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2001-12-29 

SPIELTAG 29.12.2001

Toronto - Atlanta 4-5 (1-1/2-3/1-1)

Unter Mithilfe von zwei Verteidigern vereitelt Milan Hnilicka (ATL) eine Torchance von Mats Sundin(TOR).

Wenn das punktbeste gegen das punktschlechteste Team der Eastern Conference, bei einem Unterschied von 27 Zählern, aufeinandertreffen, gibt es eigentlich nur eine Frage: Wie hoch gewinnt der Tabellenführer? Wenn dann auch noch der Underdog und Hausherr die letzten neun Spiele zu Hause verloren hatte, ist es umso verwunderlicher, dass die Thrashers diese Partie für sich entscheiden konnten.
Von Anfang an dominierten jedoch die Gäste die Begegnung in der Phillips Arena und gingen in der 10. Spielminute durch Bryan McCabe(10./29.) erwartungsgemäß in Führung. Nachdem Ilya Kovalchuk(16./36.) genau sechs Minuten später ausgleichen konnte, lochte McCabe im Mitteldrittel zum zweiten Mal an diesem Abend ein. Für den erneuten Einstand sorgte Dan Heatley(33.pp/53.), als Dmitri Yushkevich wegen Beinstellens auf der Strafbank saß, ehe anschließend Kovalchuk seine Thrashers erstmalig in Front brachte. Ray Ferraros(37.) 400. Karrieretor bescherte den Gastgebern sogar noch einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Abstand, der aber von Mikael Renberg(40.) fast postwendend wieder verkürzt wurde.
Im letzten Abschnitt waren die Maple Leafs durchaus bemüht dieses Spiel für sich zu entscheiden, konnten aber Goalie Milan Hnlicka in der Person von Mats Sundin(54.) nur ein weiteres Mal bezwingen. Hätte Heatley 22 Sekunden zuvor nicht zum zweiten Mal getroffen, wäre wenigstens ein Punkt für die Kanadier drin gewesen.

Boston - Florida 7-1 (2-1/2-1/3-0)
Die Partie zwischen den 'Braunbären' aus Boston und den 'Panthern' aus Florida wurde zu einem Eishockeyfest für alle Bruinsfans, die sich besonders bei zwei Spielern zu bedanken hatten: Glen Murray(12./41.pp) erzielte die Zwischenstände zum 2-0 und 5-1 und gab zusätzlich drei Assist. Auf zwei Vorlagen mehr brachte es sein Kollege Joe Thornton, der nur an den beiden letzten Treffern nicht beteiligt war.
Den Torreigen eröffnete Mike Knuble(5./26.) bereits nach weniger als fünf Minuten, als er von den beiden Helden des Abends mustergültig in Szene gesetzt wurde. Nachdem anschließend Murray zum ersten Mal eingelocht hatte, gelang Knuble zu Beginn des Mitteldrittels sein zweiter Streich zum fast schon vorentscheidenden 3-0. Für Hoffnung sorgte Floridas Olli Jokinen(27.sh), der in Unterzahl einen Fehler der Bruins ausnutzte und den Anschlusstreffer erzielen konnte. Den durchaus gut mitspielenden Hausherren fehlte es aber im weiteren Spielverlauf am nötigen Glück, denn alle weiteren Chancen wurden von Goalie Byron Dafoe bravourös vereitelt. Anders die Gäste, die durch Bill Guerins(34.pp/52.pp) Saisontore Nummer 16 und 17, Murrays zweiten Erfolgserlebnis und Rob Zamuners(54.) Schlusspunkt vier weitere Male den Puck im Netz versenken konnten.
Neben dem unterhaltsamen Offensiveishockey der beiden Teams, gab es zwischen der 44. und 58. Spielminute zusätzlich acht Fauskämpfe für die 17.391 Zuschauer zu bestaunen.

Montreal - St. Louis 0-3 (0-1/0-1/0-1)
Den achten Sieg während der letzten zehn Heimspiele, bei einer regulären Niederlage und einer Niederlage in Overtime, fuhren die Blues in der vergangenen Nacht gegen Montreal ein. Obwohl die Canadiens Goalie Fred Brathwaite, der seinen zweiten Saisonshutout feiern durfte, 24 Mal prüften, konnten sie sich kaum klare Chancen erspielen. Die Schüsse auf das Tor der Gegner fielen meist nach Zufällen oder wurden aus Verlegenheit abgegeben.
St.Louis hingegen agierte sehr konzentriert und hatte zu fast jedem Zeitpunkt das Geschehen unter Kontrolle. Die ersten Früchte der hervorragenden Spielweise der Gastgeber erntete Bryce Salvador(11.pp) in nummerischer Überlegenheit, als Richard Zednik wegen eines Stockschlags auf der Strafbank saß. Schadlos überstanden die Canadiens dann die darauffolgenden 19 Minuten, ehe Jamal Mayers(30.) endlich zum 2-0 einlochen konnte.
Doug Weights zweite folgenreiche Vorlage gab er zusammen mit Cory Stillman in der Mitte des letzten Abschnitts für den Olympioniken Scott Young(53.), der aus kurzer Distanz das entscheidende 3-0 erzielen konnte.

Washington - Dallas 3-2 OT (0-0/1-1/1-1/1-0)

Pierre Turgeon (DAL) scheitert an Craig Billington (WAS).

In den letzten sieben Partien in Dallas gab es für die Capitals sechs Niederlagen, wodurch die Stars eigentlich mit viel Zuversicht in dieses Spiel hätten gehen sollen, denn drei Heimniederlagen in Folge mussten die Texaner zuletzt einstecken und wollten ihren erfolgsverwöhnten Fans ein Eishockeyfest bieten.
Da es meistens anders kommt als man denkt, gingen die Gäste im zweiten Drittel durch Dmitri Khristich(25.) in Führung. Der Ausgleich folgte jedoch nur 101 Sekunden später, als Benoit Hogue(27.) eine mustergültige Vorarbeit von seinem Kollegen Pat Verbeek erfolgreich abschloss. Fast genau 20 Minuten darauf stellte Jaromir Jagr(47.pp) mit seinem 13. Saisontor den alten Abstand wieder her, ehe Jon Sim(54.) zum 2-2 traf und damit die Overtime ermöglichte.
Dass die Hauptstädter doch noch die beiden Punkte aus Dallas entführen konnten, wurde durch eine beeindruckende Einzelleistung von der fast schon legendären Nummer 68 realisiert. Wie in 'alten Zeiten' lief Jagr, obwohl er von Derian Hatcher massiv bedrängt wurde, gewand an der linken Bande entlang und hielt sich mit der einen Hand den hünenhaften Verteidiger vom Leib und führte mit der anderen Hand geschickt die Hartgummischeibe. Diese konnte er trotz größter Anstrengungen des gegnerischen Kapitäns zu seinen Mitspieler Ken Klee(63.) befördern, der Goalie Ed Belfour zum 3-2 Auswärtssieg bezwang.

Minnesota - Edmonton 2-3 (1-1/0-1/1-1)
Den dritten Heimerfolg hintereinander und fünften Sieg während der letzten sieben Spiele, bei einer Niederlage und einem Unentschieden, verbuchten die Oilers in der letzten Nacht im Spiel gegen ihren Divisionskontrahenten aus Minnesota.
Nicht gerade erwartungsgemäß konnten die Gastgeber jedoch nur im ersten Drittel die Partie dirigieren, denn die Wild agierten offensiv wie selten in dieser Saison. Zur Überraschung der 16.389 Zuschauer im Skyreach Centre gingen die Mannen aus Minneapolis durch Aaron Gavey(2.) bereits nach 106 Sekunden in Führung. Auf Ethan Moreaus(15.sh) Ausgleichstor in Unterzahl mussten die Fans dann fast 13 Minuten warten, ehe Mike Grier(27.) seine Oilers im zweiten Drittel erstmalig in Führung brachte.
Das Bild hatte sich aber schon zu Gunsten der Wild geändert, denn sie bedrängten die Kanadier sowohl in deren Abschnitt, als auch in der neutralen Zone mehr als ihnen lieb war. Ein weiterer zählbarer Erfolg gelang den Gästen jedoch erst in der 52. Minute, als Andrew Brunette(52.) nach Vorarbeit von Filip Kuba und Marian Gaborik hochverdient das 2-2 erzielen konnte. Da die Oilers im letzten Abschnitt kaum Spielanteile und praktisch keine Chance vorzuweisen hatten, fiel Mike Comries(56.) Siegtreffer wie aus heiteren Himmel.

Philadelphia - Phoenix 2-4 (1-2/1-2/0-0)
Während die Coyotes in der letzten Nacht eine erfolglose Serie von drei Spielen beenden konnten, mussten die Flyers nach vier doppelten Punktgewinnen hintereinander wieder eine Niederlage einstecken. Die Weichen auf Sieg hatten die Gastgeber bereits nach weniger als drei Minuten auf Sieg gestellt, denn nur vier Schüsse auf Goalie Brian Boucher reichten aus, um Phoenix mit 2-0 in Front zu bringen. Die Torschützen waren Michael Handzus(1.) und Daniel Briere(3.pp/25.pp).
Die Flyers versuchten dann den Rückstand umzubiegen, indem sie aus allen Rohren feuerten. Der fast zwangsläufige Anschlusstreffer gelang schließlich Mark Recchi(17.pp/32.pp), der sich im zweiten Drittel erneut in die Scorerliste eintragen lassen konnte. Diese wurde aber zuvor bereits zwei Mal aktualisiert, als erst Brad May(23.) und kurz darauf erneut Briere zum vorentscheidenden 4-1 getroffen hatten.
Beeindruckend präsentierten sich auf beiden Seiten die Überzahlreihen: Sowohl Philadelphia, als auch Phoenix nutzten zwei nummerische Vorteile, bei sechs bzw. fünf Gelegenheiten.

N.Y. Rangers - San Jose 5-3 (1-0/2-1/2-2)

Eric Lindros (NYR) bringt Mark Smith (SJ) zu Fall.

An Effektivität kaum noch zu überbieten waren die New York Rangers bei ihrem Gastauftritt in der San Jose Arena. Der Tabellenführer der Pacific Division, die San Jose Sharks, machten das Spiel, doch die Tore schossen die Gäste. 43-17 lautete nach 60 Minuten das Torschussverhältnis zu Gunsten der Hausherren, jedoch 3-5 das Endergebnis.
Dabei waren es nicht die Topscorer der 'Blueshirts', welche durch ihre Treffsicherheit überzeugen konnten. New Yorks erste Sturmreihe mit Lindros, York und Fleury hatten die Kalifornier ganz gut in Griff bekommen. Da sprangen eben andere in die Bresche. Vladimir Malakhov(3.), Mikael Samuelsson(34.pp), Radek Dvorak(38.) sowie Manny Malhotra(43.) sorgten für einen beruhigenden 4-1 Vorsprung bis zur 43. Spielminute.
Mit nur 10 Saves musste der frustrierte Evgeni Nabokov sein Tor zu Gunsten von Miikka Kiprusoff räumen. Kiprusoff konnte immerhin zwölf Minuten seinen Kasten sauber halten ohne dabei geprüft worden zu sein, dann sah auch er sich einem Schuss der Rangers ausgesetzt und Sandy McCarthy(55.) hatte die Lücke gefunden.
Dass die herbe Niederlage der Sharks zumindest optisch etwas geschönt wurde, dafür sorgten Matt Bradley(10.), Ex-Ranger Adam Graves(48.) und Stephane Matteau(57.pp).

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