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SPIELTAG 09.03.2002
Montreal - Buffalo 0-3 (0-2/0-1/0-0)
Das Lob welches Martin Biron für seinen zweiten Shutout innerhalb von 24 Stunden erntete, wies Buffalos Schlussmann bescheiden ab: "Meine Vorderleute haben mir viel Arbeit abgenommen. Ich musste nur noch das halten, was übrig blieb." In Zahlen waren dies beim heutigen 3-0 Heimerfolg der Sabres über die Montreal Canadiens 26 Schüsse.
Seine größte Rettungstat vollbrachte Biron zu Beginn des Schlussabschnitts, als er erst einen Gewaltschuss von Yanic Perreault abwehrte und auch noch die Rebound-Chance von Francis Bouillon vereitelte.
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Hausherren aber bereits die hochverdiente 3-0 Führung herausgeschossen. Die Sabres starteten sehr druckvoll in die Partie und was noch wichtiger war, auch im Abschluss zeigten sie keine Schwächen. Chris Gratton(5.), Jean-Pierre Dumont(12.) und Brian Campbell(35.), für ihn war sein Tor eine Saisonpremiere, gaben Gästetorwart Jose Theodore keine Abwehrchance.
Die Sabres, eigentlich schon seit einiger Zeit im Kampf um einen Playoffplatz ausgeschlossen, liegen nun in der Eastern Conference nur noch vier Zähler hinter den punktgleichen achtplatzierten New York Rangers und Montreal Canadiens.
Washington - Carolina 2-2 (0-1/2-0/0-1/0-0)
Die Claims sind in der Southeast Division abgesteckt. Die zweitplatzierten Washington Capitals hatten sich heute Nacht im Raleigh Entertainment Center mit dem Tabellenführer aus Carolina auseinanderzusetzen, kamen nicht über ein 2-2 Unentschieden hinaus und haben weiterhin einen 10-Punkte Rückstand auf die Hurricanes.
Die größte Gelegenheit doch noch als Sieger das Eis zu verlassen, hatten die Capitals in der 5-minütigen Overtime als sie zeitweise mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen. Effektiver waren da während der regulären Spielzeit die Hausherren im Powerplay. Ron Francis(7.pp/45.pp) war jeweils bei Überzahl erfolgreich und sorgte dafür, dass die Hurricanes seit mittlerweile fünf Spielen ungeschlagen sind. Zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Gäste durch Tore von Jaromir Jagr(22.pp) und Peter Bondra(22.) innerhalb von 12 Sekunden mit 2-1 in Front gegangen.
N.Y. Islanders - Columbus 2-4 (0-3/1-0/1-1)
Die New York Islanders haben sichtlich ein Problem mit ihrer Einstellung, wenn es gegen die scheinbar schwächeren Gegner anzutreten gilt. Fünf Mal haben die Islanders in diesem Monat verloren und jedes Mal war es eine Mannschaft, die am Tabellenende ihrer Division steht.
Heute Nacht in der Nationwide Arena von Columbus verschliefen die Islanders völlig die erste Viertelstunde. Ehe sie sich umsahen, lagen sie auch schon nach Gegentreffern von Geoff Sanderson(2./15.pp) und Tyler Wright(4.) mit 3-0 im Hintertreffen. Sanderson, um den es Wechselgerüchte zu den Islanders gibt, brachte sogar noch ein drittes Mal die Scheibe an Chris Osgood vorbei im Kasten der Gäste unter - der Treffer wurde jedoch als Schlittschuhtor aberkannt.
Nach dem frühen deutlichen Rückstand machten die Islanders das Spiel, sie bestürmten ohne Unterbrechung den von Ron Tugnutt gehüteten Kasten. Insgesamt brachte es das Team aus Long Island auf 41 Torschüsse. Mit zweien hiervon gelang es Alexei Yashin(29.) und Adrian Aucoin(55.) wieder Spannung in die Partie zu bringen.
Als dann in der vorletzten Spielminute Osgood das Eis zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verließ, sicherte Mattias Timander(59.en) den Blue Jackets ihren Heimerfolg.
Boston - Atlanta 3-0 (0-0/2-0/1-0)
Mit einem, den gezeigten Leistung auf dem Eis entsprechenden, 3-0 Auswärtserfolg bei den Atlanta Thrashers beendeten die Boston Bruins ihre Negativserie von fünf Spielen in Folge ohne doppelten Punktgewinn und eroberten nun wieder die Tabellenführung in der Northeast Division.
Eine halbe Stunde lang konnten die Hausherren die Partie offen halten, dann beendete Bruins Neuzugang aus Anaheim, Marty McInnis(31.) das torlose Unentschieden. Der Bann war gebrochen und nur 35 Sekunden später erhöhte Glen Murray(32.) auf 2-0.
Die überforderten Thrashers hatten dem nichts entgegenzubieten und Bostons Torsteher Byron Dafoe verlebte bei seinem vierten Saison-Shutout mit 21 Saves einen relativ ruhigen Abend.
Den Schlusspunkt setzte im Schlussabschnitt Per-Johan Axelsson(54.) mit einem 'Empty Net Goal'.
Philadelphia - Tampa Bay 4-2 (1-1/1-1/2-0)
Im mit 20.554 Zuschauern gut besuchten Ice Palace von Tampa, konnten die heimischen Lightning den hochfavorisierten Philadelphia Flyers lange Zeit Paroli bieten. Erst in den letzten zehn Spielminuten konnten Chris Therien(51.) und mit einem 'Empty Netter' Paul Ranheim(60.en) den Gästen beide Punkte sichern und dafür sorgen, dass Philadelphias eindrucksvolle Saisonbilanz gegen Teams aus der Southeast Division auf 16 Siege und einem Unentschieden bei keiner Niederlage ausgebaut wurde.
In den ersten zwei Dritteln des heutigen Aufeinandertreffens waren die Hausherren den Flyers teilweise sogar spielerisch überlegen. Den 0-1 Rückstand durch Justin Williams(12.) steckten sie schnell weg, Dan Boyle(14.pp) profitierte von einer Überzahlsituation und es ging mit einem 1-1 Unentschieden in die erste Pause. Eine Überraschung lag in der Luft als Brad Richards(26.) die Gastgeber sogar in Front schießen konnte. Doch auch der zweite Durchgang sollte ausgeglichen enden. Eric Weinrich(34.) überwand Nikolai Khabibulin zum 2-2 Zwischenstand.
Edmonton - Florida 4-5 (0-4/2-1/2-0)
Aus Sicht der Edmonton Oilers war die ganze Mühe umsonst. Trotz einer furiosen Aufholjagd mussten die Westkanadier am Ende mit hängenden Köpfen das Eis des National Car Rental Centers von Miami verlassen. Die Oilers hatten die Partie in der ersten Viertelstunde verspielt, als Niklas Hagman(3.sh), Jason Wiemer(12.pp), Valeri Bure(13.) sowie Byron Ritchie(14.) ungewohnte Torjägerqualitäten zu Tage legten und eine deutliche 4-0 Führung für die mit sechs Niederlagen in Folge angetretenen Panthers herausschossen. Das 5-4 'Game Winning Goal' erzielte zur Mitte der Partie Ivan Novoltsev(30.).
Die Pausenpredigt von Oilers Headcoach Craig MacTavish, "Solche Fehler im Defensivverhalten wie wir sie heute gezeigt haben, machen nicht einmal Junioren.", verfehlte seine Wirkung nicht. Die Oilers stürmten sich zurück ins Spiel. Zwei Mal Anson Carter(28./37.pp), Steve Staios(44.) und Ethan Moreau(59.) konnten noch vier Mal Roberto Luongo, der es auf 40 Rettungstaten brachte, bezwingen - einmal zu wenig.
Minnesota - Dallas 5-3 (0-1/2-1/3-1)
Einen heißen Tanz lieferten die Minnesota Wild den Dallas Stars beim heutigen Aufeinandertreffen im Amercan Airlines Center von Dallas. Dank zweier Tore von Stacy Roest(52.) und Pascal Dupuis(60.en) in den letzten neun Spielminuten konnten die Wild mit 5-3 die schwere Auswärtspartie bei den Texanern für sich entscheiden. Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden raubten die Wild einem Team, das noch um einen Playoffplatz in der Western Conference kämpft, beide Punkte. Spielt Minnesota das Zünglein an der Waage in der entscheidenden Saisonphase?
Dabei hatten heute Nacht die Stars ganz gut begonnen. Im ersten Durchgang nahmen sie das Gehäuse der Gäste unter Dauerbeschuss und gingen auch vollauf verdient mit 1-0 durch Pierre Turgeon(17.pp) in Front. In den folgenden knapp 20 Minuten plätscherte die Partie mehr oder weniger emotionslos und ereignisarm dahin. Die Akteure hatten sich ihre Kräfte für einen furiosen Schlussspurt aufgespart. Marian Gaborik(37.pp), Darby Hendrickson(40.) und Andrew Brunette(43.) brachten die Wild innerhalb von sechs Spielminuten, unterbrochen von der zweiten Pause, auf die Siegerstraße. Zwischenzeitlich war Brenden Morrow(40.) sogar die 2-1 Führung für die Stars gelungen. Diese konnten sich Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen, als Jere Lehtinen(48.) zum 3-3 ausglich.
New Jersey - Anaheim 1-2 (0-1/1-0/0-1)
Jetzt, wo die Saison für sie bereits gelaufen ist, machen die Mighty Ducks of Anaheim ihre Punkte. Gegen die New Jersey Devils, einem Team gegen das sie in den letzten sieben Aufeinandertreffen den Kürzeren gezogen hatten, konnten die Kalifornier ihren zwölften Heimsieg feiern.
Im Mittelpunkt des Geschehens standen dabei zwei Akteure der Gastgeber. Schlussmann Steve Shields, der sich einem Schussfeuerwerk der Devils ausgesetzt sah und 44 Rettungstaten für sich verbuchen konnte, sowie Jeff Friesen(17.), der mit einem Tor und einer Vorlage bei Paul Kariyas(43.pp) Siegtreffer zu Beginn des Schlussdrittels, seinen 400. NHL-Scorerpunkt feierte.
Die Devils 'glänzten' dagegen durch das Auslassen der besten Torgelegenheiten. Bezeichnenederweise war es mit Scott Niedermayer(33.pp) ein Verteidiger, der als einziger Shields bezwingen konnte.
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