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2002-04-13 

SPIELTAG 13.04.2002

Washington - Buffalo 3-1 (1-0/1-1/1-0)
Den fünften Sieg in Folge bzw. den achten Zwei-Punkte-Erfolg innerhalb der letzten neun Partien erreichten die Capitals in der vergangenen Nacht in Buffalo, obwohl die Hausherren über die gesamte Distanz das Spiel dominierten. Doch wie schon so oft im Eishockey nutzten die Gäste konsequenter ihre Chancen und hatten zudem in Sebastien Charpentier, ein junger NHL-Debütant, einen hervoragenden Goalie im Gehäuse stehen. Er wehrte 35 von 36 Schüssen erfolgreich ab und verdiente sich damit seinen ersten Sieg in seiner ersten NHL-Begegnung redlich. Sein Gegenüber hingegen, Mika Noronen, wurde nur 16 Mal geprüft, musste aber den Puck drei Mal aus dem Netz fischen.
Die Serie von sechs ungeschlagenen Spielen der Sabres zu brechen, fädelte im ersten Drittel zunächst Capital Ulf Dahlen(10.) ein. Nachdem Buffalos Topstürmer Miroslav Satan(25.) zu Beginn des Mittelabschnitts den zwischenzeitlichen Ausgleich markiert hatte, brachte Ken Klee(40.) mit einem fulminanten Schlagschuss von der blauen Linie die Hauptstädter wieder in Front. Die Vorarbeit von Jaromir Jagr und Chris Simon, die sich nach dem dritten Anfangsbully des Spiels die Scheibe schnappten und fast ungehindert in der feindlichen Zone kombinieren durften, verwertete schließlich Dainius Zubrus(41.) bereits nach 20 Sekunden zum Endstand von 3-1 für die Gäste.

Atlanta - Columbus 4-5 OT (1-1/1-2/2-1/0-1)
Einen unterhaltsamen Schlagabtausch lieferten sich die beiden punktschlechtesten Teams der NHL in Columbus. Als Grant Marshall(54.pp) sechseinhalb Minuten vor dem Ende die Hausherren mit 4-2 in Führung brachte, sah alles nach einem sicheren Heimsieg der Blue Jackets aus. Doch Yannick Tremblay(56.) verkürzte zunächst den Abstand. Ganze 33 Sekunden später bekam Tony Hrkac(57.ps) einen Penalty zugesprochen, als er nach einem Alleingang von hinten gefoult wurde und verwandelte diesen souverän zum Ausgleich. Jaroslav Spacek(61.pp) wurde schließlich zum Matchwinner, in dem er 22 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit eine Strafzeit gegen Dany Heatley herausholte und diese Überzahl 29 Sekunden in der Verlängerung erfolgreich abschloss.
Yuri Butsayev(12.) hatte die Thrashers nach Vorarbeit von Patrik Stefan mit 1-0 in Führung gebracht, ehe die Gäste mit drei Gegentreffer in Folge ins Hintertreffen gerieten. Tyler Wright(19.pp) glich aus, Verteidiger Derrick Walser(22.) sorgte mit seinem ersten NHL-Treffer für die erstmalige Führung und Kevin Dineen(36.) baute diesen Vorsprung aus. Nicht einmal eine Minute später brachte Frantisek Kaberle(37.) die Gäste jedoch wieder auf ein Tor heran.

Chicago - Dallas 1-3 (1-0/0-1/0-2)
Trotz des Scheiterns an den Playoffs zum ersten Mal seit 1996, verstanden es die Dallas Stars wenigstens einen sportlich, fairen Abgang zu finden. Gegen Chicago, die noch um den vierten Platz im Westen und das damit verbundene Heimrecht in der ersten Playoffrunde kämpfen, kamen die Stars zu einem 3-1 Erfolg. Es schien fast so, als wäre dem Team durch die verpasste Teilnahme ein Stein vom Herzen gefallen, hinterließ die Mannschaft doch bei den letzten Auftritten unter dem Druck des Kampfes um die Playoffs einen äußerst desolaten Zustand.
Phil Housley(12.pp) sorgte zwar zunächst mit dem einzigen Powerplay im ersten Durchgang für eine Führung der Gäste, doch mehr war den Blackhawks nicht zu entlocken, die sich ab dem zweiten Drittel schwer taten ihr Offensivspiel aufzuziehen. Sergei Zubov(24.pp) nutzte im Mitteldrittel ebenfalls eine Überzahlsituation, diesmal sogar mit zwei Mann mehr, weil die Blackhawks Joe Reekie und Michael Nylander wegen zwei unterschiedlicher Vergehen gleichzeitig in die Kühlbox wanderten.
Jere Lehtinen(49./60.en) machte schließlich mit zwei Treffern im Schlussabschnitt den Sieg der Stars perfekt.

Montreal - New Jersey 2-5 (1-1/0-3/1-1)
In East Rutherford trafen in der letzten Nacht zwei Teams aufeinander, die nicht nur sicher für die diesjährigen Playoffs qualifiziert sind, sondern mit Siegesserien von sechs bzw. vier Partien in Folge antraten. Die Canadiens, die ohne Doug Gilmour, Oleg Petrov, Patrice Brisebois, Stephane Quintal und Goalie Jose Theodore ihr Eishockey zum Besten gaben, zogen an diesem Abend nicht ganz unerwartet den Kürzeren, denn das Fehlen der fünf Leistungsträger machte sich in allen Mannschaftsbereichen bemerkbar.
So konnten die Devils fast nach Belieben agieren und setzten die Kanadier mächtig unter Druck. Besonders deren Torhüter Stephane Fiset, der seit 16 Monaten eine NHL-Partie wieder von Anfang an bestreiten durfte, war sichtlich überfordert, wurde aber von seinen Vorderleuten oftmals auch in Stich gelassen. Lediglich im ersten Drittel gestaltete sich die Begegnung abwechslungsreich, als John Madden(18.) und Craig Rivet(19.) kurz hintereinander für ihre Teams trafen.
Spätestens ab dem zweiten Durchgang machte sich dann die Überlegenheit der Hausherren richtig bemerkbar, denn wie aus einem Guss wirkte deren Spielaufbau, wodurch sich im weiteren Verlauf des Spiels viele klare Chancen ergaben. Drei dieser Möglichkeiten nutzten Petr Sykora(21.), Scott Stevens(27.) und Valeri Kamensky(28.), die ihre Farben schnell mit 4-1 in Führung brachten. Die Ergebniskosmetik von Jan Bulis(58.), der am Ende des letzten Abschnitts noch den Anschluss besorgte, wurde von Patrik Elias(60.), 42 Sekunden vor der Schlusssirene, jedoch relativiert.

Toronto - Pittsburgh 5-2 (2-0/2-1/1-1)
Viele Augen an diesem Abend richteten sich auf Torontos Torhüter Nummer Eins Curtis Joseph, der nach einer verletzungsbedingten Zwangspause von 21 Spielen seine erste Partie bestreiten konnte. Mit 27 erfolgreichen Paraden, bei zwei Gegentreffern von Alexei Kovalev(40.) und Dan Lacouture(53.), strich er seinen 29. Saisonsieg ein, war aber mit seiner Leistung, die laut seinen Aussagen auf mangelnde Konzentration zurückzuführen ist, noch nicht so recht zufrieden. Die Penguins bissen sich allerdings mehrmals die Zähne an dem 34-jährigen Kanadier aus.
Den besseren Start in der ausgeglichenen Begegnung hatten die Gäste: Nach dem ersten Drittel führten sie durch die Tore von Darcy Tucker(7.) und Tie Domi(17.) bereits mit 2-0 und begannen den Mittelabschnitt ähnlich erfolgreich. Alexei Ponikarovsky(26.) und Travis Green(28.) erhöhten innerhalb von 132 Sekunden auf 4-0 und sorgten somit schon für die Vorentscheidung, obwohl Pittsburgh immer auf dem gleichen Level agierte, aber leider nicht das wichtige Quentchen Glück hatte.
Nachdem Kovalev daraufhin seinen 32. Saisontreffer zum 1-4 Anschluss erzielt hatte, gelang Torontos Alexander Mogilny(49.) in der Mitte des dritten Drittels das 5-1. Das spätere letzte Highlight des Spiels von Lacouture ist lediglich als Ergebniskosmetik zu deuten und konnte an der schlechtesten Heimbilanz der Penguins aller Zeiten mit 16 Siegen, 21 Niederlagen und vier Unentschieden nichts mehr ändern.

N.Y. Islanders - Tampa Bay 3-1 (0-1/1-0/2-0)
Die Chancen auf den ersten Platz in der Atlantic Division wahrten sich die Islanders mit einem 3-1 Auswärtssieg über die Lightning und können am Sonntag gegen ihren direkten Konkurrenten aus Philadelphia, die kommende Nacht gegen die Rangers verlieren müssten, mit einem Sieg auf den ersten Platz rutschen. Dass der Abstand auf einen Punkt schrumpfen konnte, daran zweifelten im Ice Palace zu Tampa Bay nach dem ersten Drittel wahrscheinlich einige Zuschauer, denn nur die Gastgeber konnten mit gefälligem Spiel überzeugen und gingen durch Dan Boyle(20.) verdientermaßen 22 Sekunden vor der ersten Pausensirene mit 1-0 in Führung.
Doch die Mannen von Long Island schlugen in Person von Brad Isbister(39.) zurück, wenn auch 19 Minuten bis dahin verstreichen mussten, steigerten sie jedoch ihre Leistung bis dahin erheblich. Dies setzten sie im letzten Abschnitt fort und konnten sich dann auch zwei weitere Male über ein Erfolgserlebnis freuen. Die Anstifter zum kollektiven Jubel waren Dave Scatchard(50.pp) und Roman Hamrlik(60.en), die ihre Saisontore Nummer elf bzw. zehn unter Dach und Fach brachten.

Carolina - Florida 3-1 (0-1/1-0/2-0)
Mit einem 3-1 Erfolg über den Divisionsrivalen aus dem Südosten fuhren die Carolina Hurricanes den dritten Sieg in Folge ein und erreichten erstmals seit 1986-87, als die Franchise mit den Hartford Whalers den eigenen Rekord von 93 Punkte aufstellte, die 90 Punkte Marke. Die Bestmarke ist bei einem noch ausstehenden Spiel nicht mehr zu erreichen.
Einem 0-1 Rückstand nach 20 Minuten durch einen Treffer von Byron Ritchie(15.) mussten die Gäste aus Carolina kompensieren und dies gelang ihnen sehr souverän. Die zweite Periode stand fast ausschließlich Floridas Goalie Trevor Kidd, der insgesamt 34 Saves verbuchte, im Mittelpunkt, musste sich jedoch nur einmal durch Craig MacDonald(23.) geschlagen geben. Für den 25-jährigen Center war es das erste Erfolgserlebnis in der NHL.
Nach dem zweiten Wechsel kamen die Hausherren wieder besser ins Spiel, doch die Tore markierten die Gäste. Ausgerechnet der Ex-Panther Brett Hedican(51.), der über Vancouver nach Carolina kam, zeigte sich für die erstmalige Führung des Southeast Division Tabellenführers verantwortlich. Martin Gelinas(60.en) setzte mit einem Schuss ins leere Gehäuse den Schlusspunkt unter einen im Endeffekt verdienten Sieg der Hurricanes.

Calgary - Edmonton 2-0 (0-0/1-0/1-0)
Das gibt neue Nahrung für die Rivalität der beiden Teams aus der kanadischen Provinz Alberta, Calgary und Edmonton. Von wegen nachbarschaftliche Hilfe: Mit einem überragenden Torhüter Roman Turek im Rücken holten sich die bereits ausgeschiedenen Flames einen 2-0 Sieg bei den Oilers und sorgten so für deren Elimination von den Playoffs. Die Konkurrenz aus Vancouver, Phoenix und Los Angeles hingegen kann sich freuen, ist sie jetzt doch sicher für das nachsaisonale Spektakel qualifiziert.
Der Tscheche Turek hielt 36 Schüsse der Hausherren, die alles versuchten das Unheil abzuwenden und ihre letzte Chance zu erhalten. Doch im entscheidenden Moment versagten den Oilers die Nerven. Für noch mehr Verunsicherung sorgteb Chris Clark(35.pp), als er gegen Ende des Mitteldrittels eine Überzahl für die Gäste nutzen konnte. Nur sieben Sekunden nach der Herausstellung von Janne Niinimaa wegen eines Crosschecks lag der Puck im Netz. Die Flames hingegen gaben ihren Kontrahenten ab diesem Zeitpunkt durch eine beherrschte Spielweise keine Möglichkeit mehr eine nummerische Überlegenheit zu besitzen.
Selbst im letzten Abschnitt wollte die Scheibe bei zahlreichen Chancen der Gastgeber nicht ins Tor. Die 16.839 Zuschauer im Skyreach Center mussten trotz intensiver Anfeuerung enttäuscht den Weg nach Hause antreten, als Jarome Iginla(60.en) 22 Sekunden vor der Schlusssirene alles klar machte.

Minnesota - Phoenix 1-7 (0-2/0-5/1-0)
Jubel in Phoenix: Der Underdog aus Arizona, dem vor der Saison keiner so richtig etwas zugetraut hatte, schafft mit einem beeindruckenden 7-1 Erfolg und der gleichzeitigen Niederlage der Oilers den nie für möglich gehaltenen Einzug in die Playoffs.
Der Gegner in der ersten Runde darf sich gegen die Coyotes vor allem auf eines einstellen: Bedingungslosen Kampf um jeden Puck und jeden Meter. Insofern könnte das Team von Miteigentümer Wayne Gretzky zur harten Nuss für jeden Favoriten werden, das machte auch der heutige Auftritt wieder klar. Mit unglaublichen Einsatz rangen sie die Minnesota Wild nieder und fertigten diese mit 7-1 ab. Die Dominanz verdeutlicht, dass es nach zwei Dritteln bereits 7-0 stand und im Schlussabschnitt das Tempo etwas zurückgeschraubt wurde. Die Tore fielen nach einem 2-0 Vorsprung durch Radoslav Suchy(10.) und Brad May(15.) vor allem in der Mittelperoide zwischen der 27. und der 34. Minute wie reife Früchte. Daymond Langkow(27.sh/34.), Ladislav Nagy(32.), Landon Wilson(32.) und Denis Pederson(34.) trugen sich in die Scorerlisten ein. Wild Torhüter Dwayne Roloson machte nach dem siebten Ei genervt Platz für Ersatzmann Derek Gustafson, der alle restlichen Aufgaben meisterte und so ein Debakel verhinderte.
Auch Coyotes Nummer 1 Sean Burke wurde nach 40 Minuten geschont und durch Robert Esche ersetzt. Er musste beim Ehrentreffer von Pascal Dupuis(50.) einmal hinter sich greifen.

Colorado - Anaheim 3-1 (1-0/1-1/1-0)
Mit einem standesgemäßen 3-1 Sieg bei den Mighty Ducks of Anaheim haben sich die Colorado Avalanche die Chance erhalten, aus eigener Kraft den zweiten Platz im Westen zu erreichen. Sie liegen nun wieder einen Punkt vor San Jose, die ebenfalls noch eine Partie ausstehen haben.
Von Beginn an machten die Titelverteidiger deutlich, wer die Punkte mitnehmen möchte und die 17.174 Zuschauer im erst zum dritten Mal in dieser Saison ausverkauften Arrowhead Pond bekamen eine einseitige Partie zu sehen. Folgerichtig brachte Verteidiger Rob Blake(16.) die Gäste in Führung. Im Mittelabschnitt übernahmen dann die Hausherren etwas mehr Initiative und Jeff Friesen(29.) sorgte mit seinem 17. Saisontreffer für den Gleichstand. Der hielt aber nicht einmal bis zur zweiten Pause, denn als Vitaly Vishnevski nach einer Rettungstat von Torhüter Jean-Sebastien Giguere den Puck im Torraum mit der Hand aufhielt, entschieden die Schiedsrichter auf Penalty, den Chris Drury(38.ps) sicher verwandelte. Giguere zertrümmerte daraufhin seinen Stock und bekam eine Displinarstrafe verhängt.
Kurz nach Wiederbeginn sorgte schließlich Kapitän Joe Sakic(42.) mit einem präzisen Schlagschuss für die Entscheidung und der Rest der Begegnung tröpfelte so vor sich hin.

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