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2002-03-07 

SPIELTAG 07.03.2002

Calgary - Washington 2-3 (1-1/1-1/0-1)

Sergei Gonchar (WAS) lässt Jarome Iginla (CAL) keinen Freiraum.
In einer vom Kampf und weniger von der Spielfreude bestimmten Partie wurde Sergei Gonchar(58.) der Matchwinner beim 3-2 Heimerfolg der Washington Capitals gegen die Calgary Flames. Der Verteidiger der Capitals krönte seine Vorstellung gut zwei Minuten vor Spielende mit dem 3-2 Siegtreffer für die Caps die ihren Rückstand auf die achtplatzierten New York Rangers auf drei Zähler verkürzen konnten. "Jeder Punkt ist für uns ungeheuer wichtig. Auf uns lastet ein großer Druck, aber mit diesem sind heute ganz gut zurecht gekommen." Kaum weniger Druck dürften die Flames verspürt haben, die sich ebenfalls noch Hoffnungen auf eine Playoffteilnahme machen.
Eine Schlüsselfunktion im Spiel der Hausherren nahm der Slowake Peter Bondra(8.pp/23.) ein. Er konnte zwei Mal sein Team in Front schießen. Ihm unterliefen aber auch bei den jeweiligen Ausgleichstreffern der Westkanadier durch Jarome Iginla(9.) und Clarke Wilm(35.sh) zwei eklatante Abwehrfehler.
Im Schlussdrittel hatten die Gäste aus Calgary deutlich mehr vom Spiel, brachten aber nichts Zählbares mehr zustande.

Boston - Montreal 3-5 (2-2/0-2/1-1)
Zwei Tore von Joe Juneau(1./1.) in der ersten Spielminute und eines an Effektivität kaum noch zu überbietendes Überzahlspiel waren die Schlüssel zum Erfolg der Montreal Canadiens bei ihrem 5-3 Sieg über die Boston Bruins, die annähernd 60 Minuten lang das von Jeff Hackett und ab Mitte des letzten Drittels von Jose Theodore gehütete Gehäuse bestürmten. Hackett hatte seinen Kasten vorzeitig, nach einem Zusammenprall mit Teamkollegen Francis Bouillon und Bruins' Martin Lapointe beim Stande von 4-3 räumen müssen.
Die Bruins steckten den frühen Rückstand schnell weg und kamen noch vor der ersten Pause durch Tore von Martin Lapointe(11.pp) sowie Jamie Rivers(13.) zum Ausgleich. Im ebenfalls von ihnen dominierten Mittelabschnitt leisteten sich die Gäste einige unnötige Strafzeiten und wurden hierfür prompt bestraft. Sergei Berezin(22.pp) und Yanic Perreault(27.pp) nutzten jeweils eine nummerische Überlegenheit um den alten 2-Tore Vorsprung wieder herzustellen.
Die Bruins verstärkten daraufhin erneut den Angriffsdruck, insgesamt lautete das Torschussverhältnis 41-16 zu ihren Gunsten, doch nur noch Sean O'Donnell(44.) gelang es Hackett zu bezwingen. Den Treffer zum 5-3 Endstand markierte, wie sollte es anders sein, aus einem Überzahlspiel heraus Richard Zednik(58.pp).

Anaheim - Atlanta 4-1 (1-0/2-0/1-1)

Dany Heatley (ATL) und Jeff Friesen (ANA) im Zweikampf um den Puck.
Die Atlanta Thrashers waren mit der heutigen 1-4 Niederlage gegen die Mighty Ducks of Anaheim noch ganz gut bedient. Die kalifornischen Gäste starteten ganz stark in die Partie. Der Puck lief wie am Schnürchen und die Akteure der Gastgeber wurden zu Statisten degradiert. Einziges Manko der Ducks war ihre Torausbeute im ersten Durchgang. Bei 15 zu 1 Torschüssen zu ihren Gunsten, wäre durchaus mehr als eine 1-0 Führung nach einem Schlagschuss von Keith Carney(13.) möglich gewesen.
Das einzige 'Schüsschen' der Hausherren auf das Tor der Ducks 'feuerte' Per Svartvadet knapp zwei Minuten vor Drittelende ab und erntete hierfür ironischen Applaus der knapp 11.000 Zuschauer.
Ab dem zweiten Durchgang konnten die Thrashers die Partie zwar etwas ausgeglichener gestalten, doch die Gäste erwiesen sich als treffsicherer und hatten ihre Ladehemmung abgelegt. Paul Kariya(24./49.) sowie Patric Kjellberg(25.) bauten die Führung auf 4-0 aus. Atlanta blieb zumindest noch die Ehre mit dem 1-4 durch Rookie Dany Heatley(54.) den Schlusspunkt zu setzen.

Edmonton - Tampa Bay 3-2 (0-1/2-1/1-0)
Mit einem Treffer bei Unterzahl sicherte Ethan Moreau(43.sh) seinen Edmonton Oilers im Ice Palace von Tampa beide Zähler. Moreau zog bei einem 2 gegen 1 Konter mit Rem Murray aus Höhe des rechten Bullykreises ab und bezwang Tampas Schlussmann Nikolai Khabibulin zum dritten Mal an diesem Abend.
Beide Mannschaften lieferten sich einen kurzweiligen 60-minütigen Schlagabtausch mit zahlreichen Torchancen. Es dauerte jedoch bis 2 1/2 Minuten vor dem Ende des ersten Drittel bis etwas Zählbares heraussprang. Als zwei Oilers auf der Strafbank saßen gelang NHL-Veteran Dave Andreychuk(18.pp) die 1-0 Führung für die Hausherren.
Ungewohnte Torjägerqualitäten bewiesen Steve Staios(24.) und Verteidiger Janne Niinimaa(29.) im zweiten Durchgang. Innerhalb von fünf Minuten schossen sie die Westkanadier in Front. Doch auch die Hausherren hatten noch einen Joker in der Hinterhand. Erneut standen sie mit einem Mann mehr auf dem Eis, als Vaclav Prospal(35.pp) den Spielstand egalisierte.
Optisch ausgeglichen gestalteten sie auch den Schlussabschnitt. Eine Unachtsamkeit im Powerplay brachte sie aber um einen Punktgewinn.

Toronto - Detroit 2-6 (0-3/2-1/0-2)
Die Spitzenpartie des heutigen Spieltages fand in der Joe Louis Arena von Detroit statt. Beim mit abstand punktbesten Team der Liga mussten die Toronto Maple Leafs, der Tabellenführer der Northeast Division, antreten. Mit 6-2 Toren setzte es eine deutliche Niederlage für die Leafs. Die Red Wings konnten damit ihre Erfolgsserie auf sieben Siege in Folge ausbauen.
Die Hausherren profitierten heute von der teilweise überharten Gangart der Kanadier und von einem nicht gerade gut aufgelegten Schlussmann Corey Schwab, der nach dem ersten Drittel durch Sebastien Centomo esetzt wurde.
Jason Williams(11.) mit seinem ersten Saisontor, Sergei Fedorov(16.pp) und Luc Robitaille(18.pp) legten bis zur ersten Pause mit ihren Toren den Grundstein für den Kantersieg. Als im folgenden Spielabschnitt auch noch Igor Larionov(32.pp) eine nummerische Überlegenheit der Wings mit dem 4-0 abschloss, war die Begegnung gelaufen.
Die Leafs gaben sich zwar noch nicht geschlagen, gegen die auch in der Defensive clever agierenden Hausherren, reichte es jedoch nicht mehr zu einer Spielwende. Zumindest konnten Tomas Kaberle(34.pp) und Teamkapitän Mats Sundin(38.sh) mit ihren Toren zum 2-4 Zwischenstand den Ausgang etwas freundlicher gestalten.
Erneut Sergei Fedorov(41.) sowie Sean Avery(50.) komplettierten die Galavorstellung der Red Wings.

Los Angeles - Dallas 2-3 OT (0-1/1-1/1-0/0-1)
Einiges auf dem Spiel stand sowohl für die gastgebenden Dallas Stars, als auch für die Los Angeles Kings bei ihrem heutigen Aufeinandertreffen. Ein Punkt gegen den direkten Kontrahenten um eine Playoffteilnahme im Westen zählt schließlich doppelt.
Für den 'doppelten' Zähler verantwortlich war Brenden Morrow(64.), dem 67 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung der 3-2 Siegtreffer für die Texaner gelang.
Bereits während der regulären Spielzeit hatten sich die Hausherren durch Tore von Pierre Turgeon(13.) sowie Richard Matvichuk(36.pp) zwei Mal in Front bringen können, versäumten es jedoch daraufhin, aus ihrer optischen und auch spielerischen Überlegenheit heraus, den Vorsprung weiter auszubauen. Die Kings warteten geduldig auf ihre Torchancen und diese kamen als sie mit einem Mann mehr auf dem Eis standen. Adam Deadmarsh(33.pp) glich zum 1-1 aus und knapp drei Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nutzte Zigmund Palffy(58.pp) eine Überzahl um den Kaliforniern einen Punkt zu sichern, der in der Endabrechnung noch eine bedeutende Rolle spielen kann.

Columbus - Colorado 1-4 (1-1/0-3/0-0)

Martin Skoula (COL) checkt Kevin Dineen (CLB) hart gegen die Bande.
Die Colorado Avalanche erfüllten ihre Pflichtaufgabe gegen das Tabellenschlusslicht der Western Conference, die Columbus Blue Jackets, zwei Punkte einzufahren. Die Gäste aus Columbus bereiteten aber den amtierenden Stanley Cup Champions vor allem im ersten Drittel einen heißen Tanz und waren teilweise ihren Gasgebern spielerisch überlegen. Die 1-0 Führung der 'Avs' durch Adam Foote(10.) war mehr als schmeichelhaft. Teilweise konnten sich die Hausherren nur durch unfaire Mittel gegen die anstürmenden Blue Jackets erwehren. Eine von drei Powerplaysituationen nutzte David Vyborny(13.pp) zum 1-1.
Wie verwandelt präsentierten sich die Avalanche nach der Pause. Jetzt übernahmen sie die Regie für das Geschehen auf dem Eis und zeigten der noch jungen Franchise ihre Grenzen auf. Standesgemäß schossen Steven Reinprecht(26.), Brian Willsie(33.pp) sowie Eric Messier(39.) einen 3-Tore Vorsprung heraus.
Dabei beließen es die Gastgeber. Im Schlussabschnitt tat Colorado nur noch das Nötigste um sich den Heimerfolg zu sichern.

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