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2002-01-06 

SPIELTAG 06.01.2002

Dallas - St. Louis 2-5 (0-1/1-3/1-1)
Jeweils vier Scorerpunkte konnten die Blues Spieler Doug Weight und Cory Stillman beim Sieg ihrer Mannschaft über die Dallas Stars einfahren. Während Weight vier Mal die Vorlage zu einem Treffer geben konnte, brillierte Cory Stillman(15./29.pp/48.) mit dem dritten Hattrick seiner Karriere und einem weiteren Assist.
Nachdem Stillman die Blues in Front gebracht hatte, war er auch am 2-1 Führungstreffer durch Scott Young(26.) beteiligt. Mike Modano(24.) hatte für Dallas zwischenzeitlich ausgleichen können. Mit Stillmans 3-1, dem 4-1 durch Keith Tkachuk(37.pp), sowie dem 5-1 durch den dreifachen Torschützen in der 48. Spielminute war die Partie zugunsten des Heimteams gelaufen. Beide Mannschaften lieferten sich einen Schlagabtausch auf einem hohen Niveau mit zahlreichen Gelegenheiten. St. Louis Goalie Brent Johnson konnte so 29 Saves verbuchen. Sein Gegenüber Ed Belfour musste nach 40 Minuten seinen Kasten für Ersatzmann Marty Turco räumen, obwohl er bei den vier Gegentreffern, die zumeist aus abgefälschten Schüssen resultierten, machtlos war.
Den Schlusspunkt setzte Jon Sim(58.pp), der ein Überzahlspiel der Stars erfolgreich abschließen konnte, und das Ergebnis noch auf 2-5 verbesserte. Von den letzten 13 Heimspielen haben die Blues nur eine Partie und die noch dazu in Overtime verloren.

N.Y. Rangers - Pittsburgh 1-4 (0-1/1-0/0-3)
An seiner alten Heimat New York scheint Alxei Kovalev(15./45.pp/46.) gefallen gefunden zu haben. Gegen seinen Ex-Club, die New York Rangers, mit denen er 1994 den Stanley Cup gewann, feierte der Russe seinen dritten Hattrick der Saison. Die beiden vorherigen konnte er gegen die New York Islanders bzw. dem New Yorker Vorortclub aus New Jersey verbuchen.
Kovalev erzielte die ersten drei Treffer der Penguins, unterbrochen vom 1-1 Ausgleich durch Radek Dvorak(29.sh), der in einem von den Rangers dominierten zweiten Drittel ein Unterzahltor markieren konnte. 21 Schüsse gaben die Gäste in dieser Periode auf Johan Hedberg ab, doch der Schwede war heute wieder einmal in blendender Verfassung. Die mangelnde Chancenauswertung der Rangers rächte sich zu Beginn der letzten 20 Minuten, als Kovalev in Überzahl und nicht einmal eine Minute später bei nummerischem Gleichgewicht erneut traf. Wayne Primeau(58.) setzte dem Penguins Sieg - es war erst der Zweite in den letzten elf Begegnungen - mit dem 4-1 die Krone auf.
Die Rangers haben nun vier Partien in Folge verloren, auch Eric Lindros, der heute wieder in den Reihen stand, konnte die kleine Krise der Blueshirts nicht stoppen. Blank lagen die Nerven einmal wieder bei Theo Fleury. Die kleine Nummer 14 der Rangers randalierte sieben Minuten vor dem Ende in der Kühlbox und schlug mit dem Schläger gegen das Plexiglas, so dass ihn die Schiedsrichter zurecht in die Kabine schickten. Mit gesammelten 151 Strafminuten ist er Zweiter unter allen NHL-Spielern.

Colorado - Detroit 1-3 (1-0/0-1/0-2)
Zu einem hochverdienten 3-1 Erfolg kamen die Detroit Red Wings in der heimischen Joe Louis Arena gegen den Erzrivalen aus Denver, der Colorado Avalanche. Die Gastgeber waren dem Titelverteidiger, der aufgrund Verletzungen von fünf Stammspielern, darunter Alex Tanguay ersatzgeschwächt antreten musste, in allen Belangen überlegen.
Nur in den ersten 12 Minuten wussten die Gäste zu gefallen und bereiteten mit ihrem Forechecking Red Wings Trainer Scotty Bowman einiges Kopfzerbrechen. Verstärkt wurde dieses Problem der Rot-Weißen, nachdem Colorado in der 4. Minute durch Verteidiger Martin Skoula(4.), der einen Abpraller aus dem Rückhalt verwandeln konnte, in Führung gingen. Doch mit zunehmender Spieldauer nahm Detroit das Heft in die Hand und von Joe Sakic & Co. war nichts mehr zu sehen. Die Avs konnten sich bei Torhüter David Aebischer bedanken, dass sie das 1-0 lange hielten, beim Ausgleich durch Pavel Datsyuk(28.pp) mit einem Schuss ins kurze Eck, sah der Schweizer allerdings nicht gut aus.
Dieser kleine Fehler änderte nichts an der Form des Goalies, der sein Team, das in der Offensive praktisch nichts mehr zustande brachte, weiter im Spiel hielt. Als Oldie Igor Larionov(44.) im Schlussabschnitt Todd Gill im Mitteldrittel den Puck wegschnappte und allein vor Aebischer vollstreckte, sowie Brendan Shanahan(45.) nicht einmal zwei Minuten später nach Pass von Steve Yzerman direkt abfasste und auf 3-1 erhöhte, zweifelte keiner mehr am Erfolg der Gastgeber. Zu harmlos blieben die Avs in ihren Aktionen bis zum Schluss.

Washington - Boston 4-7 (2-3/1-3/1-1)
Obwohl sie fast ständig im Rückstand lagen, konnten die Washington Capitals die Begegnung in Boston bis zur Mitte des Spieles offen gestalten. Chris Simon(30.) erzielte zu diesem Zeitpunkt mit seinem zweiten Treffer des Abends den 3-4 Zwischenstand für die Gäste aus der Hauptstadt. Doch dann kam der Auftritt von Bill Guerin(32./33.), der innerhalb von 46 Sekunden zwei Tore zum 5-3 bzw. 6-3 markieren konnte und damit die Partie praktisch entschied.
Capitals Torhüter Olaf Kölzig musste erneut sechs Gegentreffer hinnehmen und das schon bis zur 33. Minute. Deswegen verließ er seinen Kasten für Ersatzmann Craig Billington. Die Hausherren spielten über die gesamte Dauer ungemein druckvoll und hatten Washington weitesgehend im Griff. Auffällig in den Reihen der Bruins war auch Joe Thornton(5./13.pp/27.), der an allen der ersten vier Treffer von Boston beteiligt war, drei davon selbst erzielte und somit seinen zweiten Karriere-Hattrick feierte. Glen Murray(8.) nutzte eine Vorlage Thorntons zum 2-1, nachdem Chris Simon(6.) zuvor ausgleichen konnte. Capital Dainius Zubrus(16.pp) schloss die erste Periode mit dem Anschlusstreffer zum 2-3 ab.
Im Schlussabschnitt sorgten schließlich Bruins Rob Zamuner(49.) und Gästespieler Matt Pettinger(52.pp) für noch etwas Ergebniskosmetik. Die Partie war längst entschieden.

Ottawa - Toronto 1-3 (0-1/1-2/0-0)
Darauf haben die Fans der Maple Leafs lange warten müssen. Seit dem 11. März 2000 oder genau acht Spiele in Folge konnte Toronto gegen den kanadischen Rivalen aus der Northeast Division nicht mehr gewinnen.
Die Maple Leafs machten von Beginn an Druck und waren offensichtlich gewillt, der Negativserie heute ein Ende zu setzen. Die frühe Führung durch den Ex-Frankfurter Robert Reichel(3.) bestärkte die Hausherren noch in ihrer offensiven Ausrichtung. Senators Torhüter Patrick Lalime leistete sich einen groben Schnitzer, als er hinter dem Gehäuse stehend den Puck geradewegs zu Reichel spielte. Ottawa konnte hingegen kaum nennenswerte Angriffe vorbringen.
Überraschend fiel dann der Ausgleich im Mittelabschnitt. Mike Fisher(25.sh) konnte zum ersten Unterzahltor der Senators in dieser Saison vollstrecken. Aber Toronto war auch durch dieses Missgeschick nicht aus der Ruhe zu bringen. Ottawa leistete sich einige unnötige Strafzeiten und Trainer Jacques Martin wird seinem Team in der morgigen Trainingseinheit wieder einmal den Spruch ins Gedächtnis rufen müssen, wonach man auf der Strafbank keine Spiele gewinnt. Toronto nutzte noch zwei Powerplaymöglichkeiten zum verdienten 3-1 Erfolg. In beiden Fällen musste sowohl Fisher, als auch Andre Roy wegen Halten des Stockes in die Kühlbox. Dracy Tucker(35.pp) und Alexander Mogilny(37.pp) waren die erfolgreichen Torschützen.
Toronto kontrollierte anschließend das Spiel nach Belieben und Curtis Joseph hatte keine Mühe die wenigen Chancen der Senators zu vereiteln. Insgesamt brachten die Gäste nur magere zehn Schüsse in 60 Minuten auf das Maple Leafs Tor. Toronto hat nun in der Division sieben Punkte Vorsprung vor Ottawa.

Los Angeles - N.Y. Islanders 3-0 (0-0/0-0/3-0)
Eine deutliche 0-3 Niederlage mussten die New York Islanders als Gastgeber der Los Angeles Kings hinnehmen. Scheitern taten die Islanders vor allem an Kings Schlussmann Felix Potvin, der mit 28 Rettungstaten, davon 14 im ersten Drittel, dafür sorgte, dass hinten die Null stehen blieb. Sowohl Alexei Yashin als auch Shawn Bates fanden im ersten Durchgang aus aussichtsreicher Position in Potvin ihren Meister.
Nach der Drangperiode der Gastgeber konnten die Kings ab dem zweiten Drittel das Kommando übernehmen, blieben aber zunächst auch im Abschluss erfolglos.
Erst im Schlusspurt wurden die Gäste noch durch Tore von Eric Belanger(49./58.sh;en) und Bryan Smolinski(53.) belohnt.

New Jersey - Carolina 2-1 (0-1/2-0/0-0)
In einer wenig aufregenden Partie im Raleigh Entertainent Center bezwangen die New Jersey Devils die gastgebenden Carolina Hurricanes, denkbar knapp aber durchaus verdient mit 2-1 Toren. Devils Headcoach Larry Robinson fasste das Geschehen auf dem Eis kurz und bündig zusammen: "Meine Jungs haben ihren Job getan, das System hat funktioniert, wir haben schöne Tore geschossen und die Torwartleistung war ausgezeichnet."
Devils Schlussmann Martin Brodeur musste nur einmal den Puck hinter sich aus dem Netz holen. Bates Battaglia(15.sh) hatte ihn zur 1-0 Führung der Hurrcanes bezwungen als sein Team mit einem Mann weniger auf dem Eis stand.
Die Devils zeigten sich aber wenig beeindruckt von dem Rückstand und warteten geduldig auf ihre Torchancen. Innerhalb von fünf Spielminuten nutzte Petr Sykora(26./31.) zwei hiervon und brachte damit sein Team in Front. Die Devils kontrollierten auch in der noch verbleibenden knappen halben Stunde das Spielgeschehen und ließen sich die zwei Auswärtszähler nicht mehr nehmen.

Montreal - Calgary 4-2 (1-1/1-1/2-0)
Montreals Center Doug Gilmour(44.) avancierte beim 4-2 Erfolg der Canadiens bei ihren westkanadischen Rivalen aus Calgary zum Matchwinner. Der bereits 38 Jahre alte Stürmer erzielte zu Beginn des Schlussdrittels den 3-2 Siegtreffer und leistete auch zu Oleg Petrovs(60.en) 'Empty Netter' in der letzten Minute die Vorarbeit.
Die frankokanadischen Gäste zeigten sich von Beginn an gewillt ihre Niederlagenserie von vier Spielen in Folge zu beenden. Früh gingen sie durch Stephane Quintal(5.) auch in Front, doch die Hausherren antworteten darauf mit Toren von Dave Lowry(18.) und Jarome Iginla(26.).
Das Vorhaben der Canadiens geriet nur kurzzeitig in Gefahr. Gut zehn Minuten nachdem sie in Rückstand geraten waren, brachte sie Brian Savage(36.pp) mit dem Ausgleichstreffer aus einer nummerischen Überlegenheit heraus wieder zurück ins Spiel.

Vancouver - Edmonton 4-3 (2-0/0-2/2-1)
Die Vancouver Canucks entführten den Edmonton Oilers überraschend beide Punkte. Bei den heimstarken Oilers konnten die Canucks mit 4-3 Toren ihren dritten Sieg aus den letzten vier Spielen einfahren und das nachdem die Hausherren einen 0-2 Rückstand durch Treffer von Ryan Smyth(34.pp), Steve Staios(40.) und Jochen Hecht(47.) in eine 3-2 Führung gewandelt hatten. Wieder einmal gaben die Canucks einen Vorsprung, ihre Torschützen im ersten Drittel waren Henrik Sedin(6.) und Markus Naslund(10.), leichtfertig aus der Hand.
Doch heute Morgen ergaben sich die Canucks nicht kampflos. Binnen 106 Sekunden in den letzten fünf Spielminuten konnten Neuzugang Trevor Letowski(56.), es war sein erstes Tor für Vancouver und Brendan Morrisson(58.) weitere zwei Mal Tommy Salo im Gehäuse der Gastgeber bezwingen.

Florida - San Jose 0-6 (0-2/0-0/0-4)
Ein Debakel erlebten die Florida Panthers in der San Jose Arena gegen die San Jose Sharks. Mit 0-6 Toren unterlagen sie den Hausherren, die dadurch ihre Spitzenstellung in der Pacific Division eindrucksvoll untermauerten. Ein wenig glückliches Händchen bewies Panthers Headcoach Mike Keenan als er nach dem dritten Gegentreffer seinen Schlussmann Roberto Luongo durch Trevor Kidd ersetzte. Auch Kidd musste sich noch drei Mal bezwingen lassen. Seine Vorderleute hatten sich angesichts der drohenden Niederlage frustriert zu sehr auf unfaire Aktionen konzentriert und die Kalifornier nahmen die Einladung zum Tore schießen dankend an.
Patrick Marleau(3.), Niklas Sundstrom(20.), Mike Ricci(44.pp), Todd Harvey(50.), Adam Graves(54.sh) sowie Matt Bradley(55.) zeichneten sich als Torschützen beim 'Schützenfest' aus und San Joses Torhüter Miika Kiprusoff konnte sich mit 28 Saves gegen die harmlosen Gäste einen Shutout sichern.

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