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2002-05-12 

SPIELTAG 12.05.2002

St. Louis - Detroit 0-4 (0-0/0-2/0-2)
Playoffstand: 1-4

Jason Williams (DET) weicht Dallas Drake und Daniel Corso (STL) geschickt aus.
Als erstes Team und zum ersten Mal seit vier Jahren erreichen die Detroit Red Wings das Conference Finale. Gegner wird dort San Jose oder Colorado sein. Für St. Louis war die zweite Runde wieder einmal Endstation, nachdem die Blues letztes Jahr den einzigen Einzug in die dritte Runde seit 1986 geschafft hatten und dort an Colorado scheiterten.
Nicht den Hauch einer Chance ließen die heimischen Red Wings heute den Blues und bestimmten von Beginn an das Spiel. Brent Johnson im Tor der Gäste hatte wesentlichen Anteil daran, dass die Partie mit 0-0 in die erste Pause ging. Die Möglichkeiten der Blues konnten an einer Hand abgezählt werden. Etwas ausgeglichener dann der zweite Abschnitt, doch erfolgreich waren jetzt die Hausherren. Zunächst brachte Verteidiger Jiri Fisher(25.) seine Farben in Front, dann baute sein Defensivkollege Tomas Holmstrom(30.pp) in Überzahl den Vorsprung aus.
St. Louis verstand es auch im Schlussabschnitt nicht Red Wings Goalie Dominik Hasek zu überwinden. Der Tscheche feierte mit insgesamt 16 Saves seinen dritten Shutout der diesjährigen Playoffs und kommt seinem Ziel, dem erstmaligen Gewinn des Stanley Cups, wieder eine Runde näher. Brendan Shanahan(57./60.en), der beiden Treffern zuvor noch assistierte, sorgte knapp drei Minuten vor dem Ende für die endgültige Entscheidung und das Aus der Blues. 141 Sekunden später stellte er mit einem Schuss ins verlassene Gehäuse den verdienten Endstand her. Der Titelfavorit kann sich nun ein paar Tage zurücklehnen und auf seinen Gegner im Finale des Westens warten.

San Jose - Colorado 5-3 (0-0/2-3/3-0)
Playoffstand: 3-2

Patrick Roy (COL) blickt nach seinem vierten Gegentreffer betrübt aufs Eis.
Teemu Selanne(50.) erzielte mit einem platzierten Schuss aus Höhe des rechten Bullykreises ins lange Toreck das 4-3 'Game Winning Goal' für die San Jose Sharks, die nun am Montag vor heimischen Publikum erstmals in ihrer Franchisegeschichte mit einem weiteren Sieg das Conference-Finale erreichen können. Erneut, wie schon in Partie 3, 'verschenkte' der amtierende Stanley Cup Champion eine Führung im Schlussabschnitt. Die Colorado Avalanche waren in das dritte Drittel mit einem 3-2 Vorsprung gestartet. Sie hatten auch im Eröffnungsdurchgang die durchaus besseren Torgelegenheiten, scheiterten aber mehrmals aus aussichtsreicher Position an Sharks' Torhüter Evgeni Nabokov.
Alle fünf Treffer des kurzweiligen zweiten Spielabschnitts fielen binnen sechs Spielminuten. Marco Sturm(33.) eröffnete den Torreigen für die Gäste. Colorado antwortete darauf mit Treffern von Peter Forsberg(34.) sowie Mike Keane(35.). Dem Ausgleich von Niklas Sundstrom(36.) ließ Joe Sakic(39.) die erneute Führung der Hausherren folgen.
Doch diese ließen sie sich innerhalb von gut drei Spielminuten im letzten Drittel noch nehmen. Zunächst schaltete Mike Ricci(46.) bei einer unübersichtlichen Aktion aus kurzer Distanz am Schnellsten, ließ 'Avs' Schlussmann Patrick Roy keine Abwehrchance und egalisierte den Spielstand, danach bewies San Joses finnischer Außenstürmer seine Präzisionskunst.
Geschickt verteidigten die Gäste ihre Führung, ließen die Avalanche kaum noch zu einem konstruktiven Spielaufbau kommen und profitierten auch davon, dass die beiden Hauptschiedsrichter in der Schlussphase bei zwei, drei harten Aktionen darauf verzichteten einen Gastspieler auf die Strafbank zu schicken.
Den Endstand zum 5-3 setzte San Joses' Teamkapitän Owen Nolan(60.en) mit einem 'Empty Net Goal'.

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