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SPIELTAG 28.04.2002
Montreal - Boston 2-1 (2-0/0-1/0-0)
Playoffstand: 3-2
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Karl Dykhuis(MON) lässt Martin Lapointe(BOS) in seinen Handschuh 'beißen'.
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Die NHL hatte zu Fairness aufgerufen, nachdem es etliche Stimmen gab, die heute Rache für das Foul von Bruins Kyle McLaren an Canadiens Richard Zednik in der letzten Partie forderten. Es wurde nicht die erwartete 'Schlacht', sondern die Entscheidung wurde auf dem Eis gesucht. Lediglich fünf Zwei-Minuten-Strafen mussten die Schiedsrichter in einer fairen Begegnung aussprechen.
Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, das Montreal aber aufgrund effektiver Chancenauswertung und zweier Treffer durch Bill Lindsay(3.) und Oleg Petrov(16.) mit einer 2-0 Führung abschloss, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Die Boston Bruins setzten Jose Theodore im Gehäuse der Kanadier mächtig unter Druck, doch das Ausnutzen der Möglichkeiten blieb mehr als mangelhaft, auch wenn der Pfosten insgesamt vier Mal im Weg stand. Einzig Sergei Samsonov(31.) schaffte es die Hartgummischeibe im Netz der Gäste zu versenken und nährte damit die Hoffnung unter den 17.565 Zuschauern im Fleet Center auf ein Comeback ihrer Bruins. Mehr sprang jedoch nicht heraus.
Montreal fand kaum Entlastung für die Defensive und kam nur sporadisch ins gegnerische Drittel, so dass es mit 11 Saves ein ruhiger Abend für Bruins Torsteher Byron Dafoe wurde. Die Canadiens können als Achtplatzierte nach der Saison die Sensation schaffen und mit einem weiteren Erfolgserlebnis am Montag im heimischen Molson Centre das Aus der Erstplatzierten Boston Bruins perfekt machen.
Carolina - New Jersey 1-0 (0-0/1-0/0-0)
Playoffstand: 4-2
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Hart aber herzlich: Turner Stevenson(NJD) checkt Kevyn Adams(CAR).
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Die Carolina Hurricanes haben erfolgreich Revanche genommen für die letztjährige Niederlage in der ersten Runde der Playoffs und den Spieß umgedreht. Mit 4-2 nach Spielen, dem gleichen Ergebnis wie 2001 die Devils gewonnen hatten, ziehen die Canes in die nächste Runde ein und beenden die Saison für den amtierenden Eastern Conference Champion.
Dabei hatte Carolina den heutigen Auswärtssieg vor allem zwei Akteuren zu verdanken. Zum einen Torhüter Kevin Weekes: Die eigentliche Nummer Zwei hinter Arturs Irbe wuchs in der Begegnung über sich hinaus, meisterte 32 Schüsse der anstürmenden Hausherren und konnte sich völlig verdient einen Shutout gut schreiben lassen. Des weiteren avancierte Gäste-Kapitän Ron Francis(31.pp) zum Matchwinner, indem er zur Mitte der Partie eine von zwei Überzahlsituationen der Hurricanes zur letztendlich entscheidenden 1-0 Führung nutzen konnte.
Diesem Rückstand liefen die Devils vergeblich hinterher, denn selbst in aussichtsreichen Positionen brachten sie den Puck nicht an Weekes vorbei. Auf der anderen Seite hielt Martin Brodeur seine Farben ein um das andere Mal im Spiel und brachte es insgesamt auf 21 Paraden. Die Spieler von New Jersey können nun im Gegensatz zu den beiden Vorjahren, als sie jeweils in die Stanley Cup Finalspiele einzogen, früher als geplant Urlaub machen. Carolina zieht zum ersten Mal nach 16 Jahren in die zweite Runde ein.
Colorado - Los Angeles 1-3 (0-2/1-1/0-0)
Playoffstand: 3-3
Analog den Ereignissen von vor einem Jahr, müssen die Colorado Avalanche und die Los Angeles Kings übermorgen zum siebten Aufeinandertreffen antreten. Die Kalifornier konnten heute Nacht im mit 18.500 Zuschauern vollbesetzten Staples Center ihre Heimpartie mit 3-1 Toren gewinnen und konnten dadurch die Playoffserie, in der sie bereits mit 1-3 im Rückstand lagen, egalisieren.
Die Kings begannen mit viel Elan, ließen den Puck laufen, wobei die Gäste immer einen Schritt zu spät kamen. Noch nicht hellwach war auch Colorados Schlussmann Patrick Roy bei der 1-0 Führung von Jason Allison(2.), zuerst ließ er den Puck aus seiner Fanghand fallen und dann setzte er nicht mehr konsequent genug nach, um den Nachschuss von Allison zu verhindern.
Die Avalanche wirkten auch in der Folgezeit verunsichert und nicht bei der Sache. So hatten die Hausherren leichtes Spiel durch Brad Chartrand(7.) auf 2-0 zu erhöhen. Noch schlimmer kam es für den amtierenden Stanley Cup Champion im zweiten Durchgang. Mitten in ihrer Drangperiode, bei der sich Felix Potvin mehrmals auszeichnen konnte, schloss Bryan Smolinski(27.) einen schnell vorgetragenen Konter mit dem 3-0 ab.
Die Avalanche waren zwar bemüht das Spiel noch einmal zu drehen, es fehlte aber in der letzten halben Stunde der eiskalte Vollstrecker. Nur der finnische Rookie Riku Hahl(30.) brachte mit einem platzierten Schuss ins rechte obere Toreck Zählbares zustande.
Bei den Avalanche wirkte nach einer längeren Verletzungspause erstmals wieder Milan Hejduk mit, auf die Dienste von Peter Forsberg, ihrem Topscorer in den bisherigen fünf Playoffpartien, mussten sie jedoch verzichten.
Detroit - Vancouver 6-4 (2-2/3-0/1-2)
Playoffstand: 4-2
Zwei Treffer bei Unterzahl von Nicklas Lidstrom(27.sh) und Brett Hull(28.sh) binnen 30 Sekunden brachten die Entscheidung im sechsten und letzten Aufeinandertreffen zwischen den Detroit Red Wings und den Vancouver Canucks, die keine ihrer drei Heimpartien gewinnen konnten und vorzeitig in die Sommerpause gehen müssen.
Das Spiel begann äußerst furios. Gleich mit den ersten drei Torschüssen konnten bei den Red Wings Tomas Holmstrom(2.) und Igor Larionov(5.) Vancouvers Goalie Dan Cloutier zwei Mal bezwingen. Peter Skudra hatte nun Cloutiers Platz einnehmen dürfen.
Bei den Hausherren antworteten Ed Jovanovski(9.pp) und Henrik Sedin(9.) auf den Rückstand, indem sie den Spielstand zum 2-2 ausglichen - wohlgemerkt zu diesem Zeitpunkt waren noch keine zehn Minuten absolviert und der General Motors Place zu Vancouver kochte.
Ruhig wurde es erst, als die Gastgeber im Mitteldrittel gnadenlos von den Red Wings vorgeführt wurden. Neben seinem 'Shorthander' traf Brett Hull(38.pp/54.pp) noch zwei Mal im Powerplay. Kurz bevor Hull seinen Hattrick komplettiert hatte, hatten sich die Westkanadier durch Henrik Sedin(47.) noch einmal ins Spiel zurückgemeldet.
Trotz des aussichtslosen 3-Tore Rückstandes wollten sich die Canucks erhobenen Hauptes von seinen Fans verabschieden und versuchten noch einmal alles. Minuten vor Spielende nahm Crawford seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers heraus und tatsächlich die Maßnahme hatte Erfolg und Matt Cooke(58.) verkürzte auf 4-6. Anschließend hatten die Gastgeber sogar Gelegenheit bei einem Powerplay noch einmal auf ein Tor heranzukommen, alle Mühen blieben jedoch erfolglos und die Red Wings konnten, betrachtet man alle Spiele, als verdienter Sieger in das Conference Halbfinale einziehen.
Detroits Headcoach Scotty Bowman war so angetan von der Leistung der Vancouver Canucks, dass er nach dem Sieg seines Teams nicht nur seinem Gegenüber Marc Crawford die Hand schüttelte, sondern die Spielerbank entlang lief und jedem Canuck gratulierte.
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