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SPIELTAG 31.03.2002
Carolina - Boston 2-0 (0-0/1-0/1-0)
Angesichts dessen, dass sie als Tabellenführer der insgesamt schwach besetzten Southeast Division nur ein negatives Torverhältnis vorweisen, werden die Hurricanes desöfteren belächelt und unterschätzt. Gestern Abend im Fleet Center von Boston bewiesen die Carolina Hurricanes, dass sie mit jeder Mannschaft mithalten können und beendeten mit einem 2-0 Auswärtserfolg die Serie der Hausherren von sechs Siegen in Folge.
Ein Powerplaytreffer von Jeff O'Neill(27.) im Mitteldrittel, ein 'Empty Net Goal' durch Eric Cole(60.en) in der Schlussminute und ein herausragender Schlussmann Arturs Irbe bescherten den Boston Bruins vor 17.565 Besuchern die Heimniederlage. Irbe war bei 21 Torschüssen der Gastgeber Endstation und verdiente sich seinen dritten Saisonshutout mit Bravour.
Selbst Bruins Coach Robbie Ftorek musste anschließend den Hurricanes ein gutes Zeugnis ausstellen: "Ok, sie haben sich nach der Führung nur noch hinten reingestellt. Aber es gibt keine Zweifel sie haben dort gute Arbeit verrichtet und wir fanden dagegen kein Mittel."
Buffalo - Philadelphia 3-1 (0-0/2-1/1-0)
Diese zwei Punkte standen nicht unbedingt auf der Rechnung von Buffalos Headcoach Lindy Ruff. Doch es sollte für die Buffalo Sabres bei fünf Zählern Rückstand auf die Washington Capitals bereits zu spät sein - die Playoffteilnahme wurde in den Partien zuvor verspielt. So bleibt der 3-1 Auswärtssieg bei den Philadelphia Flyers ein Achtungserfolg.
Die Sabres überraschten ihre Gastgeber mit einem engagierten, druckvollen Auftritt in den ersten zwei Spielabschnitten. Als Ruslan Fedotenko(23.) das 1-0 für die Flyers markiert hatte, schien die Partie standesgemäß zu verlaufen.
Doch weit gefehlt. Die Sabres ließen sich auch von dem Rückstand nicht beeindrucken und kamen zurück ins Spiel. Noch vor der zweiten Pause bezwangen Miroslav Satan(29.) und der von seiner Schulterverletzung wiedergenese Verteidiger Richard Smehlik(37.) Flyers Torsteher Brian Boucher.
Die Vorentscheidung besorgte Chris Gratton(41.) nachdem erst 12 Sekunden im Schlussabschnitt absolviert waren. Aschließend feuerten die Hausherren zwar noch 19 Mal auf das Gehäuse der Gäste. Martin Biron ließ sich aber nicht mehr überwinden.
New Jersey - Toronto 3-1 (0-1/2-0/1-0)
Die New Jersey Devils erwiesen sich wieder einmal als Angstgegner der Toronto Maple Leafs. Auch das vierte Aufeinandertreffen beider Teams entschieden die Devils für sich. Im ausverkauften Air Canada Center von Toronto, darunter unsere 'NHL-Reisenden', lieferten sich die Kontrahenten eine hochklassige Partie, bei der sich vor allem Devils Schlussmann Martin Brodeur mit seinen teilweise unglaublichen 'Saves' ins Rampenlicht spielte.
Nur einmal musste sich Brodeur geschlagen geben. Bei der 1-0 Führung durch Mats Sundin(19.) im ersten Drittel gab es für Brodeur so gut wie nichts zu halten.
Auch in den noch folgenden zwei Dritteln lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabatausch. Während die Devils aber konsequent ihre Einschussmöglichkeiten durch Patrik Elias(21.), Bobby Holik(38.) und Scott Gomez(47.pp) nutzten und am Ende mit 3-1 Toren das Eis als Sieger verlassen konnten, scheiterten die kanadischen Hausherren immer wieder an Martin Brodeur. Vor allem Torontos russischer Stürmer Alexander Mogilny dürfte angesichts seiner zahlreichen vergebenen Torchancen heute Nacht schlecht schlafen.
Pittsburgh - Montreal 1-2 OT (1-1/0-0/0-0/0-1)
Oleg Petrov(62.) bescherte den Montreal Canadiens zwei ganz wichtige Punkte bei ihrem Kampf um eine Playoffteilnahme. Nachdem knapp 1 1/2 Minuten in der Verlängerung absolviert waren, zog Patrice Brisebois aus Höhe des rechten Bullykreises ab und Petrov fälschte die Scheibe unhaltbar für Penguins' Schlussmann Johan Hedberg zum 2-1 Endstand ab.
Der Jubel der 21.273 Fans im Molson Centre kannte keine Grenzen, nachdem sie zuvor von den Akteuren arg auf die Geduldsprobe gestellt wurden.
Den zwei Toren von Karl Dykhuis(9.) und Michal Rozsival(16.pp) im ersten Durchgang folgten über vierzig torlose Minuten, in denen beide Teams ideenlos die Scheibe in das gegnerische Verteidigungsdrittel droschen.
In der Schlussphase der regulären Spielzeit landete der Puck nach einem Schuss von Craig Rivet im Netz der Penguins. Der Treffer wurde jedoch irrtülicherweise von Schiedsrichter Dave Jackson wegen angeblicher Torwartbehinderung von Andrew Brunette nicht anerkannt.
Tampa Bay - Ottawa 1-3 (0-1/1-0/0-2)
Marian Hossa(46.) avancierte zum Matchwinner für die Ottawa Senators vor 17.859 Besuchern im heimischen Corel Centre. Innerhalb von sechs Spielminuten im Schlussdrittel besorgte Ottawas Stürmer die 2-1 Führung selbst und assistierte anschließend bei Radek Bonks(52.) 24. Saisontor zum 3-1 Endstand.
Die Hausherren waren von der ersten Spielminute an das spielbestimmende Team, taten sich aber sehr schwer gegen die kompakt stehenden Lightning, bei denen heute Nacht Dieter Kochan den Vorzug vor Nikolai Khabibulin im Tor bekam. Kochan musste sich mit seiner gezeigten Leistung keineswegs hinter seinem namhaften Kollegen verstecken. An ihm lag es sicherlich nicht, dass die Lightning am Ende mit leeren Händen dastanden.
Seine Vorderleute taten einfach zu wenig um den Heimsieg Senators ernsthaft in Gefahr zu bringen. Darüber konnte auch der überraschende Ausgleichstreffer von Sheldon Keefe(29.) zum 1-1, Sami Salo(17.pp) hatte zuvor die Senators in Front gebracht, nicht hinwegtäuschen.
N.Y. Islanders - Washington 2-4 (1-0/0-1/1-3)
Nach allen Regeln der Eishockeykunst wurden die New York Islanders bei ihrem Besuch in der US-Hauptstadt von den Washington Capitals vorgeführt. Mit 2-4 Toren unterlagen sie ihren kampfstarken und spielerisch weit überlegenen Gastgebern.
Dennoch konnten sich zunächst die Gäste über einen Treffern freuen. Nach knapp sechs Minuten, es war die einzige Torchance der Islanders im ersten Durchgang, schoss Darren VanImpe(6.) das 1-0 und diese Führung hielt lange den Angriffsbemühungen der 'Caps' stand.
Erst Ende des Mittelabschnitts gelang Dainius Zubrus(39.pp) aus einem Powerplay heraus, es war die erste Überzahlsituation der Capitals, der hochverdiente Ausgleich.
In den letzten zehn Spielminuten setzte sich Washington eindrucksvoll durch. Colin Forbes(51.), Dmitri Khristich(54.) und erneut Dainius Zubrus(60.en) bauten die Erfolgsserie der Capitals gegen die Islanders auf 21 Partien ohne Niederlage aus. Oleg Kvashas(56.) Anschlusstreffer zum 2-3 war nur eine Ergebniskosmetik. New Yorks letzter Sieg über die Capitals datiert vom 12. April 1997.
N.Y. Rangers - Florida 4-2 (1-1/1-1/2-0)
Die New York Rangers fungierten als Zuschauermagnet für die Florida Panthers. 19.250 Besucher lockte die Rückkehr von Pavel Bure in das National Car Rental Center von Miami und zumindest die neutralen Besucher bereuten ihr Kommen keineswegs. In einer unterhaltsamen NHL-Partie bezwangen die Rangers, dank zweier Treffer von Eric Lindros(52./55.) im Schlussdrittel, die Panthers letztendlich auch verdient mit 4-2 Toren.
Die Gastgeber hatten sich zwei Drittel lang, als durchaus ebenbürdiger Gegner für das Starensemble aus Manhattan erwiesen. Durch Überzahltore von Pierre Dagenais(6.pp) und Robert Svehla(23.pp) konnten sie sogar zwei Mal in Führung gehen. Die Freude darüber währte aber nie lange. Jeweils im gleichen Spielabschnitt egalisierten Martin Rucinsky(6.) sowie Pavel Bure(36.pp), jedes Mal wenn er am Puck war wurde er ausgebuht, wiederum den Spielstand.
Atlanta - Detroit 1-4 (0-1/0-2/1-1)
Mit angezogener Handbremse kamen die Detroit Red Wings zu einem auch in der Höhe verdienten 4-1 Heimerfolg über die Atlanta Thrashers, die zeitweise versuchten durch eine überharte Ganghart ihre spielerischen Defizite auszugleichen. Diese Taktik ging jedoch nach hinten los. Drei von Detroits vier Treffern fielen als die Red Wings einen Mann mehr auf dem Eis stehen hatten. Brett Hull(7./35.pp), Mathieu Dandenault(34.pp) und Jason Williams(46.pp) schossen einen deutlichen Vorsprung für die Favoriten heraus.
Als Spielverderber beim Streben von Detroits Schlussmann Manny Legace nach einem Shutout, erwies sich J.P. Vigier(43.), dem der Ehrentreffer für die Thrashers gelang.
St. Louis - Nashville 4-2 (1-0/3-1/0-1)
Schon in ihren letzten spielen war deutlich spürbar, dass den St. Louis Blues der ernst ihrer Lage bewusst wurde, als sie plötzlich um ihre Playoffteilnahme bangen mussten. Einen großen Schritt in Richtung Playoffs macten die Blues mit ihrem heutigen 4-2 Sieg in Nashville.
Es lief zwar noch nicht alles so rund, wie es sich die Blues' vorstellen, doch wer fragt schon noch am Ende, wie die Punkte gesammelt wurden.
Eine knappe Viertelstunde im Mitteldrittel, in der sie zeigten was wirklich in ihnen steckt, genügte den Gästen. Keith Tkachuk(23.pp), Pavol Demitra(34.) und Scott Mellanby(36.pp) gelang in diesem Zeitraum mit drei Toren zum 4-1 Zwischenstand die Vorentscheidung.
Zuvor hatte Jamal Mayers(4.sh), bei Unterzahl das 1-0 für die Blues markiert und Scott Hartnell(22.pp) bügelte diese Blamage mit seinem Powerplaytreffer wieder aus.
Den einzigen Treffer im Schlussdurchgang erzielte Petr Tenkrat(46.) und gestaltete dadurch Nashvilles Niederlage etwas freundlicher.
Los Angeles - Calgary 3-5 (0-1/2-1/1-3)
Erst acht Tage ist es her, dass die Los Angeles Kings einen Playoffplatz schon scheinbar sicher in Händen hatten. Doch das Blatt hat sich gewendet. Heute Nacht unterlagen sie im Saddledome von Calgary, den dort beheimateten Flames mit 3-5 Toren und sind seit nun vier Spielen in Folge sieglos. Ihr komfortabler Vorsprung auf die Verfolger ist deutlich geschrumpft.
In der von beiden Mannschaften mit harten Bandagen geführten Partei war es wieder einmal Calgarys Topscorer, Jarome Iginla(24.pp/60.pp), der die Partie für die Flames entschied. Mit zwei Toren und einem Assist bei Dean McAmmonds(57.pp) Powerplaytreffer zum 4-2 Zwischenstand, erhöhte Iginla seine Saisonausbeute auf 86 Punkte.
Auf einen erfolgreichen Auftritt in der Fremde konnten die Kalifornier nur im Mittelabschnitt hoffen, als Cliff Ronning(25.pp) und Mattias Norstrom(32.) eine durch Chris Clarke(20.) und Iginla herausgeschossene 2-0 Führung egalisierten.
Rob Niedermayer(46.) brachte zu Beginn des Schlussdrittels die Westkanadier wieder auf die Siegerstraße, daran konnte auch Jason Allisons(58.) Anschlusstreffer in der heißen Schlussphase der Partie nichts mehr ändern.
Colorado - Phoenix 3-5 (1-1/2-2/0-2)
Mit Bravour erledigten sich die Phoenix Coyotes ihrer schweren Hausaufgabe gegen den Tabellenführer der Northwest Division, den Colorado Avalanche.
Selbst von einer zweifachen Führung der 'Avs' durch Bryan Muir(5.), sein erstes NHL-Tor, und Mike Keane(25.) ließen sich die Coyotes nicht von ihrer Erfolgsspur bringen. Ladislav Nagy(10.pp) sowie Andrei Nazarov(27.) hatten innerhalb kürzester Zeit eine Antwort parat.
Doch auch die Gäste aus Denver steckten ihren ersten Rückstand in dieser unterhaltsamen Partie schnell weg. Brian Savage(32.) brachte die Coyotes erstmals in Front und nur vier Minuten später egalisierte Brad Larsen(36.) den Spielstand.
Mit dem leistungsgerechten 3-3 Unentschieden ging es auch in die erste Pause.
Colorados Schlussmann Patrick Roy verlor vollständig seine Nerven, als er im Schlussabschnitt bei einem Penalty von Krystofer Kolanos(49.ps) bezwungen wurde. Roy schleuderte seine Kelle gegen das Torgestänge, nahm ein Stück vom zerbrochenen Schläger, warf es gegen den Torschützen und legte sich dann auch noch mit den Schiedsrichtern an. Folgerichtig durfte der Torhüter vorzeitig zum Duschen und David Aebischer kam noch unerwartet zu einem Einsatz. Daymond Langkows(60.en) stellte den 5-3 Endstand her.
Dallas - Edmonton 1-3 (0-0/1-0/0-3)
Einiges auf dem Spiel stand für die Edmonton Oilers und die Dallas Stars bei ihrem Aufeinandertreffen im Northlands Coliseum von Edmonton. Im Kampf um die Playoffplätze sind beide Teams auf jeden Punkt angewiesen und bis zur Schlussminute sah es auch so aus, als würde die hart umkäpfte Partie in die Verlängerung gehen. Pierre Turgeon(28.pp) hatte die Gäste im Mitteldrittel 1-0 in Front gebracht und Jason Smith(44.) war zu Beginn des dritten Durchgangs der Ausgleich gelungen. Ansonsten blieben gute Torchancen auf beiden Seiten Mangelware.
Doch die Oilers darf man nie abschreiben: Darryl Sydor leistete sich in der vorletzten Minute eine dumme Strafzeit und Mike Comrie(60.pp) nutzte diese fünfte Überzahlsituation zum 'Game Winning Goal'.
Anschließend ersetzten die Texaner Schlussmann Marty Turco durch einen weiteren Feldspieler, wodurch Todd Marchant(60.en) wenig Mühe hatte, den Puck ins verwaiste Gehäuse der Gäste zum 3-1 Endstand zu versenken.
Anaheim - Vancouver 1-4 (0-2/1-2/0-0)
Der dritte Sieg in Folge, der achte doppelte Punktgewinn aus den letzten zehn Partien. Die Vancouver Canucks haben sich noch nicht aufgegeben. Doch eines der entscheidenden Spiele, Anfang dieser Woche gegen ihren direkten Konkurrenten um einen Playoffplatz, die Edmonton Oilers ging verloren und so könnte sich die beeindruckende Serie der Canucks, die sie heute mit einem 4-1 Heimerfolg über die völlig überforderten Mighty Ducks of Anaheim fortsetzten, als Muster ohne Wert erweisen.
Am Ende konnten sich die Kalifornier sogar noch bei ihrem Schlussmann Steve Shields bedanken, dass sie nicht noch stärker unter die Räder gekommen waren.
18.422 Fans im wieder einmal ausverkauftem General Motors Place waren begeistert vom Angriffselan ihrer Canucks. Henrik Sedin(16.), Markus Naslund(17.), Andrew Cassels(38.pp) und Trevor Letowski(39.) bauten Vancouvers Saisonausbeute auf 230 Tore aus. Somit haben die Canucks nur ein Tor weniger als die Überflieger aus Detroit erzielt und stehen zumindest in dieser Kategorie auf Platz 2 in der Liga.
Die Mighty Ducks benötigten schon eine nummerische Überlegenheit von zwei Mann, um gegen die Canucks etwas Zählbares zustande zu bringen. Jason York(31.pp) war der Torschütze zum Ehrentreffer.
Columbus - San Jose 2-10 (2-4/0-3/0-3)
Keine Gnade kannten die San Jose Sharks in ihrer Heimpartie gegen die Columbus Blue Jackets, bei denen jeglicher Widerstand schnell gebrochen war. Mit 10-2 Toren fuhren sie den höchsten Heimsieg ihrer Franchisegeschichte ein.
Das muntere Tore schießen eröffneten im ersten Durchgang Mike Rathje(4.pp), Vincent Damphousse(7.pp/9.) und Gary Suter(20.pp). Konnten in diesem Spielabschnitt die Columbus Blue Jackets zumindest noch einigermaßen mithalten und auch selbst zwei Mal durch Geoff Sanderson(12.) und Radim Bicanek(15.) treffen, so sahen sie in den noch folgenden 40 Minuten meist tatenlos zu, wie sie von den Sharks demontiert wurden.
Nach dem Motto 'Jeder Schuss ein Treffer' durften sich noch Teemu Selanne(22./34.), Marco Sturm(27.), Scott Thornton(52.) und Patrick Marleau(56./60.) in die Torschützenlisten eintragen und Columbus' Schlussmann Ron Tugnutt, er ersetzte Marc Denis nach dem 3-0, den schwärzesten Tag seiner NHL-Karriere bereiten.
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