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2002-03-03 

SPIELTAG 03.03.2002

Philadelphia - N.Y. Rangers 5-6 (0-2/2-3/3-1)
Welch eine Genugtuung für Eric Lindros(12./22.pp/23.). New Yorks Center markierte in einem mit harten Mitteln geführten Spiel gegen sein ungeliebtes Ex-Team einen Hattrick. "Ich war zur rechten Zeit am rechten Ort.", freute sich Lindros über seine drei Treffer beim 6-5 Heimerfolg, der im Schlussabschnitt noch einmal stark gefährdet war.
Die Philadelphia Flyers brauchten fast eine halbe Stunde bis sie sich auf die harte Gangart der Hausherren eingestellt hatten. Nachdem in diesem Zeitraum auch noch Theoren Fleury(16.pp) getroffen hatte, lagen sie zwischenzeitlich sogar mit 0-4 im Hintertreffen.
Simon Gagne(24./30./53.) konnte mit den ersten zwei seiner drei Tore den Rückstand auf 2-4 verkürzen. Doch just in jenem Moment als die Flyers immer besser ins Spiel kamen, gelang es Radek Dvorak(35.sh) bei Unterzahl der Hausherren wieder den alten 3-Tore Vorsprung herzustellen.
In den letzten 20 Spielminuten sahen sich die 'Blueshirts' einem stetig steigenden Angriffsdruck der Gäste ausgesetzt. Eric Desjardins(41.) und Jeremy Roenick(44.) brachten Philadelphia innerhalb von drei Spielminuten auf 4-5 heran. Als 'Game Winning Goal' sollte sich kurz darauf Dave Karpas(47.) erster Saisontreffer herauskristallisieren. Trotz des hohen Engagements der Flyers in der Schlussphase der Partie, konnte nur noch Simon Gagne New Yorks Schlussmann Mike Richter bezwingen und damit seinen Hattrick komplettieren.

Detroit - Pittsburgh 4-2 (0-0/2-1/2-1)
Die Siegesfahrt der Detroit Red Wings konnte auch nicht von den Pittsburgh Penguins gestoppt werden. Hochverdient mit 4-2 Toren entledigte sich das punktbeste Team der Liga seiner Auswärtsaufgabe und fuhr den sechsten doppelten Punktgewinn in Folge ein.
Die Gäste waren von der ersten Minute an das spielbestimmende Team und ließen im torlosen ersten Spielabschnitt nur einen Torschuss der Penguins zu. Eiskalt erwischt wurde kurz nach der Pause Gästetorwart Dominik Hasek, der den zweiten Torschuss der Hausherren durch Jan Hrdina(22.) passieren lassen musste. Völlig überraschend und den Spielverlauf auf den Kopf stellend, gingen die Penguins mit 1-0 in Front.
Pittsburgh Goalie Jean-Sebastien Aubin konnte fast 26 Minuten lang sein Gehäuse gegen die haushoch überlegenen Gäste sauber halten, dann wurde er zwei Mal binnen fünf Minuten durch Boyd Deveraux(26.) sowie Brendan Shanahan(31.) bezwungen und die Talfahrt der Penguins nahm seinen Lauf.
Sean Avery(55.) gelang sein erster Saisontreffer und Nicklas Lidstrom(60.en) machte vier Sekunden vor Spielende mit einem 'Empty Net Goal' den 4-2 Erfolg perfekt. Kurz zuvor hatte Stephane Richer(59.) noch etwas Ergebniskosmetik für die Penguins betreiben können.

Dallas - Colorado 2-1 (1-0/1-0/0-1)
Mit viel Einsatz und einer beeindruckenden Defensivleistung gelang es den Dallas Stars zwei wichtige Punkte beim Kampf um einen Playoffplatz aus dem Pepsi Center von Denver zu entführen. Die gastgebenden Colorado Avalanche hatten ihre liebe Mühe ein Mittel zu finden um die kompakt stehenden und engagiert zu Werke gehenden Texanern in Verlegenheit zu bringen. Ideenlos präsentierten sie sich auch bei den ersten zwei Überzahlsituationen, die sich ihnen boten und zu ihrem Unglück schnappte sich Mike Modano(10.sh) bei der zweiten den Puck, zog unaufhaltsam davon und schloss seinen Alleingang mit dem 1-0 ab.
Noch schlimmer kam es für die Hausherren im zweiten Durchgang, als John MacLean(26.) eine 2 gegen 1 Situation mit Pierre Turgeon nutzte, um auf 2-0 zu erhöhen. Das Spiel der 'Avs' war jetzt zwar etwas gefälliger, so richtig gute 100%ige Einschussmöglichkeiten waren aber auch in diesem Spielabschnitt nicht zu verzeichnen. Erst als Richard Matvichuk Mitte des Schlussabschnitts auf der Strafbank Platz nehmen musste, gelang Joe Sakic(50.pp) bei dem daraus resultierenden Powerplay der Anschlusstreffer zum 1-2 Endstand.

Columbus - Los Angeles 2-0 (1-0/0-0/1-0)
Schlussmann Ron Tugnutt avancierte zum Matchwinner in der Nachmittagsbegegnung seiner Columbus Blue Jackets gegen die Los Angeles Kings. Die 18.118 Zuschauer im Staples Center von L.A. sahen eine einseitige Partie, in der die Hausherren 60 Minuten lang das Gehäuse der Blue Jackets bestürmten, aber immer wieder am Gästetorwart scheiterten. 30 Rettungstaten konnte Tugnutt bei seinem 21. NHL-Shutout für sich verbuchen. Kaum Arbeit hatte sein Gegenüber. Felix Potvin bekam nur 11 Torschüsse zu halten und als Mike Sillinger(12.) abzog rutschte Potvin der Puck über die Fanghand. Völlig überraschend lagen die Gäste mit 1-0 in Front. Mit viel Geschick und einem herausragenden Tugnutt im Tor verteidigte Columbus seinen knappen Vorsprung über die noch verbleibenden knapp 50 Spielminuten.
Als die Kalifornier in der Schlussminute ihren Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers herausgenommen hatten, gelang Grant Marshall(60.en) der Treffer zum 2-0 Endstand.

Buffalo - Toronto 3-3 (1-0/1-2/1-1)
Es sollte eine ausgelassene Feierstunde zum 75. Geburtstag der Maple Leafs werden und endete tragisch. Toronto wollte das Maple Leafs Team aller Zeiten ehren, doch als Art Jackson, der 75-jährige Neffe der Leafs Legende Busher Jackson, stellvertretend für seinen bereits verstorbenen Onkel aufgerufen wurde, brach er vor Aufregung zusammen und starb wenig später.
Der Beginn des anschließenden Spiels verzögerte sich dadurch und geriet zur Nebensache. Trotzdem kämpften beide Teams um die Punkte. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie standen vor allem die Überzahl- und Unterzahlformationen im Mittelpunkt, denn fünf der sechs Tore fielen bei nummerischem Ungleichgewicht. Das Erste stellte dabei die einzige Ausnahme dar, als Chris Gratton(20.) kurz vor Drittelende seine Sabres in Führung bringen konnte.
Bereits 26 Sekunden nach Wiederbeginn nutzte Mats Sundin(21.pp/43.pp) die zweite Überzahlsituation der Begegnung nach einem voraus gegangenen Foul von Vaclav Varada. Der Schwede war auch für die 3-2 Führung der Gastgeber zu Beginn des Schlussabschnitts verantwortlich. Zwischenzeitlich hatte zunächst Miroslav Satan(24.pp) gleich das erste Powerplay der Sabres zum 2-1 nutzen und Gary Roberts(40.sh) 25 Sekunden vor der zweiten Pause mit einem Unterzahltor erneut ausgleichen können. Jean-Pierre Dumont(55.pp) setzte mit seinem ersten Treffer seit dem 16. Januar den Schlusspunkt und rettete Buffalo mit einem Nachschuss einen Punkt im Air Canada Centre.

Carolina - Montreal 4-3 (0-1/1-1/3-1)
Die Gäste aus Carolina waren den Gastgeber aus Montreal über fast die gesamte Dauer des Spiels überlegen und entführten letztendlich verdient beide Punkte. Doch die Canadiens hatten schon wie der sichere Sieger ausgesehen, als sie mit einem 2-1 Vorsprung nach Treffer von Doug Gilmour(3.pp/28.), sowie Martin Gelinas(31.) auf der Gegenseite, in das dritte Drittel gingen und nach knapp zwei Minuten mit einem Unterzahltor von Shaun Van Allen(42.sh) auf 3-1 erhöhen konnten.
Doch nur 16 Sekunden später nutzte Sami Kapanen(43.pp) das Powerplay der Gäste zum erneuten Anschluss und so nahm das Unheil für Montreal seinen Lauf. Marek Malik(48.) egalisierte zunächst den Spielstand und Jeff O'Neill(58.) besiegelte zwei Minuten und fünf Sekunden vor der Schlusssirene die Niederlage der Habs. Das 24. Saisontor von O'Neill fiel nach einem gewonnenen Bully von Ron Francis, der seinen Teamkollegen bediente und dieser keine Mühe hatte, mit einem trockenen Schuss Heimtorhüter Jose Theodore zu überwinden. Obwohl Theodore insgesamt 37 Schüsse abwehrte, machte er beim 3-3 keine glückliche Figur, als der Puck von seinem Schläger ins Netz prallte.

Washington - Ottawa 3-2 OT (1-1/1-1/0-0/1-0)
17.814 Zuschauer im Corel Centre von Ottawa mussten zusehen, wie ihre Senators nach drei Siegen in Folge den Washington Capitals mit 2-3 Toren unterlagen. Jaromir Jagr(62.) erzielte nach knapp zwei Minuten in der Verlängerung den Siegtreffer für die Washington Capitals, die von ihren letzten fünf Partien vier gewinnen konnten.
Bereits in der regulären Spielzeit hatte Jaromir Jagr(20.) zugeschlagen. Fünf Sekunden vor der ersten Pause war es ihm gelungen seinen eigenen Rebound zu verwandeln und das Führungstor der Kanadier von Marian Hossa(20.) zu egalisieren.
Unterhaltsam, mit Eishockey auf hohem Niveau, verlief auch der zweite Spielabschnitt, wobei die Gäste aus der US-Hauptstadt den besseren Start erwischten: Andrei Nikolishin(22.) brachte sie erstmals in Front. Es entwickelte sich daraufhin ein offener Schlagabtausch mit mehreren guten Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten. Den Spielanteilen entsprechend, durchaus verdient gelang Mitte des Durchgangs Magnus Arvedson(31.) der Ausgleichstreffer.
In der bis zur Verlängerung noch verbleibenden halben Stunde neutralisierten sich die Kontrahenten weitgehend und es kam zu keinen weiteren Erfolgserlebnissen.

Atlanta - N.Y. Islanders 1-4 (1-1/0-2/0-1)
Als nicht konkurrenzfähig stellten sich die Atlanta Thrashers heute Nacht im Nassau Veteran Memorials Coliseum von Long Island vor und waren letztendlich mit der schon deutlichen 1-4 Niederlage noch ganz gut bedient. Die New York Islanders kontrollierten 60 Minuten lang das Geschehen auf dem heimischen Eis. Ihre Überlegenheit spiegelt sich auch in der Torschussstatistik von 27-14 zu ihren Gunsten wieder. Nur eine Unachtsamkeit leisteten sich die Islanders. Bei eigenem Powerplay mussten sie den einzigen Gegentreffer durch Chris Tamer(16.sh), sein erstes Saisontor, hinnehmen. Zuvor hatte Alexei Yashin(7.) die Hausherren in Front gebracht. Mit dem aus Sicht der Gäste schmeichelhaften 1-1 Unentschieden ging es in die erste Pause.
Dave Scatchard(33./60.en) und Claude Lapointe(40.) schossen die Islanders im Mittelabschnitt auf die Siegerstraße zurück und Scatchard blieb es noch zusätzlich vorbehalten mit einem 'Empty Net Goal' den Endstand herzustellen.

Florida - Tampa Bay 2-3 (1-0/1-0/0-3)
Die Tampa Bay Lightning sind nicht gerade dafür bekannt ein Spiel im Schlussabschnitt noch zu ihren Gunsten zu drehen. Heute Nacht im Lokalderby gegen die Florida Panthers sollte es ihnen durch drei Tore von Brad Richards(49.pp), Jimmie Olvestad(51.) und Dan Boyle(56.pp) zum ersten Mal in dieser Saison beim 26. Anlauf gelingen und das ausgerechnet gegen Roberto Luongo, jenem Torhüter der ihnen bei den letzten Aufeinandertreffen das Leben und das Tore schießen schwer gemacht hatte.
Zwei Drittel lang konnten die seit mittlerweile sechs Partien auf einen doppelten Punktgewinn wartenden Panthers durchaus überzeugen. In der Abwehr standen sie kompakt und arbeitenden solide, im Angriff nutzten sie konsequent ihre Tormöglichkeiten. Marcus Nilson(14.) sowie Valeri Bure(37.) sorgten für eine beruhigende 2-0 Führung. Die Panthers konnten aber in den letzten 20 Minuten nicht an die zuvor gezeigte Leistung anknüpfen und standen am Ende, bedingt auch durch undisziplinierte Aktionen, wieder einmal mit leeren Händen da.

Nashville - Calgary 2-5 (0-3/0-1/2-1)
Solche Spiele muss man zu Hause gewinnen, will man im Playoffrennen bleiben und die Calgary Flames taten dies eindrucksvoll. Vor allem die Chancenauswertung war gegen die Nashville Predators kaum zu toppen. Mit sechs Torschüssen in der ersten Periode gelangen den Gastgebern drei Treffer. Craig Conroy(10.pp), Marc Savard(14.), sowie Jarome Iginla(17.sh) in Unterzahl standen Pate für die nahezu perfekte Ausbeute der Flames.
Ins Bild passte auch das 4-0 durch Dean McAmmond(40.), der acht Sekunden vor dem zweiten Wechsel die Predators frustrierte. Die Gäste zeigten sich nämlich gewillt, den Rückstand zu verkürzen und waren Calgary im Mittelbschnitt überlegen, doch Torsteher Roman Turek war nicht zu bezwingen.
Das dauerte immerhin bis zur 52. Minute, als Steve Dubinsky(52.) der erste von zwei Ehrentreffern gelang. Nachdem Chris Clark(59.sh) erneut mit einem Mann weniger auf dem Eis für die Hausherren traf, machte Cliff Ronning(60.pp) doch noch alles richtig und verwertete das Überzahlspiel der Gäste zum 2-5 Endstand.
Der Rückstand der Flames auf einen Playoffplatz beträgt trotz des Sieges drei Punkte.

St. Louis - Edmonton 1-1 (0-0/1-0/0-1/0-0)
Ohne ihre verletzten Torjäger Doug Weight und Keith Tkachuk mussten sich die St. Louis Blues mit einem Punkt in Edmonton begnügen. Die Gäste versäumten es die Begegnung in ihren Überzahlsituationen zu entscheiden, waren sie doch zweimal mit fünf gegen drei Spieler deutlich im Vorteil. Doch aus beiden Gelegenheiten resultierten keine Erfolgserlebnisse. Dafür sorgte jedoch Neuzugang Shjon Podein(29.), der nach seinem Wechsel von Colorado am 11. Februar sein erstes Tor als Blues-Akteur erzielen konnte.
Die Oilers setzten im Schlussspurt alles daran, weitere wichtige Punkte für die Tabelle zu sammeln und hatten die Blues die letzten 20 Minuten gut im Griff. Die Initiative wurde auch durch den Ausgleich von Mike Comrie(55.) mehr als fünf Minuten vor dem Ende belohnt. Mehr als ein Punkt war jedoch nicht drin, weil Blues-Goalie Brent Johnson mit insgesamt 29 Rettungstaten eine fehlerfreie Partie zeigte.

Minnesota - Vancouver 3-6 (0-2/1-4/2-0)
Die Vancouver Canucks konnten mit einem 6-3 Erfolg im heimischen General Motors Place über die Minnesota Wild ihre Negativserie von vier sieglosen Spielen in Folge benden und halten ihre Hoffnungen auf das Erreichen der Playoffs am Leben.
Die Westkanadier waren ihren heutigen Gästen, die versuchten mit einer überharten Gangart Paroli bieten zu können bei weitem überlegen. Innerhalb der ersten 35 Spielminuten schossen Henrik Sedin(1.), Daniel Sedin(13.), Todd Bertuzzi(22.pp), Mattias Ohlund(25.), Trevor Letowski(30.pp), sowie Brendan Morrisson(37.) einen 5-0 bzw. 6-1 Vorsprung heraus und es schien sich ein Debakel für die Wild anzubahnen.
Die Canucks schalteten aber angesichts der noch ausstehenden schweren Aufgaben einen Gang zurück und so konnten die Wild durch Matt Johnson(32.), einem verwandelten Penalty von Stacy Roest(43.ps), sowie Jim Dowd(49.) noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und die Niederlage schließlich im Rahmen halten.

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