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SPIELTAG 05.04.2002
N.Y. Islanders - Boston 2-1 OT (0-0/1-0/0-1/1-0)
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Bei dem Rempler von Glen Murray (BOS) behält Garth Snow (NYI) den Puck im Auge.
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Verkehrte Eishockeywelt im Fleet Center von Boston beim Aufeinandertreffen der Boston Bruins und der New York Islanders. Oleg Kvasha(64.) markierte nach 3 1/2 Minuten in der Overtime den schmeichelhaften 2-1 Siegtreffer für die Islanders. Die Boston Bruins hatten zuvor 60 Minuten lang die Partie dominiert, scheiterten aber immer wieder an dem herausragenden Gästeschlussmann Garth Snow. Insgesamt bekam Snow, der eine seiner besten Saisonleistungen absolvierte, 40 Torschüsse auf seinen Kasten, 39 hielt er und verdiente sich damit seinen 100. NHL-Sieg. Glück hatte Snow bei einem Verlegenheitsschuss von Bill Guerin in der 44. Spielminute, als er den Puck durchrutschen ließ und dieser am Pfosten landete.
Nur einmal, gut zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, als er nach einem Schuss von Sergei Samsonov den Puck abprallen ließ, musste sich Snow von Glen Murray(58.) geschlagen geben. Durch diesen 1-1 Ausgleichstreffer, Mariusz Czerkawski(40.) hatte die Islanders in der letzten Minute des Mittelabschnitts überraschend in Front gebracht, sicherten sich die Tabellenführer des Ostens, die zuletzt sechs Mal in Folge gewinnen konnten, zumindest einen Ehrenpunkt.
Montreal - Philadelphia 3-1 (2-0/1-0/0-1)
Die Philadelphia Flyers sind völlig von der Rolle. Heute nacht mussten sie, die lange Zeit die Tabellenführung in der Eastern Conference inne hatten, ihre fünfte Niederlage in Folge hinnehmen - ihre längste Niederlagenserie seit 1999.
Mit 3-1 Toren unterlagen die Flyers vor heimischen Publikum den Montreal Canadiens. Die Frankokanadier, die sich noch mit den Washington Capitals einen Zweikampf um den letzten Playoffplatz im Osten liefern, gingen von der ersten Minute an sehr engagiert zu Werke. Die Belohnung folgte auf dem Fuß. Bereits im ersten Durchgang legten Andrei Markov(6.), der sich die Scheibe nach einem gescheiterten Rettungsversuch von Eric Weinrich schnappte, und Richard Zednik(12.), er schloss einen Konter erfolgreich ab, den Grundstein für den Auswärtserfolg.
Nach der ersten Pause bekamen die Hausherren zwar etwas mehr Spielanteile blieben aber torlos. Ihre Heimpleite war besiegelt als Bill Lindsay(35.) den Vorsprung der Canadiens auf 3-0 erhöhte.
Zumindest konnte Mark Recchi(41.), der seinen eigenen Rebound verwandelte, zu Beginn des Schlussabschnitts noch den Ehrentreffer markieren.
Nashville - Columbus 1-2 (1-0/0-1/0-1)
18.136 Zuschauer in der Nationwide Arena von Columbus trauten ihren Augen nicht, ihre Blue jackets können ja doch noch gewinnen. Nach sieben Niederlagen in Folge entschieden die Columbus Blue Jackets das 'Kellerduell' der Western Conference gegen die Nashville Predators mit 2-1 Toren für sich. Für beide Teams, die abgeschlagen auf Platz 15 und Platz 13 liegen, ging es nur noch um die Ehre. Umso verwunderlicher war es, dass sich die Kontrahenten nicht einen Millimeter auf dem Eis schenkten und teilweise überhart zu Werke gingen. Doch weder die Hausherren noch die Gäste konnten aus ihren insgesamt elf Überzahlsituationen Kapital schlagen. Alle drei Treffer fielen bei einem nummerischen Gleichgewicht auf dem Eis.
Das erste Erfolgserlebnis in der Partie hatten die Predators durch Kimmo Timonen(14.). Doch in den folgenden Spielabschnitten erwiesen sich die Gastgeber als treffsicherer. Sean Pronger(28.) im zweiten, und Deron Quint(47.) im Schlussdrittel führten die Blue Jackets zu ihrem erst 13. Saison-Heimerfolg. Bei beiden Toren zeichnete sich Espen Knutsen als Vorbereiter aus.
N.Y. Rangers - Toronto 4-2 (2-0/0-1/2-1)
Die Rangers sind besser als ihre Tabellenposition vermuten lässt. Mit ihrem momentanen Kader gehören sie sicherlich zu den besten acht Mannschaften der Eastern Conference, das bekamen auch heute Nacht die Toronto Maple Leafs im Air Canada Center zu spüren.
Die Rangers entschieden das Traditionsduell mit 4-2 für sich. Dennoch werden die Playoffs ohne die Manahattan 'Blueshirts' stattfinden. Ihr Rückstand auf die achtplatzierten Canadiens beträgt weiterhin fünf Zähler und es stehen nur noch vier Partien auf dem Programm.
Die herausragenden Akteure auf Seiten der Gäste waren Pavel Bure(1./51.) mit zwei Toren, Eric Lindros(11.) mit einem Tor und zwei Assists sowie Schlussmann Dan Blackburn mit 35 Saves. Vor allem im Mittelabschnitt, als die Maple Leafs einen furiosen Offensivdrang entwickelten und das Gehäuse von Blackburn unter Dauerbeschss nahmen, erwies sich der 19-Jährige, trotz der zwei Gegentreffer von Alexander Mogilny(23.) und Mikael Renberg(41.pp), als sicherer Rückhalt.
Den 4-2 Endstand stellte Matthew Barnaby(55.) her.
Pittsburgh - Tampa Bay 2-4 (1-0/1-2/0-2)
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Nikolai Khabibulin (TAM) schnappt sich den Puck nach einem Schuss von Aleksey Morozov (PIT).
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Wenn die Lage aussichtslos erscheint, dann kommen die Pittsburgh Penguins gerade recht. Das Team von Headcoach Rick Kehoe musste heute Nacht im Ice Palace von Tampa seine fünfte Niederlage in Folge einstecken und ist nun auch theoretisch nicht mehr in der Lage in die Playoffs einzuziehen. Zum ersten Mal seit der Spielzeit 1989/90 findet der Kampf um den Stanley Cup ohne die Penguins statt. Heute Nacht verschenkten sie in der letzten halben Stunde eine durch Alexei Kovalev(19.pp) und Ville Nieminen(25.) herausgeschossene 2-0 Führung.
Pittsburghs heutige Gastgeber, zuletzt auch nicht mit Erfolgen verwöhnt, beendeten ihre Niederlagenserie von sechs Spielen, am Ende hochverdient mit 4-2 Toren.
Einen persönlichen Meilenstein setzte dabei Linksaußen Dave Andreychuk(33./45.). Tampas NHL-Veteran steuerte dem Sieg zwei Treffer bei und konnte damit in jeder seiner letzten 17 Spielzeiten mindestens 20 Tore markieren. 7,2 Sekunden vor Spielende schenkte er sogar einen Hattrick her, als er zu Ben Clymer(60.en) passte und dieser die Scheibe ins das mittlerweile von Penguins Schlussmann Johan Hedberg verwaiste Gehäuse einschob. "Zwei Tore waren mir genug. Ein weiteres war nicht nötig., kommentierte Andreychuk anschließend seine uneigennützige Aktion.
Den vierten Treffer der Lightning zum 2-2 Zwischenstand erzielte Vincent Lecavalier(40.).
Minnesota - Calgary 3-4 (2-3/0-1/1-0)
Die Calgary Flames wissen, was sie ihren treuen Fans schuldig sind. Nur noch 13.831 Besucher lockte das Aufeinandertreffen der Westkanadier mit den Minnesota Wild in den Saddledome von Calgary aber diese bereuten ihr Kommen nicht. Sie bekamen vor allem im ersten Durchgang gute Eishockeyunterhaltung mit fünf Treffern geboten. Drei Mal, durch Jeff Shantz(7.pp), Jarome Iginla(13.) und Robyn Regehr(20.) bezwangen die Hausherren in diesem furiosen Spielabschnitt Wilds Schlussmann Manny Fernandez und zwei Mal, bei den Gegentreffern von Tony Virta(10.) und Sergei Zholtok(13.pp) zur zwischenzeitlichen Führung für die Gäste, zog Roman Turek den Kürzeren.
Einen offenen Schlagabtausch frei von taktischen Zwängen lieferten sich die Teams auch im Mitteldrittel. Zum Torerfolg kamen jedoch nur die Flames. Blair Betts(27.) erhöhte mit seinem ersten Saisontor den Vorsprung.
Den Schlusspunkt zum 4-3 Endstand durften dann wieder die Wild setzen. 38 Sekunden vor Spielende schloss Hnat Domenichelli(60.) die kurzweilige Partie ab.
Detroit - Los Angeles 0-3 (0-0/0-2/0-1)
Zweifelsfrei, die Detroit Red Wings sind gerade dabei sich vor allem in Edmonton, Dallas und Vancouver alles direkte Konkurrenten mit den Los Angeles Kings um die letzten Playoffplätze, einiges an Kredit zu verspielen. Die Red Wings gingen heute Morgen im Staples Center von Los Angeles sang- und klanglos mit 0-3 unter. Den Kaliforniern konnte es recht sein, dass sich das punktbeste Team der Liga auf seine Lorbeeren ausruht, benötigen sie jeden Punkt in dieser heißen Saisonendphase.
Sicherlich man kann erwidern 'Jeder ist sich selbst des Nächsten'. Doch ob das Konzept von Scotty Bowman wirklich aufgeht, dass seine 'Jungs' die letzten Saisonpartien vertändeln, um dann in den Playoffs fit zu sein, muss sich erst herausstellen. Beispiele aus der Vergangenheit beweisen eigentlich das Gegenteil. Man verliert eher an Dynamik und Spielfluss, als dass man Kräfte spart.
Aaron Miller(34.) und Jason Allison(38.) bestraften mit ihren Toren im zweiten Durchgang das 'Schaulaufen' der Gäste, die erst nach dem Rückstand etwas etwas mehr für die Offensive taten. Mit den halbherzigen Angriffsversuchen, immer daran gemessen was sie eigentlich können, brachten sie aber Kings Schlussmann Felix Potvin nicht in Verlegenheit. Er parierte Detroits 31 Torschüsse und hielt die 'Null'.
Kelly Buchberger(56.) sorgte mit seinem Treffer fünf Minuten vor Spielende dafür, dass wirklich nichts mehr anbrennen kann, sollten die Red Wings doch noch erwachen.
Phoenix - San Jose 2-5 (1-1/1-3/0-1)
Insgeheim schielten die Phoenix Coyotes schon auf die Tabellenspitze der Pacific Division, ein Sieg heute Morgen und sie wären punktgleich mit den San Jose Sharks gewesen. Doch der aktuelle Spitzenreiter machte ihnen eindrucksvoll deutlich, wer das Sagen in der Division hat. Zwei Mal, durch Tore von Branko Radivojevic(6.) und Andrei Nazarov(26.) hatten sich die Coyotes eine Führung herausgespielt, zwischenzeitlich war Mike Rathje(10.) der Ausgleich gelungen, doch dann machten die Sharks ernst. Vor allem mit welcher Cleverness und Spielfreude sich die Gastgeber ihre Torchancen erarbeiteten, war sehenswert. Den vier Treffern von Patrick Marleau(31.), Teemu Selanne(35.), Mike Ricci(40.) und Owen Nolan(43.) hatten die Coyotes auch in der Schlussphase, als sie ihren Druck erhöhen konnten, nichts mehr entgegenzubieten.
Am Ende mussten sie sich eingestehen, dass San Jose eine Nummer zu groß war.
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