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SPIELTAG 13.12.2001
Nashville - N.Y. Rangers 4-2 (1-1/2-1/1-0)
Eine herbe 2-4 Niederlage mussten die New York Rangers im heimischen Madison Square Garden gegen die Nashville Predators hinnehmen. Noch schwerwiegender als die verlorenen Punkte dürfte aber bei den Rangers wiegen, dass ihr Topscorer Eric Lindros(18./28.) nachdem er sein zweites Tor in der Partie markiert hatte, Ende des zweiten Drittels das Spiel vorzeitig mit einer Knieverletzung verlassen musste. Der torgefährliche Center wurde im Schlussabschnitt, als die Hausherren versuchten zumindest noch einen Zähler zu ergattern, schmerzlich vermisst.
Die Predators waren den Rangers ein unangenehmer Gast. Zwei Powerplaytore von Andy Delmore(17.pp/27.pp) und Mark Eaton(23.), der bei einem Klärungsversuch der 'Blueshirts' genau richtig stand und unverzüglich abzog, brachten den Predators eine 3-2 Führung bis zur zweiten Drittelpause.
Den Schlusspunkt setzte Tom Fitzgerald(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' 14 Sekunden vor Spielende.
Nashvilles Center Cliff Ronning setzte durch seinen Assist bei Delmores zweitem Tor einen persönlichen Meilenstein - es war sein 500. NHL-Scorerpunkt.
Florida - Carolina 1-4 (0-1/0-3/1-0)
Auch unter ihrem neuen Coach Mike Keenan und mit ihrem wiedergenesenen russischen Torjäger Pavel Bure änderte sich nichts an der Auswärtsschwäche der Florida Panthers. Im Raleigh Entertainment Center gegen die Carolina Hurricanes mussten die Panthers mit 1-4 Toren ihre fünfte Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen.
Dabei agierten die Gäste zweitweise durchaus gefällig, nur im Abschluss haperte es gewaltig. Als Jason Wiemer(46.pp) zum ersten und einzigen Mal Hurricanes Schlussmann Tom Barrasso bezwingen konnte, lagen die Panthers bereits uneinholbar mit vier Toren im Rückstand.
Jeweils zu Beginn der ersten zwei Drittel hatte Bates Battaglia(2./22.) zugeschlagen und Martin Gelinas(27.) sowie Eric Cole(39.), auch an diesem Tor war Battaglia mit der Vorarbeit beteiligt, sorgten für die Vorentscheidung.
Boston - Pittsburgh 4-2 (1-1/2-0/1-1)
In einer kurzweiligen, von beiden Mannschaften ohne taktische Zwänge geführten NHL-Partie bezwangen die Boston Bruins die Pittsburgh Penguins in deren Mellon Arena letztendlich verdient mit 4-2 Toren.
Die Penguins mussten am Ende feststellen, dass es eben zu wenig ist nur einen Alexei Kovalev(12./42.) in den Reihen zu haben. Der russische Stürmer markierte bei Pittsburghs erster Niederlage nach vier Spielen in denen sie jeweils punkten konnten, beide Tore.
Glen Murray(6.) hatte die Bruins mit einem Handgelenksschuss früh in Front geschossen. Den entscheidenden Vorsprung besorgten Bill Guerin(31.) und Sean O'Donnell(37.pp), es war sein erstes Saisontor, innerhalb von sechs Minuten im Mitteldrittel.
Kovalev ließ die Hausherren zu Beginn des letzten Abschnitts zwar noch einmal auf eine Spielwende hoffen, die Bruins erwiesen sich aber in der Verteidigung zu kompakt und schließlich sorgte Bill Guerin(60.en) mit dem 4-2 in der Schlussminute dafür, dass Bostons rares Erfolgserlebnis, in den letzten elf Jahren konnten sie nur drei Mal in Pittsburgh gewinnen, nicht mehr in Gefahr geriet.
Montreal - Atlanta 3-3 (1-0/2-0/0-3/0-0)
Wer hätte das gedacht, dass das punktschlechteste Team der Liga, die Atlanta Thrashers, zu solch einer furiosen Aufholjagd wie heute Nacht in der Philips Arena gegen die Montreal Canadiens gezeigt, fähig sind.
Angeführt von ihren 'Jungspunden' Dany Heatley und Ilya Kovalchuk, die an allen Toren der Thrashers beteiligt waren, egalisierte Atlanta in den letzten 20 Minuten einen 0-3 Rückstand.
Zunächst wurden die Frankokanadier ein Opfer ihrer überharten Gangart: Dany Heatley(42.pp) sowie Ray Ferraro(58.pp) verkürzten mit ihren Überzahltreffern auf 2-3. Und als nur noch 10 Sekunden in der regulären Spielzeit zu absolvieren waren, rettete Rookie Ilya Kovalchuk(60.) den Hausherren noch einen unerwarteten, aber keineswegs unverdienten Punktgewinn.
Die Treffer der Canadiens erzielten Arron Asham(19.), Doug Gilmour(26.) und Sheldon Souray(40.).
Buffalo - Dallas 3-4 (2-1/1-2/0-1)
Dallas' Jere Lehtinen(21.pp/58.) avancierte mit zwei Treffern, darunter das 'Game-Winning Goal', gleichzeitig sein 100. NHL-Tor, zum Matchwinner für die Dallas Stars in ihrer Heimpartie gegen die Buffalo Sabres.
Die Gäste konnten nur knapp zwei Drittel lang mit den Texanern mithalten, dann mussten sie sich dem stetig wachsenden Angriffsdruck geschlagen geben.
Auf die frühe 1-0 Führung durch Mike Modano(4.) antworteten die Sabres mit zwei Toren von Stu Barnes(5.) und Dimitri Kalinin(8.) aus den ersten drei Torschüssen, so dass der Arbeitsabend von Dallas Schlussmann Marty Turco ein schnelles Ende fand. Turco wurde nach knapp acht Spielminuten durch Ed Belfour ersetzt.
Mit dem 2-1 Vorsprung gingen die Gäste in die erste Pause.
Auch im zweiten Durchgang boten die Sabres den Hausherren Paroli. Scheinbar unbeeindruckt von Lehtinens Powerplaytreffer brachte Tim Connolly(27.) Buffalo erneut in Front. In der Folgezeit bestürmten die Gastgeber das Gehäuse von Martin Biron und Jamie Langenbrunner(35.) egalisierte mit einem Schuss aus kurzer Distanz den Spielstand zum 3-3.
N.Y. Islanders - New Jersey 2-3 OT (1-0/1-2/0-0/0-1)
Zwei wichtige Punkte, um nicht vorzeitig den Anschluss an die Playoffplätze zu verpassen, holten sich die New Jersey Devils in ihrer Heimpartie gegen die Lokalrivalen aus Long Island.
Scott Niedermayer(62.pp) gelang nach 85 Sekunden in der Verlängerung der 3-2 Siegtreffer für die Hausherren. 10 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte sich Islanders Verteidiger Adrian Aucoin eine wahrlich dumme Strafzeit wegen 'Haltens' eingehandelt und die daraus resultierende Überzahlsituation nutzte Niedermayer in der Overtime aus.
Auch die Islanders hatten zuvor schon aus Powerplaysituationen Kapital schlagen können. Bei Kenny Jonssons(18.pp) 1-0 Führung im ersten Durchgang waren sie in Überzahl und bei dem, ihnen zumindest einen Zähler bescherenden 2-2 Ausgleich durch Michael Peca(37.sh), standen sie mit einem Mann weniger auf dem Eis.
Zuvor waren die Hausherren durch Tore von Petr Sykora(22.) und Jason Arnott(34.) erstmals in Front gegangen.
St. Louis - Chicago 2-2 (1-1/0-1/1-0/0-0)
Keith Tkachuk(44.) sorgte mit seinem Ausgleichstreffer im Schlussdrittel dafür, dass sich die St. Louis Blues und die Chicago Blackhawks mit einem leistungsgerechten 2-2 Unentschieden aus dem United Center von Chicago verabschieden konnten.
In der folgenden 5-minütigen Verlängerung waren die Gäste dem Siegtreffer näher als die Blackhawks, doch deren Schlussmann Steve Passmore hielt seinen Kasten in diesem Zeitraum sauber.
Während der regulären Spielzeit waren die Hausherren durch Tore von Eric Daze(2.) und Steve Sullivan(27.) zwei Mal in Front gegangen, taten aber anschließend zu wenig um entscheidend davonzuziehen. Ein Fehler von Blackhawks Verteidiger Chris McAlpine, der den Puck nach einem Pass von Cory Stillman nicht stoppen konnte, führte zum 1-1 Ausgleich durch Jamal Mayers(14.).
Columbus - Colorado 1-5 (1-1/0-1/0-3)
Gerade gegen seinen alten Club Colorado und vor den Augen seines langjährigen Lehrmeisters Patrick Roy wollte sich der junge Blue Jackets Torhüter Marc Denis hervorragend präsentieren. Das schaffte er auch bis zur Mitte des Spieles ausgezeichnet, als er mehrere Chancen der Avalanche zunichte machte und seinen Team bis zu diesem Zeitpunkt das Unentschieden nach Treffern von Mike Sillinger(4.) und Rob Blake(19.pp) festhielt.
Im Powerplay unterlief ihm jedoch ein kapitaler Fehler: Denis kam aus dem Tor, um den Puck aufzunehmen, verlor ihn allerdings leichtfertig an Steven Reinprecht, der sofort Shjon Podein(30.sh) vor dem Tor bedienen konnte. Dieser hatte keine Mühe unbedrängt einzuschieben. Hatte sich Denis das auch von Roy, dem solche Fehler schon häufiger unterliefen, abgeschaut?
Egal, auf jeden Fall hatten die Hausherren ab diesem Zeitpunkt endgültig die Oberhand und keine Probleme den Vorsprung im Schlussabschnitt auszubauen und ihren Erfolg zu sichern. Torschützen waren anschließend Stephane Yelle(48.), Milan Hejduk(50.) und Greg de Vries(52.). Denis brachte es trotz fünf Gegentore noch auf sehr gute 38 Saves. Colorado ist seit zehn Spielen in Folge ungeschlagen.
Tampa Bay - Calgary 3-1 (1-0/1-1/1-0)
Auf ihren Schlussmann Nikolai Khabibulin konnten sich die Tampa Bay Lightning wieder einmal verlassen. Im Saddledome von Calgary brachte der Kasache die Hausherren mit seinen Rettungstaten zur Verzweiflung. Was auch immer die Westkanadier unternahmen, Khabibulin war mit einem Schoner, seiner Fanghand oder der Kelle als letzter am Puck.
Nur einmal beim Anschlusstreffer von Dean McAmmond(29.) zur Mitte des zweiten Drittels gab es für den Gästetorwart nichts zu halten. Brad Richards(15.pp) und Dave Andreychuk(27.) hatten die neuen Defensivkünstler der Liga mit 2-0 in Front geschossen.
Das Tor der Flames hütete, nachdem Roman Turek und Mike Vernon verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen, Kay Whitmore. Der NHL-Veteran bestritt in den letzten sieben Jahren nur zehn NHL-Partien, zwei davon vergangene Spielzeit.
Keine Schuld traf Whitmore als Tim Taylor(45.) zu Beginn des Schlussabschnitts Calgarys dritte Heimniederlage aus den letzten vier Spielen besiegelte.
Vancouver - Anaheim 1-0 (0-0/0-0/0-0/1-0)
Als nur noch 54 Sekunden in der Overtime zu absolvieren gewesen wären und wohl keiner der 9.570 Besucher im Pond of Anaheim noch an einen Torerfolg geglaubt hatte, gelang Canucks Verteidiger Ed Jovanovski(65.) nach Vorarbeit von Andrew Cassels das einzige Tor des Abends, der 1-0 Siegtreffer für die Gäste aus Vancouver.
Im Mittelpunkt des sonstigen Spielgeschehens, das durch das Auslassen von Torgelegenheiten gekennzeichnet war, standen vor allem die beiden Schlussleute Anaheims Jean-Sebastien Giguere und Vancouvers Dan Cloutier. Wobei Cloutier seine größte Rettungstat zu Beginn des dritten Drittels vollbrachte, als er einen von Dan Bylsma ausgeführten Penalty vereitelte. Insgesamt parierte der Gästegoalie bei seinem vierten Saison-Shutout 26 Torschüsse.
Giguere rettete seinen Ducks zumindest einen Punktgewinn mit 38 Saves, 16 hiervon in dem von den Westkanadiern dominierten ersten Durchgang.
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