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2002-04-14 

SPIELTAG 14.04.2002

N.Y. Rangers - Philadelphia 1-2 (0-1/0-0/1-1)

Dan Blackburn (NYR) bleibt in dieser Szene der Sieger gegen Simon Gagne und Jeremy Roenick (PHI).
Die Philadelphia Flyers sicherten sich mit einem im wahrsten Sinne des Wortes hart umkämpften 2-1 Heimsieg über die New York Rangers den Divisionstitel in der Atlantic Division und damit auch das Heimrecht in der ersten Playoffrunde. Die Rangers, welche sich dagegen in die Sommerpause verabschieden müssen, leisteten im First Union Center noch einmal richtig Widerstand - wenn auch nicht immer mit fairen Mitteln.
Die Hausherren agierten von der ersten Spielminute an sehr druckvoll, liefen sich aber auch desöfteren an der ungewöhnlich kompakt stehenden Abwehr der Rangers fest. Nur Adam Oates(12.) konnte sich Mitte des ersten Drittels gleich gegen zwei Gäste durchsetzen und schloss mit der 1-0 Führung ab.
Als großer Rückhalt im Team der Rangers fungierte ihr junger Torhüter Dan Blackburn, der die Partie mit insgesamt 43 Rettungstaten beendete. Ein zweites Mal musste sich Blackburn von Mark Recchi(43.) bezwingen lassen.
Die Begegnung war damit aber noch lange nicht entschieden. 63 Sekunden später verkürzte Petr Nedved(44.sh) bei Unterzahl auf 1-2 und anschließend als sich die Rangers immer mehr vom Angriffsdruck der Hausherren befreien konnten, waren die Abwehrkünste von Flyers Torhüter Roman Cechmanek gefragt.

Pittsburgh - Boston 1-7 (1-2/0-4/0-1)

Wie hier Shean Donovan (PIT) gegenüber Sergei Samsonov (BOS) waren die Penguins immer zwei Schritte zu spät.
Die Boston Bruins schickten mit einem 7-1 Kantersieg im heimischen Fleet Center die Pittsburgh Penguins in die Sommerpause. Das heutige Debakel in Boston war der negative Höhepunkt des Teams von Mario Lemieux in einer völlig verkorksten Saison.
Die Bruins, welche als Spitzenreiter in die Playoffs starten und in der ersten Runde auf die Montreal Canadiens treffen werden, bereitete es viel Freude ihre Gäste zu deklassieren. Dabei hatte es zunächst gar nicht schlecht für die Penguins ausgesehen. Gleich die erste Überzahlsituation nutzte Aleksey Morozov(5.pp) zur 1-0 Führung. Anschließend ergaben sie sich aber mehr oder weniger widerstandslos ihrer 46. Saisonniederlage.
Gegen den bedauernswerten und von seinen Vorderleuten in Stich gelassenen Gästetorwart Jean-Sebastien Aubin sorgten Martin Lapointe(7.), Glen Murray(9./59./60.) mit einem Hattrick, Bill Guerin(42.), Brian Rolston(44.) und Don Sweeney(53.pp) für das Schützenfest.

Detroit - St. Louis 2-3 OT (2-1/0-1/0-0/0-1)
Detroits Schlussmann Dominik Hasek lieferte sich gerade ein freundschaftliches 'Pläuschchen' mit Blues Stürmer Doug Weight, als der Puck zu Chris Pronger(64.) kam und mit seinem Schuss auf das verwaiste Gehäuse der Gäste eine insgesamt unterhaltsame Partie nach knapp vier Minuten in der Overtime beendete. "Ich dachte wir hätten den Puck unter Kontrolle und als ich dann bemerkte, dass er bei Pronger ist, war es auch schon zu spät," beschrieb Hasek anschließend seinen Fehler.
Während der regulären Spielzeit hatten sich die Red Wings zwei Mal eine Führung durch Brett Hull(3.) und Jason Williams(20.pp) herausschießen können, ließen aber anschließend das letzte Stückchen Konsequenz und Siegeswillen vermissen, das die Hausherren abrufen konnten.
Dallas Drake(6.) und Pavol Demitra(28.) sorgten mit ihren Ausgleichstreffern dafür, dass sich die Blues bei noch einem ausstehenden Spiel durchaus berechtigte Hoffnungen auf das Heimrecht in der ersten Playoffrunde machen können.

Los Angeles - San Jose 1-3 (0-0/0-2/1-1)

Marco Sturm (SAN) bezwingt Felix Potvin (LOS) zur 1-0 Führung.
Die San Jose Sharks gewannen das innerkalifornische Duell gegen die Los Angeles Kings mit 3-1 Toren und erklimmten zumindest für 24 Stunden wieder Platz 2 in der Western Conference, müssen aber noch auf einen Ausrutscher der Colorado Avalanche in deren letzten Saisonpartie hoffen, um diesen Rang auch am Ende inne zu haben.
Marco Sturm(23.) und Scott Thornton(40.) legten mit ihren Toren im Mittelabschnitt den Grundstein für San Joses fünften Heimsieg in Folge. Die Kings waren über die gesamte Spieldauer ein gleichwertiger Gegner, gingen aber zu leichtfertig mit ihren Torgelegenheiten um.
Zu Beginn des Schlussabschnitts durften sich die Gäste aber doch noch über ein Erfolgserlebnis freuen, als Jaroslav Bednar(43.) mit seinem vierten Saisontreffer auf 1-2 verkürzte. Die Sharks, welche kommende Woche zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte mit Heimrecht in die Playoffs starten, ließen aber nichts mehr anbrennen und nur sechs Minuten später machte Teemu Selanne(49.) den doppelten Punktgewinn perfekt.

Toronto - Ottawa 5-2 (2-0/1-1/2-1)
Ein heißes Lokalderby lieferten sich die Toronto Maple Leafs und die Ottawa Senators vor 18.500 Zuschauern im Corel Centre. Vor allem im ersten Durchgang konnten sich die beiden Hauptschiedsrichter nicht über mangelnde Arbeit beschweren. Bereits nach 18 Sekunden musste mit Sundin ein Leaf auf die Strafbank. Der Schwede avancierte aber anschließend zum Matchwinner. Mats Sundin(51.) erzielte ein Tor und gab drei Vorlagen zu den Treffern von Bryan McCabe(6.pp), Mikael Renberg(35.pp) und Darcy Tucker(56.) beim 5-2 Erfolg der Leafs.
Der fünfte Torschütze der Gäste war Karel Pilar(16.), dem sein erstes NHL-Tor zum 2-0 Zwischenstand gelang.
Auf Seiten der Hausherren, die es als Siebtplatzierte in der ersten Playoffrunde mit den Philadelphia Flyers zu tun bekommen, trafen Benoit Brunet(33.pp) und Jody Hull(45.). Trotz der eher mäßigen Vorstellung seiner Senators zeigte sich Interimscoach Roger Neilson nach seiner 1.000 NHL-Partie als Trainer zuverlässig: "Die Flyers sind schlagbar."

Buffalo - Montreal 3-0 (0-0/1-0/2-0)

Jan Bulis (MON) befördert Henrik Tallinder (BUF) auf die Spielerbank.
Die Montreal Canadiens wahren gedanklich schon bei ihrer ersten Playoffpartie gegen die Boston Bruins. Zum Saisonabschluss boten sie ihren 21.273 Fans im Molson Centre eine magere Vorstellung. Die Gäste aus Buffalo, die zum ersten Mal seit sechs Jahren die Playoffs verpassten, bedankten sich für die Passivität ihrer Gastgeber und gehen zumindest mit einem versöhnlichen 3-0 Sieg zum Saisonabschluss in die Sommerpause.
Gegen die harmlosen Frankokanadier hatte Martin Biron wenig Mühe sich mit 22 Rettungstaten einen 'Shutout' zu verdienen.
Erik Rasmussen(28.), Buffalos erfolgreichster Torschütze Miroslav Satan(52.) mit Saisontreffer Nummer 37 und Taylor Pyatt(60.en) führten die Sabres zu dem Achtungserfolg. Dieser hätte angesichts der Überlegenheit auf dem Eis sogar noch höher ausfallen müssen, doch Montreals Schlussmann Jose Theodore, der einzige im Team der Frankokanadier der zu seiner Normalform fand, hatte mit insgesamt 32 Saves etwas dagegen und verhinderte ein Debakel.

New Jersey - Washington 4-3 OT (2-1/0-2/1-0/1-0)
Scott Niedermayer(62.) beendete nach 113 Sekunden in der Verlängerung einen äußerst unterhaltsamen Schlagabtausch zwischen den New Jersey Devils und den Washington Capitals, den 18.672 Besucher im MCI Center der US-Hauptstadt sahen.
Hoch anrechnen muss man den Hausherren, für die es nachdem sie die Playoffs verpasst haben um nichts mehr ging, dass sie sich von einem frühen 0-2 Rückstand nach Toren von Brian Gionta(5.) und John Madden(8.) nicht ausruhten.
Ulf Dahlen(11.), Sergei Gonchar(26.) und Steve Konowalchuk(29.) mit seinem zweiten Tor in einer Woche, nachdem er ein Jahr lang nicht mehr getroffen hatte, sorgten für eine Spielwende zu Gunsten der Gastgeber.
Zu Beginn des Schlussdrittels schlugen die Devils eiskalt zu: Andreas Salomonsson(41.) egalisierte den Spielstand. In den noch verbleibenden knapp 20 Minuten, waren die Gäste das deutlich aktivere Team und hatten mehrmals Gelegenheit die Partie vorzeitig für sich zu entscheiden, doch Sebastien Charpentier im Tor der 'Caps' lieferte eine klasse Vorstellung ab.

Vancouver - Calgary 4-1 (1-1/1-0/2-0)
Seit neun Spielen ungeschlagen starten die Vancouver Canucks nächste Woche in die erste Playoffrunde. Ihre offensiv ausgerichtete, dynamische Spielweise in den letzten Wochen, haben ihnen zahlreiche neue Fans im Westen Kanadas beschert. Überraschend viel Unterstützung bekamen die Canucks auch von den Zuschauern im voll besetzten Saddledome zu Calgary.
Die Canucks enttäuschten ihre Fans nicht und landeten gegen den Erzrivalen, die Calgary Flames, einen 4-1 Triumph.
Die Flames, die durch einen 'Shorthander' von Craig Conroy(11.sh) völlig überraschend 1-0 in Front gingen, blieb nichts anderes übrig als sich durch eine überharte Gangart dem Angriffswirbel der Gäste zu erwehren, wurden hierfür aber auch bestraft.
Jan Hlavac(18.), Bryan Helmer(25.) und Brendan Morrison(49.pp) sowie Markus Naslund(50.pp), als wieder einmal mehrere Spieler der Flames auf der Strafbank saßen bzw. vorzeitig zum Duschen geschickt wurden, schossen die Canucks zum hochverdienten Auswärtserfolg.

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