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2002-03-01 

SPIELTAG 01.03.2002

Carolina - Boston 6-2 (3-0/1-1/2-1)
Wenn es nach Boston geht, dann sind die Carolina Hurricanes immer hellwach. Von ihren letzten sieben Spielen in 'Beantown' konnte Carolina fünf gewinnen und verlor nur einmal. Auch heute Nacht beherrschten die Gäste ihre Kontrahenten und wirbelten, ihrem Beinamen entsprechend, durch das Fleet Center.
Angeführt von ihrem herausragenden Teamkapitän Ron Francis(1.), der bereits nach 59 Sekunden das 1-0 markierte und an weiteren drei Treffern, denen von Jeff O'Neill(13.), Marek Malik(36.) und Rod Brind'Amour(41.pp), mit einem Assist beteiligt war, ließen die Hurricanes den überhart agierenden Bruins nicht den Hauch einer Chance. Kevyn Adams(15.), mit dem 3-0 noch vor der ersten Pause sowie erneut Rod Brind'Amour(51.), gut neun Minuten vor Spielende, komplettierten den Torreigen.
"Wenn man so früh mit drei Toren im Hintertreffen liegt, ist es schwer wieder zurück ins Spiel zu kommen. Ich denke wir haben wirklich alles versucht, aber solche Spiele wie heute kommen einfach vor.", verteidigte Bostons Torjäger Joe Thornton die Vorstellung seines Teams. Thornton leistete zu Bill Guerins(34.pp) 1-3 Anschlusstreffer die Vorarbeit und blieb ansonsten blass. Das zweite Erfolgserlebnis der Hausherren gelang Brian Rolston(43.sh) bei Unterzahl. Insgesamt standen die Bruins 13 Mal mit einem Mann weniger auf dem Eis.

Ottawa - N.Y. Rangers 3-0 (1-0/2-0/0-0)
In einer indiskutablen Form präsentierten sich die New York Rangers den 18.200 Zuschauern im Madison Square Garden von Manhattan. Mit Ausnahme einer kurzen Drangperiode der Rangers zu Beginn des zweiten Durchgangs dominierten die Ottawa Senators das Spielgeschehen. Durch den heutigen 3-0 Auswärtserfolg untermauerten die kanadischen Gäste ihre Ambitionen auf den Divisionstitel im Nordosten der Liga.
Bereits zur zweiten Pause war die Partie entschieden. Zwei Mal Radek Bonk(13.pp/34.) sowie Todd White(25.) hatten bis zu diesem Zeitpunkt einen beruhigenden 3-0 Vorsprung herausgeschossen. Zu allen drei Treffern leistete Marian Hossa die Vorarbeit.
Kaum Mühe sich seinen zweiten Saison-Shutout zu verdienen, hatte Ottawas Schlussmann Patrick Lalime. 34 Rettungstaten, die meisten hiervon entsprangen harmlosen Schüssen der 'Blueshirts', konnte er für sich verbuchen.

Pittsburgh - Columbus 4-3 OT (1-1/0-2/2-0/1-0)
Michal Rozsival(62.) beendete mit seinem fünftem Saisontreffer nach 102 Sekunden in der Verlängerung Pittsburghs Negativserie von acht Spielen in Folge ohne doppelten Punktgewinn. Ohne ihren Teamkapitän und Eigner Mario Lemieux, der vor der heutigen Partie in Columbus bekannt gab, dass er in dieser Saison seiner Mannschaft verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen wird, brauchten die Penguins zwei Drittel bis sie ins Spiel kamen.
Rostislav Kiesla(6.), Robert Kron(21.) und Mike Sillinger(38.) hatten eine 3-1 Führung für den Tabellenletzten der Western Conference besorgt. Zwischenzeitlich war Alexei Kovalev(6.) der Ausgleich gelungen. Ansonsten war von den Gästen in den ersten 40 Spielminuten nur wenig zu sehen.
Im Schlussabschnitt rissen sich die Penguins jedoch am Riemen und kamen doch noch zu zwei Zählern. Robert Lang(43.) sowie Aleksey Morozov(60.) retteten sie in die Overtime.

San Jose - Washington 5-2 (1-1/3-0/1-1)
Viele Torgelegenheiten ließen die Washington Capitals nicht zu, aber wenn die Gäste aus San Jose einmal gefährlich vor Caps Schlussmann Olaf Kölzig auftauchten, dann klingelte es auch. Einem Spitzenteam würdig erledigten sich die San Jose Sharks ihrer Auswärtsaufgabe in der US-Hauptstadt mit einem 5-2 Sieg.
Nach einem ausgeglichenen ersten Spielabschnitt, indem sich die Kontrahenten durch Tore von Adam Graves(6.) und Jaromir Jagr(8.pp) mit einem 1-1 trennten, legten die Kalifornier im Mitteldrittel richtig los. Alex Korolyuk(26.), Owen Nolan(34.pp) und Scott Thornton(36.) brachten die Gäste mit ihren Treffern auf die Siegerstraße.
San Joses siebten doppelten Punktgewinn in Folge konnten die Hausherren auch in den letzten 20 Minuten nicht mehr gefährden. Washington hatte durchaus noch gute Chancen, doch Gästetorwart Evgeni Nabokov ließ sich nur noch einmal von Sergei Gonchar(59.) bezwingen.
Den Schlusspunkt setzte Vincent Damphousse(60.en) mit einem 'Empty Net Goal'.

St. Louis - Calgary 2-3 (0-0/0-3/2-0)
Drei Mann, die sich ansonsten nicht gerade als Torjäger auszeichnen, waren maßgeblich für Calgarys 3-2 Heimerfolg über die enttäuschenden St. Louis Blues verantwortlich. Jeff Shantz(28.), Petr Buzek(33.) und Derek Morris(35.) hatten die Gäste wohl nicht als Torschützen auf ihrer Rechnung. Für Shantz und Buzek, er traf zuletzt vor über zwei Jahren, war es jeweils das erste Saisontor und auch Morris hatte erst zum zweiten Mal in dieser Spielzeit ins Schwarze getroffen.
Mit dem Vorsprung im Rücken kontrollierten die Westkanadier das Spielgeschehen. Ihr erster Sieg nach drei Niederlagen in Folge geriet aber zur Mitte des Schlussdrittels noch einmal in Gefahr. Tyson Nash(52.) sowie Scott Mellanby(54.pp) nutzten zwei Unachtsamkeiten um die Blues bis auf 2-3 heranzubringen. Ihr darauffolgender Endspurt blieb ein weiterer Erfolg verwehrt.
Zu ihrem Unglück verletzte sich auch noch Center Doug Weight bei einem harten aber fairen Check von Bob Boughner. Wie lange die Blues auf ihren Topstü,rmer verzichten müssen steht noch nicht fest.

Nashville - Edmonton 3-2 (0-1/1-1/2-0)
Die Heimschwäche der Edmonton Oilers hielt auch in ihrer ersten Partie nach der Olympiapause an. Eine zweimalige Führung durch Todd Marchant(18.sh) und Mike Comrie(29.pp) genügte den Westkanadiern nicht, um ihre dritte Niederlage im Skyreach Centre zu verhindern.
Nur einen Sieg konnten die Oilers in ihren letzten sechs Partien für sich verbuchen und finden sich nun auf Rang 10 der Western Conference außerhalb der Playoffplätze wieder.
Die Nashville Predators erwiesen sich als unangenehme Gegner. Die Gäste standen in der Verteidigung sehr kompakt und waren bei ihren schnell vorgetragenen Kontern stets gefährlich. Auch von den Rückständen ließen sich die Predators nicht beeindrucken. Kimmo Timonen(27.pp) sowie Vitali Yachmenev(41.) egalisierten jeweils den Spielstand und als nur noch 116 Sekunden zu absolvieren waren, avancierte Martin Erat(59.) zum Matchwinner. Mit einem Handgelenksschuss gab er Tommy Salo das Nachsehen.

Phoenix - Colorado 1-2 OT (1-0/0-0/0-1/0-1)
Die Colorado Avalanche haben es vor allem drei Spielern zu verdanken, dass sie immer noch Platz 2 in der Western Conference inne haben. Chris Drury(64.) sorgte mit seinem Overtimetreffer dafür, dass die Avalanche noch zwei Punkte in ihrer Heimpartie gegen die stark auftrumpfenden Phoenix Coyotes einfahren konnten. Der zweite Mann auf dem sie sich verlassen konnten war Joe Sakic. Wenn Colorados Teamkapitän auf dem Eis stand, lag immer ein Treffer in der Luft. Schon zum 1-1 Ausgleichstor von Steven Reinprecht(42.) leistete Sakic die Vorarbeit. Der dritte im Bunde war Schlussmann Patrick Roy, an dem sich die spielerisch und optisch überlegenen Coyotes mehrfach die Zähne ausbissen. Roy sorgte mit seinen 32 Rettungstaten dafür, dass die Hausherren zum vierten Mal in Folge ungeschlagen blieben.
Nur bei dem 1-0 Führungstor durch Daniel Briere(9.) im ersten Drittel gab es für Roy wenig zu halten.

Dallas - Vancouver 4-3 OT (2-3/1-0/0-0/1-0)
Zeitgleich mit dem Ertönen der Schlusssirene bescherte Mike Modano(65.pp) seinen Dallas Stars zwei wichtige Zähler im Kampf um einen Playoffplatz. Genau 0,9(!) Sekunden waren in der Overtime noch zu absolvieren, als Modano zum 4-3 Endstand einnetzte. Durch diesen Auswärtserfolg bei ihren direkten Kontrahenten aus Vancouver machten die stars einen Sprung von Rang 10 auf Platz 8 der Western Conference und sind nun punktgleich mit den Mannschaften aus Phoenix, Edmonton sowie ihren Gegnern von heute Morgen.
In der sehr intensiv geführten, unterhaltsamen Partie erwischten die Gäste einen Traumstart. Mit einem Doppelschlag brachten Brad Lukowich(7.pp) und John MacLean(7.) die Stars innerhalb von 9(!) Sekunden mit 2-0 in Front.
Die Canucks steckten jedoch nicht auf und übernahmen in der Folgezeit bis zur ersten Pause das Kommando. Ed Jovanovski(8.pp), Trevor Letowski(15.) sowie Andrew Cassels(18.pp) konnten noch bis zur Drittelunterbrechung die Hausherren in Führung bringen.
Im ebenfalls mit harten Bandagen geführten Mittelabschnitt agierten nur noch die texanischen Gäste. Bei einem Torschussverhältnis von 12-4 war der Ausgleichstreffer von John MacLean(24.), er markierte heute seine ersten zwei Saisontore, mehr als verdient.
Die Gemüter beruhigten sich in den letzten 20 Spielminuten der regulären Spielzeit. Beide Mannschaften waren darauf bedacht, den einen schon sicheren Punkt über die Zeit zu retten.

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