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2002-03-17 

SPIELTAG 17.03.2002

Detroit - Boston 1-2 (0-1/1-1/0-0)
Die Boston Bruins haben die derzeit beste Mannschaft des Westens geschlagen, um nach der gleichzeitigen Niederlage der Flyers wieder die Tabellenführung im Osten zu erklimmen. Glen Murray(38.) besorgte zweieinhalb Minuten vor dem Ende des zweiten Abschnitts mit seinem 30. Saisontor den Siegtreffer für die Gastgeber. Zuvor hatte im ersten Drittel Kyle McLaren(15.) mit seinem ersten Erfolgserlebnis in dieser Spielzeit die Bruins in Führung gebracht und Kris Draper(24.) knapp vier Minuten nach der Pause ausgleichen können.
Beide Torhüter waren immer wieder im Blickpunkt des Geschehens und meisterten aber ihre Aufgaben souverän. Mit Manny Legace bei Detroit und John Grahame bei Boston stand jeweils nur die Nummer Zwei zwischen den Pfosten. Die Gäste versuchten in der Schlussperiode noch einmal alles den Spielstand erneut zu egalisieren, doch Grahame, der insgesamt 29 Schüsse hielt, war nicht mehr zu überwinden.

N.Y. Rangers - New Jersey 1-3 (1-1/0-2/0-0)
Trotz der Rückkehr von Eric Lindros in die Reihen der Rangers gab es gegen den Lokalrivalen aus New Jersey eine herbe 1-3 Niederlage. Die Blueshirts haben damit vier ihrer letzten fünf Spiele verloren und drohen aus den Playoffplätzen zu fallen.
Es war ein Derby mit Rasse und Klasse, das die 19.040 Zuschauer in der ausverkauften Continental Airlines Arena zu sehen bekamen. Bereits nach 40 Sekunden gab es die erste Strafzeit für Rangers Torhüter Mike Richter wegen Spielverzögerung und die Devils ließen sich nicht zweimal bitten und nutzten die anschließende Überzahl durch Jim McKenzie(2.pp) eiskalt aus. Nur 21 Sekunden später der erste Fight zwischen Matthew Barnaby und Ken Daneyko. Weitere 25 Sekunden darauf musste Bobby Holik wegen hohen Stockes in die Kühlbox und die Rangers nutzten ebenfalls ihre nummerische Überlegenheit sofort aus. Sandy McCarthy(4.pp) war der Torschütze.
Ein turbulenter Auftakt und es ging munter weiter. In der neunten Minute waren die Devils fast zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Die Häufigkeit der Strafzeiten nahm ab dem Mitteldrittel ab und die Gastgeber erarbeiteten sich in dieser Phase mehr Spielanteile. Völlig zurecht gingen sie zunächst 2-1 durch Petr Sykora(25.) und dann 3-1 durch Randy McKay(35.pp), der das einzige Powerplay von New Jersey im zweiten Drittel nutzte, in Führung. Patrik Elias leistete bei allen drei Treffern die Vorarbeit.
Die Rangers zeigten zwar zaghafte Versuche wieder heranzukommen, doch vieles blieb Stückwerk. Bis zur Qualifikation für die Meisterrunde ist es noch ein langer Weg.

Colorado - Philadelphia 2-1 (0-1/1-0/1-0)
Einen schmeichelhaften Sieg konnten die Titelverteidiger aus Denver beim Meisterschaftsaspiranten in Philadelphia verbuchen. Praktisch ein Spiel auf ein Tor, nämlich das von Avs Patrick Roy gehütete, bekamen die 19.744 im Union Center im letzten Drittel zu sehen. Doch während der Kanadier alles hielt, sorgte Brian Willsie(56.) zur Überraschung aller für die 2-1 Führung der Gäste. Er fälschte einen Schuss von Verteidiger Greg de Vries unhaltbar für Flyers Torsteher Brian Boucher ab.
Bereits in den ersten 40 Minuten der Partie hatten die Hausherren das Heft in der Hand, doch mehr als das 1-0 durch Keith Primeau(15.) sprang dabei nicht heraus. Avs Rookie Radim Vrbata(24.) glich die Begegnung im Mitteldrittel schließlich aus.
Für Philadelphia war dies bereits die vierte Heimniederlage in Folge. Die Flyers gefährden dadurch ihren ersten Platz im Osten und sind jetzt punktgleich mit den Boston Bruins.

Pittsburgh - Los Angeles 3-4 (0-3/0-1/3-0)
Drei Tore durch Randy Robitaille(50.pp), Michal Rozsival(55.pp) und Kris Beech(55.) innerhalb von fünf Minuten und sechs Sekunden machten die Partie für die Pittsburgh Penguins zwar noch einmal spannend, waren aber letztendlich zu wenig, um wenigstens einen Punkt aus Los Angeles mitzunehmen.
Schuld daran waren ein katastrophales erstes und zweites Drittel, indem die Kings nahezu unbehelligt und mühelos auf 4-0 davon ziehen konnten. Bereits nach 13 Sekunden lag der Puck im Netz hinter Ersatzmann Jean-Sebastien Aubin. Mikko Eloranta(1.) hatte zugeschlagen. Mathieu Schneider(7.) und Nelson Emerson(16.) ließen weitere Treffer folgen, so dass Aubin in der ersten Pause seinen Kasten für die Nummer 1 Johan Hedberg schon wieder räumen musste. Der Schwede wurde anschließend einmal in Überzahl durch Jaroslav Bednar(37.pp) überwunden. Für Bednar war es der erste Treffer seiner NHL-Karriere.
Die Penguins haben gegen die Teams der Western Conference heuer eine vernichtende Bilanz. Von 21 Spielen wurden nur vier gewonnen. Wahrlich zu wenig, um in die Playoffs einzuziehen.

Dallas - Toronto 5-5 (1-1/2-3/2-1/0-0)
Während die Maple Leafs in dieser Nacht ihren kürzlich gewonnenen ersten Platz an die Bruins, die zu Hause die Detroit Red Wings besiegten, abgeben mussten, konnten die Stars auf den siebten Rang im Westen, punktgleich mit den St.Louis Blues, vorrücken.
Ein spannendes, offensiv ausgerichtetes Eishockeyspiel sahen die 19.307 Zuschauer im Air Canada Centre zu Toronto. Besonders in den ersten beiden Dritteln feuerten die Mannschaften aus allen Rohren, so dass es an Torszenen nie mangelte. Zum ersten Mal erfolgreich war dabei Dallas Kirk Muller(7.), dessen Vorsprung jedoch von Robert Reichel(17./28.pp), der außerdem den 2-3 Zwischenstand erzielte, nach zehn Minuten egalisiert wurde. Erneut in Führung kamen die Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts durch die Tore von Scott Pellerin(23.) und Brenden Morrow(25./45.) innerhalb von 129 Sekunden. Die Antwort der Hausherren folgte jedoch auf dem Fuße, als nach Reichel sich noch Cory Cross(28.), sowie Mats Sundin(40.pp) in die Scorerlisten eintrugen und damit die Ahornblätter vor die Texaner brachte.
Morrows zweiter Treffer des Abends stellte im letzten Abschnitt wieder den Gleichstand her, woraufhin Gary Roberts(48.pp) sein 18. Saisontor für die Kanadier schoss und die Ahornblätter erneut von einem Sieg träumen ließ. Dieser Wunsch ging allerdings nicht in Erfüllung, dafür sorgte Rauhbein Derian Hatcher(52.pp) mit einem harten Schlagschuss von der rechten Seite, als Cross wegen Behinderung auf der Strafbank saß. Auch nach der Overtime waren sich sämtliche Anwesenden einig, dass das 5-5 leistungsgemäß ausfiel.

Carolina - Montreal 2-3 (2-1/0-2/0-0)
Mit einem wichtigen Sieg über den Ersten der Southeast Division kletterten die Canadiens auf den achten Platz im Osten, wodurch sich Montreal nach dreijähriger Abstinenz wieder eine gute Chance für die Teilnahme an den Playoffs gesichert hat.
Bester Mann des Abends war deren Goalie Jose Theodore, der besonders in Drittel Nummer Eins und Zwei etliche Großchancen der Südstaatler vereitelte. Zwei Mal machtlos war er allerdings bei Aktionen von Sami Kapanen(4.) und Erik Cole(11.), die Carolina nach Craig Rivets(3.) Tor den zwischenzeitlichen Ausgleich bzw. die erstmalige Führung bescherten.
Domineren konnte der Rekord-Stanley-Cup-Sieger die Partie nur im darauf folgenden Zwischenabschnitt, wo sie durch Richard Zedniks(36.pp) Treffer zurück ins Spiel gelangten. Erst in der Anfangsminute des letzten Durchgangs schoss Oleg Petrov(41.) nach guter Vorarbeit von Zednik schließlich das Siegtor, woraufhin wütende Angriffe der Gäste folgten, diese jedoch meist planlos mit Distanzschüssen abgeschlossen wurden. Das Abwehrbollwerk der Kanadier zeigte sich hier in bester Verfassung, denn die Verteidger gingen kompromissloser ans Werk und schlossen alle sich bietenden Lücken.

N.Y. Islanders - Ottawa 3-4 (0-3/1-1/2-0)
Ein sehr gutes Anfangsdrittel reichte den Senators aus, um die Gäste von Long Island mit einer Niederlage nach Hause zu schicken. Drei Tore schossen die Kanadier innerhalb der ersten 20 Minuten und dominierten das Spiel nahezu nach Belieben. Curtis Leschyshyn(7.), Todd White(12.pp) und Zdeno Chara(12.) feierten je ein Erfolgserlebnis und mussten sich jeweils bei ihren Kollegen Shawn McEachern bedanken, der alle Treffer mit vorbereitete. Seinen vierten Assist des Abends gab er dann für Radek Bonk(27.) beim 4-0 in der siebten Minute des Mittelabschnitts.
Dort wachten die Islanders allmählich auf und erspielten sich endlich mehrere gute Chancen. Eine davon nutzte Mark Parrish(39./60.) zum Anschluss. Spannend machte es dann nochmal Dave Scatchard(58.pp) am Ende der Partie, als er Goalie Chris Osgood im Powerplay keine Chance ließ und den Abstand auf zwei Tore verringerte.
Dieser schmolz 28 Sekunden vor dem Ende sogar auf einen Treffer, indem Parrish die New Yorker, die jetzt mit einem Mann mehr auf dem Eis agierten, das 3-4 machte. Die Schlusssirene erlöste schließlich die Kanadier.

Vancouver - Atlanta 4-2 (1-1/1-1/2-0)
Die Chance auf die Playoffteilnahme wahrten sich die Canucks mit einem klaren Sieg über Atlanta und befinden sich nun mit einem Rückstand von zwei Punten auf die achtplatzierten Dallas Stars auf dem zehnten Rang im Westen.
Das Ergebnis zeugt eigentlich nicht von einem dominierenden Auftritt der Kanadier, jedoch war der Spielverlauf alles andere als ausgeglichen, denn die Mannen aus Vancouver setzten die Südstaatler während der gesamten Partie stark unter Druck und ließen andererseits den Thrashers kaum Raum für Möglichkeiten. 40 Mal prüften die Canucks Goalie Milan Hnlicka, der trotz vier Gegentore eine gute Leistung ablieferte und ein Debakel verhinderte.
Nachdem Markus Naslund(2./38.pp) das 1-0 erzielt hatte, gelangen J.P. Vigier(18.) und Lubos Bartecko(35.pp) vollkommen überraschend der Ausgleich bzw. die Führung. Für die Antwort sorgte jedoch Vancouvers gefährlichster Goalgetter mit seinem zweiten Erfolgserlebnis des Abends und stellte klar, wer hier die bessere Mannschaft ist.
Von dem Schweden angetrieben rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf die Thrashers zu und stellte Atlantas Verteidigung vor manch nur schwer lösbare Aufgaben. Als unlösbar stellten sich die beiden Schüsse von Daniel Sedin(47.) und Trevor Letowski(57.) heraus, die den hochverdienten Sieg letztendlich perfekt machten.

Calgary - Columbus 1-3 (0-1/0-0/1-2)
Zum fünften Mal hintereinander blieben die Flames ohne Sieg und müssen sich langsam mit dem schon gewohnten Saisonausgang, die Playoffs nicht zu erreichen, anfreunden, denn der Abstand auf den rettenden achten Platz beträgt mittlerweile sieben Punkte.
Dass die Mannen aus Calgary diese Begegnung nicht gewinnen wollten oder zu locker an die Sache herangegangen wären, davon kann keine Rede sein. Sie schossen aus allen Lagen, scheiterten jedoch fast immer an den hervorragend aufgelegten Goalie Ron Tugnutt, der mit Abstand der beste Mann auf dem Eis war. Nur ein Mal war der 34-jährige Kanadier zu bezwingen, als Dean McAmmond(54.) aus kurzer Distanz unhaltbar einschießen konnte.
Besser machten es die Hausherren. Ihre wenigen Möglichkeiten nutzten sie konsequent und konnten bei lediglich 20 Schüssen drei Mal ins Schwarze treffen. Im ersten Drittel überwand Geoff Sanderson(6.pp) Calgarys Torsteher Roman Turek zum überraschenden 1-0, ehe Mike Sillinger(50.) in der Mitte des letzten Abschnitts sogar auf 2-0 erhöhen konnte. Ray Whitney(56.), der als Vorbereiter der beiden ersten Tore bereits positiv aufgefallen war, stellte schließlich den Endstand her.

Washington - Edmonton 1-4 (0-2/1-0/0-2)
Nachdem die Oilers ihre Negativserie von vier Heimspielen in Folge ohne Sieg beenden konnten, mussten die Capitals bereits ihre dritte Niederlage in Folge einstecken. Edmonton belegt nun mit einem Punkt Rückstand weiterhin den neunten Rang im Westen, während Washington vier Zähler weniger auf seinen Konto hat, als die achtplatzierten Montreal Canadiens.
Früh in Führung gingen die Kanadier durch Anson Carter(4.pp/14.pp), der zehn Minuten später auch den zweiten Treffer des Abends, ebenfalls im Powerplay, markierte. Jaromir Jagrs(39.) 27. Saisontor am Ende des Mittelabschnitts ließ bei den Hauptstädtern wieder etwas Hoffnung aufkommen. Diese konnten aber den Druck nicht weiter erhöhen oder die Hausherren entscheidend unter Druck setzen, so dass Edmonton weiterhin mit gefälligen Spiel agieren konnte.
Früchte der guten kanadischen Aktionen gab es knapp neun Minuten vor dem Ende wieder zu ernten, als Rem Murray(52.) von Georges Laraque und Marty Reasoner gut in Szene gesetzt wurde und Goalie Craig Billington überwand. Den Schlusspunkt setzte Ethan Moreau(60.en), der die Scheibe im verwaisten Gehäuse eine Sekunde vor der Schlusssirene zum 4-1 unterbrachte.

Chicago - San Jose 2-2 (0-1/0-0/2-1/0-0)
Eine packende Partie lieferten sich die beiden Mannschaften aus San Jose und Chicago, wobei die Mannen aus der 'Windy City' leichte Feldvorteile und eine größere Anzahl an Möglichkeiten hatten. Trotzdem gelang es den Blackhawks nicht die zwei Punkte einzufahren, denn einerseits bewiesen die Sharks ihre Torgefährlichkeit und andererseits präsentierte sich deren Torhüter Miikka Kiprusoff wie gewohnt in sehr guter Form.
In Führung gingen die Hausherren durch Matt Bradley(7.) in der siebten Minute nach Vorarbeit von Bryan Marchment und dem deutschen Nationalspieler Marco Sturm. Auf den Ausgleich bzw. das nächste Highlight des Spieles mussten die Zuschauer in der ausverkauften San Jose Arena schließlich bis zum vermeintlich letzten Drittel warten, als Eric Daze(46.) den Ausgleich markierte. Erneut in Front brachte die Sharks nur 23 Sekunden später Owen Nolan(46.), dessen Erfolg jedoch von Steve Sullivans(60.) 20. Saisontor nichtig gemacht wurde.
Die darauf folgende Overtime konnte keinen Sieger finden, allerdings dürften die anwesenden Besucher durchaus zufrieden nach Hause gehen, sahen sie doch ein spannendes und abwechslungsreiches Eishockeyspiel zweier Teams, die in den Playoffs durchaus noch für Furore sorgen könnten.

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