präsentierte sich wie gewohnt in hervorragender Verfassung. Trotz mehrerer Akteure im Kader der Red Wings, die sich bereits für einen Eishockeyspieler im höheren Alter befinden, merkte man weder fehlende Aggressivität, noch mangelnde Spritzigkeit. Außerdem wurde das verletzungsbedingte Fehlen des langjährigen Kapitäns Steve Yzerman kaum bemerkt.
Mit einem Doppelpack in zwei Unterzahlsituationen von Detroits Kirk Maltby(3.sh/8.sh) startete die Partie kurios, wobei Vincent Damphousses(12./31.) Anschlusstreffer nicht lange auf sich warten ließ. Den alten Abstand stellte Tomas Holmstrom(17.pp) jedoch noch innerhalb der ersten 20 Minuten wieder her und unterstrich damit die Siegambitionen der Rot-Weißen.
Ebenfalls vier Erfolgserlebnisse gab es im Mittelabschnitt. Red Wing Sergei Fedorov(21./32.) schoss bereits nach 30 Sekunden das 4-1, ehe der 32-jährige Russe den 5-2 Zwischenstand herstellte. Dazwischen bereiteten Owen Nolan und Todd Harvey Damphousses zweiten Treffer des Abends vor. Der Norris-Trophy-Gewinner der letzten beiden Jahre, Niklas Lidstrom(38.), machte zwei Minuten vor dem Ende dieses Drittels schließlich alles klar, so dass sich die Mannen aus Detroit in den abschließenden 20 Minuten etwas schonen konnten.
Tatsächlich blieben weitere Treffer der Gäste aus. Lediglich San Joses Mike Rathje(41.pp) betrieb mit seinem Überzahltor Ergebniskosmetik, wodurch der bittere Beigeschmack zur Feier des letztjährigen Gewinns des Pacific Division Titels allerdings nicht verflog.

 

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