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SPIELTAG 24.03.2002
Carolina - New Jersey 4-2 (1-1/1-1/2-0)
Einen Bärendienst erwies Stürmer Bobby Holik(21.) nicht durch seinen Treffer zum 2-1, sondern durch ein unnötiges Revanchefoul gegen seinen Kontrahenten Rod Brind'Amour. Für eine Aktion, in der er mit dem Handschuh und dem Stockende gegen den Kopf von Brind'Amour schlug, erhielt er von den Unparteiischen eine zehnminütige Matchstrafe wegen Verletzungsabsicht. Colin White ließ drei Minuten später eine weitere Zwei-Minuten-Strafe folgen, so dass die Hurricanes mit zwei Mann mehr auf dem Eis agieren durften. Diese Überzahl nutzte Sean Hill(56.pp) zum 3-2 Siegtreffer. Jeff O'Neill(60.en) setzte mit einem Schuss ins verlassene Devils Gehäuse den Schlusspunkt. Beide Treffer wurden von Kapitän Ron Francis vorbereitet.
In der ausgeglichenen Partie vor 18.099 Zuschauern in der Continental Airlines Arena gingen die Gäste aus der Southeast Division durch Josef Vasicek(3.) früh in Führung. Andreas Salomonsson(9.) glich aber bereits sechs Sekundenzeigerumdrehungen später aus. Die Torhüter Arturs Irbe und Martin Brodeur zeigten solide Leistungen, aber gute Chancen blieben aufgrund der ausgezeichneten Defensivarbeit eher Mangelware. Nach Holiks Führung schafften es die Canes diesmal zu kontern. Kevyn Adams(23.) stellte nur zwei Minuten danach erneut den Gleichstand her.
Die Devils waren im Schlussabschnitt die aktivere Mannschaft, brachten sich aber durch die Undiszipliniertheiten selbst um den Lohn. Carolina feierte den zweiten Sieg nach vier Niederlagen in Folge.
Minnesota - N.Y. Islanders 1-2 (0-0/0-0/1-2)
Obwohl die Partie nahezu 50 Minuten ohne Tor blieb entwickelte sich vor 16.234 Zuschauer im heuer zum 17. Mal ausverkauften
Nassau Memorial Coliseum eine interessante, abwechslungsreiche Auseinandersetzung. Besonders im zweiten Abschnitt standen die Goalies Manny Fernandez auf Seiten der Wild und sein Gegenüber Chris Osgood im Mittelpunkt. Zunächst lief Michael Peca in Unterzahl allein auf Fernandez zu, traf aber nur die Latte. 18 Sekunden später musste der Torhüter von Minnesota gegen Claude Lapointe erneut rettend eingreifen. Osgood hatte eine große Szene bei einer Chance von Marian Gaborik.
Als die Islanders Mitte des Schlussdrittels eine Fünf gegen Drei Überzahl hatten, konnte Kip Miller(50.pp) den Puck nach einem Schuss von Roman Hamrlik zum 1-0 abstauben. Die nächste nummerische Überlegenheit der Gäste konnten jedoch diese durch Andrew Brunette(55.pp) nutzen, um den Spielstand zu egalisieren. Keine zwei Minuten später sorgte Mark Parrish(56.) für den umjubelten Siegtreffer der Islanders, die zum ersten Mal in ihrer Geschichte gegen die Minnesota Wild gewinnen konnten.
Philadelphia - Pittsburgh 4-4 (1-1/2-0/1-3/0-0)
Mit einem starken Auftritt im dritten Drittel konnten die Penguins noch einen Punkt in der heimischen Mellon Arena retten. Die 17.148 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, so fern sie schon von den Popcorn-Ständen bzw. Toiletten auf ihren Plätzen zurückgekehrt waren. Zehn Sekunden nach dem Auftaktbully zum Schlussabschnitt verkürzte Kent Manderville(41.) für die Hausherren zum 2-3 und genau 50 Sekunden danach schaffte Alexei Kovalev(41.) sogar den Ausgleich.
Dieser Doppelschlag stellte den Spielverlauf eigentlich auf den Kopf. Konnte Pittsburgh die ersten 20 Minuten, wie das Ergebnis durch die Treffer von Dan McGillis(5.pp) und Jan Hrdina(13.) widerspiegelt, noch ausgeglichen gestalten, so dominierte nach dem Wechsel eindeutig Philadelphia. Folgerichtig fielen die Tore von Marty Murray(30.) und Justin Williams(36.) zum 2-1 bzw. 3-1. Kaum einer hätte auf das Heimteam noch einen Dollar gewettet. Doch nicht selten kommt alles anders, als man denkt.
Die Flyers erholten sich jedoch vom Rückschlag kurz nach der zweiten Pause schnell und Simon Gagne(46.pp) brachte sie in Überzahl noch einmal in Front. Aber erneut schafften es die Gäste nicht den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Wieder hatte der Russe Alexei Kovalev(55.) etwas dagegen und sicherte mit seinem zweiten Tor des Abends das Unentschieden. Trotzdem dürfte der Punktgewinn zu wenig sein, um das erste Scheitern der Penguins an den Playoffs seit 1990 zu verhindern.
Detroit - Colorado 2-0 (0-0/0-0/2-0)
Das war wieder die alte Rivalität, die schon etwas einzuschlafen drohte. Eine kampfbetonte Begegnung und viel Einsatz zeigten die Spieler der Red Wings und der Avalanche. Dass die Partie lange offen stand, weil einerseits Avs Torhüter Patrick Roy und andererseits Wings Torhüter Dominik Hasek sehr gut standen und die nicht wenigen Chancen beider Teams meisterten, tat das übrige dazu. Hasek konnte letztendlich von der derzeitigen Abschlussschwäche der Heimmannschaft profitieren und feierte seinen fünften Shutout der Saison.
Keiner der beiden Kontrahenten wollte ein Treffer gelingen und so nahm die Intensität laufend zu. Dies spiegelte sich in zunehmenden Strafzeiten wider. Als die Avalanche Akteure Alex Tanguay und Adam Foote fast gleichzeitig raus mussten, ließ sich Brendan Shanahan(48.pp) nicht zweimal bitten und markierte den 500. Treffer seiner Karriere. Tumulte gab es zum Ende der 50. Spielminute. Kirk Maltby hatte Roy attackiert, der sich daraufhin mit mehreren Fausthieben revanchierte. Nebenbei bekamen sich noch Pascal Trepanier und Sean Avery in die Haare. Zur Krönung wollte sich Hasek noch einmischen, wurde aber von den Assistenten davon abgehalten. Roy hatte derweilen schon den Helm, sowie die Handschuhe abgelegt und forderte den Tschechen zum Fight auf.
Stimmung war nun im Pepsi Center, doch diese legte sich bald, denn die Red Wings erhöhten durch Brett Hull(54.) auf 2-0. Trotz weiterer Strafzeiten, Detroits Rauhbein Chris Chelios wurde sogar mit einer Matchstrafe belegt, schafften es die Avalanche nicht aus ihrer teilweisen personellen Überlegenheit noch Kapital zu schlagen. Für Colorado war es die dritte Niederlage hintereinander mit dabei nur einem erzielten Treffer.
San Jose - Los Angeles 0-3 (0-1/0-2/0-0)
Die Los Angeles Kings scheinen wie im letzten Jahr, als sie überraschend in der ersten Runde der Playoffs die Detroit Red Wings ausschalteten, rechtzeitig in Form zu kommen. Gegen die ersatzgeschwächten San Jose Sharks fuhren die Kings einen nie gefährdeten 3-0 Sieg ein und zogen somit in der Pacific Division mit dem kalifornischen Rivalen nach Punkten gleich. Überhaupt haben die Mannen von Trainer Andy Murray einen Lauf, so lagen sie vor wenigen Wochen noch 12 Punkte hinter den Sharks. Nun ist sogar die Tabellenführung möglich.
Die Garanten des heutigen Sieges waren zum einen Zigmund Palffy(19.pp/29.pp), der mit zwei Powerplaytreffern zum 1-0 bzw. 2-0 im Abstand von zehn Minuten, jeweils auf Vorarbeit von Jaroslav Modry und Jason Allison, den Grundstein zum Erfolg legte, sowie Torhüter Felix Potvin, der alle auf ihn kommenden 17 Schüsse hielt und den vierten Shutout der Saison verbuchen konnte. Der dritte Torschütze des Nachmittags war Jaroslav Bednar(35.), der einen Pass von Adam Mair an der gegnerischen blauen Linie unbedrängt aufnahm und Evgeni Nabokov im Gehäuse der Sharks keine Abwehrmöglichkeit ließ. Nabokov räumte nach der zweiten Pause seinen Platz für Miikka Kiprusoff, der seine Sache gut machte und alle ankommenden Pucks abwehrte.
Buffalo - Toronto 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Über vier Jahre musste Torontos Torhüter Corey Schwab warten, ehe er wieder einen Shutout erreichen konnte. Damals am 17. Dezember, noch im Dress der Tampa Bay Lightning, hatte er aber bestimmt mehr zu tun, denn die Gegner an diesem Abend agierten vollkommen lustlos und prüften den Ersatz für den verletzten Curtis Joseph nur 20 Mal. Seit sieben Spielen - vier Siege und drei Unentschieden - ist der 31-jährige Kanadier schon ungeschlagen und lässt Torontos eigentliche Nummer Eins kaum jemand vermissen.
Obwohl es für die Sabres noch um den Einzug in die Playoffs geht, war in keiner Phase der Partie ein Aufbäumen zu spüren, so dass die Gastgeber zu einem mühelosen 2-0 Heimsieg kamen. Selbst mehr im Schongang spielend, gelangen den beiden Maple Leafs Tie Domi(38.) und Alexander Mogilny(43.) je ein Treffer, was am Ende weit ausreichte, um Buffalo als Verlierer vom Eis zu schicken.
Da die Boston Bruins ebenfalls in dieser Nacht gewinnen konnten, blieb der Abstand zu diesen bei drei Punkten. Buffalo hat mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf die Montreal Canadiens, die zur Zeit den rettenden achten Rang belegen.
Atlanta - Ottawa 3-2 OT (0-0/1-1/1-1/1-0)
Die dritte Niederlage in Folge fügten die Thrashers den Senators zu, indem sie ihre Chancen konsequent nutzten und einen Torhüter in Gehäuse stehen hatten, der die Hausherren fast zum verzweifeln brachte. 52 Schüsse gaben die Mannen aus Ottawa auf Goalie Frederic Cassivi ab, konnten diesen aber lediglich in den Personen von Radek Bonk(27.pp) und Benoit Brunet(44.) zwei Mal bezwingen. Die Antworten der Gäste folgten jeweils kurz darauf, als zunächst Tomi Kallio(30.) und dann Chris Tamer(47.) die Führungen egalisieren konnten.
Vorallem im letzten Drittel besaßen die kanadischen Hauptstädter mehrere Großchancen, hatten aber nie das Quentchen Glück, dass nötig gewesen wäre, damit die Scheibe über die Linie rutscht. Mit tollen Paraden und gutem Stellungsspiel verdiente sich nur Cassivi das Glück des Tüchtigen, der seit der Verletzung von Milan Hnilicka zum dritten Mal in Folge das Tor der Thrashers hüten durfte und inzwischen zu einer echten Alternative geworden ist.
Die überraschende Niederlage für den fünftplatzierten der Eastern Conference besiegelte schließlich nach 101 Sekunden in der Overtime Dany Heatley(62.) mit seinem 22. Saisontor, als er den ziellos herumrollenden Puck nach einem Hechtsprung zwischen die Schoner von Martin Prusek drücken konnte.
Washington - Columbus 5-2 (1-0/1-1/3-1)
Sollten es die vor der Saison hochfavorisierten Capitals doch noch schaffen die Playoffs zu erreichen? Den Abstand zu den achtplatzierten Canadiens konnten sie jedenfalls mit diesen beiden Punkten auf drei Zähler verkürzen und unterstrichen damit, dass sie ihr Mindest-Saisonziel noch erreichen wollen.
Schwer machten es ihnen jedoch die Hausherren, die im Spielaufbau und im Herausspielen von Chancen gut mithielten, jedoch in der Defensive einige Mängel aufgezeigt bekamen. So kam es nicht von ungefähr, dass Ulf Dahlen(7./55.), der zusätzlich noch das zwischenzeitliche 3-2 besorgte, und Andrei Nikolishin(21.) die Gäste in Front brachten. Zwei der sich Dank der gefälligen Kombinationen bietenden Chancen nutzten am Ende des zweiten Geoff Sanderson(20.pp) und in der achten Minute des letzten Drittels Jody Shelley(48.), so dass die Partie plötzlich wieder offen war.
Die Butter ließen sich Kölzig und Co. jedoch nicht mehr vom Brot nehmen und gingen durch Dahlens zweitem Tor und Jaromir Jagr(55.) innerhalb von 18 Sekunden wieder in Führung. Den Dolchstoß versetzte den Blue Jackets schließlich J.F. Fortin(60.en), nachdem Goalie Ron Tugnutt schon von einem sechsten Feldspieler ersetzt worden war.
Montreal - Nashville 1-5 (0-3/1-1/0-1)
Eine unglückliche Figur machte Montreals sicherer Rückhalt in dieser Saison, Goalie Jose Theodore, im ersten Drittel: Er musste bereits nach dem siebten Schuss der Predators den Puck zum dritten Mal aus dem Kasten fischen und wurde daraufhin von seinem Backup Stephane Fiset ersetzt. Der Neuzugang aus Los Angeles hielt immerhin fast 14 Minuten dicht, ehe er von Reid Simpson(24.), nachdem Steve Dubinsky(1.), Jukka Hentunen(7.) und David Legwand(11.) bereits zum 0-3 getroffen hatten, bezwungen wurde.
Erst jetzt schienen die Canadiens aufzuwachen, denn plötzlich schalteten sie einen Gang zu, erspielten sich endlich die ersten zwingenden Chancen und konnten durch den Treffer von Shaun Van Allen(28.) auch anschließen. Trotz weiterer Bemühungen des Rekord-Stanley-Cup-Siegers blieben die nächsten Erfolgserlebnisse jedoch aus. Sie mussten sogar noch den fünften Gegentreffer hinnehmen, der die Hausherren fast uneinholbar in Führung brachte. Das Tor markierte Karlis Skrastins(42.) mit einem perfekt abgeschlossenen Konter.
Während die Predators ihre acht Spiele andauernde Negativserie beenden konnten, verpassten es die Canadiens ihren achten Platz zu festigen und werden noch spannendere Zeiten entgegengehen als ihnen lieb ist.
Boston - Florida 3-1 (0-1/1-0/2-0)
Auch die vierte Begegnung zwischen Florida und Boston in dieser Saison entschieden die Bruins für sich und konnten Dank dieser beiden Punkte ihren Abstand zu den im Osten zweitplatzierten Flyers, die in dieser Nacht in Pittsburgh nur ein Unentschieden holten, nun auf zwei Zähler ausbauen.
Obwohl es auf dem Papier - Nummer Eins gegen Nummer 14 der Eastern Conference - nach einer klaren Sache aussah, kamen die Gäste mit dem agressiven Forechecking der Hausherren zunächst nicht klar und gerieten durch Niklas Hagmans(8.) neunten Saisontreffer sogar ins Hintertreffen. Fast 26 Minuten mussten vergehen, ehe Bostons Topscorer Sergei Samsonov(34.) den Einstand wieder herstellte. Das Kräfteverhältnis zurechtrücken, dazu brauchten die Schwarz-Gelben jedoch nochmal über 20 Minuten, ehe erst Mike Knuble(54.) nach Vorarbeit von Sean Brown und Per-Johan Axelsson, sowie Glen Murray(60.en) zwei Sekunden vor dem Ende den Pflichtsieg perfekt machten.
Die Panthers, die das Erreichen der Playoffs schon längst abgehakt haben dürften, zogen zum vierten Mal in Folge den Kürzeren, während die Bruins mit ihren vierten Sieg hintereinander ihren Anspruch auf die Krone im Osten unterstrichen.
Calgary - Edmonton 1-3 (1-3/0-0/0-0)
Die 'Battle of Alberta' hielt wiedereinmal den Erwartungen der Bewohner von Edmonton und Calgary, sowie deren Sympathisanten stand. Besonders im ersten Durchgang schenkten sich die kanadischen Franchisenehmer nichts, so dass die Zuschauer Dank der extrem körperlichen Spielweise und den häufig unterbesetzten Reihen auf dem Eis voll auf ihre Kosten kamen. Die Partie drohte allerdings manchmal zu eskalieren, denn zu hart war teilweise der Einsatz und die Schiedsrichter mussten mehrere Strafen wegen 'roughing' verhängen. Besonders 'lieb' hatten sich dabei Flame Bob Boughner und Oiler Jason Smith, die sich einen Faustkampf lieferten, wobei Calgarys Rauhbein offenbar nicht genug bekam und im zweiten Drittel sich nochmal mit Craig Berube anlegte. Die andauernden Nicklichkeiten setzten sich fort, ehe sich die Gemüter nach etwa 30 Minuten abkühlten, die Partie jedoch auch an Klasse verlor.
Die meisten Strafzeiten und sämtliche Tore passierten im ersten Abschnitt: Nachdem Mike York(2.pp) im Powerplay bereits nach 65 Sekunden das 1-0 markiert hatte, erhöhte Mike Grier(9.sh) in Unterzahl auf 2-0. Ebenfalls in nummerischer Unterlegenheit gelang später Rob Niedermayer(14.sh) der Anschlusstreffer, als sein Kollege Denis Gauthier wegen übertriebener Härte in der Kühlbox war. Olympiasieger Eric Brewer(16.) sorgte kurz darauf für das letzte zählbare Erfolgserlebnis des Abends.
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