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SPIELTAG 09.02.2002
Ottawa - Buffalo 2-3 OT (1-0/0-2/1-0/0-1)
Zum sechsten Mal in Folge konnten die Ottawa Senators keinen doppelten Punkterfolg in Buffalo erreichen, während die Sabres sich nunmehr seit fünf Spielen - drei Siege und zwei Unentschieden - im bisherig besten Saisonhoch befinden.
In der sehr taktischen Partie zwischen den beiden Northeast-Division-Kontrahenten hielten sich die Teams mit sehenswerten Offensiveishockey und spektakulären Torszenen zurück, so dass die 18.104 Zuschauer nur wenig Grund hatten zum Jubeln. Den ersten Grund dazu gab Ottawas Chris Neil(4.) nach weniger als vier Minuten, indem er Goalie Martin Biron geschickt aussteigen ließ und die Gäste in Führung brachte.
Oberhand gewannen die Hausherren erst im zweiten Durchgang, als sie mit der destruktiven Spielweise der Senators besser zurecht kamen und ihre ersten Großchancen zu verbuchen hatten. Die engagierten Angriffsbemühungen wurden durch Erik Rasmussens(27.) und Miroslav Satans(29.pp) Tore zum 2-1 belohnt. Nachdem Ottawas Magnus Arvedson(43.) im letzten Abschnitt wie aus heiteren Himmel den Ausgleich erzielt hatte, sollte schließlich in der Overtime eine Entscheidung fallen. Dort nutzte Jason Woolley(65.), der zuvor bereits zwei Mal an Torhüter Patrick Lalime knapp gescheitert war, seine dritte Möglichkeit und bescherte den Sabres ihren 14ten Heimerfolg.
N.Y. Rangers - Atlanta 2-1 (0-0/2-0/0-1)
Der von einer Rückenverletzung wiedergenesene Kapitän der Rangers, Mark Messier, bestritt in dieser Nacht seine 1.600ste NHL-Partie und wurde so mit Gordie Howe, Ray Bourque, sowie Larry Murphy erst der vierte Spieler, der dieses Bestmarke erreichen durfte. Dass diese Begegnung ein Sieg wurde, der sechste in insgesamt sechs Auseinandersetzungen zwischen den Rangers und den Thrashers in Atlanta, daran hatte vorallem Goalie Mike Richter einen großen Anteil.
Da seine Kollegen viel zu viele Chancen zuließen, wurde der US-Amerikaner öfter auf die Probe gestellt als ihn lieb war, konnte aber 29 der 30 abgefeuerten Schüsse bravourös halten. Nur Ray Ferraro(54.), 6 1/2 Minuten vor dem Ende, konnte die Nummer 35 der Gäste bezwingen. Zuvor hatten bereits Matthew Barnaby(26.) und Eric Lindros(31.) die 'Blue Shirts' im zweiten Durchgang in Führung gebracht.
Wenn New York in dieser Saison eine Führung mit in das Schlussdrittel nahm, dann gewannen sie in 19 von 20 Fällen. Diese Serie bauten sie aus, denn nur ein Mal kassierten sie unter diesen Umständen ein Unentschieden.
Columbus - Detroit 3-2 (1-1/1-1/1-0)
Seit 13 Spielen war Detroit zuhause ungeschlagen und Columbus seit zehn Partien auswärts ohne doppelten Punktgewinn, zudem war es ein Vergleich zwischen der Mannschaft mit der besten Punktausbeute und der mit der schlechtesten in dieser Saison. Klarer konnten die Vorzeichen der Begegnung nicht sein, darum ist der 3-2 Erfolg der Blue Jackets als sensationell anzusehen. Einen wesentlichen Anteil daran hatte bei den Gästen, die sich in der Joe Louis Arena keineswegs versteckten und ihre Chancen suchten, Torhüter Marc Denis, der insgesamt 33 Schüsse hielt und besonders im Schlussabschnitt bei zahlreichen Möglichkeiten der Red Wings, die zwei Punkte nicht mehr aus der Hand gab.
Drei Mal ging Columbus im Spielverlauf in Führung. Ray Whitney(4.), Deron Quint(31.) und David Vyborny(41.), der auch das 1-0 vorbereitet hatte, nach 19 Sekunden im letzten Drittel, waren die Torschützen der Blue Jackets. Nur zwei Mal konnten die Gastgeber ihren 20.058 Zuschauer eine Freude bereiten und jeweils ausgleichen. Während Brett Hull(12.) und Chris Chelios(35.) Denis überwinden konnten, scheiterte Luc Robitaille eine Minute vor dem Ende am Schlussmann des Tabellenletzten der Western Conference. Red Wings Coach Scotty Bowman sah die mangelnde Chancenverwertung und die Tatsache Columbus vielleicht etwas unterschätzt zu haben, als Gründe für die unnötige Niederlage an. Möglicherweise bringt die Rückkehr von Kapitän Steve Yzerman, der am Montag nach seiner Knieverletzung wieder ins Geschehen eingreifen will, Besserung. Sollte die Nummer 19 bei seinem Comeback jedoch weiterhin Probleme haben, wird er laut eigener Aussage auf die Teilnahme bei Olympia verzichten.
Washington - Nashville 3-3 (1-0/0-2/2-1/0-0)
Eine Partie mit wechselnden Führungen und einem am Ende letztendlich verdienten Remis sahen die 15.730 Zuschauer zwischen den Capitals und ihren Predators in Nashville. In einem müden ersten Abschnitt besorgte Ulf Dahlen(3.) auf Vorarbeit der späteren Torschützen Adam Oates(48.) und Jaromir Jagr(50.pp) die 1-0 Führung. Es dauerte bis zur 30. Spielminute, ehe die Predators trotz jetzt sichtlichem Engagements, ausgleichen konnten. Dem 1-1 durch Reid Simpson(30.), folgte dann aber keine fünf Minuten später das 2-1 durch Andy Delmore(36.pp) im Powerplay.
In den letzten 20 Minuten brach dann wieder die Zeit der Gäste an, die auch prompt das Ergebnis durch die bereits erwähnten Treffer von Oates und Jagr, aufgrund ihrer hohen Spielanteile auch durchaus verdient, drehen konnten. Doch mit den bitter benötigten zwei Punkten beim heimstarken Team aus Nashville wurde es nichts, denn Cliff Ronning(58.) konnte zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene zum 3-3 gleichziehen. In der Verlängerung hatten beide Mannschaften mehrmals die Chance zum Sieg, doch die Scheibe wollte nicht mehr ins Netz.
Capitals Torhüter Olaf Kölzig musste nach 40 Minuten seine Arbeit beenden, nachdem er sich eine Leistenzerrung zuzog.
Colorado - Minnesota 6-0 (3-0/1-0/2-0)
Mit drei Powerplaytoren im ersten Drittel legten die Gäste aus Denver den Grundstein zu einem 6-0 Kantersieg bei den Minnesota Wild. Dabei war das Spiel nicht so unausgeglichen, wie es das Ergenis ausdrückt. Die Wild kamen auch zu ihren Chancen, schafften es aber nicht über 60 Minuten hinweg bei 24 Versuchen, David Aebischer im Gehäuse der Avalanche zu überwinden. Der Schweizer feierte seinen zweiten Shutout in Folge und wird am heutigen Samstag in Topform nach Salt Lake City zur Nationalmannschaft reisen, um diese in der Vorrunde bei Olympia zu verstärken.
Colorado ruhte sich bereits früh auf dem 3-0 Vorsprung, den Radim Vrbata(6.pp), Alex Tanguay(15.pp) und Rob Blake(18.pp) im Überzahl herausschossen, aus. Ab dem Mitteldrittel überließen die Avs die Initiative den Wild, die daraus aber kein Kapital schlagen konnten. Im Gegenteil, der 20 Jahre junge Tscheche Radim Vrbata(24./47.) verbuchte mit zwei weiteren Treffern an diesem Abend seinen ersten Hattrick in der NHL. Ville Niemienen leistete dabei zwei Mal erfolgreich die Vorarbeit. Nur 40 Sekunden nach Vrbatas letztem Streich erhöhte Alex Tanguay(48.) zum Endstand auf 6-0.
Glück hatte Colorado in der 3. Spielminute, als die ein Tor der Gastgeber nicht anerkannt wurde, weil die Begegnung vom Schiedsrichter zuvor unterbrochen war. Wild Trainer Jacques Lemaire nahm die Niederlage in der anschließenden Pressekonferenz gelassen hin und zollte seinem Team eine engagierte Leistung gegen einen übermächtigen Gegner.
Edmonton - Dallas 1-1 (0-0/0-0/1-1/0-0)
Wahrlich kein gutes Pflaster ist Dallas für die Edmonton Oilers. Der letzte Sieg in der regulären Saison bei mittlerweile zwölf Niederlagen und nur einem mageren Pünktchen datiert vom 17. Januar 1996. Außerdem waren die Stars in den letzten vier Jahren jeweils Endstation für die Oilers in den Playoffs. Um so wichtiger war der heutige Punktgewinn, den Ryan Smyth(60.) mit dem Zusatzstürmer für Torhüter Jussi Markkanen auf dem Eis genau 22,3 Sekunden vor der Schlusssirene sicherte, indem er einen Schuss von Janne Niinimaa unhaltbar für Stars Schlussmann Ed Belfour abfälschen konnte.
Beide Teams begannen die ersten 40 Minuten der Partie sehr vorsichtig, wobei sich Dallas leichte Vorteile erspielen konnte. Doch die schwächelnde Stars Offensive, die in den letzten sechs von acht Begegnungen nur maximal zwei Tore zu Stande brachte, fand auch diesmal zunächst nicht den Weg ins Netz. So verfehlte Brendan Morrow mit seinem Schuss in der 46. Minute das leere Tor. Mit einem etwas glücklichen Schuss von Jamie Langenbrunner(54.) - Kirk Muller hatte Markkanen die Sicht genommen - gingen die Hausherren schließlich doch in Führung.
Es reichte jedoch nicht zum Sieg, den Martin Rucinsky 30 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung dann noch einmal auf dem Schläger hatte, mit seinem Alleingang allerdings an Markkanen scheiterte.
Vancouver - Calgary 4-1 (1-1/1-0/2-0)
Die Mannschaft der Stunde sind in der NHL momentan die Vancouver Canucks. Seit neun Spielen - acht Siege und ein Unentschieden - sind die Mannen aus British Columbia bereits ungeschlagen und stehen eine erfolgreiche Begegnung vor der Einstellung des franchiseinternen Rekords von zehn Begegnungen - fünf Siege und fünf Unentschieden - ohne Niederlage.
Großen Anteil an der hervorragenden Serie der Kanadier hatten bislang Todd Bertuzzi und Markus Naslund mit Punkteserien von 15 bzw. acht Spielen, die aber diesmal leer ausgingen. Für diesen Sieg zeigten sich andere Akteure verantwortlich. Nachdem Rookie Jukka Hentunen(7.) die Hausherren in Front gebracht hatte, erzielte Heimkehrer Trevor Linden(16.) für die Canucks den Ausgleich. Neuzugang Jan Hlavac(27.pp) bescherte den Gästen dann im Mittelabschnitt die 2-1 Führung, ehe Andrew Cassels(52.pp) diese auf 3-1 ausbauen konnte. Erneut im Powerplay traf Bryan Helmer(54.pp) keine zwei Minuten danach.
Aufgrund der Tatsache, dass die Flames 13 der nächsten 15 Partien auswärts zu bestreiten haben und bislang auf fremden Eis nicht gerade besser agierten, dürften die Playoffs in diesem Jahr trotz des tollen Starts erneut nicht zu erreichen sein.
Los Angeles - Phoenix 5-6 (1-0/3-3/1-2/0-1)
Im Gegensatz zu den meisten Spielen an diesem Abend wurde die Partie zwischen den Kings und den Coyotes zu einem echten Eishockeyfest. Elf Tore, davon sechs im Powerplay, ein Faustkampf, unzählige Chancen und eine spannende Overtime hatte die Begegnung zu bieten, die den Treffern nach zunächst klar von den Gästen dominiert wurde. Zwei Mal konnten Zigmund Palffy(20.pp/31.pp/50.pp), der im letzten Abschnitt mit dem 5-5 einen Hattrick vervollständigte, und je ein Mal Ian Laperriere(28.) und Jason Allison(32.pp) Goalie Sean Burke zum vermeintlich vorentscheidenden 4-0 bezwingen.
Ab der 14. Minute des zweiten Durchgangs brachten die Gastgeber sich jedoch Dank der drei Tore von Brian Savage(44./65.pp), Ladislav Nagy(44.) und Claude Lemieux(46.) innerhalb von 129 Sekunden zurück ins Spiel und schockierten die Kalifornier offenbar derart, dass sie kaum noch konstruktives Eishockey zu Stande brachten. Ganz anders die Mannen aus Arizona. Sie konnten sich zu Beginn des dritten Abschnitts mit einem Doppelschlag von Daymond Langkow(44.pp/48.) sogar zum ersten Mal in Führung schießen.
Nachdem Palffy nur wenig später sein drittes Tor des Abends erzielt hatte und kein weiterer Mann auf dem Eis den Puck im gegnerischen Gehäuse versenken konnte, musste die Overtime entscheiden. 8-3 Schüsse zu Gunsten der Hausherren verzeichneten die Statistiker, als Savage neun Sekunden nach einem geahndeten Crosscheck in nummerischer Überlegenheit den Sieg brachte.
Carolina - Anaheim 4-1 (1-1/1-0/2-0)
Die Serie von sechs Siegen in Folge der Mighty Ducks of Anaheim ist gestoppt. Die Enten fanden in den Hurricanes ihre Meister und mussten sich auf heimischen Eis verdient mit 4-1 geschlagen geben. Vor 10.589 Zuschauer im, trotz der letzten Erfolge ihres Teams, erneut dünn besetzten Arrowhead Pond, waren die Gäste die agilere Mannschaft.
Anaheim ging zwar durch Mike Leclerc(4.) früh in Führung, dies konnte aber keine Beruhigung ins Spiel der Gastgeber bringen. Rod Brind'Amour(19.) konnte noch vor dem ersten Wechsel ausgleichen. Der Torschütze musste im zweiten Abschnitt nach einem hohen Stock von Gegner Samuel Pahlsson mit einer Augenverletzung ausscheiden. Die anschließende vierminütige Überzahl vergaben die Gäste kläglich und schafften während dessen nur zwei magere Schüsse auf das Tor der Gegner, aber 12 Sekunden nach Ablauf vollstreckte Ron Francis(37.) mit einem Handgelenkschuss trocken zum 2-1.
Überraschend wenig hatten die Mighty Duck diesem Rückstand entgegen zu setzen und die Partie plätscherte vor sich hin. Jeff O'Neill(46.) und erneut Ron Francis(54.), im Nachfassen nach einem Schuss von Sami Kapanen, machten im Schlussabschnitt hingegen alles klar. Der bald 39-jährige Routiner bestritt sein 1.549 NHL-Spiel und rückte damit auf Platz 5 der Ewigkeitsliste vor.
Chicago - San Jose 2-4 (0-1/1-2/1-1)
Trotz intensiver Bemühungen gab es für die Chicago Blackhawks bei den San Jose Sharks nichts zu erben. Die Sharks hatten aus einem überlegen geführten ersten Drittel mit einem erzielten Treffer durch Niklas Sundstrom(16.) nur wenig Kapital geschlagen. Diese Führung konnte Eric Daze(22.pp) zu Beginn der Mittelperoide im zweiten Überzahlspiel der Gäste prompt ausgleichen.
Kurioserweise zogen die Hausherren kurz darauf durch Scott Thornton(25.) und Patrick Marleau(28.pp) auf 3-1 davon, obwohl die Spielanteile von San Jose jetzt deutlich zurückgingen und Chicago eigentlich besser agierte. Erst im Schlussabschnitt gewann die Begegnung wieder deutlich an Fahrt und die Zuschauer bekammen einen offenen Schlagabtausch zu sehen. Zunächst konnte Igor Korolev(46.) auf Vorarbeit des starken Daze verkürzen, doch Owen Nolan(50.) sorgte vier Minuten später für die letztendliche Entscheidung, als er einen Pass von Gegner Chris McAlpine ablief und mit einem Schlagschuss einnetzte.
Hawks Torhüter Jocelyn Thibault hielt 30 Schüsse, konnte aber die dritte Niederlage im vierten Spiel nicht verhindern.
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