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2001-12-30 

SPIELTAG 30.12.2001

Montreal - N.Y. Islanders 5-6 OT (0-2/3-3/2-0/0-1)
Center Alexei Yashin(62.) beendete nach 70 Sekunden in der Overtime mit dem 6-5 Siegtreffer für die New York Islanders eine furiose, kurzweilige NHL-Partie in der die Hausherren schon nach einer guten halben Stunde wie die sicheren Sieger aussahen.
Die Islanders begannen ganz stark, ließen ihre frankokanadischen Gäste kaum aus ihrem Verteidigungsdrittel kommen und wurden auch durch Tore von Alexei Yashin(14.pp), Mark Parrish(17./25.), Michael Peca(30.sh) sowie Jason Blake(32.), bei nur einem Gegentreffer von Richard Zednik(26.) mit einer 5-1 Führung belohnt.
Wohl keiner der 16.234 Besucher im weiten Rund des Nassau Colisseums, das zum siebten Mal in dieser Spielzeit ausverkauft war, hätte noch einen Dollar auf die Canadiens gesetzt. Doch Totgeglaubte leben länger. Die 'Habs' kamen wieder zurück ins Spiel. Noch vor der zweiten Pause verkürzten Craig Rivet(33.) und Mike Ribeiro(36.) den Rückstand auf zwei Tore und im Schlussabschnitt waren es Oleg Petrov(46.) sowie erneut Richard Zednik(56.), die mit ihren Treffern den Canadiens noch zu einem Ehrenpunkt verhalfen.

Ottawa - Pittsburgh 5-2 (2-1/1-1/2-0)
Erfolge in Pittsburgh sind für die Ottawa Senators eine seltene Angelegenheit. In ihrer 10-jährigen Franchisegeschichte konnten die Kanadier gerade zwei Mal von 22 Auftritten das Eis der Mellon Arena mit zwei Punkten verlassen.
Heute Nacht fügten sie mit 5-2 ihren dritten Sieg hinzu und sorgten dafür, dass die Talfahrt der Penguins, sie konnten von ihren letzten neun Partien nur eine gewinnen, eine Fortsetzung fand.
Je zwei Tore von Teamkapitän Daniel Alfredsson(8./57.) und Marian Hossa(20./23.pp) sowie ein Treffer durch Radek Bonk(42.) untermauerten die Dominanz der Senators.
Auf Seiten der spielerisch völlig überforderten Penguins hatten Tom Kostopoulos(8.), mit seinem ersten NHL-Schuss markierte er den 1-1 Zwischenstand, und Dan Lacouture(25.sh), dem ein Unterzahltor gelang, ihr persönliches Erfolgserlebnis.

Boston - Tampa Bay 5-4 OT (2-1/1-1/1-2/1-0)
Nachdem die Tampa Bay Lightning drei Spiele in Folge gewonnen hatten, mussten sie in der letzten Nacht ihre zweite Niederlage hintereinander einstecken. Das Prunkstück der Mannen aus Florida, die Abwehr um Goalie Nikolai Khabibulin, agierte zum wiederholten Male nicht mehr so sicher wie noch vor zwei Wochen und konnte von den Bruins mehrmals düpiert werden.
Vorgestern sieben Tore in Miami, gestern fünf Tore in Tampa - Bostons Angriffsreihen sind momentan in einer hervorragenden Verfassung. Besonders Glen Murray(63.), der gegen die Panthers schon fünf Punkte erreichte, machte mit seinem siegbringenden Treffer in der Overtime und zusätzlich zwei Assists eine gute Figur. Ansonsten konnten sich vier weitere Spieler der Bruins in die Scorerlisten eintragen: Nick Boynton(2.), Per-Johan Axelsson(20.), Bill Guerin(38.) und Rob Zamuner(55.sh) konnten Khabibulin ebenfalls überwinden.
Die Gäste befanden sich fast immer im Vorwärtsgang und feuerten 39 Mal auf Tampas Gehäuse. In der Rückwärtsbewegung offenbarten sie allerdings Schwächen, die oft nur durch Fouls beseitigt werden konnten. Die darauffolgenden nummerischen Überlegenheiten nutzten die Hausherren drei Mal, um die jeweiligen Rückstände zu egalisieren: Für einen Gleichstand sorgten Brad Richards(14.pp), Vaclav Prospal(32.pp) und Martin St.Louis(43.pp). Selbst in Führung gingen die Weiß-Blauen durch Jassen Cullimore(45.), als dieser zu Beginn des vermeintlich letzten Abschnitts von Richards und Frederik Modin in Szene gesetzt wurde. Zamuners Unterzahltor, genau zehn Minuten, später machte dann schließlich das Extradrittel möglich.

Toronto - Florida 2-4 (1-1/0-2/1-1)
Die dritte Niederlage in Folge kassierten die Toronto Maple Leafs in der letzten Nacht gegen die Mannen aus Miami, die sich nach der 1-7 Schlappe von gestern gegen Boston rehabilitieren konnten. Der überragende Akteur in der von beiden Seiten sehr offensiv geführten Partie war Floridas Verteidiger Bret Hedican(15./28.). Der 31-jährige US-Amerikaner erzielte das erste, sowie das zweite Tor des Abends und war mit zwei Vorlagen an den weiteren Treffern seiner Panther beteiligt.
Ehe Hedican zum zweiten Mal ins Schwarze traf, konnte Torontos Bryan McCabe(19.pp) im ersten Drittel zwischenzeitlich ausgleichen. Marcus Nilson(32.pp) und Pavel Bure(52.pp) bauten im weiteren Verlauf des Spiels die Führung aus.
Der Schlusspunkt des Abends war allerdings Torontos Kapitän Mats Sundin(60.sh) vorbehalten, der in Unterzahl, 52 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene seinen 21. Saisontreffer erzielen konnte.

Buffalo - Columbus 2-2 (0-0/1-1/1-1/0-0)
Für die Columbus Blue Jackets gab es mit dem 2-2 Unentschieden vor heimischen Publikum gegen die Buffalo Sabres zumindest zwei Lichtblicke. Es war ihr erster Punktgewinn nach einer Niederlagenserie von vier Spielen und auch ihr Powerplayspiel zeigte sich stark verbessert. Beide Tore der Blue Jackets durch Mike Sillinger(29.pp) und Ray Whitney(54.pp) fielen als sie einen Mann mehr auf dem Eis hatten. In ihren Partien zuvor ließ Columbus 30 Überzahlsituationen in Folge ungenutzt.
Doch die beiden Führungen der Hausherren waren jeweils nur von kurzer Dauer. Nach dem 1-0 dauerte es nur 86 Sekunden bis Jean-Pierre Dumont(31.) ausglich und über das 2-1 im Schlussabschnitt konnten sich die Blue Jackets sogar nur 39 Sekunden freuen - dann war Stu Barnes(54.) zur Stelle, um den Buffalo Sabres noch einen wichtigen Zähler im Kampf um einen Playoffplatz zu sichern.

Detroit - Nashville 2-3 OT (1-0/0-0/1-2/0-1)
Erst vor zehn Tagen wurde Verteidiger Andy Berenzweig aus der Minor League in das NHL-Team der Nashville Predators beordert und avancierte gleich heute Nacht zum Matchwinner. Nach 140 Sekunden in der Overtime bezwang der Rookie Detroits erfahrenen Schlussmann Dominik Hasek zum 3-2 Endstand.
Bereits bei den zwei Toren von Vitali Yachmenev(56.) und Vladimir Orszagh(59.pp) in den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit war Berenzweig mit je einem Assist beteiligt.
Es kommt nicht oft vor, dass die ligadominierenden, seit fünf Spielen in Folge ungeschlagenen Red Wings eine Führung noch aus der Hand geben. Pavel Datsyuk(18.) und Kirk Maltby(49.) ließ sie im Gaylord Entertainment Center von Nashville lange Zeit wie die sicheren Sieger aussehen.

Philadelphia - Colorado 5-2 (1-0/3-2/1-0)
Die erst vierte Niederlage im 18. Spiel vor heimischen Publikum mussten die Colorado Avalanche gegen die Philadelphia Flyers relativ deutlich mit 5-2 Toren hinnehmen. Dabei waren die Hausherren ihren Kontrahenten aus Pennsylvania spielerisch durchaus ebenbürdig, hatten teilweise sogar die größeren Spielanteile.
Simon Gagnes(16.) 1-0 Führung im ersten Drittel konnte Pascal Trepanier(21.) früh im zweiten Durchgang noch egalisieren. Doch dann legten die Flyers einen Zwischenspurt mit drei Toren in Folge ein. John LeClair(24.), Jiri Dopita(30.pp) sowie Jeremy Roenick(26.) ließen Colorados Goalie Patrick Roy alt aussehen und sorgten für die Vorentscheidung. Milan Hejduk(38.sh) markierte noch vor der Pause bei Unterzahl der Avs, den Anschlusstreffer eine Spielwende konnte er damit aber nicht mehr herbeiführen.
Im Schlussdrittel hielt die Defensivabteilung der Flyers den ideenlos vorgetragenen Angriffsbemühungen der Hausherren stand und Keith Primeau(60.en) stellte mit einem 'Empty Net Goal' den Endstand her.

Minnesota - Calgary 3-4 (2-0/0-3/1-1)
Wenn zwei Divisionskontrahenten aufeinandertreffen geht es desöfteren rauh zu. So auch im Spiel der letzten Nacht zwischen Calgary und deren Gästen aus Minnesota, die sich beide mit harten Bandagen einen Sieg erarbeiten wollten.
Viele Nicklichkeiten und diverse Fouls führten zu einer sehr zerfahrenen Partie, in der sich die Wild durch Jason Marshall(2.) und Pascal Dupuis(6.sh) zunächst als treffsicherer erwiesen und nach 20 Minuten eine 2-0 Führung inne hatten.
Nachdem die Schiedsrichter im ersten Drittel 'nur' sechs Zwei-Minuten-Strafen verhängen mussten, kamen im Mittelabschnitt neben zwei Fünf-Minuten-Strafen wegen eines Faustkampfs weitere sechs kleine Strafzeiten hinzu. Die Flames konnten dabei zwei ihrer Powerplays zu einem Tor nutzen und erzielten den zwischenzeitlichen Ausgleich bei nummerischen Gleichstand. Die Torschützen waren Jarome Iginla(27.pp/56.), Steve Begin(31.) und Marc Savard(34.pp).
Im letzten Drittel beruhigten sich die Hitzköpfe dann zusehends, sodass die Partie noch einmal an Klasse gewann. Minnesotas Matt Johnson(49.) nutzte eine Abwehrfehler der Gastgeber und überlistete Goalie Roman Turek, der im zweiten Abschnitt Mike Vernon ersetzte, zum Ausgleich. Der Topscorer der NHL, Jarome Iginla, zeigte jedoch wieder in welch einer guten Verfassung er in dieser Saison und wie wichtig er für seine Flames ist: Iginla sicherte seinem Team durch Mithilfe von Clarke Wilm und Steve Begin doch noch die zwei Punkte.

New Jersey - Vancouver 2-4 (0-1/2-2/0-1)
Herzlich willkommen zu Hause -Jan Hlavac- hier in Vancouver. Dieser Satz könnte das Motto des heutigen Spieles sein, denn mit zwei Toren erreichte er mit dem ebenfalls überragenden Torhüter Peter Skudra (er hielt 32 Torschüsse) den ersten Sieg seiner Canucks seit nunmehr drei Wochen.
Eingeläutet wurde die Stunde des Triumphes durch Verteidiger Matthias Ohlund(9.), der die glänzende Vorarbeit von Brent Sopel schon früh zur Führung für die Canucks nutzte. Die Devils hatten den Spielanfang verschlafen und scheiterten immer wieder an Torhüter Skudra.
Das zweite Drittel gestaltete sich relativ ausgeglichen, die Canucks bauten nach einem Solo des bereits erwähnten Jan Hlavac(23.) die Führung auf 2-0 aus und Vancouvers Brent Sopel(25.), der bereits das 1-0 vorbereitet hatte, erzielte kurz danach sogar die 3-2 Führung für die Vancouver Canucks. War's das schon für die Devils? Wer das dachte hatte gefehlt, denn die Stanley Cup Sieger von 2000 nutzten mit ihrem Spieler Bobby Holik(32.) nach Vorarbeit von Rafalski und Gomez eine Powerplaysituation zum Anschlusstreffer. Und ehe sich die Canucks versahen, hatten die Devils auch schon den endgültigen Anschluss geschafft, nur noch 3-2 - Tor durch Pierre Dagenais(34.).
Sollte das Schlussdrittel nun zu einer Zitterpartie werden für die Canucks - würde es doch keinen Sieg geben? Wer das dachte, hatte die Rechnung ohne Hlavac gemacht. Das letzte Drittel war hart umkämpft und Jan Hlavac(57.) gelang erst kurz vor Schluss der spielentscheidende Treffer zum 4-2. Vor allem Torhüter Skudra schien heute von einer anderen Welt zu sein, er wehrte allein im Schlussdrittel 12 Torschüsse ab und sicherte so bis zur endgültigen Entscheidung die Führung seines Teams. Die Canucks können nun erst einmal durchschnaufen, die Devils bleiben zwei Punkte vor dem Divisionsletzten der Atlantic Division, den Pittsburgh Penguins.

N.Y. Rangers - Los Angeles 5-4 (1-0/3-2/1-2)
Trotz des Fehlens von Eric Lindros können die Rangers ihre Siegesserie auf nunmehr sechs Siege ausbauen. Vorsichtshalber hatten die Rangers auf einen Einsatz des Centers verzichtet, nachdem er gestern schon in den letzten zwei Dritteln verletzungsbedingt pausieren musste.
Der zuletzt angeschlagene Kapitän Mark Messier kehrte jedoch nach seiner Schulterverletzung wieder in das Team zurück.
Im ersten Drittel ging es gleich rasant zur Sache, der New Yorker Jeff Toms(4.) erzielte nach Vorarbeit von York und Berard schon früh das 1-0, das auch noch am Ende dieses kampfbetonten Drittels Bestand hatte.
Im zweiten Drittel konzentrierte man sich dann mehr aufs Eishockey spielen und auf den Job Tore zu erzielen. Die Rangers bauten nach Vorarbeit von Barnaby und Berard kurz nach dem Wiederanpfiff durch Petr Nedved(22.) ihre Führung auf 2-0 aus. Allmählich wachten auch die Los Angeles Kings auf, Adam Deadmarsh(23.) erzielte im Gegenzug den Anschlusstreffer. Das war aber noch lange nicht alles; praktisch im gleichen Atemzug gelang es den Rangers den alten Vorsprung durch Mikael Samuelsson (23.) wieder herzustellen.
Beide Teams legten nach diesem stürmischen Beginn eine kurze schöpferische Pause ein und es waren wieder die Kings, die in der siebten Minute erneut den Anschluss schafften - Torschütze war Aaron Miller(28.). Die Rangers steckten jedoch nicht auf und ihnen gelang schon bald ein weiteres Tor durch Manny Malhotra(33.) nach Vorarbeit von Messier und Smolinski.
Das zweite Drittel hatte beiden Mannschaften Kraft gekostet. Die Kings kämpften darum den Rückstand zu verkürzen, doch die Rangers trafen durch Andreas Johansson(55.). Durchatmen - das Spiel ist gelaufen, die Rangers gewinnen? Nein, die Kings gaben sich nicht auf und kamen kurz vor Schluss durch Steve Heinze(59.) wieder auf 5-3 heran. Doch der Wille reichte heute leider nicht zum Sieg und letztendlich verhalf den Kings auch das Tor, eine Sekunde vor dem Ende, durch Bryan Smolinski(60.) auch nicht viel weiter.
Die Rangers können sich entspannen, sie sind in der Eastern Conference wieder ganz oben zu finden mit einer Gesamtpunktzahl von 49. Die Kings müssen nun aufpassen; zwei Niederlagen und zwei Unentschieden aus den letzten vier Partien sind zu wenig, um den Anschluss an den Playoffzug nicht vorzeitig zu verlieren.

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