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SPIELTAG 10.03.2002
N.Y. Rangers - Pittsburgh 2-3 OT (0-1/1-1/1-0/0-1)
Einen eminent wichtigen Sieg sicherten sich die Pittsburgh Penguins über ihren direkten Konkurrenten im Kampf um einen Playoffplatz, den New York Rangers. Jan Hrdina(61.) traf nach genau 37 Sekunden in der Verlängerung und sicherte seinem Team den Zusatzpunkt, der wieder Hoffnung bei den Schwarz-Gelben schüren könnte. Pittsburgh befindet sich nun vier Punkte hinter den achtplatzierten Rangers bei einem absolvierten Spiel weniger.
Die Hausherren begannen druckvoll und wollten von der ersten Sekunde ihre Möglichkeiten nutzen. Es dauerte jedoch bis zur 19. Minute, ehe Milan Kraft(19.pp) im Powerplay die Führung besorgen konnte. Die Gäste aus Manhattan kamen wie verwandelt aus der Kabine und spielten ab sofort munter mit. Zahlreiche Torszenen auf beiden Seiten bekamen die Zuschauer nun zu sehen. Erfolgreich waren zunächst die Rangers mit dem Ausgleich durch Andreas Johansson(25.). Ein weiteres Überzahlspiel der Penguins nutzte kurz darauf Kris Beech(31.pp) zum 2-1. Pittsburgh versäumte es in der Folgezeit die Entscheidung herbeizuführen und wurden erneut Opfer ihrer Nachlässigkeiten. Sandy McCarthy(59.) egalisierte 98 Sekunden vor dem Ende mit einem Nachschuss den Spielstand und rettete seinen Rangers damit einen am Saisonende vielleicht wertvollen Punkt.
Detroit - St. Louis 5-2 (2-1/2-1/1-0)
Die Detroit Red Wings wurden in der Partie gegen den vom Verletzungspech verfolgten Divisionskontrahenten aus St. Louis ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen am Ende mit 5-2 Toren. Bereits früh stellten die Gäste die Zeichen auf Sieg. Tomas Holmstrom(7.pp) nutzte eine Überzahl zum 1-0 für Detroit. Als Luc Robitaille(14.) weitere sieben Minuten später auf 2-0 erhöhte, schien die Begegnung schon entschieden. Doch wer glaubte es würde nun ein Selbstläufer für die Mannen von Scotty Bowman werden, sah sich getäuscht. Mit Distanzschüssen versuchten die Hausherren zunächst ihr Glück, doch Scott Mellanby(18.) schaffte mit einer schönen Einzelleistung den Anschluss.
Nach dem Wechsel dauerte es keine drei Minuten und die Blues hatten durch Cory Stillman(23.pp) ausgeglichen. Die Red Wings agierten aber im Stiele einer Spitzenmannschaft und drehten das Spiel wieder zu ihren Gunsten. Nach einer unnötigen Strafzeit von Dallas Drake markierte Sergei Fedorov(33.pp) die erneute Führung. Zunehmend erhitzten sich die Gemüter und die Zuschauer bekamen einige Kampfszenen geboten. Davon unbeeindruckt sorgte Luc Robitaille(38.) mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags für das 4-2.
Die Blues gaben zwar nicht auf und hatten durchaus Chancen noch einmal heran zu kommen, doch das letzte Quentchen fehlte. Zehn Minuten vor dem Ende rettete zum Beispiel Mathieu Dandenault für den bereits geschlagenen Dominik Hasek auf der Linie. Die Red Wings sorgten 85 Sekunden vor der Schlusssirene in Person von Pavel Datsyuk(59.en) für die endgültige Entscheidung und machten so die sechste Niederlage in Folge von St. Louis perfekt. Zugleich feiern die Red Wings mit dem achten Auswärtserfolg hintereinander einen neuen Teamrekord.
Los Angeles - Colorado 3-4 (1-0/1-2/1-2)
Einen letztendlich glücklichen Sieg verbuchten die Colorado Avalanche gegen die Los Angeles Kings. 69 Sekunden waren noch zu spielen, da fälschte Ville Nieminen(59.) einen Schuss von Rob Blake unhaltbar für Kings Torhüter Felix Potvin mit dem Schlittschuh ins Netz ab und schaffte somit einen gelungenen Abschluss des 1.000. NHL-Spiel von Avs Kapitän Joe Sakic(36.). Die Nummer 19 machte sich zu diesem Ereignis selbst ein Geschenk, als er nach einem Doppelpass mit Alex Tanguay wie gewohnt gekonnt abschloss und mit dem 2-1 die erstmalige Führung der Gastgeber besorgte.
Beteiligt war Sakic auch am wichtigen 3-3 Ausgleich durch Neuzugang Mike Keane(54.). Verteidiger Adam Foote(30.sh) schaffte mit einem Unterzahltreffer das 1-1, nachdem der ehemalige Colorado-Akteur Adam Deadmarsh(13./40.pp) seine Farben im ersten Drittel in Front gebracht hatte. Der Kings Stürmer besorgte außerdem das 2-2 kurz vor der zweiten Pause, als er einen Schuss von Jason Allison ebenfalls unabsichtlich mit dem Schlittschuh die richtige Richtung gab.
Jason Allison(41.) schockte 34 Sekunden nach Wiederbeginn die 18.007 Zuschauer im Pepsi Center mit der erneuten Führung der Kings. Der Titelverteidiger steckte jedoch nie auf und schaffte so noch die Wende. Für Los Angeles wäre aber in dieser Begegnung mehr drin gewesen, als leer nach Hause zu fahren.
Calgary - Boston 2-3 (0-2/2-0/0-1)
Der Garant für den zwanzigsten Heimsieg der Bruins war in der letzten Nacht Goalie Byron Dafoe, der vor allem im letzten Drittel spektakuläre Paraden zeigte. In einer Zeitspanne von 63 Sekunden, als Boston nur mit drei Feldspieler agierte, bewahrte er seine Mannschaft vor einem Rückstand, indem er drei hochkarätige Chancen vereitelte. In der letzten Minute hielt er dann einen gefährlichen Schuss aus kurzer Distanz von Jarome Iginla, ehe er von Robyn Regehr noch einmal vergebens geprüft wurde.
Dafoes Gegenüber Roman Turek musste dagegen schon im ersten Durchgang zwei Mal hinter sich greifen. Nachdem der Tscheche von Rob Zamuner(8.) überwunden worden war, versenkte zusätzlich Bostons Neuzugang Marty McInnis(14.) den Puck ins Gehäuse zum 2-0 der Gastgeber. Im zweiten Drittel konnten die Kanadier jedoch ihren Druck erhöhen und wurden prompt dafür belohnt. Marc Savard(32.) erzielte seinen vierzehnten Saisontreffer, während Jarome Iginla(40.) sein Torekonto auf 42 erhöhen konnte.
Der letzte Durchgang gestaltete sich wieder ausgeglichener, obwohl Calgary optisch überlegener wirkte. Für den Sieg sorgte jedoch ein Bruin: Sergei Samsonov(58.) schweißte nach einem sehenswerten Solo die Hartgummischeibe unhaltbar unter die Latte.
Toronto - Montreal 1-1 (1-0/0-1/0-0/0-0)
Das Duell der ehemals erbitterten Kontrahenten aus Toronto und Montreal verlief diesmal sehr ruhig. Kein Team konnte sich entscheidende Vorteile erspielen und der Einsatz wirkte auf beiden Seiten manchmal nur halbherzig. Die Schussstatistik fiel zwar mit 28-21 zu Gunsten der Maple Leafs aus, resultierte aber aus mehreren Verlegenheitsversuchen den Torhüter der Canadiens - Jose Theodore - mit Schüssen aus weiter Entfernung zu bezwingen.
Das 1-0 erfolgte jedoch nach einer gelungenen Kombination zwischen Shayne Corson und Jykri Lumme, die die Vorarbeit für Travis Greens(17.) Führungstreffer leisteten. Die Antwort der Gastgeber dauerte fast 18 Minuten, als Joe Juneau(35.pp) in nummerischer Überlegenheit den Ausgleich erzielen konnte. Die darauffolgenden 25 Minuten plus Overtime hatten keine weiteren Höhepunkte mehr zu bieten.
Die Canadiens befinden sich weiter auf Playoffkurs. Sie belegen zusammen mit den New York Rangers und den New Jersey Devils den siebten Rang im Osten, während die Maple Leafs sich mit drei Punkten Rückstand auf deren Divisionsersten aus Boston auf dem zweiten Rang befinden. Allerdings belegen sie vor Ottawa den vierten Platz der Eastern Conference und sind nahezu schon sicher für die Runde der letzten Acht qualifiziert.
Ottawa - Phoenix 2-3 (2-2/0-0/0-1)
Nachdem Ottawa die letzten drei Spiele gegen die Coyotes gewinnen konnten, mussten sie in der vergangenen Nacht wieder einmal eine Niederlage einstecken. Die gut auftrumpfenden Hausherren, die bereits ihren vierten Sieg in Folge feiern durften, zeigten lediglich in den ersten zehn Minuten der Partie Schwächen, als sie den Gästen zu viel Platz ließen und dadurch ihren Goalie Sean Burke mehrmals in Verlegenheit brachten. Folgerichtig gingen die Senators durch die Tore von Marian Hossa(10.) und Daniel Alfredsson(11.) innerhalb von 25 Sekunden mit 2-0 in Führung.
Sich nun auf die eigenen Stärken besinnend, angepeitscht von deren Kapitän Teppo Numminen(15.pp/50.), der nicht nur das 2-2, sondern im letzten Abschnitt auch den Siegtreffer erzielte, kämpften sich die Mannen aus Arizona zurück. Kurz nach dem Rückstand besorgte Daymond Langkow(12.) nach Vorarbeit von Ladislav Nagy den Anschluss.
Während die kanadischen Hauptstädter sich mit neun Punkten Vorsprung sicher auf dem fünften Rang im Osten befinden, muss Phoenix wohl bis zum Schluss um die Teilnahme an den Playoffs bangen. Sie rangieren momentan auf dem siebten Rang der Western Conference, haben aber in den Dallas Stars, Edmonton Oilers, Calgary Flames und Vancouver Canucks vier ernstzunehmende Konkurrenten im Nacken.
Nashville - Florida 2-2 (1-0/1-1/0-1/0-0)
Zwei Mannschaften, die die Teilnahme an den Playoffs bereits abgehakt haben dürften, gaben in der letzten Nacht in Miami ihr Eishockey zum Besten. Sowohl der Franchisenehmer aus Nashville, als auch der aus Florida liegen abgeschlagen auf den unteren Rängen ihrer Conferences und können schon jetzt auf eine verkorkste Saison zurückblicken.
Vielleicht gerade deswegen agierten die Teams unbekümmert und ohne Zwänge auf dem Eis, so dass eine ganz ansehnliche Partie zu Stande kam. Beide Überzahlsituationen der Predators nutzten die Gäste jeweils zu den zwischenzeitlichen Führungen von 1-0 und 2-1, wobei sich erst Greg Johnson(20.) und dann Cliff Ronning(39.), der sein 1000. NHL-Spiel absolvierte, für die Mannen aus Tennessee in die Scorerlisten eintragen durften.
Die sich fast immer im Vorwärtsgang befundenen Hausherren prüften Goalie Mike Dunham insgesamt 30 Mal und bezwangen diesen im zweiten und dritten Durchgang zum jeweiligen Gleichstand. Die beiden Panther Niklas Hagman(24.), sowie Byron Ritchie(53.pp) nutzten ihre Chancen, indem sie ihre Saisontore Nummer Acht bzw. Zwei schossen.
Vancouver - San Jose 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Alle Anstrengungen der Canucks waren an diesem Abend vergeblich. Trotz guter Möglichkeiten und Feldüberlegenheit im zweiten, sowie im letzten Abschnitt, konnte Vancouver San Joses Goalie Miikka Kiprusoff nicht bezwingen. Sie kassierten ihre 19. Niederlage auf fremden Eis, da die Sharks erheblich kaltschnäutziger agierten und aus ihren wenigen Chancen zwei Tore machten. Das Saisonziel, die Playoffteilnahme, ist wieder in weite Ferne gerückt, denn der Abstand zu den achtplatzierten Dallas Stars beträgt weiter vier Punkte, bei zwei Partien mehr für die Kanadier.
Nach einem verhaltenen ersten Drittel kamen die Teams im Mitteldurchgang allmählich in Fahrt. Die Canucks setzten den Sharks mit gefälligem Spiel stark unter Druck, ließen aber beste Chancen aus. Im Gegensatz dazu erzielten die Hausherren mit einem erfolgreich abgeschlossenen Konter von Marco Sturm(29.) die schmeichelhafte 1-0 Führung.
Merklich besser kamen im letzten Abschnitt die Gastgeber mit dem Forechecking der Kanadier zurecht und schlugen in der Person von Teemu Selanne(47.) 18 Minuten nach dem 1-0 promt Kapital daraus. Die darauffolgenden wütenden Angriffe von Linden und Co. wurden allesamt vom überragenden Finnen im kalifornischen Gehäuse entschärft, so dass es bei dem glücklichen Heimsieg der Sharks blieb.
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