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2001-12-27 

SPIELTAG 27.12.2001

Ottawa - Boston 2-3 (0-1/0-1/2-1)
Ein Sonderlob von seinem Headcoach Robbie Ftorek bekam Bostons Ersatztorhüter John Grahame nach dem 3-2 Heimsieg der Bruins gegen die Ottawa Senators: "John hatte einige Riesenparaden. Er hielt uns im Spiel und hat den späteren Sieg erst möglich gemacht."
Mit insgesamt 34 Rettungstaten war Grahame der große Rückhalt für die Bruins. Vor allem im Mitteldrittel beim Stande von 2-0 nachdem Rob Zamuner(13.) und ihr Toptorjäger Brian Rolston(31.) die Hausherren bereits mit 2-0 in Front geschossen hatten, konnten sie sich auf ihren Schlussmann verlassen.
Zu Beginn des Schlussabschnitts schien es als könnten die kanadischen Gäste die Partie noch wenden: Innerhalb von 95 Sekunden fanden Andre Roy(43.) sowie Todd White(44.) doch noch eine Lücke und egalisierten den Spielstand. Die Bruins hatten jetzt nur noch wenige Torgelegenheiten, Jozef Stumpel(51.) nutzte jedoch eine hiervon zum letztendlich glücklichen 3-2 Siegtreffer.

Montreal - Buffalo 1-3 (0-1/1-0/0-2)
Die Buffalo Sabres beendeten mit einer engagierten Leistung ihre Negativserie von vier Spielen in Folge ohne doppelten Punktgewinn. In den letzten gut fünf Spielminuten machte Curtis Brown(55./60.en) mit zwei Treffern den Heimsieg perfekt.
Mit der 1-3 Niederlage bei ihren Divisionsrivalen aus Buffalo waren die äußerst defensiv eingestellten Montreal Canadiens noch ganz gut bedient. Vor allem in den letzten zwei Dritteln taten sie so gut wie gar nichts mehr für ihr Spiel nach vorne. Doch fast hätte der Zweck die Mittel geheiligt. Arron Asham(28.) nutzte die einzige Torchance der Frankokanadier in den letzten 40 Spielminuten um das Spiel zum 1-1 Zwischenstand auszugleichen.
Jean-Pierre Dumont(7.) brachte die Sabres mit 1-0 in Front, nachdem er einen Schlagschuss von Slava Kozlov unhaltbar abgefälscht hatte.

Philadelphia - Washington 4-1 (2-0/2-0/0-1)
So richtig freuen konnte sich Steve Peat(56.) über sein erstes NHL-Tor nicht. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass seine Washington Capitals ihre Heimpartie gegen die Philadelphia Flyers verlieren werden.
Die dominant auftretenden Gäste hatten den 'Caps' bereits früh durch ihre körperbetonte Spielweise die Grenzen aufgezeigt. Bereits in die erste Pause gingen die Flyers nach Toren von Ruslan Fedotenko(11.) und Dan McGillis(19.) mit einem 2-0 Vorsprung.
Im zweiten Durchgang agierten die Hausherren zwar etwas engagierter, ein Torerfolg blieb ihnen aber verwehrt. Konsequenter zeigten sich da die Flyers beim Torabschluss. Mit ihren Treffern innerhalb von 76 Sekunden zur Mitte des zweiten Durchgangs sorgten Keith Primeau(31.pp) und erneut Ruslan Fedotenko(32.) für die Vorentscheidung.
Mit 4-1 entschieden die Flyers vollauf verdient auch das vierte Aufeinandertreffen mit den Washington Capitals in dieser Saison.

Toronto - Carolina 3-4 (0-1/2-0/1-3)
Begeisternde acht Schlussminuten sahen die 18.730 Zuschauer in Raleigh, noch dazu mit einem Happy End für die heimischen Carolina Hurricanes. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste aus Toronto nicht unverdient 2-1 geführt. Den Führungstreffer der Gastgeber durch Jeff O'Neill(16.pp) hatten die Maple Leafs Mikael Renberg(24.pp) und Mats Sundin(34.) im von Toronto beherrschten zweiten Drittel gedreht.
Doch acht Minuten vor dem Ende kam die Zeit der Hurricanes. Zwei Überzahlspiele ermöglichten die Maple Leafs den Hurricanes, die diese prompt ausnutzten und die Führung erneut drehten. Zunächst nutzte Martin Gelinas(53.pp) eine Strafzeit gegen Renberg wegen Halten des Stockes, dann markierte Bates Battaglia(56.pp) das 3-2 41 Sekunden nach einem Vergehen von Aki Berg. Nur 28 Sekunden nach dem anschließenden Bully konnte Mats Sundin(57.) mit seinem zweiten Treffer des Abends wieder ausgleichen. Die Freude darüber blieb Leafs Trainer Pat Quinn nur weitere 24 Sekunden danach im Hals stecken, als Martin Gelinas(57.) ebenfalls zum zweiten Mal vollstrecken konnte, Curtis Joseph im Tor der Blauen im Nachschuss überwand und Toronto damit die zweite Niederlage aus den letzten neun Begegnungen beibrachte.

Pittsburgh - New Jersey 0-4 (0-0/0-4/0-0)
Mit dem erst dritten Sieg in den letzten acht Partien gaben die New Jersey Devils die Rote Laterne der Atlantic Division an ihren heutigen Kontrahenten, die Pittsburgh Penguins ab. Der Grundstein zum Erfolg im Kellerduell wurde von den Gastgebern im Mittelabschnitt gelegt, als sie Johan Hedberg im Gehäuse der Penguins kaum Luft zum Atem ließen und diesen förmlich unter Dauerbeschuss nahmen.
Diese Offensivanstrengungen wurden mit vier Toren mehr als reichlich belohnt. Zunächst eröffnete Brian Rafalski(22.) den Torreigen, Pierre Dagenais(26.) legte nah, ehe Bobby Holik(33.) und Jason Arnott(37.pp) den Erfolg sicherten. Hedberg konnte noch insgesamt 27 Saves, allein 17 - trotz der vier Treffer - im Mitteldrittel, verbuchen, musste aber im Schlussabschnitt Jean-Sebastien Aubin Platz machen, der die weiteren zehn Aufgaben meisterte.
Alle 20 Torschüsse der Penguins wehrte Devils Torhüter Martin Brodeur ab und konnte sich nach einem weitesgehend ruhigen Abend einen Shutout gut schreiben. Zum siebten Mal in dieser Saison blieb Pittsburgh ohne Treffer und konnte nur einen Sieg in den letzten acht Spielen einfahren.

Florida - Atlanta 3-3 (0-1/0-1/3-1/0-0)
Seitdem Duane Sutter in Florida entlassen und von Mike Keenan ersetzt wurde, geht es aufwärts mit den Panthers. In den letzten acht Spielen punkteten die Mannen aus Miami immerhin vier Mal doppelt, bei vier Niederlagen. Das erste Unentschieden für den in der Branche als 'harten Hund' verschrieenen Coach kam in der letzten Nacht hinzu.
Obwohl die Panthers in der Phillips Arena durchaus gleichwertig waren, trafen zunächst nur die Hausherren, die es in den letzten neun Heimspielen auf lediglich drei Punkte brachten. Die Thrashers Todd Reirden(6.pp), Jeff Cowan(26.) und Dan Heatley(41.) sorgten für eine mehr als schmeichelhafte 3-0 Führung.
Erst jetzt schienen die Gäste aufzuwachen. Es setzte sich ein beeindruckender Sturmlauf der Panthers in Gang. Im weiteren Verlauf des letzten Drittels prüften sie Goalie Milan Hnlicka 22 Mal und kamen durch Kevyn Adams(49.) und Dan Boyle(56.) verdientermaßen zu den Anschlusstreffern. Die Overtime machte der 23-jährige Olli Jokinen(59.) möglich, indem er den Puck mit seinem verdeckten Schuss im Kasten unterbrachte. Die noch folgenden fünf Minuten in der Overtime brachten keine Entscheidung.

Chicago - St. Louis 3-1 (1-0/0-1/2-0)
Den vierten Sieg in den letzten fünf Auswärtsspielen erreichten die Blackhaws in der vergangenen Nacht. Im Kiel Center zu St. Louis fuhren sie damit ihren bereits 20. Saisonsieg ein.
Wieder einmal herausragend war die Treffsicherheit der Gäste. Sie prüften Goalie Brent Johnson lediglich 18 Mal, trotzten den 24-jährigen US-Amerikaner dabei aber drei Tor ab. Nachdem Mike Peluso(6.) im ersten Drittel für Chicago und Daniel Corso(29.) im Mittelabschnitt für die Blues getroffen hatten, machten Tony Amonte(42.pp) und Mark Bell(54.) während der letzten 20 Minuten alles klar für die Gäste.
Amonte, der seit geraumer Zeit im Mittelpunkt diverser Wechselgerüchte steht, konnte mit seinem 13. Saisontreffer eine seit sechs Spielen andauernde Torflaute beenden und hatte nicht nur damit maßgeblichen Anteil an der fünften Heimniederlage der Blues.

Tampa Bay - Nashville 1-0 (0-0/0-0/1-0)
Auf der Torhüterposition sind die Tampa Bay Lightning so gut besetzt wie kaum ein anderes NHL-Team. Nikolai Khabibulin konnte im bisherigen Saisonverlauf fünf Shutouts für sich verbuchen, da wollte auch sein Ersatzmann Kevin Weekes, der heute Nacht bei der Partie gegen die Nashville Predators den Vorzug bekam, ihm in nichts nachstehen. Weekes parierte 31 Torschüsse der Hausherren und hielt seinen Kasten zum zweiten Mal in dieser Saison, bei nur zehn Einsätzen, sauber.
Den einzigen Treffer der Partie erzielte 12 1/2 Minuten vor Spielende Fredrik Modin(48.). Am rechten Torpfosten stehend, bugsierte Modin nach einem Schuss von Brad Richards den Puck zum 'Game Winning Goal' ins Netz und beendete damit Nashvilles beeindruckenden Franchiserekord von elf Heimspielen in Folge ohne Niederlage.

Detroit - Minnesota 3-3 (1-0/1-2/1-1/0-0)
Noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen sind die Detroit Red Wings bei ihrem Gastauftritt im Xcel Energy Center von St. Paul. 6 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang Luc Robitaille(54.) der 3-3 Ausgleichstreffer. Robitaille war der herausragende Akteur der Gäste. Bereits bei den Powerplaytoren von Teamkapitän Steve Yzerman(13.pp/28.pp) hatte sich der Außenstürmer mit einem Assist beteiligt.
Trotz der zweimaligen Führung agierte das Star-Ensemble der Red Wings keineswegs souverän. Im Mittelabschnitt konnten Jason Marshall(25.) mit seinem ersten Saisontor und Richard Park(37.) den Spielstand jeweils egalisieren.
Noch schlimmer kam es für die Gäste als kurz nach der zweiten Pause Willie Mitchell(41.) die Wild sogar in Front bringen konnte. Erst jetzt besannen sich die Red Wings auf ihre spielerischen Qualitäten, agierten durchaus gefällig und wurden noch mit einem Punktgewinn belohnt.

Colorado - Dallas 2-0 (1-0/1-0/0-0)
Patrick Roy hat anscheinend gefallen daran gefunden, neue Rekorde zu sammeln. Als erster Torhüter in der Geschichte der NHL vollendete der 36-jährige Kanadier die 500er Marke bei den gewonnenen Spielen. Dabei machten es ihm seine Teamkollegen nicht einmal leicht und ließen den Stars 31 Gelegenheiten Roy zu prüfen. Doch die Nummer 33 war kein einziges Mal zu überwinden und verbuchte seinen siebten Shutout der Saison. Besonders im Schlussdrittel stand Roy im Mittelpunkt und sicherte mit 13 Saves den Auswärtssieg seiner Avalanche bei den Stars.
So genügten Colorado die Treffer von Alex Tanguay(5.) in der ersten und Milan Hejduk(33.) in der zweiten Periode, um einen weiteren Sieg, den zwölften in den letzten 16 Partien, einzufahren. Ansonsten hatte die Offensive der Avs nicht mehr viel zu bieten. Dallas Torhüter Ed Belfour konnte sich nur 13 Mal auszeichnen und verpasste durch die Niederlage den dritten Sieg in Folge.
Innerhalb von 14 Monaten hat Roy Terry Sawchuks NHL-Siegesrekord gebrochen, den vierten Stanley Cup geholt, die dritte Conn Smythe Trophy gewonnen und als erster Torhüter jeweils mehr als 200 Siege für zwei verschiedene Teams gefeiert. Alles Superlativen eines Ausnahmegoalies.

Calgary - Edmonton 2-3 (0-0/2-2/0-1)
Calgarys Scott Nichol leistete sich gut fünf Minuten vor Spielende ein folgenschweres Vergehen. Wegen Behinderung musste Nichol auf der Strafbank Platz nehmen und Eric Brewer(56.pp) besorgte beim darauffolgenden Überzahlspiel den 3-2 Siegtreffer für die Edmonton Oilers.
Die seit mittlerweilen vier Spielen sieglosen Calgary Flames boten ihren nördlichen Nachbarn lange Zeit Paroli. Nach einem torlosen, wenig aufregenden ersten Spielabschnitt erwischten sie im Mitteldrittel sogar den besseren Start. Jarome Iginla(23.) und Marc Savard(30.pp) schossen die Gäste mit 2-0 in Front. Doch so leicht gaben sich die Oilers in ihrer mit 16.839 Besuchern ausverkauften Arena nicht geschlagen. Binnen zwei Minuten gelang es Josh Green(30.) und Mike Comrie(32.pp) den Spielstand auszugleichen und das weite Rund in ein Tollhaus zu verwandeln.

Los Angeles - Phoenix 1-1 (0-0/0-0/1-1/0-0)
Die Los Angeles Kings sind wieder im Kommen. Nach einem schwachen Saisonstart finden die Kalifornier offenbar nicht nur immer besser zueinander, sondern auch deren letztjährige Playoffheld Goalie Felix Potvin scheint seine Form wieder gefunden zu haben. Los Angeles musste in den vergangenen neun Partien nur eine Niederlage einstecken, bei sechs Siegen sowie zwei Unentschieden, und deren Stammtorhüter kassierte Dank seiner guten Leistung nur drei Gegentreffer in den letzten zwei Spielen.
In Phoenix lieferten sich die Kings und die Coyotes eine durchaus ansehnliche Begegnung, der es an Torszenen, harten Checks und guten Paraden nicht mangelte. Die Zuschauer mussten auf das Wesentliche allerdings bis zum letzten Drittel warten, als Coyote Shane Doan(42.) nach Vorarbeit von Daymond Langkow und Danny Markov zum 1-0 einnetzen konnte. Den verdienten Ausgleich besorgte Jason Allison(57.), der endlich seinen achten Torerfolg feiern durfte, nachdem er sieben Spiele lang leer ausgegangen war.
Die beiden Kontrahenten der Pacific Divison bleiben durch die Punkteteilung weiterhin auf Tuchfühlung zu St. Louis, Dallas und Calgary, die momentan die Plätze Sechs bis Acht im Westen inne haben.

Anaheim - San Jose 2-1 (1-1/0-0/1-0)
Die Begegnung der Erste gegen den Letzten der Pacific Division mit einem Unterschied von 14 Punkten klingt nach einer klaren Angelegenheit auf die die Fans der Sharks allerdings an diesem Abend vergeblich warteten. Drei unterschiedliche Drittel gab es im Compaq Center zu sehen, wobei die Hausherren den ersten und letzten Abschnitt klar dominierten, jedoch insgesamt nur zu einem Treffer kamen und die Punkte den Südkaliforniern überlassen mussten.
Scott Thornton(5.) verwertete die Vorarbeit von Mike Ricci und Mike Rathje zum einzigen Torerfolg der Hausherren. Anaheims erste Überzahlsituation, als Scott Hannan wegen Behinderung auf der Strafbank saß, nutzte dann Mike Leclerc(20.pp) 24 Sekunden vor der ersten Pause zum überaschenden Ausgleich. Im anschließenden Abschnitt legten die Ducks einen Gang zu und 'nagelten' die Gastgeber des öfteren in deren eigenen Zone fest, so dass diese lediglich durch Konter zu einigen wenigen Chancen kamen. Zu einem Torerfolg reichte es allerdings nicht. Noch nicht, denn Matt Cullen(42.) ließ sich bis zum Beginn des letzten Drittels Zeit, um den Siegtreffer zu erzielen.
Mit diesem Erfolg beendeten die Mighty Ducks eine sechs Spiele andauernde Negativserie gegen die Sharks und fuhren bereits ihren dritten Sieg in Folge ein. Maßgeblichen Anteil daran hatte die Defensive, welche in den letzten fünf Partien nur fünf Gegentore einstecken musste.

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