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2001-12-22 

SPIELTAG 22.12.2001

Toronto - Buffalo 3-3 (1-0/0-2/2-1/0-0)
Die Maple Leafs tun sich in der Regel schwer in Buffalo, denn in den letzten 16 Partien bei den Sabres konnten sie nur einen Sieg in der regulären Spielzeit einfahren. Erwartungsgemäß wurde die Begegnung in der letzten Nacht ebenfalls sehr knapp, obwohl sich Toronto in der jüngsten Vergangenheit mit sieben Siegen in zehn Spielen in sehr guter Form präsentierte.
Das erste Drittel verlief zunächst ausgeglichen, bis Jyrki Lumme(9.) in der 9. Minute sein erstes Saisontor erzielen konnte und den Gästen somit die erstmalige Führung bescherte. Im Mittelabschnitt lieferten sich die beiden Teams dann einen sehenswerten Schlagabtausch, der den 18.690 Zuschauern Offensiveishockey vom Feinsten bot. Die Chancen hielten sich in der Waage, einlochen konnten jedoch nur die Hausherren: Maxim Afinogenov(28.) und Tim Connolly(33.pp) trafen zum 2-1.
Zu Beginn der letzten 20 Minuten besannen sich die Kanadier wieder auf ihre Defensivqualitäten und agierten nicht nur in der neutralen Zone um einiges konzentrierter, sondern zwangen den Sabres ihre Spielweise auf. Fast zwangsläufig vielen die beiden Tore von Darcy Tucker(43.) und Robert Reichel(48.) innerhalb von fünf Minuten, womit die Ahornblätter wieder in Front lagen. Die wenigen Chancen der Gastgeber konnte Vyacheslav Kozlov(54.pp) allerdings zum Ausgleich nutzen. Die folgende Overtime brachte keine Entscheidung.

N.Y. Islanders - N.Y. Rangers 2-1 (2-1/0-0/0-0)
Die Rangers und die Islanders konnten während ihrer letzten neun Spiele nur zwei Siege einfahren und befinden sich somit weiterhin in einem heißen Kampf um den ersten Platz in der Atlantic Division. Beiden Teams war es bislang nicht möglich sich entscheidend abzusetzen.
Die Partie gestern, die in den letzten drei Spielzeiten noch den Untertitel 'Not gegen Elend' hätte haben können, führten die Erzrivalen wie Spitzenteams: Konzentriert und kompromisslos in der Defensive, spiel- und einsatzstark in der Offensive. Die Angriffsbemühungen der Gastgeber wurden dabei schon nach 74 Sekunden belohnt, als Mats Lindgren(2.) mit einem satten Schlagschuss Goalie Mike Richter keine Chance ließ. Die Führung hielt jedoch nur kaum weniger als eine Minute, denn Eric Lindros(3.pp), der wegen einer Knieverletzung die letzten Spiele aussetzen musste und erstmals wieder im Kader stand, stellte den Gleichstand im ersten Powerplay des Abends wieder her.
Im weiteren Verlauf des Anfangsdrittels erspielten sich beide Teams Chance um Chance, scheiterten jedoch wiederholt an den gut aufgelegten Torhütern. Nur Islander Mike Peca(16.pp) war es schließlich noch möglich den Puck im Netz zu versenken, indem er eine Überzahlsituation zum 2-1 nutzte. Pecas achter Saisontreffer ist bereits sein drittes Tor, das zu einem Sieg seiner Mannschaft führt.
Die anfangs intensiv Partie verflachte im Mittelabschnitt zusehends. Erst im letzten Drittel bekamen die Zuschauer wieder gutes Eishockey geboten, dass es Torszenen hüben und drüben zu bestaunen gab. Doch sämtliche Chancen wurden von Richter und Chris Osgood vereitelt, so dass es am Ende beim 2-1 für die Gäste blieb, die sich mit diesen zwei Zählern die Führung der Division zurückholen konnten.

Atlanta - Carolina 4-5 OT (1-2/1-1/2-1/0-1)
Die Hurricanes konnten in dieser Nacht bereits ihren zwölften Sieg in ihrer Franchisegeschichte gegen Atlanta einfahren, bei einem Unentschieden. Von Anfang an nahmen die Hausherren das Heft in die Hand und hatten sich nach weniger als sechs Minuten durch die Tore von Martin Gelinas(3.) und Rod Brind'Amour(6.) schon eine 2-0 Führung erspielt. Für den Anschluss sorgte noch im ersten Drittel Andreas Karlsson(12.) mit seinem ersten Saisontor.
Den alten Abstand stellte Erik Cole(31.pp/49./62.) im Mittelabschnitt wieder her, ehe Hnat Domenichelli(39.) erneut verkürzen konnte. Zu Beginn des letzten Drittels brachte Coles zweites Tor des Abends die Hurricanes allerdings wieder mit 4-2 in Front, nachdem er von Brind'Amour und Sandis Ozolinsh mustergültig in Szene gesetzt wurde. Die Antwort folgte durch Rookie Darcy Hordichuk(53.) und den Slowaken Lubos Bartecko(58.) jedoch prompt, wodurch die Overtime für eine Entscheidung sorgen sollte.
Nach 88 Sekunden konnte Erik Cole seinen ersten NHL-Hattrick vervollständigen und den Sieg für die Gastgeber sichern, als er einen Patzer von Goalie Milan Hnlicka ausnutzte und den Puck mit seiner Rückhand unter die Latte beförderte. Allerdings musste erst die Videoanalyse herangezogen werden, um den verdienten Treffer anzuerkennen, denn der Schiedsrichter hatte zuvor kein gültiges Tor erkennen können.

Washington - Pittsburgh 3-4 (0-0/1-3/2-1)
Den ersten Auftritt in der Mellon Arena für Washington hatte sich Jaromir Jagr wohl anders vorgestellt, denn der Tscheche, der elf Spielzeiten in Pittsburgh spielte und dabei zwei Stanley Cups holte, sowie fünf Mal die Hart Trophy gewann, wurde während des gesamten Spiels bei jeder Puckberührung von den Zuschauern ausgebuht. Dass er dann nur zu einer erfolgreichen Vorlage zu Peter Bondras(50.pp) 2-4 schaffte und zwei sichere Torchancen vergab, ist fast verständlich.
Sein Kollege Chris Simon(29.) zeigte sich dagegen treffsicherer und eröffnete im zweiten Drittel den Torreigen. Ab der 35. Spielminute spielten jedoch nur noch die Gelb-Schwarzen und lochten vier Mal in Folge ein. Noch im Mittelabschnitt überwanden Darius Kasparaitis(33.), Andrew Ference(35.) und Toby Petersen(40.) Goalie Olaf Kölzig, der für die letzten 20 Minuten von Craig Billington ersetzt wurde, ehe Jan Hrdina(41.) auf 4-1 erhöhen konnte.
Dem Rückstand hinterherlaufend legten die Capitals nun einen Gang zu und 'nagelten' die Penguins ein um das andere Mal in deren Zone fest. Die beiden Anschlusstreffer fielen jedoch erst als Kasparaitis zunächst wegen 'Hakens' und dann wegen eines unsportlichen Vergehens in der Kühlbox war. Neben Bondra konnte sich auch Blueliner Sergei Gonchar(53.pp) im Powerplay in die Scorerlisten eintragen. Nach 60 Minuten blieb es bei dem etwas glücklichen neunten Heimerfolg für Pittsburgh.

St. Louis - Tampa Bay 3-4 OT (0-1/1-1/2-1/0-1)
Die Lightning konnten mit dem Sieg über die St. Louis Blues ihren franchiseinternen Rekord von sechs Heimerfolgen in Serie in der letzten Nacht einstellen. Jedoch war es alles andere als eine überzeugende Leistung, die die Mannen aus Florida an diesem Abend präsentierten.
Klar dominiert wurde die Begegnung von den Gästen, die Goalie Nikolai Khabibulin 40 Mal prüfen durften, dabei aber lediglich drei Erfolgserlebnisse hatten. Zwischen der 40. und 52. Minute konnten Chris Pronger(40.pp), Bryce Salvador(49.) und Scott Mellanby(52.) den 28-jährigen Russen überwinden und gingen nach den beiden Treffern von Vincent Lecavalier(14.pp/64.) und Frederik Modin(37./58.) erstmalig in Führung.
Für den Ausgleich und die Overtime sorgte Modin mit seinem zweiten Tor des Abends, das die Statistiker als den einzigen Schuss während der gesamten vermeintlich letzten 20 Minuten für Tampa Bay werteten. Im Extradrittel hatten jedoch die Hausherren die besseren Chancen und schafften tatsächlich den glücklichen Sieg, indem Martin St. Louis einen öffnenden Pass auf Lecavalier spielte und dieser den Puck nach einem schnellen Antritt, sowie einer geschickten Körpertäuschung unter die Latte beförderte.

San Jose - Detroit 0-3 (0-0/0-2/0-1)
Für die Sharks gingen an diesem Abend zwei bemerkennswerte Serien, die zugleich franchiseinteren Bestmarken sind, zu Ende: San Jose kassierte nach zehn ungeschlagenen Partien erstmals wieder eine Niederlage und konnte nach sechs Auswärtssiegen in Folge keine zwei Punkte einfahren.
Große 'Schuld' an der Misere hatte Detroits Goalie Dominik Hasek, der alle 19 Torschüsse der 'kalifornischen Haie' parieren und damit seinen zweiten Shutout der Saison feiern konnte. In seiner Karriere verdiente sich der 36-jährige Tscheche mittlerweilen 58 gegentorlose Siege, genausoviele wie Dallas Ed Belfour und Colorados Patrick Roy.
Zu einem guten Torhüter gehört natürlich auch eine gute Mannschaft. Diese hatte der Olympiasieger von 1998 an diesem Abend vor sich, denn sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive agierten seine Kollegen sehr konzentriert. Während hinten nichts anbrannte und klare Einschussmöglichkeiten der Gäste weitesgehend verhindert wurden, nutzten drei Red Wings die Fehler ihrer Gegner zu drei Treffern. Nach einem 'ruhigen' Anfangsdrittel brachten Kris Draper(21.) und Steve Yzerman(22.) Detroit innerhalb von 74 Sekunden mit 2-0 in Führung, ehe Brett Hull(57.) sein elftes Saisontor machte und den nie gefährdeten 3-0 Sieg den Weiß-Roten sicherte.

Edmonton - Chicago 1-5 (0-1/1-3/0-1)
Zum ersten Mal seit dem 6. Dezember 1999, nach fünf Niederlagen und zwei Unentschieden, konnten die Blackhawks wieder gegen Edmonton gewinnen. Dass es dieses Mal zu einem klaren Ergebnis und zu zwei Punkten reichte, konnten sich die Zuschauer nach der Schlusssirene nur mit der überaus erfolgreichen Chancenverwertung erklären, denn die Gastgeber prüften Goalie Tommy Salo nur 20 Mal und überwanden dabei den Schweden fünf Mal.
Bereits nach 25 Sekunden stand es durch Phil Housleys(1.) siebten Saisontreffer 1-0 für Chicago, ehe nach 56 Sekunden im Mitteldrittel Ethan Moreau(21.) den Gleichstand wieder herstellen konnte. Unbeeindruckt vom Anschluss der Oilers spielten die Blackhawks ihr Eishockey weiter und wurden noch in diesem Abschnitt für ihre Disziplin belohnt.
Nachdem Alexei Zhamnov(32.pp) und Jon Klemm(32.pp) innerhalb von 41 Sekunden zwei Überzahlsituationen genutzt hatten, brachte Igor Korolevs(39./57.) erstes Tor des Abends die Vorentscheidung. Für seinen zweiten Streich ließ er sich bis zum Ende des letzten Drittels Zeit, als er von seinem Kollegen Alexander Karpovtsev in der neutralen Zone die Hartgummischeibe erhalten hatte und nach einem Alleingang ins Angriffsdrittel mit einem flachen Rückhandschuss vom Bullikreis den Puck im Kasten unterbringen konnte.

Calgary - Colorado 2-2 (1-0/0-1/1-1/0-0)
Die Colorado Avalanche musste sich bei ihrer Aufholjagd in der Northwest Division erneut mit einem Unentschieden gegen einen direkten Konkurenten begnügen. Die Calgary Flames sind nach ihrer Schwächephase Ende November mit nur einem Sieg in elf Spielen, langsam auf dem Weg der Besserung. Besonders verantwortlich dafür ist Verteidiger Rob Niedermayer(58.), der drei Mal in den letzten sechs Partien traf, heute mit einem Schuss zweieinhalb Minuten vor dem Ende erneut vollstreckte und den Gästen dadurch einen Punkt rettete.
Zuvor im Schlussabschnitt hatte Rob Blake(55.pp) die über weite Strecken spielbestimmenden Hausherren im Powerplay mit 2-1 mit seinem zehnten Saisontreffer erstmalig in Führung gebracht. Clarke Wilm(17.) erzielte für die Flames das erste Tor des Abends im Pepsi Center und ließ die Kanadier mit einem 1-0 in die Kabinen gehen. Pascal Trepanier(24.pp) glich zu Beginn des Mitteldrittels ebenfalls wie später Blake bei Überzahl aus.
Chancen bekamen die 18.007 Zuschauer ansonsten auf beiden Seiten geboten, doch Patrick Roy mit 25 Saves und Roman Turek mit 32 Paraden waren die Spielverderber für eine torreichere Begegnung. Avs Verteidiger Blake verpasste schließlich in der Overtime die Entscheidung, als er nach einem schönen Pass von Milan Hejduk am Gehäuse vorbeischoss.

Phoenix - Anaheim 1-2 (1-2/0-0/0-0)
Nur 10.463 Zuschauer fanden sich im Arrowhead Pond of Anaheim zum Heimspiel gegen die Phoenix Coyotes ein. Doch die, soweit sie Anhänger der Mighty Ducks waren, durften sich über den zweiten Sieg ihres Teams aus den letzten sieben Partien freuen.
Den Grundstein zum Erfolg legten die Hausherren im ersten Abschnitt, als Paul Kariya(7.) und Matt Cullen(10.) zum 1-0 bzw. 2-0 trafen und damit die Begegnung offensichtlich schon entschieden hatten. Dadurch, dass Shane Doan(19.) auch noch in den ersten 20 Minuten verkürzte, hatten die Mannschaften ihr Pulver schon verschossen. Die zweite Periode verflachte dann auch etwas, ehe beide Teams im Schlussdrittel wieder etwas mehr boten. Doch die Torhüter Sean Burke, Phoenix, und Jean-Sebastien Giguere, Anaheim, ließen keine weiteren Treffer zu, so dass sich die Mighty Ducks beide Punkte sicherten.

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