NHL-Eishockeymagazin
 berichte - aktuell - spielberichte

>> Titelseite

> Berichte
>> aktuell
>> hintergrund

>> Vereine

>> Fanspiele

>> Service

>> Statistik

>> Gerüchte

2002-02-10 

SPIELTAG 10.02.2002

Florida - Boston 1-4 (0-2/0-1/1-1)
Mit einem verdienten 4-1 Erfolg über die Florida Panthers haben die Boston Bruins ihre Serie auf sechs Partien ohne Niederlage ausgebaut und setzen sich damit zunächst wieder auf Platz 1 im Osten vor den heute Nacht noch in St. Louis aktiven Philadelphia Flyers.
Bereits im ersten Drittel zeigten die Bruins den Gästen auf, wer Herr im Fleet Center sein würde und begannen äußerst druckvoll. Diese Offensive zahlte sich mit einem Doppelschlag von Bill Guerin(15.pp) und Sergei Samsonov(16.) in Tore aus. Für Samsonov war es der 20. Saisontreffer. Damit haben die Bruins fünf Akteure in ihren Reihen, die bisher 20 Mal oder häufiger in dieser Spielzeit getroffen haben, so viele wie kein anderes Team.
Als im Mittelabschnitt Panther Pavel Bure in der 31. Spielminute zunächst einen Penalty an den Pfosten setzte und Glen Murray(36.) knapp fünf Minuten später auf 3-0 erhöhte, war die Begegnung entschieden. Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch Valeri Bure(41.), der nur 34 Sekunden nach dem Wiederbeginn einen Schuss von Verteidiger Sandis Ozolinsh ablenkte, nichts mehr. Alle Hoffnungen auf eine Wende für das zweitschlechteste Team der Eastern Conference erübrigten sich, als Brian Rolston(49.) den alten Abstand erneut herstellte. Schließlich war noch Zeit für ein paar Schlägereien und die Schiedsrichter hatten noch alle Hände voll zu tun, wirkungsvolle Strafen auszusprechen. In der 59. Minute mussten dann als Höhepunkt sechs Spieler vorzeitig zum Duschen gehen.

New Jersey - Pittsburgh 2-1 OT (0-0/0-0/1-1/1-0)
Verteidiger Brian Rafalski(65.) sorgte mit seinem Treffer neun Sekunden vor dem Ende der Verlängerung für eine gelungene Rückkehr seines neuen Trainers Kevin Constantine an seine alte Wirkungsstätte. Constantine war von 1997 bis 2000 bei den Penguins tätig.
Nach diesen fast 65 Minuten muss festgehalten werden, dass der doppelte Punktgewinn für die Gäste vollends in Ordnung geht. Von Beginn an dominierten sie die heimischen Penguins, scheiterten nur am glänzenden Johan Hedberg in deren Gehäuse oder an ihrem eigenen Unvermögen. Die Penguins kamen ganz zum Leid ihrer Zuschauer selten zu guten Gelegenheiten, einzig Mario Lemieux traf im Mittelabschnitt den Pfosten.
Fast schmeichelhaft fiel dann in der 47. Minute die Führung für die Hausherren, die aber nach dem zweiten Wechsel mehr Initiative an den Tag legten. Aleksey Morozov(47.) verwandelte seinen eigenen Nachschuss zum 1-0. Daraufhin konnten die Devils von Glück reden, dass ein Schuss von Rafalski mit dem Umweg über den Schläger von Bobby Holik(52.) über die Schulter von Hedberg hinweg den Weg ins Netz fand. Ansonsten wären sie trotz der ansprechenden Leistung erneut leer ausgegangen. Doch Holik und Rafalski sorgten für ein Happy End der Teufel, die diese Punkte im Kampf um die Playoffs bitter benötigen und Pittsburgh benötigt hätte.

Montreal - Toronto 1-4 (0-2/1-1/0-1)
Nach Strich und Faden vorgeführt wurden die Montreal Canadiens im Lokalderby bei den Toronto Maple Leafs. Letztendlich konnten sich die Frankokanadier sogar noch bei ihrem Schlussmann Jose Theodore bedanken, dass sie 'nur' mit 1-4 Toren den Hausherren unterlagen. Zwar musste Theodore bereits nach 70 Sekunden den Puck hinter sich aus dem Netz holen, Robert Reichel(2.) hatte abgezogen, in den noch folgenden Spielminuten stand Montreals Goalie unter Dauerbeschuss und parierte insgesamt 42 Torschüsse.
Die Leafs hatten ihre Gäste stets im Griff und agierten so druckvoll, dass notgedrungen weitere Treffer folgen mussten. Shayne Corson(11.) noch vor der ersten Pause sowie Travis Green(40.) zum Ende des zweiten Durchgangs hin, bauten den Vorsprung für die Gastgeber auf 3-1 aus. Zwischenzeitlich war Sergei Berezin(32.pp) aus einer 5 gegen 3 Überzahlsituation heraus der schmeichelhafte Anschlusstreffer gelungen.
Den Schlusspunkt unter der einseitigen Partie setzte Torontos finnischer Verteidiger Jyrki Lumme(59.sh;en) mit einem 'Shorthander' in das mittlerweile verwaiste Gehäuse der Canadiens.

Detroit - Ottawa 3-2 (0-0/3-2/0-0)
Gut weggesteckt haben die Detroit Red Wings ihre Heimpleite gegen die Columbus Blue Jackets vom Vorabend. Die Gefahr ihre heutigen Gastgeber die Ottawa Senators zu unterschätzen bestand nicht. In ihren letzten acht Saisonspielen konnten die Kanadier jeweils punkten.
Von Spielbeginn an gingen die Red Wings konzentriert zu Werke. Beide Mannschaften zeigten viel Respekt voreinander und tasteten sich erstmals ab. Ja nicht den ersten Gegentreffer hinnehmen u müssen, war die Devise des Eröffnungsdrittels. So war es wenig verwunderlich, dass sich die Kontrahenten mit einem torlosen Unentschieden in die Pause verabschiedeten.
Kurz vor Ende des ersten Drittels leistete sich Jody Hull noch eine Strafzeit wegen 'Hakens' mit negativen Folgen für die Hausherren. Den zweiten Durchgang mussten die Senators mit einem Mann weniger auf dem Eis beginnen und die strafe folgte auf dem Fuß. Steve Duchesne(22.pp) netzte zum 1-0 ein. Der Treffer tat der Partie sehr gut. Es entwickelte sich ein flottes Spielchen aus dem die Gäste mit 3-2 Toren als verdienter Sieger herausgingen.
Zwei Mal gelang den Senators durch Marian Hossa(27.) und Daniel Alfredsson(37.) der Ausgleich, doch die Red Wings übten daraufhin immer mehr Druck auf Ottawas Gehäuse aus und wurden hierfür durch zwei Zähler von Sergei Fedorov(30./39.) belohnt.

Nashville - Columbus 1-0 OT (0-0/0-0/0-0/1-0)
Nur 14 Sekunden nachdem sie in der Overtime eine Unterzahlsituation schadlos überstanden hatten, mussten die Columbus Blue Jackets doch noch einen Gegentreffer hinnehmen. Denis Arkhipov(63.) war der Torschütze des einzigen Treffers des Abends und bescherte damit den Nashville Predators einen raren Auswärtssieg. Es war erst der achte doppelte Punktgewinn der Jungs aus Tennessee.
Warum die Kontrahenten im unteren Tabellendrittel der Western Conference aufzufinden sind, zeigten sie den 18.136 Besuchern in den ersten 60 Spielminuten. Teilweise schon peinlich war es, wie fahrlässig die Stürmer mit ihren Torgelegenheiten umgingen. Leistungsgerecht mit einem torlosen Unentschieden endete die reguläre Spielzeit.
Gästetorwart Tomas Vokoun hielt 25 Torschüsse der Blue Jackets und beendete die Partie mit einem Shutout. Sein Gegenüber Marc Denis im Tor von Columbus brachte es auf 23 Saves - einer zu wenig.

Philadelphia - St. Louis 5-0 (2-0/0-0/3-0)
Kräftig unter die Räder kamen die St. Louis Blues bei ihrem Heimauftritt vor 19.931 Zuschauern im Savvis Center. Ihre Gäste, die Philadelphia Flyers, demonstrierten Eishockey vom Feinsten und ließen den Blues nicht den Hauch einer Chance.
Den Grundstein für den 5-0 Kantersieg legten bereits im ersten Durchgang Chris Therien(9.sh), mit einem Unterzahltor, und John LeClair(13.) knapp 4 1/2 Minuten danach.
Nach der Pause taten sich die nun offensiver agierenden Hausherren sehr schwer gegen die kompakt stehende Abwehr der Flyers. Häufig waren es nur Verlegenheitsschüsse der Blues, die Roman Cechmanek zu halten bekam. Mit insgesamt 30 Rettungstaten kam der tschechische Schlussmann zu seinem dritten Saison-Shutout.
Nachdem Philadelphia das zweite Drittel ohne Gegentreffer überstanden hatten, war St. Louis' Widerstand endgültig gebrochen. Justin Williams(44.), Keith Primeau(46.pp) und erneut John LeClair(56.) machten die Heimniederlage der Blues perfekt.

Washington - Tampa Bay 4-2 (0-1/3-0/1-1)
Viel Geduld müssen die Fans der Tampa Bay Lightning mit ihrem Team haben. Um sich zu freuen, sollten sie zur Zeit nicht gerade in den Ice Palace von Tampa, sondern lieber ins Kino gehen.
Auch heute Nacht setzte es für die Lightning eine Niederlage in der heimischen Arena. Von ihren letzten zwölf Heimpartien konnten die Lightning gerade einmal eine gewinnen.
Dabei sah es für die Hausherren zunächst gar nicht schlecht aus. Im ersten Spielabschnitt bestimmten sie das Geschehen auf dem Eis und gingen auch vollauf verdient durch Vaclav Prospal(16.) mit 1-0 in Front.
Das Blatt sollte sich aber im Mittelabschnitt wenden. Wie verwandelt kamen die Capitals aus der Kabine. Jetzt stürmten nur noch sie. Dainius Zubrus(24.) und Ulf Dahlen(26.) brachten Washington binnen zwei Minuten auf die Siegerstraße.
Der Rest war nur noch Formsache. Colin Forbes(33.) erhöhte auf 3-1 und nachdem Dave Andreychuk(44.) zu Beginn des Schlussabschnitts noch einmal die Lightning auf 2-3 herangebracht hatte, machte Chris Simon(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' Washingtons elften Sieg aus den letzten 13 Partien gegen Tampa Bay perfekt.

Chicago - Colorado 3-2 (1-2/2-0/0-0)
Sicherlich man kann gegen das zweibeste Team der Western Conference durchaus auch zuhause verlieren. So wie sich die Colorado Avalanche aber ihrer Niederlage kampflos hingaben, das hatten die 18.007 Zuschauer im Pepsi Center wohl noch nicht oft gesehen.
Erst wurde leichfertig eine durch Dan Hinote(3.) sowie Joe Sakic(10.) herausgeschossene zweimalige Führung hergeschenkt, Tony Amonte(9.) und Steve Sullivan(22.) egalisierten den Spielstand. Dann, nachdem sie Mitte des zweiten Durchgangs durch Kyle Calder(29.) sogar in Rückstand geraten waren, ließen die 'Avs' jeglichen Einsatz vermissen.
In der noch verbleibenden guten halben Stunde hatten die Chicago Blackhawks das Geschehen auf dem Eis stets unter Kontrolle. Im Schlussabschnitt 'schafften' es die Avalanche gerade zwei Mal auf das Gehäuse von Steve Passmore zu schießen.

Calgary - Vancouver 4-3 (2-1/0-2/2-0)
Totgesagte leben länger! Ausgerechnet die Calgary Flames, die in ihren zuletzt gezeigten Auswärtspartien nur wenig überzeugen konnten und bis auf den elften Tabellenplatz in der Western Conference abgerutscht waren, beendeten mit einem letztendlich verdienten 4-3 Erfolg im General Motors Place von Vancouver den Höhenflug ihrer Gastgeber. Die Canucks vergaben die Chance ihren ein Vierteljahrhundert alten Franchiserekord von zehn Spielen in Folge ohne Niederlage einzustellen.
Jarome Iginla(44.) mit seinem 33. Saisontreffer und Jason Botterill(51.pp), es war sein erstes Saisontor, holten die Hausherren im Schlussdrittel auf den Boden der Tatsachen zurück.
Bereits im ersten Durchgang hatten die Canucks ihre liebe Mühe mit den offensiv eingestellten Gästen zurecht zu kommen. Nach dem Spielverlauf schmeichelhaft, lagen die Gastgeber nur mit 1-2 im Rückstand. Ronald Petrovicky(13.) sowie Marc Savard(20.pp) hatten zwei Mal den heute Morgen nicht so sicher agierenden Peter Skudra im Tor der Canucks bezwingen können, zwischenzeitlich war Brent Sopel(18.) der schmeichelhafte Ausgleich gelungen.
Nur im Mittelabschnitt fand Vancouver zu der in den letzten Partien gezeigten guten Form zurück. Teamkapitän Markus Naslund(25.) und Todd Bertuzzi(38.pp) schossen sie mit 3-2 in Front und ließen die 18.422 Besucher, letztendlich erfolglos, auf eine Fortsetzung der Siegesserie ihres Teams hoffen.

>> Spielstatistiken des Tages

 


(C) NHL - Eishockeymagazin Schäffler & Rösch GbR

Click Here!