|
SPIELTAG 23.12.2001
Ottawa - New Jersey 1-0 (0-0/1-0/0-0)
Mit einer engagierten Leistung, vor allem im defensiven Bereich, entführten die Ottawa Senators in der Nachmittagsbegegnung aus New Jersey beide Punkte. Ein Treffer von Mike Fisher(30.) genau nach 30 Minuten zur Mitte der Partie genügte den Gästen für diesen Erfolg. Eine Strafzeit von Brian Rafalski wegen hohen Stocks war gerade in der Sekunde abgelaufen, als die Senators doch noch zuschlugen. Es war bereits der neunte Saisontreffer von Fisher, der einen Schuss von Wade Redden abfälschen konnte.
Der Treffer fiel ausgerechnet in einer Phase, in der die Devils scheinbar die Partie mehr und mehr in den Griff bekamen, nachdem zu Beginn die Kanadier wesentlich mehr Initiative an den Tag legten. Trotz anschließender Powerplaysituation waren die Devils nicht in der Lage Ottawas finnischen Torhüter Jani Hurme, der insgesamt 23 Schüsse meisterte und seinen zweiten Saison-Shutout feiern konnte, zu überwinden. Denn anstatt New Jersey weiter Druck entwickelte und auf den Ausgleich drängte, schafften es die gegnerischen Senators im Schlussabschnitt das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und hatten die Hausherren daher weitesgehend im Griff.
Hurme ist in seinen zehn Einsätzen in dieser Saison bei acht Siegen und zwei Unentschieden noch ohne Niederlage.
Buffalo - Toronto 2-3 (2-1/0-2/0-0)
Die Toronto Maple Leafs rehabilitierten sich mit einem vollauf verdienten 3-2 Sieg über die Buffalo Sabres für ihre blamable Niederlage gegen die Los Angeles Kings in ihrer letzten Heimpartie vor drei Tagen.
19.393 Fans im ausverkauften Air Canada Center sahen eine engagierte Leistung ihrer Maple Leafs und vor allem einen herausragenden Alexander Mogilny(10.). Mogilny erzielte nicht nur die 1-0 Führung, sondern leistete auch noch zu den im zweiten Durchgang folgenden Toren von Travis Green(32.) und Gary Roberts(40.) die Vorarbeit. Zwischenzeitlich waren die Gäste binnen 76 Sekunden durch Treffer von James Patrick(14.pp) und Rhett Warrener(15.) in Front gegeangen.
Anders als noch vor 24 Stunden als die Leafs in Buffalo beim 3-3 Unentschieden zwei Mal eine Führung noch herschenkten, konnten sie diesmal durch konzentrierte Defensivarbeit in den letzten 20 Minuten ihren knappen Vorsprung über die Zeit bringen.
Los Angeles - Montreal 1-2 (0-1/1-0/0-1)
Die Montreal Canadiens beendeten mit einem schmeichelhaften 2-1 Heimsieg Los Angeles' Erfolgstour durch den Osten Canadas, während der sie zuvor sowohl den Ottawa Senators, als auch den Toronto Maple Leafs das Nachsehen gaben.
Auch heute Nacht hätten angesichts der Spielanteile durchaus zwei Punkte für die Kalifornier herausspringen müssen. 29-16 lautete nach 60 Minuten das Torschussverhältnis zu Gunsten der Gäste. Doch wie so oft sollte sich das Auslassen der zahlreichen Torchancen, darunter ein vergebener Penalty von Ian Lapperiere im zweiten Drittel, noch rächen: Nachdem in der insgesamt sehr fair geführten Partie L.A.'s Miller in der Schlussphase auf der Strafbank Platz nehmen musste, nutzte Yanic Perreault(57.pp), die daraus resultierende Überzahlsituation zum 2-1 Siegtreffer für die 'Habs'. Die Tore zum 1-1 Zwischenstand hatten Arron Asham(17.) für Montreal und Nelson Emerson(28.) erzielt.
Herausragender Akteur auf dem Eis war Montreals Schlussmann Jose Theodore, der mit seinen Glanztaten den Kings das Leben schwer machte.
Boston - N.Y. Islanders 4-2 (0-0/3-1/1-1)
Die New York Islanders starteten sehr druckvoll in ihre Heimpartie gegen die Boston Bruins, doch die Gäste überstanden New Yorks furiosen Beginn, als sie Gästetorwart Byron Dafoe sechs Mal innerhalb kürzester Zeit prüften, schadlos und gewannen letztendlich verdient mit 4-2.
Ein Sonderlob hierfür bekam Bostons Schlussmann von Headcoach Robbie Ftorek: "Byron hat uns im Spiel gehalten. Er hat seine Arbeit ohne Fehler verrichtet."
Obwohl die Bruins nach der Drangperiode der Hausherren immer besser ins Spiel kamen, mussten sie gleich nach der ersten Drittelpause den 0-1 Rückstand durch Ex-Bruin Shawn Bates(21.) hinnehmen. Kurz darauf läutete Rob Zamuner(23.sh) mit einem Unterzahltreffer die Spielwende ein.
Es folgten Tore von Glen Murray(25.), Brian Rolston(28.) und Joe Thornton(45.), die von den Islanders unbeantwortet blieben.
Immerhin konnte Verteidiger Roman Hamrlik(49.pp) bei Überzahl mit seinem vierten Saisontreffer noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.
Carolina - Philadelphia 3-4 OT (1-1/1-1/1-1/0-1)
Mark Recchi(61.) bescherte mit seinem zweiten Tor in der Heimpartie gegen die Carolina Hurricanes nach 28 Sekunden in der Overtime seinen Philadelphia Flyers zwei Punkte. Kim Johnsson hatte sich den Puck von Erik Cole an der blauen Linie zurückerkämpft, passte zu dem völlig freistehenden Recchi vor das Tor und dieser ließ, nachdem er geschickt verzögert hatte, Hurricanes Schlussmann Arturs Irbe keine Abwehrchance.
In der abwechslungsreichen und kurzweiligen NHL-Partie boten die Spitzenreiter der Southeast Division ihren Gastgebern über die gesamte reguläre Spielzeit Paroli. Die Hurricanes konnten zwei Mal durch Sean Hill(15.pp) und Darren Langdon(35.) einen Rückstand nach Recchis und Simon Gagnes(26.) Treffern egalisieren.
Sami Kapanen(44.) ließ die Gäste mit dem 3-2 zu Beginn des Schlussabschnitts sogar darauf hoffen, beide Zähler aus dem First Union Center entfüren zu können, doch Jeremy Roenick(53.) sorgte knapp acht Minuten vor Spielende dafür, dass Philadelphias makellose Saisonbilanz gegen Teams aus der Southeast Division von zehn Siegen und einem Unentschieden weiter ausgebaut werden konnte.
Pittsburgh - Washington 4-4 (2-0/2-2/0-2/0-0)
Fast eine Kopie der Begegnung der beiden Teams vom Freitag in Pittsburgh sahen die 18.672 Zuschauer im MCI Center zu Washington am Samstag. Erneut lagen die Capitals mit 1-4 im Hintertreffen, kamen mit zwei Treffern zum 3-4 zurück ins Spiel und schienen in ihrem Unterfangen wenigstens einen Punkt zu retten zu scheitern.
Doch dann kam alles anders: Adam Oates gewann 4,9 Sekunden vor der Schlusssirene ein Bully in der gegenerischen Zone. Der Puck kam zu Sergei Gonchar, dessen Schuss Torhüter Johan Hedberg noch parieren konnte, doch Peter Bondra(60.) vollstreckte den Nachschuss mit genau 0,8 Sekunden auf der Anzeigetafel und erzwang dadurch die Verlängerung.
In der anschließenden Extraschicht hätten die Penguins bedingt durch zwei Überzahlspiele mehrfach die Chance gehabt, den zweiten Punkt einzustecken. Aber Olaf Kölzig, der gerade im ersten Drittel nicht immer sicher wirkte, meisterte ein paar Gelegenheiten der Pens. Die Torschützen von Pittsburgh in den ersten 40 Minuten waren Robert Lang(17.) und nur 49 Sekunden später Stephane Richer(17.) zum 2-0, sowie der beim Jagr Transfer aus Washington gekommene Kris Beech(34.) und Alexei Kovalev(37.). Zwischenzeitlich konnte Ex-Penguins Kapitän Jaromir Jagr(21.) nach 30 Sekunden im Mitteldrittel auf 1-2 verkürzen. Adam Oates(39.) und Chris Simon(55.pp) hatten für das 3-4 gesorgt, ehe Bondra die Aufholjagd erfolgreich beendete.
Dallas - Columbus 4-2 (2-1/1-1/1-0)
Lange schwer taten sich die Dallas Stars im Auswärtsspiel bei der punktschlechtesten Mannschaft der Western Conference, den Columbus Blue Jackets. Die zweimalige Führung durch Jon Sim(2.), übrigens sein erstes Tor seit dem 13. März 2000, und Valeri Kamensky(19.), konnten die Gastgeber zwei Mal ausgleichen. Serge Aubin(15.) und der Norweger Espen Knutsen(25.) überwanden Ed Belfour im Gehäuse der Stars.
Mit einem schönen Doppelpass bereiteten Pierre Turgeon und Richard Matvichuk(37.) den erneuten Vorsprung der Gäste vor. Verteidiger Matvichuk schloss die ganze Aktion mit einem Schlenzer an Torhüter Ron Tugnutt vorbei ab. Das 3-2 war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient gewesen, denn Dallas war der Favoritenrolle entsprechend tonangebend, doch im Schlussabschnitt drängten die Blue Jackets mit Vehemenz auf den Ausgleich und brachten die Stars ein um das andere Mal in Verlegenheit.
Mike Modano(60.en) krönte schließlich sein 900. NHL-Spiel mit seinem 17. Saison- und 399. NHL-Treffer. Die endgültige Entscheidung gegen die tapfer kämpfenden Columbus Akteure war gefallen. Die Stars konnten acht ihrer letzten zehn Auswärtspartien gewinnen.
St. Louis - Florida 2-0 (0-0/0-0/2-0)
Zwei Drittel lang schafften es die Florida Panthers trotz einer mageren Vorstellung vor heimischen Publikum ein 0-0 zu halten. Zu verdanken hatten sie dies vor allem Roberto Luongo, der bis dahin 32 Schüsse der Gäste aus St. Louis hielt. Wie dürftig der Auftritt der Panthers war zeigt die Tatsache, dass die Gastgeber bis zur 40. Minute Brent Johnson im Tor der Blues lediglich neun Mal prüfen konnten. Der Torhüter verdiente sich im Endeffekt seinen, nach dem 4-0 gegen Calgary am letzten Samstag, zweiten Shutout innerhalb einer Woche, mit 17 Paraden ziemlich einfach.
Nach genau 44 Minuten und 53 Sekunden war es dann soweit, dass Keith Tkachuk(45.) die hochverdiente Führung markierte. Voraus ging ein schwerer Fehler von Panthers Verteidiger Darren Van Impe, der im eigenen Drittel den Puck vertändelte. Tkachuk hat in den letzten sechs Partien der Blues vier Tore und vier Assists gesammelt. Keine zwei Minuten später erhöhte Cory Stillman(47.) auf 2-0 und sofort gewann man den Eindruck, die Begegnung war entschieden. Zu harmlos agierten die Hausherren, die sich im Schlussabschnitt zwar annähernd so viele Torgelegenheiten erarbeiteten wie in den 40 Minuten zuvor, aber den Blues heute nicht das Wasser reichen konnten.
Minnesota - Vancouver 2-1 (0-0/1-1/1-0)
Einem sehr gedrückt wirkendem Headcoach Marc Crawford fiel es sichtlich schwer die kritischen Fragen der lokalen Journalisten nach der 1-2 Heimpleite seiner Vancouver Canucks gegen die Minnesota Wild bei der anschließenden Pressekonferenz zu beantworten. Vieles deutet darauf hin, dass die Zeiten von Crawford hinter der Bank der Westkanadier gezählt sind. Sein Verweis auf die jetzt nötige Weihnachtspause für sein Team nach sieben Spielen ohne doppelten Punktgewinn ist einfach zu wenig und auch ein Zeichen dafür, dass Crawford in Erklärungsnotstand ist.
In der Partie heute Morgen sägten Minnesotas Sergei Zholtok(24.pp) und Wes Walz(56.) mit ihren Treffern am Stuhl von Vancouvers Coach. Konnte Zholtoks 1-0 Führung noch postwendend durch Henrik Sedin(28.) egalisiert werden, so war es schon erschütternd wie wenig sich die Hausherren in der Schlussphase gegen die drohende Niederlage aufbäumten und mussten sich auch nicht wundern, dass sie mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet wurden.
>> Spielstatistiken des Tages
|
|