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2002-01-01 

SPIELTAG 01.01.2002

Atlanta - Florida 3-4 (2-1/0-2/1-1)
Einen harten Kampf lieferten sich die Florida Panthers und die Atlanta Thrashers im National Car Rental Center von Miami. Am Ende hatten die Hausherren, Dank Darren van Impes(50.pp) Powerplaytreffer mit 4-3 Toren die Nase vorn. Für Van Impes, der erst Mitte Dezember von den New York Rangers geholt wurde, war es das erste Tor als Panther. Auch zum ersten Mal konnten die Panthers in dieser Saison ein Spiel noch gewinnen, bei dem sie nach dem ersten Drittel in Rückstand lagen und das war immerhin schon 16 Mal der Fall.
Per Svartvadet(5.) sowie Shean Donovan(15.pp), aus einer Überzahl heraus, hatten die Thrashers mit 2-0 in Front geschossen. Noch vor der Pause gelang Marcus Nilson(18.) der Anschlusstreffer, eine Pausenpredigt von Floridas Headcoach Mike Keenan konnte er aber nicht verhindern. "Der Coach war mit unserer Vorstellung gar nicht zufrieden gewesen, er hat uns kräftig die Leviten gelesen und uns angehalten aggressiver zu agieren.", erzählte Van Impe nach der Partie.
Die Hausherren nahmen sich die Worte ihres Trainers zu Herzen und übernahmen ab dem zweiten Durchgang das Kommando auf dem Eis. Pavel Bure(23.) und erneut Marcus Nilson(30.) brachten Florida erstmals in Front.
Zu Beginn des Schlussabschnitts leistete sich Peter Worrell eine 2-Minuten Strafe wegen Behinderung und die daraus resultierende nummerische Überlegenheit nutzte Frantisek Kaberle(44.pp) zum Ausgleich. Letztendlich muissten die Thrashers aber wieder ohne Punktgewinn die Heimreise antreten.

Chicago - Ottawa 5-4 OT (0-1/1-0/3-3/1-0)
Mit seinem dritten Tor in der Partie, sechs Sekunden vor dem Ende der Verlängerung, führte Eric Daze(44./57.pp/65.) die Chicago Blackhawks zu einem beeindruckenden 5-4 Sieg bei den Ottawa Senators. Mit mittlerweilen 23 Saisontoren ist Daze der Toptorjäger der Blackhawks.
Nach einem relativ verhaltenen Beginn und nur zwei Toren von Chris Neil(13.) und Blackhawks Peter White(33.pp) in den ersten 40 Spielminuten zum 1-1 Gleichstand, legten die Kontrahenten im Schlussabschnitt der regulären Spielzeit sämtliche taktische Zwänge ab und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.
Bis 4 1/2 Minuten vor Drittelende hatten sich die Gäste aus Chicago durch Daze und Steve Sullivan(30.) eine 4-2 Führung, auf Seiten der Kanadier hatte zwischenzeitlich Daniel Alfredsson(48.) getroffen, herausgeschossen und sahen schon wie die sicheren Sieger aus. Die Senators setzten aber noch einmal alles auf eine Karte und waren im Schlussspurt verdientermaßen zwei Mal durch Chris Neil(58.) und Teamkapitän Daniel Alfredsson(60.) erfolgreich.

Carolina - Buffalo 5-4 (2-1/1-0/2-3)
Carolinas Kapitän Ron Francis(55./60.en) beendete in seinem 999. Spiel für die Franchise das überaus erfolgreiche Jahr für die Hurricanes mit seinen NHL-Toren Nummer 498 und 499. Im April hatte sich das Team nach zähem Ringen mit den Boston Bruins die Playoffteilnahme gesichert und nun liegt es 13 Punkte vor den favorisierten Washington Capitals an der Divisionsspitze.
Mit dem Treffer in der 55. Spielminute brachte Francis seine Mannschaft mit 4-3 in Front, ehe er in der Schlussminute mit einem Schuss ins leere Tor das wichtige 5-3 markierte, denn nur 18 Sekunden später gelang den Hausherren der erneute Anschluss durch Curtis Brown(60.). Bates Battaglia(1.) mit seinem zehnten Saisontreffer nach 46 Sekunden Spielzeit, Martin Gelinas(17.) und Sean Hill(39.pp) waren die weiteren Torschützen der Canes. Sami Kapanen leistete insgesamt drei Mal die Vorarbeit.
Die Gastgeber aus Buffalo, die die Begegnung nie in den Griff bekamen und lediglich zwei Mal durch Maxim Afinogenov(16.sh) zum 1-1 und Rhett Warrener(48.), sowie Denis Hamel(49.) zum 3-3 ausgleichen konnten, haben nur zwei ihrer letzten sieben Heimpartien gewonnen. Ganz im Gegenteil dazu die Tabellenführer der Southeast Division, die in elf ihrer letzten zwölf Spiele bei acht Siegen punkten konnten.

Minnesota - Detroit 2-4 (0-1/0-2/2-1)
Nach zwei dominaten Dritteln gingen die Detroit Red Wings mit einer hochverdienten 3-0 Führung in die zweite Pause und niemand unter den 20.058 Zuschauern in der wie immer ausverkauften Joe Louis Arena hätte daran gedacht, dass es noch einmal spannend werden könnte. Darren McCarty(18.), Luc Robitaille(26.pp) und Steve Duchesne(39.) hatten für die Hausherren eigentlich alles klar gemacht.
Doch eine Unachtsamkeit in den Überzahlreihen der Red Wings ermöglichte dem Gästespieler Darby Hendrickson(52.sh) einen Treffer in Unterzahl, der den Wild offensichtlich Mut einflößte. Ihre zuvor an einer Hand abzählbaren Chancen häuften sich und eine davon nutzte Marian Gaborik(57.) etwas mehr als drei Minuten vor der Sirene zum 2-3 Anschlusstreffer. Plötzlich war wieder zittern angesagt, aber Kris Draper(60.en) erlöste die Fans mit seinem Schuss ins verlassene Wild Gehäuse 24 Sekunden vor dem Ende.
In einer ungewöhnlichen, aber nicht ganz unbekannten Rolle fand sich Sergei Fedorov heute wieder. Der russische Stürmer wurde zur Verstärkung des Drucks über die Verteidigung von Coach Scotty Bowman als taktische Maßnahme in die Defensive neben Chris Chelios beordert. In seiner 12-jährigen Karriere hat er dort ab und zu einmal gespielt, doch zuletzt in der Saison 1996-97.

Anaheim - Columbus 1-3 (0-0/0-0/1-3)
Nur 94 Sekunden fehlten Ron Tugnutt im Tor der Columbus Blue Jackets zu einem zweiten Shutout der Saison in der Heimpartie gegen die Mighty Ducks of Anaheim. Oleg Tverdovsky(59.pp) markierte zu diesem Zeitpunkt den 1-2 Anschlusstreffer in Überzahl. Der 19 Jahre junge Verteidiger der Blue Jackets Rostislav Klesla hatte zuvor seine mangelnde Erfahrung aufgezeigt und eine unnötige Strafzeit wegen Halten des Stockes bekommen. Diese Unachtsamkeit hätte fast den sicher geglaubten und im Schlussabschnitt durch einen Sturmlauf erkämpften Sieg gekostet. Ray Whitney(47.pp) und Grant Marshall(48.) hatten nur innerhalb von 95 Sekunden einen beruhigenden 2-0 Vorsprung für Columbus erarbeitet. Dass diese beiden Treffer spielentscheidend blieben, dafür sorgte Kevin Dineen(60.en), der kurz vor dem Ende die endgültige Entscheidung für die Blue Jackets herbeiführte.
Trotz der Niederlage war der Monat Dezember für die Mighty Ducks mit 17 geholten Punkten der erfolgreichste letzte Monat im Jahr in der Geschichte der Franchise.

Toronto - Tampa Bay 4-1 (1-0/2-0/1-1)
Mit einem 4-1 Erfolg in Tampa Bay schafften die Toronto Maple Leafs wenigstens einen Erfolg auf ihrer Auswärtstour durch die Southeast Division. Mit Carolina, Atlanta und Florida trafen die Kanadier zuvor ebenfalls auf Mannschaften aus dem in der NHL für die schwächste Division gehaltenen Südosten. Mit Atlanta und Florida küren zwei Teams aus dieser Unterliga das Tabellenende der Eastern Conference. Trotzdem mussten die Maple Leafs dort drei Niederlagen einstecken und fielen als Konsequenz von Platz 1 im Osten auf Platz 4 zurück.
Heute Nacht wollten sie jedoch nichts anbrennen lassen und begannen sehr konzentriert und druckvoll. Bereits nach 55 Sekunden markierte Mats Sundin(1.) das 1-0 und deutete die Richtung an, in die es gehen sollte. Die Maple Leafs ließen kaum Chancen der Hausherren zu, mussten aber indes selbst bis zur 30. Minute warten, bis ein weiteres Erfolgserlebbnis hinzukam. Tie Domi(30.) traf zum ersten Mal seit dem 13. Dezember wieder ins Schwarze. Wade Belak(31.) ließ sich nicht zwei Mal bitten und erhöhte knapp eine Minute später mit seinem ersten Saisontreffer auf 3-0. Als Joans Hoglund(46.pp) eine Überzahlsituation in der Schlussperiode nutzte, war die Partie zugunsten der Gäste gelaufen. Daran konnte auch Martin St. Louis(53.), der eine der wenigen Chancen von Columbus zu seinem elften Saisontor verwertete, nichts mehr ändern. Kevin Weekes im Gehäuse der Blue Jackets konnte insgesamt immerhin 34 Saves verbuchen. Nach drei Siegen in Folge zum ersten Mal in dieser Spielzeit musste Columbus jetzt wieder drei Niederlagen in Serie einstecken.

N.Y. Rangers - Phoenix 0-5 (0-1/0-3/0-1)
Die Phoenix Coyotes beendeten mit einem 5-0 Kantersieg New Yorks Erfolgsfahrt durch die Liga, bei der sie drei Siege in Folge verbuchen konnten.
Daniel Briere(15.) schoss die Coyotes im ersten Durchgang in Front und Daymond Langkow(24./25.) sowie Shane Doan(35./47.) gaben in den noch verbleibenden zwei Dritteln je zwei Mal Gästeschlussmann Mike Richter das Nachsehen.
Die zuletzt so treffsicheren Rangers waren mit Gedanken wohl schon bei ihrem Silvestermenü, so unkonzentriert vor dem gegenerischen Gehäuse wie heute Nacht präsentierten sie sich selten in dieser Spielzeit. Phoenixs Schlussmann Sean Burke konnte es recht sein. Er verdiente sich mit 30 Rettungstaten seinen vierten Saisonshutout, den 30. seiner Karriere.
Der Heimsieg der Coyotes hätte durchaus noch höher ausfallen können nachdem sich die frustrierten 'Blueshirt' im Schlussabschnitt zahlreiche Strafzeiten einhandelten. Doch Phoenix konnte aus neun Überzahlsituationen kein Kapital schlagen.

Boston - Dallas 1-2 (0-1/1-0/0-1)
Dank eines glücklichen Tores von Joe Nieuwendyk(54.), gut sechs Minuten vor Spielende beendeten die Dallas Stars im heimischen American Airlines Center die Siegesserie der Boston Bruins von fünf doppelten Punktgewinnen in Folge und konnten selbst zum ersten Mal nach vier Heimniederlagen wieder beide Punkte einfahren.
Nieuwendyk hatte von der blauen Linie einfach abgezogen und der Puck wurde vom Schläger von Bostons Verteidiger Nick Boynton abgefälscht, so dass die Abwehrreaktion von Bruins Schlussmann Byron Dafoe etwas ungeschickt aussah.
Trost bekam Dafoe von seinem Trainer Robbie Ftorek gespendet: "So ein Schuss ist für einen Torwart einfach schwer zu halten."
Über weite Strecken der Partie neutralisierten sich beide Mannschaft. Torszenen gab es fast nur bei nummerischer Überzahl zu sehen. Eine hiervon nutzte Jere Lehtinen(17.pp) zur 1-0 Führung für die Texaner und als die Hausherren erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, gelang Brian Rolston(25.sh) bei Unterzahl der leistungsgerechte 1-1 Zwischenstand.

Edmonton - Calgary 2-2 (2-1/0-0/0-1/0-0)
Das Spiel zwischen den beiden Erzrivalen aus der kanadischen Provinz Alberta wurde wieder erwartungsgemäß eine spannende Angelegenheit mit allem was eine Eishockeypartie zu bieten haben muss. Bislang trafen sie 148 Mal aufeinander, wobei die Bilanz mit 67-63 für Edmonton lautet, bei 17 Unentschieden. Ein weiteres Remis kam in der letzten Nacht hinzu, nachdem die Flames sich aber optisch überlegen präsentierten.
In Führung gingen aber die Gäste durch Rem Murray(7.), der die gute Vorarbeit von seinem Kollegen und Olympiakandidaten Eric Brewer nutzte. Über neun Minuten hatte diese Bestand, ehe Calgarys Craig Conroy(16.) den Ausgleich schaffte. Erneut in Front brachte die Oilers Anson Carter(20.pp) 40 Sekunden vor dem Ertönen der ersten Sirene, als Dave Lowry wegen Behinderung auf der Strafbank saß.
Die nächsten beiden Abschnitte dominierten klar die Flames, konnten jedoch erst im weiteren Verlauf des letzten Abschnitts Kapital daraus schlagen. Das Tor zum 2-2 wurde Steve Begin(48.) gutgeschrieben, der einen Schlagschuss von Ronald Petrovicky abfälschte. Da keine Mannschaft ein weiteres Erfolgserlebnis feiern konnte, mussten sie in die Verlängerung. Dass dort keine Entscheidung zu Gunsten der Hausherren fiel, hatten die Oilers vorallem ihren Goalie Tommy Salo zu verdanken, der je zwei gute Chancen von Topscorer Jarome Iginla und Marc Savard vereiteln konnte.

Philadelphia - Vancouver 2-1 (0-0/1-0/1-1)
Mit seinem 2-1 Siegtreffer 2,8(!) Sekunden vor Spielende verdarb Simon Gagne(60.) den 18.422 Zuschauern im General Motors Place von Vancouver ihre Silvesterparty.
Ein Erfolgserlebnis der Flyers in Vancouver ist wahrlich keine Rarität. Seit dem 17. Januar 1989, dem Tag ihrer letzten Niederlage, damals noch im Canuck Place, konnten die Flyers acht Siege und vier Unentschieden einfahren.
Heute Nacht lieferten die Westkanadier eine durchaus ansprechende Vorstellung ab, boten den Gästen lange Zeit Paroli und waren im Mittelabschnitt dem Führungstreffer sehr nahe. Doch John LeClair(38.) stellte kurz vor der zweiten Pause mit dem 1-0 den Spielverlauf auf den Kopf.
Hoffnung auf zumindest einen Punkt konnten sich die Hausherren machen, als Matt Cooke(57.) vier Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene der Ausgleichstreffer gelang. Aber eine Eishockeypartie dauert eben 60 Minuten und nicht 59:58.

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