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SPIELTAG 16.12.2001
Philadelphia - Boston 5-2 (1-1/3-0/1-1)
Ihren fünften Sieg in den letzten sieben Partien konnten heute Nacht die Philadelphia Flyers im Bostoner Fleet Center feiern. Zu verdanken hatten sie diesen Erfolg vor allem Torhüter Brian Boucher, der erstmals seit seiner Verletzung am 15. November von Beginn an auflaufen durfte und über die gesamte Spieldauer hinweg 32 Saves feierte. Besonders im Schlussabschnitt musste sich der 24-jährige US-Amerikaner mehrfach auszeichnen, um die bis dahin erarbeitete Führung der Flyers festzuhalten.
Boston war zwar im ersten Abschnitt in Unterzahl durch Brian Rolston(8.sh), der einen Konter souverän abschließen konnte, in Führung gegangen, doch Mark Recchi(15.), scheinbar aus Frust aufgrund seiner Nichtnominierung für Olympia, konnte sieben Minuten später den Ausgleich markieren. Obwohl die Bruins auch durchaus Chancen hatten, schafften es die Flyers durch wesentlich effizienteres Spiel bis auf 4-1 nach 40 Minuten davon zu ziehen. Paul Ranheim(31.), Ruslan Fedotenko(34.) und Jeremy Roenick(40.) sorgten für den beruhigenden Vorsprung.
Im Schlussabschnitt übernahmen die Hausherren mehr die Initiative, scheiterten aber des öfteren an Boucher, so dass John LeClair(51.) die endgültige Entscheidung herbeiführte. Nur 58 Sekunden später konnte zwar Don Sweeney(52.) mit seinem ersten Treffer seit dem 22. Januar erneut verkürzen, der Zug mit den Punkten war jedoch längst Richtung Philadelphia abgefahren.
Montreal - Toronto 4-6 (1-2/1-2/2-2)
Ein wahres Feuerwerk lieferten die Toronto Maple Leafs ihren 19.364 Zuschauern im wie immer ausverkauften Air Canada Centre im Duell der beiden kanadischen Tradionsteams gegen die Montreal Canadiens. Angesichts der Überlegenheit und des Offensivdranges der Hausherren hätte der Sieg wesentlich höher ausfallen müssen, doch Leafs Torhüter Curtis Joseph erwischte nicht seinen besten Tag und musste bei lediglich 16 Torschüssen der Gäste vier Mal hinter sich greifen.
Benoit Gratton(8.) hatte die Canadiens mit seinem ersten Saisontreffer mit 1-0 in Front gebracht, doch Dimitry Yushkevich(9.) und Shayne Corson(17.) drehten das Ergebnis schon bis zur ersten Sirene. Im Mitteldrittel folgte dann der Auftritt von Gary Roberts(34./40.pp), der mit zwei Toren, bei einem zwischenzeitlichen Gegentreffer von Stephane Quintal(36.), die Führung weiter ausbauen konnte.
Auch im Schlussabschnitt fuhr Montreal auf Sparflamme, konnte jedoch aus drei Schüssen noch zwei Tore durch Richard Zednik(46.) und Mike Ribeiro(59.) machen. Die Maple Leafs fanden hingegen immer wieder den Weg zum Tor, aber ebenfalls nur zwei Mal ins Tor. Darcy Tucker(45.) und Robert Reichel(58.) überwanden Torhüter Jeff Hackett, der die letzten zwanzig Minuten für Jose Theodore absolvieren durfte. Hackett musste alleine 15 Schüsse parieren, während Theodore sich 27 Mal auszeichnete. Zum Ende stand ein Torschussverhältnis von 48 zu 16 für die Maple Leafs, die einen hochverdienten Sieg einfuhren.
New Jersey - Ottawa 2-0 (1-0/0-0/1-0)
Nur 24 Stunden nachdem sie Zuhause eine herbe 2-3 Niederlage gegen die Florida Panthers hinnehmen mussten, konnten die New Jersey Devils mit einer vor allem in der Defensive hervorragenden Leistung beide Punkte aus dem Corel Centre der Ottawa Senators entführen.
Herausragender Akteur war hierbei Devils' Schlussmann. Martin Brodeur, 29, verdiente sich mit 39 Saves nicht nur einen Shutout, sondern auch seinen 300. NHL-Sieg und geht damit als jüngster Torhüter, dem solch ein Meilenstein gelang, in die NHL-Geschichtsbücher ein. Bisheriger Inhaber des NHL-Rekords war Terry Sawchuk, der bei seinem 300. Win 84 Tage älter war.
Die Gäste aus Long Island gingen heute Nacht durch ein Tor von Petr Sykora(7.) früh mit 1-0 in Front und konzentrierten sich daraufhin auf ihre Defensivarbeit. Die kanadischen Hausherren bestürmten fortan das Gehäse der Devils, erarbeiteten sich auch zahlreiche Torchancen, doch den Puck brachten sie einfach nicht an Brodeur vorbei.
Im Schlussabschnitt rächte sich der leichtfertige Umgang mit den Einschussmöglichkeiten: Gleich die erste Überzahlsituation für die Gäste im Spiel nutzte Jason Arnott(48.pp) um den 2-0 Endstand herzustellen.
Florida - N.Y. Islanders 3-1 (2-0/0-1/1-0)
Die Florida Panthers haben auf den Erfolgsweg zurück gefunden. Vor allem in fremden Stadien waren sie im ersten Drittel der Saison ein gern gesehener Gast, lieferten sie doch regelmäßig ohne Gegenwehr beide Punkte ab.
Unter ihrem neuen Headcoach Mike Keenan scheint es so, dass sie nun diese Auswärtsschwäche abgelegt haben. Heute Nacht bezwangen sie die New York Islanders in einer zeitweise überhart geführten Partie mit 3-1 Toren.
Als Matchwinner fungierte hierbei Schlussmann Roberto Luongo. Der ehemalige Torhüter der Islanders parierte gegen seine Ex-Kollegen 36 Torschüsse. Nur einmal, Mitte des zweiten Durchgangs, musste sich Luongo geschlagen geben und das von einem seiner jetzigen Mannschaftskameraden. Angerechnet wurde der Treffer Brad Isbister(31.).
Doch zu diesem Zeitpunkt lagen die Panthers bereits nach Toren von Kristian Huselius(2.) und Niklas Hagman(15.) mit 2-0 in Front.
Die Islanders drängten verzweifelt auf den Ausgleich und als sie in der Schlussphase der Partie ihren Schlussmann zu Gunsten eines sechsten Feldspielers herausnahmen, besiegelte Pavel Bure(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' New Yorks fünfte Niederlage aus den letzten neun Spielen.
Buffalo - N.Y. Rangers 2-4 (0-1/0-2/1-1)
Zum ersten Mal nach fünf Niederlagen in Folge konnten die New York Rangers wieder zwei Punkte einfahren. Doch die 18.200 Zuschauer im Madsion Square Garden mussten zum Ende der Partie wieder kräftig um den Sieg zittern, nachdem es lange nach einem deutlichen Erfolg ausgesehen hatte. Als Mark Messier(38.) zum Schluss des zweiten Durchganges das 3-0 erzielen konnte und damit erneut NHL-Geschichte schrieb, dachten viele die Punkte sind in festen Händen. Doch die Gäste, die bereits in dieser Periode mehr Druck auf Goalie Mike Richter entfachten, aber noch leer ausgingen, dominierten schließlich die letzten 20 Minuten und ließen die Rangers kaum mehr zur Entfaltung kommen.
Zwangsläufig und nicht unverdient gelang den Sabres durch Vyacheslav Kozlov(54.) und Maxim Afinogenov(57.pp) der Anschluss zum 2-3 und plötzlich drohte eine weitere Pleite. Doch Richter behielt die Übersicht und meisterte die restlichen Chancen der Gäste. Jeff Toms(60.en) konnte schließlich eine Sekunde vor der Schlusssirene mit seinem ersten Saisontreffer alles klar machen.
Messier konnte beim 3-0 den 1.800. Scorerpunkt in seiner langen Karriere verbuchen und ist damit nach Wayne Gretzky (2.857) und Gordie Howe (1.850) erst der dritte Akteur, der diese Marke knacken konnte. Zuvor hatten Mike York(15.) und Theo Fleury(31.pp) für die 2-0 Führung gesorgt.
Atlanta - Washington 2-5 (1-2/1-1/0-2)
Da waren sie wieder oder besser gesagt endlich einmal. Jaromir Jagr(8./47.pp) und Peter Bondra(29./53.), das vor der Saison als gefürchtetes Stürmerpaar der NHL hochdekorierte und bisher eher mäßig aufgetretenes Duo, zeigte im Heimspiel gegen Atlanta das, was sich die Caps-Fans schon länger erhofft hatten: Tore.
Obwohl die Capitals von Beginn an deutlich machten, wer Herr im MCI Center ist, hatten die Gastgeber lange Zeit ihre liebe Mühe, das Spiel entscheidend zu gestalten. Jagrs und Joe Reekies(20.) Führung, konnten die Gäste aus Atlanta jeweils durch Patrick Stefan(13./24.) ausgleichen. Erst im Schlussabschnitt durch die zweiten Treffer von Jagr und Bondra zum 4-2 bzw. 5-2 konnten sich die 15.881 Zuschauer beruhigt zurücklehnen. Das Glück stand Washington außerdem zur Seite, als beim dritten Führungstreffer durch Bondra, der Puck nach einem Querpass von Dimitri Khristich vom Schlittschuh des Slowaken ins Netz abprallte. Keine Schuld traf dabei Thrashers Torhüter Milan Hnilicka, der insgesamt 38 Schüsse hielt.
Atlanta bleibt mit 18 Punkten schlechtestes Team der NHL, während die Capitals zum ersten Mal seit dem 26. Oktober die 50 Prozentmarke bei der Punktausbeute erreicht haben.
Calgary - St. Louis 0-4 (0-0/0-1/0-3)
Die Calgary Flames waren mit der 0-4 Niederlage im Savvis Center von St. Louis noch ganz gut bedient. Von der ersten Minute an versuchten die Kanadier nur den Spielaufbau der Hausherren zu zerstören und verließen sich auf ihren Torhüter, Ex-Blue Roman Turek. Eigene Angriffsbemühungen waren nicht zu sehen. Eine halbe Stunde lang hatten die Kanadier mit ihrer Defensivtaktik Erfolg und konnten ein torloses Unentschieden halten. Dann nutzte Chris Pronger(31.pp) die erste nummerische Überlegenheit, um die Blues hochverdient mit 1-0 in Front zu schießen.
Der Bann war gebrochen und Keith Tkachuk(44./57.pp) sowie Dallas Drake(47.) sorgten im Schlussabschnitt noch für einen deutlichen Sieg.
Blues Torhüter Brent Johnson hatte bei seinem zweiten Saison-Shutout so gut wie nichts zu tun. Magere 9(!) Torschüsse feuerten die Flames in 60 Minuten auf sein Gehäuse ab.
Chicago - Nashville 2-5 (1-2/0-2/1-1)
Vor heimischen Publikum sind die Nashville Predators eine Macht. Das mussten in der heutigen Partie auch die Chicago Blackhawks feststellen, die mit 2-5 Toren den Predators unterlagen und beide Zähler in Tennessee belassen mussten.
Nicht auf ihrer Rechnung hatten die Blackhawks den Namen Petr Tenkrat(34./35./48.). Nashvilles junger Stürmer aus der vierten Reihe, der erst im November aus Anaheim gekommen war, erlegte die Gäste mit seinen ersten drei NHL-Toren fast im Alleingang. Innerhalb von 25 Sekunden im Mitteldrittel sorgte Tenkrat mit einem Doppelschlag für die vorentscheidende 4-1 Führung.
Im ersten Durchgang hatte Michael Nylander(8.) die Gäste in Front gebracht, doch die Predators, hiervon kaum beeindruckt, antworteten darauf durch Treffer von Vitali Yachmenev(10.sh) und Greg Johnson(15.pp).
Für etwas Ergebniskosmetik sorgte im letzten Drittel Chicagos Mark Bell(55.pp) als er aus einem Powerplay heraus Mike Dunham das Nachsehen gab.
Dallas - Phoenix 6-2 (4-0/1-2/1-0)
Eine ihrer besten Saisonvorstellungen boten die Dallas Stars bei ihrem 6-2 Kantersieg in der America West Arena von Phoenix. Die heimischen Coyotes hatten gegen die Texaner nicht den Hauch einer Chance.
Die Stars bestimmten von der ersten Spielminute an das Geschehen auf dem Eis und zeigten sich, was im bisherigen Saisonverlauf nicht immer der Fall war, vor allem im Abschluss konsequent. Valeri Kamensky(13./15.) mit seinen ersten zwei Saisontoren, Jere Lehtinen(13.) und Mike Modano(18.pp) legten bereits im ersten Durchgang den Grundstein für den doppelten Punktgewinn.
Mit dem 4-0 Vorsprung im Rücken hatte Dallas wenig Mühe die Coyotes weiter zu beherrschen.
Verteidiger Sergei Zubov(28.pp) erhöhte noch auf 5-0, bevor die Hausherren zu ihren Erfolgserlebnissen durch Daniel Briere(30.) und Brad May(34.pp) kamen.
Dafür, dass Dallas' Sieg auch wirklich nicht mehr in Gefahr geriet, sorgte zu Beginn des Schlussabschnitts Neuzugang Martin Rucinsky(46.).
Detroit - Vancouver 0-3 (0-0/0-1/0-2)
Eine 60-minütige Auszeit hat das beste Team der Liga, die Detroit Red Wings, im General Motors Place zu Vancouver genommen. In schöner Regelmäßigkeit hatten die Westkanadier in den letzten vier Jahren die Punkte mehr oder weniger kampflos den Red Wings überlassen, doch heute Morgen erwiesen sie sich als ebenbürdige Kontrahenten und schafften im 19. Anlauf seit Februar 1997 den ersten doppelten Punktgewinn.
Eine starke Defensivvorstellung, gestützt auf einen sicher agierenden Dan Cloutier im Tor, war der Schlüssel zum Erfolg. Cloutier verdiente sich seinen bereits fünften Saison-Shutout mit 16 Rettungstaten.
Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt erhöhten die Canucks den Angriffsdruck auf das Gehäuse der Gäste und Todd Bertuzzi(28./60.en) gelang dabei die vollauf verdiente Führung. In der Schlussminute sollte Bertuzzi noch ein 'Empty Net Goal' zum 3-0 Endstand gelingen.
Die Red Wings hatten auch nach dem Rückstand ihre liebe Mühe mit dem Defensivkonzept der Hausherren zurecht zu kommen und als sich dann Sergei Fedorov zu Beginn des Schlussdrittels eine Strafzeit einheimste, nutzte Vancouvers Teamkapitän Markus Naslund(44.pp) die daraus resultierende Überzahl zum vorentscheidenden 2-0.
Columbus - Los Angeles 2-3 (1-1/0-1/1-1)
Die Los Angeles Kings hatten es ihren Über- und Unterzahlformationen zu verdanken, dass sie die Partie im heimischen Staples Center heute Morgen gegen die Columbus Blue Jackets standesgemäß mit einem, wenn auch knappen Sieg, beendeten. Kings Stürmer Bryan Smolinski(6.sh/30.pp) zeichnete sich dabei besonders aus und erzielte im ersten Drittel den Treffer zum 1-0 in Unterzahl, sowie genau zur Hälfte des Spieles das 2-1 in Überzahl. Ray Whitney(10.) hatte dazwischen für den Ausgleich der Gäste gesorgt.
Erneut bei nummerischer Überlegenheit besorgte Adam Deadmarsh(43.pp) das 3-1, welches man als vorentscheidend hätte bezeichnen können, hätten die Blue Jackets nicht 68 Sekunden später durch Jody Shelley(44.) abermals verkürzt. Doch Felix Potvin im Gehäuse der Kings meisterte die daraufhin wenigen verbliebenen Chancen von Columbus, die meist viel zu harmlos agierten, um die Defensive der Kings in Verlegenheit zu bringen.
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