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SPIELTAG 07.04.2002
N.Y. Rangers - Boston 6-4 (3-1/1-1/2-2)
17.565 Besucher im Fleet Center zu Boston rieben sich verwundert die Augen. Zum einen gab es da bei den Gästen die Sturmformation mit Sandy McCarthy(14.), Petr Nedved(2./12.) und Matthew Barnaby(60.en), die ein ums andere Mal die Boston Bruins in Verlegenheit brachte und sich als äußerst treffsicher erwies. Zum anderen wäre es auf den Rängen fast zum Eklat gekommen. Zwei aus der 'Alten Welt' Europa, angereiste Rangers-Fans Frank Piepenbreier und Frank Priebe feuerten die 'Blueshirts' 60 Minuten lang dermaßen lautstark an, dass es auf den Blöcken beinahe zu Tumulten gekommen wäre. So hatte sich mancher Bostoner Bürger sein 'ruhiges' Samstag Nachmittagsvergnügen nicht vorgestellt und dann musste sich auch noch der Tabellenführer der Eastern Conference mit 6-4 geschlagen geben.
Doch zurück zum Geschehen auf dem Eis: Ehe sich die Bruins umsahen, lagen sich auch schon mit 0-3 im Hintertreffen und die Vorentscheidung zum vierten Auswärtserfolg der Rangers in Folge war gefallen. Vor allem der in Manhattan arg in die Kritik geratene zweifache Torschütze Petr Nedved bot eine klasse Vorstellung und war nicht mehr wiederzuerkennen.
Die Bruins wollten sich jedoch noch nicht geschlagen geben und es entwickelte sich ein richtig spannender Schlagabtausch. Zwei Powerplaytreffer von Brian Rolston(17.pp) und Glen Murray(37.pp) brachten die Hausherren jeweils zur Pause bis auf zwei Tore heran. Zwischenzeitlich hatte Eric Lindros(28.), er leistete zusätzlich die Vorarbeit bei Martin Rucinskys(44.) 5-2, sein 35. Saisontor markiert.
In Gefahr geriet New Yorks Erfolgserlebnis im Schlussabschnitt als Bill Guerin(45.) und Sergei Samsonov(56.) auf 4-5 verkürzten. Doch mit viel Geschick, der oben erwähnten Unterstützung von den Rängen und dem 'Empty Net Goal' von Barnaby konnten die Rangers mit zwei Punkten die Heimreise antreten.
Florida - Toronto 2-2 (0-0/2-2/0-0/0-0)
Noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen sind die Toronto Maple Leafs bei ihrem 2-2 Remis gegen die Florida Panthers. Darcy Tucker(29.pp) im Powerplay und Teamkapitän Mats Sundin(37.) verhinderten mit ihren Treffern zum Ausgleich eine Heimblamage der Kanadier. Vor allem Gästeschlussmann Trevor Kidd machte mit 46 Saves den Hausherren das Leben schwer. Die Leafs dominierten über die gesamte Spielzeit, nahmen das Gehäuse der Panthers unter Dauerbeschuss, doch der Puck wollte einfach nicht dort landen, wo er hin soll, wenn man sich das Heimrecht in der ersten Playoffrunde sichern will.
Wie so oft rächte sich das Auslassen der zahlreichen Torgelegenheiten. Zwei Konter abgeschlossen durch Peter Worrell(23.) und Oli Jokinen(27.) brachten völlig überraschend die 'Underdogs' aus Florida, sie hatten sieben Rookies im Kader stehen, 2-0 in Front. Zwei Auswärtspunkte wären aber angesichts der Kräfteverhältnisse auf dem Eis, zuviel des Guten gewesen.
Columbus - Montreal 1-4 (0-0/0-1/1-3)
Die Montreal Canadiens machten mit einem 4-1 Heimerfolg über die Columbus Blue Jackets einen Riesenschritt in Richtung Playoffteilnahme. Zeitgleich mit den Frankokanadiern unterlagen die neuntplatzierten Washington Capitals auf Long Island und dadurch beträgt Montreals Vorsprung nun drei Zähler bei nur noch vier ausstehenden Spielen.
Es dauerte zwar heute Nacht einige Zeit bis die 21.213 Zuschauer im Molson Center Grund zum Jubeln hatten, dies tat aber der Stimmung keinen Abbruch.
Verteidiger Stephane Quintal(26.) brachte mit seinem Schuss zu Beginn des Mittelabschnitts die Hausherren auf die Siegerstraße, von der sie sich von den Paroli bietenden aber im Abschluss zu schwachen Gästen nicht mehr abbringen ließen. Im Schlussdrittel waren es Yanic Perreault(44.pp) und Patrice Brisebois(53.sh) die den vierten doppelten Punktgewinn der 'Habs' unter Dach und Fach brachten.
Den Ehrentreffer der Blue Jackets erzielte Mike Sillinger(56.), als die Partie längst entschieden war.
Washington - N.Y. Islanders 4-5 (1-2/0-2/3-1)
Jetzt ist es amtlich. Nach sieben Jahren ziehen die New York Islanders erstmals wieder in die erste Playoffrunde ein. Hiervon sind die Washington Capitals meilenweit entfernt. Sie wurden heute Nacht im Nassau Coliseum von den Mannen aus Long Island in einer kurzweiligen NHL-Partie mit 5-4 bezwungen - die erste Niederlage der Capitals gegen die Islanders seit fünf Jahren.
Dabei hatte es zunächst gar nicht schlecht für die Gäste ausgesehen. Dmitri Khristich(12.pp) nutzte die erste Überzahlsituation um sein Team mit 1-0 in Front zu bringen. Die Freude hierüber währte aber nur 39 Sekunden, dann glich Oleg Kvasha(12.) aus und die Islanders zogen unaufhaltsam davon.
Eric Cairns(14.), Kenny Jonsson(34.), Jason Blake(37.) und Michael Peca(42.) schossen bis zu Beginn des Schlussdrittels eine deutliche 5-1 Führung für die Gastgeber heraus. Diese sollte aber auch bitter nötig sein, denn die 'Caps' mit dem Rücken zur Wand stehend, kamen in der letzten Viertelstunde noch einmal zurück ins Spiel.
Weitere drei Mal konnten sie in einem furiosen Schlussspurt Islanders Schlussmann Chris Osgood bezwingen. Die Treffer von Nolan Yonkman(48.), Jaromir Jagr(54.) und Glen Metropolit(56.) erwiesen sich jedoch als Muster ohne Wert.
Pittsburgh - Philadelphia 1-3 (0-1/1-1/0-1)
Die Philadelphia Flyers können doch noch gewinnen. Nach fünf Spielen ohne Erfolgserlebnis gaben die Flyers den Pittsburgh Penguins mit 3-1 Toren das Nachsehen. Headcoach Bill Barber war vor allem mit dem Zustandekommen des Heimsieges zufrieden: "Das war Playoffhockey. Auf diese Leistung können wir aufbauen und ich denke wir werden uns gerade zum rechten Zeitpunkt, wenn die Playoffs starten, in Topform sein."
Heute nacht ließen die Flyers ihren Gästen nicht den Hauch einer Chance. Justin Williams(12.) und Jeremy Roenick(22.pp) waren zur rechten Zeit zur stelle und sorgten für eine 2-0 Führung, bis sich auch die Gäste erstmals durch Shean Donovan(33.) zu Wort meldeten. Die Penguins konnten sich sogar noch bei ihrem Torhüter Jean-Sebastien Aubin bedanken, dass sie nicht noch stärker unter die Räder gekommen waren. Aubin beendete die Partie mit insgesamt 34 Rettungstaten. Der Treffer zum 3-1 Endstand durch Adam Oates(60.en) fiel als Aubin seinen Kasten bereits zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte.
Calgary - Nashville 1-3 (1-2/0-0/0-1)
Erst ihren zweiten Sieg aus ihren letzten zehn Heimpartien konnten die Nashville Predators heute gegen die Calgary Flames einfahren. Die Westkanadier kamen mit der teilweise überaggressiven Spielweise der Hausherren nicht zurecht und hätten viel mehr Kapital aus ihren zahlreichen Überzahlsituationen schlagen müssen. Zehn Mal standen die Gäste mit einem Mann mehr auf dem Eis, doch nur ein Treffer von, wie sollte es anders sein, Jarome Iginla(16.pp), sprang dabei heraus. Calgarys Torjäger sammelte in den letzten sechs Partien 12 Punkte auf seinem Weg zum Scorerkönig der NHL.
Scott Hartnell(2.), nach bereits 61 Sekunden sowie Rookie Nathan Perrott(17.) bezwangen auf Seiten der Hausherren Calgarys Schlussmann Roman Turek und Steve Dubinsky(60.en) machte mit einem 'Empty Net Goal' den schmeichelhaften Erfolg perfekt.
Es war der 17. Heimsieg der Predators in dieser Saison, womit sie einen neuen Franchiserekord in ihrer noch jungen Franchisegeschichte aufstellten.
Edmonton - Los Angeles 3-4 OT (1-0/0-2/2-1/0-1)
Schoss Zigmund Palffy(32.pp/61.) die Los Angeles Kings in die Playoffs? Nur 28 Sekunden dauerte die Verlängerung, dann schlug Los Angeles slowakischer Stürmer zum zweiten Mal an diesem Abend zu und die Kings sicherten sich in einer faszinierenden Partie einen 4-3 Heimerfolg über die Edmonton Oilers.
Mit nun fünf Zählern Vorsprung auf die punktgleichen Dallas Stars und Vancouver Canucks stehen die Kings so gut wie sicher in der ersten Playoffrunde.
Die beiden anderen Torschützen der Kalifornier, die zwei Mal einen Vorsprung wieder abgaben, aber auch selbst kurz vor Ende des ersten Drittels durch Ryan Smyths(20.pp) Powerplaytreffer, in Rückstand geraten waren, lauteten Brad Chartrand(39.) und Philippe Boucher(58.).
Die Edmonton Oilers können sich ebenfalls über einen, nicht mehr für möglich gehaltenen, Auswärtszähler freuen. Elf Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit, Schlussmann Tommy Salo hatte seinen Kasten bereits verlassen, gelang Anson Carter(46.pp/60.) der Treffer zum 3-3. Zu Beginn des Schlussabschnitts hatte Carter schon einmal den Spielstand egalisiert.
Detroit - San Jose 3-6 (1-1/1-4/1-1)
Ihre dritte Niederlage in dieser Woche mussten die Detroit Red Wings heute Morgen bei den San Jose sharks einstecken. Sechs Gegentreffer, davon vier in einem Drittel, sind für den Tabellenführer der Western Conference ein Novum in der Spielzeit 2001/02.
Das war sogar ihrem Headcoach Scotty Bowman zuviel, dessen Mine sich im Mittelabschnitt stetig verfinsterte, als sich die San Jose Sharks scheinbar mühelos einen 5-2 Vorsprung herausschossen. Owen Nolan(22.pp), Vincent Damphousse(27.) sowie Patrick Marleau(5.pp/31./38.) gaben gleich fünf Mal Manny Legace im Tor der Gäste das Nachsehen. Im Sclussdrittel als die Partie längst entschieden war, beendete Mike Rathje(53.pp) den Torreigen.
Dabei hatten die Red Wings ganz gut begonnen, waren im ersten Durchgang sogar die bessere Mannschaft, kamen aber trotz ihrer Überlegenheit nicht über ein 1-1, Jason Williams(19.pp) hatte bei nummerischer Überlegenheit ausgeglichen, bis zur ersten Pause hinaus. Auch in den noch folgenden zwei Dritteln gab es für die Gäste jeweils nur ein Erfolgserlebnis. Erneut Jason Williams(29.) und Tomas Holmstrom(51.pp) betrieben die Ergebniskorrektur.
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