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2001-12-28 

SPIELTAG 28.12.2001

N.Y. Islanders - Ottawa 2-5 (1-0/0-1/1-4)

Alexei Yashin (NYI) muss eine rechte Gerade von Chris Neil (OTT) einstecken.
Eine hochklassige NHL-Partie zwischen den Ottawa Senators und den New York Islanders sahen 18.500 Zuschauer im Corel Center der kanadischen Hauptstadt. Weniger freundlich wurde dabei Alexei Yashin an seiner früheren Wirkungsstätte empfangen. Sobald New Yorks Center am Puck war, wurden seine Aktionen mit lauten Buhrufen begleitet.
Die aufgeladene Stimmung übertrug sich auch auf die Akteure, die nicht immer mit fairen Mitteln zu Werke gingen. Den Zuschauern konnte es recht sein. Durch die zahlreichen Überzahlsituationen mangelte es nicht an Torchancen.
Ausgerechnet ein Powerplay der Hausherren nutzte Shawn Bates(17.sh) um die Islanders in Front zu schießen. Im zweiten Durchgang machten die Kanadier kräftig Druck und wurden durch zwei Tore von Radek Bonk(24.pp) und Andre Roy(35.) zum 2-2 Zwischenstand belohnt. Zwischenzeitlich war Mariusz Czerkawski(29.) die erneute Führung der Gäste gelungen.
Im letzten Drittel nutzte Marian Hossa(46.pp) erneut eine nummerische Überlegenheit um die Senators auf die Siegerstraße zu führen. Die Islanders mobilisierten zwar anschließend alle Kräfte um zumindest mit einem Punkt die Heimreise antreten zu können, wurden aber in der Schlussminute, als sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen, zwei Mal von Wade Redden(60.sh;en) und Radek Bonk(60.sh;en) eiskalt erwischt.
Von den letzten 22 Partien gegen die Senators konnte das Team aus Long Island nur eine für sich entscheiden.

Carolina - Tampa Bay 3-2 (2-1/1-1/0-0)
In den letzten Aufeinandertreffen mit den Tampa Bay Lightning hatten die Carolina Hurricanes immer ihre Mühe mit dem Tore schießen. Heute Nacht im Ice Palace von Tampa stellten sie früh ihre Treffsicherheit unter Beweis. Teamkapitän Ron Francis(2.) beendete nach 76 Sekunden die über 182 Minuten dauernde Torflaute gegen das Team aus Florida.
Der Treffer tat der Partie gut. Die ansonsten sehr defensiv auftretenden Hausherren sahen sich gezwungen mehr für die Offensive zu tun. So entwickelte sich im ersten Drittel ein von beiden Mannschaften offen geführtes Spiel. Zwei weitere Treffer bis zur Drittelpause waren der verdiente Lohn. Zunächst egalisierte Juha Ylonen(14.) den Spielstand und nur drei Minuten danach brachte Sami Kapanen(17.) mit seinem bereits 19. Saisontor, es war gleichzeitig sein 300. NHL-Scorerpunkt, die Gäste erneut in Front.
Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Lightning. Es dauerte gerade einmal 33 Sekunden bis Fredrik Modin(21.) zum 2-2 Zwischenstand ausglich. Ausgerechnet Aaron Ward(40.), dessen letzter NHL-Treffer bereits 64 Spiele zurück liegt, verhinderte mit dem 3-2 Siegtor, dass die Hausherren einen neuen Franchiserekord, sieben Heimsiege in Folge, aufstellen konnten.

Columbus - Detroit 1-5 (1-2/0-2/0-1)

Fünf Mal Grund zum Feiern hatten Holmstrom, Lidstrom, Robitaille und Shanahan (DET).
So hochklassig wie die Detroit Red Wings besetzt sind, bereitete es ihnen keine Mühe das Fehlen von Teamkapitän Steve Yzerman (siehe auch >> Extrabericht) zu kompensieren.
Mit einem deutlichen auch in der Höhe verdienten 5-1 Heimsieg bauten die Red Wings ihre Erfolgsserie auf fünf Spiele ohne Niederlage aus.
Die Blue Jackets konnten sich nur ein Drittel lang darauf Hoffnungen machen, den Favoriten ein Bein zu stellen. Nach einem Tor von Mike Sillinger(11.) und Gegentreffern durch Mathieu Dandenault(8.) und Luc Robitaille(14.pp) gingen sie mit einem knappen 1-2 Rückstand in die erste Pause.
Ab dem zweiten Durchgang wurde das Tabellenschlusslicht der Western Conference ein ums andere Mal von den Hausherren vorgeführt. Weitere Gegentore von Pavel Datsyuk(26.), Brendan Shanahan(34.pp) und durch Sean Avery(42.pp) waren die Konsequenz.

Colorado - Chicago 1-3 (0-1/0-1/1-1)
An ihrem Schweizer Schlussmann David Aebischer, Stammtorhüter Patrick Roy wurde nach seinem 500. NHL-Sieg von gestern eine Ruhepause gegönnt, lag es sicherlich nicht, dass die Colorado Avalanche heute Nacht im United Center der Chicago Blackhawks mit 1-3 Toren unterlagen und ihre erst zweite Niederlage aus den letzten 17 Spielen hinnehmen mussten. Zwar sah sich Aebischer gleich beim ersten Torschuss auf sein Gehäuse durch Jim Campbell(2.) bezwungen, ihm hatten es aber in der Folgezeit die 'Avs' hauptsächlich zu verdanken, dass die Partie bis zur Schlussphase spannend blieb.
Die Blackhawks dominierten über annähernd 60 Minuten das Geschehen auf dem Eis. Mit der sehr körperbetonten, aber keineswegs unfairen Spielweise der Hausherren hatten die amtierenden Stanley Cup Champions ihre Mühe.
Zwar verdient, aber unter gütiger Mithilfe der Schiedsrichter, die gleich zwei Vergehen übersahen, baute Bob Probert(29.) zur Mitte des zweiten Durchgangs die Führung auf 2-0 aus. Der Torschütze hatte sich durch einen eindeutigen Ellenbogencheck in Puckbesitz gebracht und bei seinem Schuss aus kurzer Distanz befand sich ein Sturmkollege mit beiden Schlittschuhen im Torraum.
Selbst nach Steven Reinprechts(44.) Anschlusstreffer kurz nach der Pause kam die Lawine nicht richtig ins Rollen. Bei den sich ihnen bietenden wenigen klaren Torgelegenheiten scheiterten sie jeweils an Chicagos Goalie Steve Passmore. Für die Entscheidung sorgte 34 Sekunden vor Spielende Eric Daze(60.en) mit einem 'Empty Net Goal'.

Calgary - Vancouver 2-4 (1-1/1-3/0-0)
Wieder einmal Grund zur Freude hatten heue Morgen die 18.422 Besucher im General Motors Place zu Vancouver. Erfolgserlebnisse der heimischen Canucks waren in den vergangenen Wochen zur Rarität geworden und auch in der Partie gegen Calgary Flames sah es zunächst gar nicht gut für die Hausherren aus. In der ersten halben Stunde hatten die Kontrahenten aus der Nachbarprovinz Alberta die deutlich größeren Spielanteile. Craig Conroy(2.) und Dean McAmmond(27.) schossen die Flames dementsprechend verdient zwei Mal in Front. Doch Calgarys Schlussmann Roman Turek wurde auch zwei Mal eiskalt erwischt und musste sich von Markus Naslund(3.) sowie Todd Bertuzzi(28.) postwendend geschlagen geben.
Bertuzzis Treffer zum schmeichelhaften Ausgleich hatte Signalwirkung auf die Hausherren. Plötzlich lief der Puck wie am Schnürchen, das Team präsentierte sich wirklich als Mannschaft in der jeder für jeden kämpft und die Gäste konnten nur noch reagieren, eigene Aktionen blieben aus.
Noch vor der zweiten Pause konnten binnen zwei Spielminuten Trevor Linden(37.) und Andrew Cassels(39.) die Canucks in Front schießen. Diese hatten im torlosen Spielabschnitt noch mehrmals Gelegenheit gegen die wie gelähmt wirkenden Flames ihren Vorsprung weiter auszubauen.

Anaheim - Los Angeles 2-2 (1-0/0-0/1-2/0-0)
Brad Chartrand(43.) und Bryan Smolinski(48.) sorgten mit ihren Toren zu Beginn des Schlussabschnitts dafür, dass sich die Los Angeles Kings noch einen glücklichen Zähler im innerkalifornischen Duell gegen die Mighty Ducks of Anaheim sichern konnten, nachdem sie bereits mit 0-2 in Rückstand geraten waren.
Angespornt von ihrem unerwarteten Sieg in der San Jose Arena nur 24 Stunden zuvor, erwiesen sich die Mighty Ducks auch im Staples Center von Los Angeles als unangenehmer Gegner.
Knapp zehn Minuten waren absolviert, als Jeff Friesen(10.) die Gäste aus Anaheim in Front schoss. Die Kings taten sich gegen die in der Defensive stabil stehenden Gäste sehr schwer die neutrale Zone schnell zu überbrücken. Als dann 140 Sekunden im Schlussabschnitt absolviert waren und Matt Cullen(43.) zum zweiten Mal Kings Schlussmann Jamie Storr bezwungen hatte, glaubten wohl nur noch wenige der 18.610 Besucher an eine Spielwende.
Nachdem diese Chartrand und Smolinski doch noch herbeigeführt hatten, übernahmen wieder die Ducks das Kommando. Mit einem Punktgewinn wollten sie sich nicht abfinden. Im noch folgenden Sturmlauf, darunter ein 2-minütiges Überzahlspiel, gelang ihnen aber kein zählbarer Erfolg mehr.

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