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2001-12-31 

SPIELTAG 31.12.2001

Carolina - Washington 5-5 (3-1/1-4/1-0/0-0)

Rod Brind'Amour (CAR) erzielt gegen Craig Billington (WAS) das 1-0.
Einen 65-minütigen Schlagabtausch mit insgesamt zehn Toren lieferten sich die Carolina Hurricanes und die Washington Capitals im MCI Center der US-Hauptstadt. Eigentlich waren die Capitals angetreten um ihren Rückstand auf die in der Southeast Division vor ihnen platzierten Hurricanes weiter zu verkürzen. Das Vorhaben geriet aber schnell in Gefahr: Bereits nach knapp neun Spielminuten lagen die Hausherren durch eklatante Abwehrfehler, die Rod Brind'Amour(2.), Josef Vasicek(3.) sowie Sandis Ozolinsh(9.pp) ausnutzten mit 1-3 im Hintertreffen und Schlussmann Craig Billington musste vorzeitig seinen Kasten zu Gunsten von Olaf Kölzig räumen. Immerhin hatte Washingtons Topscorer Peter Bondra(6.pp) zwischenzeitlich eine Überzahlsituation zum Anschlusstreffer, es war sein 24. Saisontor, genutzt.
Den zweiten Durchgang dominierten die Gastgeber: Zwei Mal Sergei Gonchar(21./24.), Chris Simon(31.) und Andrei Nikolishin(38.) schossen die Capitals mit 5-4 in Front, nachdem sie erneut, zum dritten Mal an diesem Nachmittag, durch Ron Francis(23.pp) Powerplaytreffer mit zwei Toren in Rückstand geraten waren.
Im Schlusabschnitt ließen es die Kontrahenten etwas ruhiger angehen. Weniger Strafzeiten und auch weniger Torchancen auf beiden Seiten waren die Konsequenz. Es schien so als könnten die 'Caps' ihren knappen Vorsprung über die Zeit retten, doch hatten sie ihre Rechnung ohne Rod Brind'Amour(55.) gemacht. 4 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit markierte Carolinas Center mit einem kuriosen Treffer den 5-5 Endstand. Hinter Torlinie, rechts neben dem Gehäuse der Capitals stehend, schoss Brind'Amour den Puck an die Schulter von Kölzig und von dort fiel die schwarze Scheibe ins Netz. "Ich habe das hunderte Male im Training probiert, nie hat es geklappt.", meinte nach der Partie der glückliche Torschütze.

Nashville - St. Louis 2-7 (0-1/2-3/0-3)
Kräftig unter die Räder kamen heute Nacht die Nashville Predators bei den St. Louis Blues, die mit einem 7-2 Kantersieg ihre Heimstärke erneut unter Beweis stellten.
Ein Sonderlob von seinem Headcoach Joel Quenneville bekam der zweifache Torschütze Pavol Demitra(10.pp/30.): "Es war wieder einmal unglaublich wie Pavol die gegnerischen Verteidigungsreihen ausgetanzt hat." Mit mittlerweilen 20 Saisontoren ist Demitra der Toptorschütze der Blues.
Der auch in der Höhe verdiente Erfolg entsprang aber einer kompakten Mannschaftsleistung der Hausherren, die ihre Gegner stets im Griff hatten.
Auf Seiten der Predators konnte nur das Überzahlspiel überzeugen. Ihre beiden Tore im Mittelabschnitt von Denis Arkhipov(29.pp) und Cliff Ronning(37.pp) entsprangen jeweils einer nummerischen Überlegenheit. Der Vorsprung der Hausherren, herausgeschossen desweiteren durch Scott Young(24.) und Demitra geriet dadurch aber nicht in Gefahr. Im Gegenteil Mike Eastwood(39.), Sergei Varlamov(46.), erneut Scott Young(49.) und Daniel Corso(59.) machten in den letzten knapp 22 Spielminuten das Schützenfest der Blues perfekt.

Anaheim - Chicago 1-2 (0-0/0-0/1-2)
Zwei Drittel lang konnten die seit vier Spielen in Folge ungeschlagenen Mighty Ducks of Anaheim die favorisierten Chicago Blackhawks in deren United Center ärgern. Die Hausherren hatten ihre liebe Mühe mit den aufopferungsvoll kämpfenden und auch spielerisch ebenbürdigen Kaliforniern.
Die größte Chance zur Führung der Blackhawks vergab Alexei Zhamnov als er im zweiten Drittel mit einem Penalty in Anaheims Schlussmann Steve Shields seinen Meister fand.
Erst ein glücklicher Treffer zu Beginn des Schlussabschnitts von Kyle Calder(45.), angeschossen von Tony Amonte fälschte er den Puck unhaltbar ab, führte die Blackhawks auf die Siegerstraße. In der Folgezeit hatten die Ducks mehrmals Gelegenheit auszugleichen, scheiterten aber an Jocelyn Thibault und dies sollte sich noch rächen. Steve Sullivan(57.) sorgte knapp vier Minuten vor Spielende mit dem 2-0 für die Vorentscheidung.
Immerhin gelang den Gästen kurz vor Spielende aus einer Überzahlsituation heraus durch Patric Kjellberg(60.pp) noch der Ehrentreffer.

New Jersey - Edmonton 2-1 (0-0/2-0/0-1)
Gut erholt von ihrer 2-4 Niederlage gegen die Vancouver Canucks knapp 24 Stunden zuvor, präsentierten sich die New Jersey Devils beim Tabellenführer der Nortwest Division, den Edmonton Oilers. Über eine starke Defensivleistung fanden die Gäste von der Ostküste zurück zu ihrem Spiel. 'Hinten soll die Null stehen', das war die Devise, die Devils Headcoach Larry Robinson herausgegeben hatte und seine Spieler setzten diese Forderung auch lange Zeit um.
Erst in der Schlussphase der Partie war es Edmontons Rem Murray(55.sh) vorbehalten Martin Brodeurs Shutout-Ambitionen zu verderben. Bis dato war New Jerseys Schlussmann der große Rückhalt seines Teams.
Bobby Holik(25.pp) und Randy McKay(33.) legten mit ihren Toren im Mitteldrittel zur 2-0 Führung den Grundstein für New Jerseys Auswärtserfolg.
Edmontons Trainer Craig MacTavish haderte mit der Einstellung seiner Mannschaft: "Was uns auszeichnet ist der Kampfgeist. Heute war hiervon nichts zu sehen. Völlig ohne physischen Einsatz konnten wir das Spiel nicht gewinnen."

Phoenix - San Jose 4-2 (0-0/1-1/3-1)

Hier scheitert Daniel Briere (PHO) an Evgeni Nabokov (SJ).
Für ihre Auswärtsstärke sind die Phoenix Coyotes eigentlich weniger bekannt. Von 19 Partien in fremden Stadien konnten sie bisher nur drei gewinnen. Bei den zur Zeit angeschlagenen, seit fünf Spielen sieglosen San Jose Sharks schafften sie es mit 4-2 Toren zu ihrem vierten Auswärtserfolg, den ersten seit zehn Partien.
Teppo Numminen(54.) markierte knapp sieben Minuten vor Spielende das 'Game Winning Goal' und in der Schlussminute sorgte NHL-Veteran Claude Lemieux(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' zum 4-2 Endstand dafür, dass der doppelte Punktgewinn nicht mehr in Gefahr geriet.
Zuvor hatten die Sharks durch Stephane Matteau(29.) und Marco Sturm(52.) zwei Mal die Führung der Gäste von Landon Wilson(27.), es war sein erstes Saisontor und Krystofer Kolanos(45.) egalisieren können, standen aber am Ende, wie in letzter Zeit desöfteren mit leeren Händen da.

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