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SPIELTAG 29.03.2002
Florida - Ottawa 4-3 (2-1/0-1/2-1)
Hatten die Fans der Ottawa Senators eine Vorahnung, dass ihr Team gegen die Florida Panthers eine Heimniederlage hinnehmen muss oder waren sie der Meinung, dass die Partie angesichts der Tabellensituation zu einseitig für die Hausherren verlaufen würde? Auf jeden Fall sorgten nur 14.352 Besucher für die zweitschlechteste Saisonkulisse im Corel Centre von Ottawa. Diese verließen nach 60 Minuten enttäuscht von der Vorstellung der Senators das weite Rund. 14 Sekunden vor Spielende hatte Floridas Rookie Kristian Huselius(60.) den 4-3 Siegtreffer für die Florida Panthers erzielt.
Die Hausherren mussten zuvor schon zwei Mal einem Rückstand hinterherlaufen. Bereits nach 16 Sekunden brachte Jason Wiemer(1.) erstmals die Panthers in Front und nachdem Magnus Arvedson(5.) der Ausgleich gelungen war, dauerte es keine drei Minuten bis Sandis Ozolinsh(8.) mit einem Schuss in das kurze Eck Ottawas Schlussmann Jani Hurme das Nachsehen gab.
Die Senators waren in der Folgezeit das optisch überlegene Team und es schien, als könnten sie noch das Spiel zu ihren Gunsten wenden, als Shawn McEachern(37.pp) aus einem Powerplay heraus im Mitteldrittel den Spielstand erneut egalisierte und Daniel Alfredsson(51.) knapp zehn Minuten vor Spielende eine standesgemäße Führung herausschoss.
Daraufhin agierten die Kanadier jedoch wieder zu nachlässig und wurden prompt durch Oli Jokinen(53.) und Kristian Huselius bestraft.
Philadelphia - Carolina 1-4 (0-1/0-3/1-0)
In hevorragender Form präsentierten sich die Carolina Hurricanes vor 18.730 Zuschauern im Raleigh Entertainment Center gegen die Philadelphia Flyers. Vor allem im ersten Spielabschnitt wurden die favorisierten Gäste nach Strich und Faden vorgeführt. "Sie waren das wachere und schnellere Team, aber es war unser Fehler, dass wir sie walten ließen", musste auch Flyers Headcoach Bill Barber nach der Partie zugeben.
Angesichts des Torschussverhältnisses von 1-11 zu Gunsten der Hausherren, war der 0-1 Rückstand zur ersten Pause nach einem Powerplaytreffer von Sami Kapanen(13.pp) für die Flyers mehr als schmeichelhaft.
Doch im Mittelabschnitt bahnte sich dann doch noch ein Debakel für die Gäste an. Rod Brind'Amour(29.pp), Sean Hill(35.) und Jaroslav Svoboda(37.) schossen einen 4-0 Vorsprung für die Hurricanes heraus. Keine Schuld an den Gegentreffern hatte Flyers' Saisondebütant im Tor, der 30-jährige Neil Little.
Auf der Gegenseite hatte Schlussmann Arturs Irbe gegen die müde wirkenden Gäste wenig Mühe seinen Kasten sauber zu halten. Nur einmal, als die Flyers mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, musste er sich von Mark Recchi(53.pp) bezwingen lassen. Sein 115. NHL-Sieg für die Hurricane-Franchise war ihm aber nicht mehr zu nehmen.
N.Y. Islanders - Toronto 5-4 (1-1/1-2/3-1)
Als Paul Healy(44.) zu Beginn des dritten Drittels für die Toronto Maple Leafs traf, sahen die Kanadier schon wie die sicheren Sieger aus. Eine 4-2 Führung sollte doch in der letzten Viertelstunde verteidigt werden können. Doch weit gefehlt. Zwei Strafen gegen Mats Sundin und Garry Valk führten zu einer 5 gegen 3 Überzahlsituation der Islanders und diese Einladung zum Tore schießen ließen sich die Gäste nicht nehmen. Roman Hamrlik(50.pp) läutete mit dem Anschlusstreffer die Aufholjagd der Islanders ein, die Mark Parrish(50./53.) mit seinen Saisontoren 29 und 30 binnen 2 1/2 Minuten vollendete.
Die demoralisierten Kanadier waren in der Schlussphase nicht mehr in der Lage zurückzuschlagen.
Im Mittelabschnitt war den Maple Leafs das Kunststück noch gelungen: Bryan McCabe(27.pp) und Garry Valk(30.) hatten einen 1-2 Rückstand in eine Führung verwandelt. Die Gegentreffer bis zu diesem Zeitpunkt hatten Michael Peca(19.) und Shawn Bates(22.) markiert. Auf Seiten der Leafs war Travis Green(3.) der erste Torschütze.
Tampa Bay - Montreal 1-2 (0-1/0-1/1-0)
Die Montreal Canadiens erzitterten sich im mit 20.235 Zuschauern voll besetzten Molson Centre einen 2-1 Heimsieg und damit zwei ganz wichtige Punkte, um ihren achten Playoffplatz zu verteidigen. Die Lightning erwiesen sich wieder einmal besser als ihr Ruf und ihre Tabellensitaution vermuten lässt. Sie waren sogar über weite Strecken der Partie das spielerisch ausgereiftere Team. Eine Unachtsamkeit, die Verteidiger Craig Rivet(2.) ausnutzte, ließ sie früh in Rückstand geraten und mitten in ihre Drangphase, als sie dem Ausgleich sehr nahe waren, wurden sie eiskalt von Yanic Perreault(35.) erwischt. Noch 25 Minuten blieben den Lightning zur Aufholjagd, doch nur Vaclav Prospal(45.pp) war noch in der Lage, Jose Theodore im Tor der Frankokanadier zu bezwingen.
Nashville - Detroit 3-3 (1-0/1-0/1-3)
Das erste Ziel ist erreicht! Bereits acht Spiele vor Saisonende sicherten sich die Detroit Red Wings die Presidents Trophy als punktbestes Team der Liga. Hierzu genügte heute Nacht ein 3-3 Unentschieden gegen die Nashville Predators, das sich Detroit erst in den letzten Spielminuten erkämpfte.
Kris Draper(57.) und Brendan Shanahan(58.) verhinderten mit ihren Treffern in der Schlussphase eine Blamage der Hausherren.
Vor allem in der ersten halben Stunde schienen die Red Wings mit ihren Gedanken ganz woanders, aber nicht auf dem Eis zu sein und wurden hierfür auch bestraft. Kimmo Timonen(10.pp) und Andy Delmore(31.pp) besorgten einen vollauf verdienten 2-0 Vorsprung für die Gäste.
Erst jetzt erwachten die Favoriten aus ihrem Tiefschlaf und machten kräftig Druck. Ebenfalls aus einem Powerplay heraus gelang Brett Hull(44.pp) der 1-2 Anschlusstreffer. Bei Kontern blieben die Predators stets gefährlich und Scott Hartnell(47.) nutzte die einzige Torchance der Predators im Schlussabschnitt, um Dominik Hasek zum dritten Mal an diesem Abend zu bezwingen.
Buffalo - St. Louis 1-4 (0-0/0-4/1-0)
Mit einer ihrer besten Saisonleistungen haben die St. Louis Blues durch einen Sieg über die Buffalo Sabres und zwei weiteren Punkten untermauert, ihren Platz unter den besten Acht im Westen zu festigen. Die Blues haben 22 Jahre in Folge die Playoffs erreicht, die längste Serie in der NHL, und liegen nun zwei Punkte vor dem Achten, den Edmonton Oilers.
Von Beginn an suchten die Blues den Weg zum Tor, während die Gäste aus Buffalo, die ebenfalls noch Chancen auf die nächste Runde hätten, kaum zur Entfaltung kamen. Es dauerte jedoch bis ins zweite Drittel, ehe Cory Stillman(23.) Sabres Torhüter Mika Noronen zum ersten Mal überwinden konnte. Doch dann ging es Schlag auf Schlag: Tyson Nash(27.) erhöhte auf 2-0 und Keith Tkachuk(30./33.) mit einem Doppelschlag auf 4-0. Buffalo kam in dieser Phase kaum vor das gegnerische Tor und prüfte Blues Goalie Brent Johnson im Mittelabschnitt nur zwei Mal. Sein Gegenüber Noronen hatte nach dem vierten Gegentreffer genug und überließ die Arbeit Stammkraft Martin Biron.
Doch die Partie war bereits entschieden und die Sabres konnten sich, gegen die in den letzten 20 Minuten einen Gang zurückschaltenden Gastgeber kleine Vorteile verschaffen. Folgerichtig verdarb Miroslav Satan(58.pp) mit einem Überzahltor zum 1-4 Johnson noch den Shutout. Zuvor, in der 54. Minute, hatte Sabres Rauhbein Rob Ray noch seinen 'Auftritt', indem er nach einem üblen Ellbogencheck mit Verletzungsabsicht zurecht mit einer Spieldauerstrafe belegt wurde. Buffalo hat nun fünf Punkte Rückstand auf Platz Acht im Osten bei noch acht ausstehenden Begegnungen.
Dallas - Calgary 2-2 (0-1/0-1/2-0/0-0)
Ein Glück für die Dallas Stars, dass Rob Dimaio(57.) keiner wollte und er immer noch in deren Diensten steht. Am 12. März hatten die Texaner ihn auf die Waiver List gesetzt und nach dem Ende der Wechselfrist am 19. März zurückgeholt, nachdem kein Team ihn haben wollte. Heute Morgen rettete er den Stars einen wertvollen Punkt in Calgary, in dem er kurz vor dem Ende mit einem Treffer und einer Vorlage innerhalb von 66 Sekunden half, aus dem 0-2 Rückstand noch ein 2-2 zu machen. Nach Dimaios Tor um 56:40, überwand Pierre Turgeon(58.) nach einem Pass des vorherigen Torschützen Flames Torhüter Roman Turek mit einem Rückhandschuss um 57:46.
Die Stars hatten sich diesen Ausgleich redlich verdient, waren sie doch im Schlussabschnitt das bissigere Team und verbuchten zahlreiche Chancen. Dass Dallas einem Rückstand hinterherlaufen musste, hatten sie Craig Conroy(13.sh/37.pp) zu verdanken, der seinen zweiten Doppelschlag hintereinander verbuchen konnte. Zunächst überwand er Marty Turco in Unterzahl und ließ einen Überzahltreffer zum Ende des zweiten Drittels folgen.
Beide Mannschaften hatten in der Verlängerung Gelegenheiten, sich den Extrapunkt zu sichern, doch Flames Rob Niedermayer scheiterte mit einem Alleingang, während die Stars Jason Arnott und Brent Gilchrist eine 2 auf 1 Situation nicht nutzen konnten. Dallas bleibt zwei Punkte hinter Edmonton, die den 'rettenden' achten Platz im Westen belegen.
Los Angeles - Edmonton 2-2 (1-1/1-0/0-1/0-0)
Die von Nervosität auf beiden Seiten gekennzeichnete Partie zwischen den Los Angeles Kings und den Edmonton Oilers endete mit einem leistungsgerechten 2-2 Unentschieden. Ob das Remis ein Punktgewinn oder ein Punktverlust ist, wird sich wohl erst am letzten Spieltag herausstellen. Die kalifornischen Gäste kämpfen noch um den Heimvorteil in der ersten Playoffrunde und die Westkanadier benötigen jeden Zähler, um diese überhaupt zu erreichen.
Die Kings waren mit zwei Niederlagen, in denen sie keinen einzigen Treffer erzielt hatten, in den Nordwesten Kanadas angereist, wo nach gut zehn Spielminuten Zigmund Palffy(11.pp) ihre Torflaute beendete. Noch im gleichen Spielabschnitt gelang es Janne Niinimaa(19.) den Spielstand zu egalisieren. Ansonsten spielte sich hauptsächlich das Spielgeschehen in der neutralen Zone ab, vor allem Mike Comrie, Edmontons Torjäger, bekam eine Sonderbewachung zugeteilt.
Im Mitteldrittel erwischten wiederum die Gäste den besseren Start. Nach nur 42 Sekunden schoss sie Mikko Eloranto(21.) 2-1 in Front. Die Oilers hatten daraufhin ihre Mühe den Abwehrriegel der Kings zu knacken, doch kurz nach der zweiten Pause fand Ethan Moreau(41.) doch noch ein Mittel und überwand Felix Potvin zum 2-2 Endstand.
In den noch verbleibenden knapp 25 Spielminuten incl. Overtime erarbeitete sich Los Angeles die besseren Einschussmöglichkeiten, ohne dass dabei noch etwas Zählbares heraussprang.
Anaheim - Phoenix 2-1 OT (0-0/0-0/1-1/1-0)
Nur 24 Stunden nach ihrem Aufeinandertreffen im Pond of Anaheim, gab es für die Phoenix Coyotes und die Mighty Ducks of Anaheim ein Wiedersehen in Arizona und die Kalifornier nutzten diese Chance zur Revanche für die gestrige 2-4 Heimniederlage.
In einer hart umkämpften Partie besorgte German Titov(64.) 62 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung den 2-1 Siegtreffer. Claude Lemieux(56.) und Steve Rucchin(60.) hatten in den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit ein torloses Unentschieden beendet.
Über die zuvor von den Kontrahenten gezeigten Leistungen, sollte man lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Kampf und Krampf führten hier die Regie, so dass sich die 14.725 Besucher in der America West Arena mehr den kulinarischen Genüssen widmen konnten.
Columbus - Vancouver 3-4 OT (2-1/1-2/0-0/0-1)
Andrew Cassels(65.) verhinderte 40 Sekunden vor Spielende mit dem 4-3 Siegtreffer in der Overtime eine Blamage der Vancouver Canucks vor heimischen Publikum gegen die Columbus Blue Jackets. Sein Schuss wurde unglücklich von Ray Whitney ins eigene Netz abgefälscht. Hier gab es auch für den sagenhaft agierenden Gästetorwart Marc Denis nichts zu halten.
Marc Denis war es auch, dem die Blue Jackets ihren Erhrenpunkt zu verdanken hatten. Vor allem in den letzten zwei Dritteln der regulären Spielzeit, als sich die Westkanadier aufmachten einen 1-3 Rückstand zu egalisieren, brachte sie Columbus' Schlussmann einige Male zur Verzweiflung. Der Druck der Canucks war jedoch so groß, dass notgedrungen der Ausgleich fallen musste. Todd Bertuzzi(34.) und Markus Naslund(40.) brachten Vancouver wieder zurück ins Spiel.
Der erste Torschütze der Kanadier war Henrik Sedin(9.). Auf Seiten der Blue Jackets trafen Kevin Dineen(11.), Geoff Sanderson(17.) und Espen Knutsen(24.).
Colorado - San Jose 3-2 (0-0/1-2/2-0)
Zwei wichtige Punkte im Kampf um Platz Zwei im Westen fuhren heute Morgen die Colorado Avalanche im direkten Duell mit dem Dritten, den San Jose Sharks ein. Zwei Treffer im Schlussabschnitt durch Chris Drury(41.) und Eric Messier(52.) wendeten die Begegnung und verhinderten, dass die Sharks in der Tabelle an Colorado, die vor dem Spiel einen Punkt Vorsprung hatten, vorbeiziehen. Avs Torhüter Patrick Roy, der insgesamt 30 Schüsse parierte, zeigte sich in den Schlussminuten auf dem Posten und hielt den Sieg der Gäste bei einigen Chancen der Sharks fest.
Nach einer ausgeglichenen ersten Periode gingen die Gastgeber, die besser aus der Kabine kamen, mit 1-0 in Führung. Torschütze war dabei Mike Ricci(27.) mit seinem 18. Saisontreffer. Zwei Powerplaytore folgten noch in diesem Abschnitt. Zunächst konnte Brad Larsen(36.pp) für die Avalanche ausgleichen, dann brachte Scott Thornton(39.pp) San Jose erneut in Front. Wichtig für die Wende des Spiels war, dass Drury bereits 39 Sekunden nach dem Wechsel das Remis wieder herstellen konnte.
Colorado hat die letzten fünf Partien gegen die Haie gewonnen und liegt in der Western Conference nun drei Punkte vor San Jose, die sich wiederum nur einen Punkt vor Los Angeles an der Divisionsspitze befinden.
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