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2001-12-02 

SPIELTAG 02.12.2001

Atlanta - Florida 5-2 (0-0/2-1/3-1)
Erneut ohne die Bure-Brüder unterlagen die Florida Panthers zuhause gegen das punktschlechteste Team der NHL. Während Pavel nach seiner Gehirnerschütterung erst am Mittwoch gegen Columbus zurückerwartet wird, fällt Valeri wegen einer Knieverletzung noch länger aus. Dringend benötigen jedoch die Panthers deren Offensivkraft. Nur Kristian Huselius(24.pp/43.pp) wird den Ansprüchen gerecht und zeichnete sich erneut als Torschütze aus.
Ansonsten war es auf der anderen Seite vor allem Shean Donovan(38./48.), der nach einer Verletzungspause in die Mannschaft der Thrashers zurückkehrte und sich durch die Treffer zum 2-1 bzw. 3-2 auszeichnen konnte. Lubos Bartecko(30.) hatte zuvor den erstmaligen Ausgleich erzielt.
Brad Tapper(49.) sorgte knapp zwei Minuten nach Donovans zweiter Führung für die Vorentscheidung, als er eine Zwei auf Eins Situation mit Bartecko mustergültig zum 4-2 abschloss. Bob Corkum(60.en) traf zum Abschluss noch aus dem eigenen Drittel ins leere Tor.

Nashville - Los Angeles 2-4 (1-1/0-2/1-1)
Ein frisch verheirateter Lubomir Visnovsky(26.pp) erzielte Mitte des zweiten Drittels mit seinem ersten Saisontreffer das 2-1 für seine Los Angeles Kings, legte das 3-1 durch Jason Allison(37.) vor und brachte sein Team so auf die Siegerstraße. Visnovsky war am 24. November unmittelbar nach der Partie gegen San Jose nach Bratislava geflogen und hatte dort geheiratet, ehe er nach L.A. zurückkehrte.
Greg Classen(9.) hatte die Predators noch in Führung gebracht, doch die Gäste sahen sich anschließend mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Craig Johnson(12./47.) sorgte noch in den ersten 20 Minuten für den Gleichstand und markierte das vorentscheidende 4-1 im Schlussabschnitt. David Legwand(50.) konnte für Nashville nur noch Ergebniskosmetik betreiben.
Die Kings mussten den Sieg über die Predators, die zum dritten Mal in Folge verloren, teuer bezahlen, denn Ziggy Palffy wurde im zweiten Drittel durch Gäste Verteidiger Cale Hulse in die Bande gecheckt und erlitt dabei eine Quetschung des Brustkorbes.

Chicago - Toronto 1-4 (0-1/1-2/0-1)
Auch 24 Stunden nach der 2-1 Niederlage im Air Canada Centre konnten die Chicago Blackhawks an gleicher Stelle ihre Negativserie von nun neun Spielen ohne Sieg nicht beenden. Diesmal unterlagen sie den Hausherren sogar mit 4-1.
In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie waren die Maple Leafs cleverer im Verwerten ihrer Chancen. Nach Robert Reichels(6.) Führungstreffer hatte Blackhawks Kyle Calder in der neunten Minute die große Chance zum Ausgleich, doch er scheiterte mit einem Penalty an Torontos Torhüter Curtis Joseph, der den Puck fangen konnte. Steve Sullivan(33.) machte es Mitte der Begegnung besser und konnte das einzige Mal an diesem Abend Joseph überwinden. Doch es dauerte nicht lange und die Maple Leafs hatten schon wieder die Antwort parat. Tomas Kaberle(35.) und Dracy Tucker(37.pp) besorgten den Gastgebern bis zur zweiten Sirene einen beruhigenden 3-1 Vorsprung.
Kapitän Mats Sundin(59.) machte mit seinem 13ten Tor der Spielzeit kurz vor dem Ende alles klar. Die Blackhawks haben nach einem guten Saisonauftakt seit dem 11. November keine Partie mehr gewonnen und werden in der Eastern Conference zur Zeit nach hinten durchgereicht.

N.Y. Rangers - Montreal 3-1 (1-0/1-1/1-0)
Ein phantastisch aufgelegter Dan Blackburn im Gehäuse der Rangers feierte 45 Saves und sicherte den Erfolg der New Yorker bei den zuletzt sechs Mal in Folge siegreichen Canadiens fast im Sologang. Der in Montreal geborene 18-Jährige spielte zum zweiten Mal in dieser Saison vor den Augen seiner Eltern und zahlreicher Bekannten in seiner Heimstadt groß auf. Allein vier Alleingänge in den ersten beiden Drittel meisterte Blackburn und hielt sein Team im Spiel.
Zdeno Ciger(6.) brachte die Rangers mit 1-0 in Front. Dieser Vorsprung stand bis zum zweiten Drittel, in dem die Gastgeber ein wahres Feuerwerk ablieferten. Es sprang jedoch lediglich das 1-1 durch Yanic Perreault(33.pp) in Überzahl heraus. Aber dieser Treffer wurde postwendend durch Mike York(34./60.en) auf Vorarbeit seiner Sturmkollegen Theo Fleury und Eric Lindros beantwortet. Die Canadiens schafften es trotz zahlreicher Gelegenheiten nicht mehr Blackburn zu überwinden und die Rangers setzten in Person von York mit einem Schuss ins verlassene Gehäuse den Schlusspunkt.
Überschattet wurde die Partie von zwei Verletzungen. Während Montreals Jan Bulis nach einem Kniecheck von Rangers Verteidiger Tomas Kloucek mit einer Quetschung glimpflich davon kam, musste Montreals Donald Audette nach einer tiefen Schnittwunde am Handgelenk, zugefügt durch Radek Dvoraks Schlittschuh, ins Krankenhaus gebracht werden.

Boston - Ottawa 1-2 OT (0-0/0-0/1-1/0-1)
Nach zwei torlosen, von den Gästen aus Boston dominierten Perioden, schienen die Bruins auf der Siegerstraße zu sein, als Bill Guerin(42.) das erlösende und verdiente 1-0 erzielen konnte. Patrick Lalime im Gehäuse der Senators hatte bis zu diesem Zeitpunkt 27 Schüsse der Ostküstler abgewehrt, doch als Guerin Verteidiger Chris Phillips an der Blauen Linie vernaschte und allein auf ihn zulief, blieb er bei dem Handgelenkschuss machtlos.
Nun war es an der Zeit der Senators ihren 16.480 Zuschauern im Corel Centre etwas zu bieten, doch ein rechtes Übergewicht wollte sich nicht ergeben. Zumindest merkte man, dass die Hausherren das Ergebnis korrigieren wollten. Radek Bonk(55.) wurde schließlich zum Matchwinner. Nachdem er die letzten sechs Spiele nicht getroffen hatte, vollstreckte er in der Mitte stehend ein Anspiel von Shawn McEachern. Doch damit nicht genug: In der Verlängerung erkämpfte sich Bonk den Puck im rechten Eck und bediente Verteidiger Zdeno Chara(61.), der nach genau 54 Sekunden Extraschicht die Partie für die Senators etwas glücklich mit einem doppelten Punktgewinn beendete.

Buffalo - N.Y. Islanders 4-2 (1-2/2-0/1-0)
Der von den New York Islanders 1996 gedraftete und ehemalige Long Island Akteur J.P. Dumont(38.) sorgte mit seinem Treffer kurz vor dem Ende des zweiten Durchganges für die erstmalige Führung der Gäste aus Buffalo und konnte somit den Siegtreffer für seine Statistik verbuchen.
Dabei hatte die Begegnung für die Islanders gut begonnen und alles lief vor erneut ausverkauften Haus planmäßig. Nach einem Tor von Juraj Kolnik(7.), sowie einem Unterzahltreffer von Kenny Jonsson(15.sh) lagen die Hausherren mit 2-0 in Front. Doch Stu Barnes(19.) noch vor der Sirene und Miroslav Satan(22.sh) kurz danach mit einem Shorthander auf der Gegenseite, brachten die New Yorker Marschroute kräftig ins Wanken. Die Sabres spielten anschließend weiter druckvoll und gefährlich. Attribute, die die Islanders etwas vermissen ließen und somit folgerichtig in Rückstand gerieten.
Zu wenig engagiert, um die Wende herbeizuführen, präsentierten sich die Gastgeber auch im Schlussabschnitt. Buffalo agierte clever und Martin Biron meisterte die noch folgenden neun Schüsse auf sein Tor. Curtis Brown(60.en) erlöste die Gäste 23 Sekunden vor dem Ende mit dem 4-2. Die Sabres haben die letzten sechs Partien gegen die Islanders alle gewonnen.

Tampa Bay - Philadelphia 0-2 (0-1/0-1/0-0)
Die Philadelphia Flyers ließen spätestens nach sechs Minuten keinen Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause des First Union Center ist. Tampa Bay überraschte zunächst, als es in dieser Zeitspanne zu Beginn agierte und sich erste Chancen erarbeitete, bevor die Flyers erstmalig Gefahr vor das gegnerische Tor brachten. Dann präsentierten sich die Flyers gegen die Lightnings jedoch übermachtig und deren Torhüter Kevin Weekes konnte sich an diesem Abend nicht über zu wenig Beschäftigung beklagen. Hätte Weekes nicht 40 Schüsse pariert, die Niederlage der Gäste hätte durchaus zweistellig enden können.
So aber musste er sich nur zwei Mal durch Jeremy Roenicky(7.) und Eric Desjardins(27.) geschlagen geben. Sein Gegenüber Roman Cechmanek musste nur bei 15 Gelegenheiten rettend eingreifen und feierte seinen ersten Shutout der Saison. Dabei hatte der Tscheche Glück, als gegen Ende des zweiten Drittels Rookie Jimmie Olvestad ihn tunnelte, der Puck aber nur gegen den Innenpfosten und vom Tor weg sprang.

Detroit - New Jersey 1-4 (1-1/0-3/0-0)
Die New Jersey Devils haben einen Tag nach ihrer 2-4 Niederlage in der Joe Louis Arena gegen die Detroit Red Wings, Revanche genommen und die punktbeste Mannschaft der NHL im 'Rückspiel' in der Continental Airlines Arena mit 4-1 besiegt.
Die Red Wings konnten damit zum ersten Mal seit neun Spielen wieder von einem Gegner bezwungen werden. Mit verantwortlich für den Erfolg der Devils war die Zusammenführung der A-Line durch Trainer Larry Robinson. Jason Arnott(16./33.pp), Patrick Elias und Petr Sykora waren an drei Treffern der Hausherren beteiligt, wobei Arnott mit zwei Toren und einem Assists besonders herausragte. Es war aber auch der Druck, den besonders diese Reihe immer wieder entfachte und Red Wings Torhüter Dominik Hasek, der insgesamt 25 Saves verbuchte, auf Trapp hielt. Detroit konnte selten sein gefürchtetes Offensivspiel aufziehen und kam nur zu 17 Schüssen auf das von Martin Brodeur gut gehütete Tor. Nur einmal konnte ihn Pavel Datsyuk(10.) zur 1-0 Führung der Gäste überwinden.
Andreas Salomonsson(26.) brachte die Devils nach Arnotts erstem Streich erstmalig in Front und Jay Pandolfo(30.) baute den Vorsprung mit seinem ersten Saisontreffer auf 3-1 aus. New Jersey feierte einen verdienten Erfolg, den erst zweiten in den letzten elf Partien.

Columbus - St. Louis 3-4 (0-2/2-1/1-1)
In einer guten Verfassung präsentierten sich die Columbus Blue Jackets beim Auswärtsspiel im Savvis Center zu St. Louis. Wer der 17.838 Zuschauer gedacht hatte diese Begegnung wäre ein Selbstläufer für die Blues, sah sich zunächst bestätigt, aber spätestens ab dem Mittelabschnitt getäuscht. Scott Young(2./7.) sorgte mit einem Doppelpack beide Male auf Vorarbeit von Doug Weight für die erwartete schnelle Führung der Hausherren. Doch die Blue Jackets kamen nach dem Wechsel besser ins Spiel und verwerteten vor allem ihre wenigen Gelegenheit eiskalt. So schaften Chris Nielsen(23.) und Serge Aubin(33.) den für viele überraschenden Ausgleich, trotz fortwährender spielerischer Überlegenheit von St. Louis. Wichtig für die Blues war die erneute Führung 17 Sekunden vor der Sirene zur zweiten Pause durch Keith Tkachuk(40.).
Doch Columbus wollte sich nicht geschlagen geben und nutzte ein Überzahlspiel in der Person von Tyler Wright(45.pp) zum erneuten Remis. Lange mussten die Blues nun Marc Denis, der während der gesamten Partie 33 Schüsse parierte, im Tor der Gäste bearbeiten, ehe 77 Sekunden vor dem Ende Scott Mellanby(59.) der erlösende Siegtreffer gelang.

Colorado - Calgary 2-2 (0-0/1-1/1-1/0-0)
Ein intensives Spiel lieferten sich die beiden Kontrahenten der Northwest Divison, Calgary und Colorado. Die Flames, die zuletzt in sechs Begegnungen ohne Sieg blieben, konnten diese Negativserie auch heute nicht stoppen. Dafür rettete wieder einmal Toptorjäger Jarome Iginla(36./58.) mit seinem 22ten Saisontreffer knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende wenigstens das Remis, um nicht wertvollen Boden auf den Titelverteidiger in der Tabelle zu verlieren.
Steven Reinprecht(50.) hatte nämlich die Avalanche Mitte des Schlussabschnitts mit 2-1 in Führung und damit scheinbar auf die Siegerstraße gebracht, denn Colorado hatte die Flames bis zu Iginlas Streich gut im Griff.
Nach einem ausgeglichenen, aber torlosen ersten Durchgang und einer über weite Strecken offenen Partie hatte Martin Skoula(34.) die Gäste erstmalig in Führung gebracht. Doch ein äußerst schlechter Wechsel der Avs nur kurze Zeit später, ermöglichte Iginla einen Alleingang auf Patrick Roy, den der Stürmer mit einem Schuss durch die Schoner zum 1-1 abschloss.
Beide Torhüter, sowohl Roy, als auch Roman Turek auf der Gegenseite, zeigten sich von ihrer besten Seite und machten weitere Chancen der Gegner zunichte.

Pittsburgh - Phoenix 2-5 (1-2/1-1/0-2)
In einer äußerst schlechten Verfassung präsentieren sich zur Zeit die Pittsburgh Penguins. Mit einem ungefährdeten und verdienten 5-2 Erfolg wurden die Penguins heute Morgen von den Coyotes in Schacht gehalten. Lediglich Dan Lacouture(3.) nach knapp drei Minuten mit dem 1-0 und Stephane Richer(25.) mit dem 2-3 Anschluss sorgten für etwas Hoffnung bei den Schwarz-Gelben. Ansonsten viel Leerlauf und jede Menge Fehler im Spielaufbau.
Hinzu kam, dass die fünf Überzahlsituationen nahezu kläglich vergeben wurden und Phoenix daraus sogar zwei Tore erzielte. Nach Trevor Letowskis(7.) Ausgleich, besorgte Claude Lemieux(14.sh) den ersten Unterzahltreffer zur erstmaligen Führung. Sergei Berezin(23.) baute den Vorsprung kurz nach dem Wechsel noch aus. Die Coyotes bestimmten nun trotz Richers Anschluss das Spiel beliebig und kamen zu vielen guten Gelegenheiten, die aber Johan Hedberg zumeist abwehrte.
Als Coyotes Krys Kolanos nach etwas mehr als elf Minuten im Schlussabschnitt auf die Strafbank musste, wäre die Chance zum Ausgleich für die Penguins da gewesen, doch stattdessen erhöhte Michal Handzus(54.sh) auf 4-2. Besser machten es die Coyotes, die eine Überzahlsituation noch zum Endstand von 5-2 verwerteten. Claude Lemieux(59.pp) hatte zum zweiten Mal an diesem Abend zugeschlagen.

Dallas - Edmonton 6-4 (3-3/1-0/2-0)
Beim Gastspiel der Dallas Stars in Alberta, legten die Hausherren zunächst los wie die Feuerwehr: Anson Carters(2./5.) Doppelschlag und Jochen Hechts(10.) dritter Saisontreffer brachten die Oilers mit 3-0 in Front und manch ein Edmonton-Fan lehnte sich schon zurück, um genüsslich seine Popcorn und Cola zu einem Kantersieg seines Teams zu genießen. Diese Ansichten bekamen jedoch bereits 38 und weitere 29 Sekunden später einen Dämpfer, als erst Martin Rucinsky(10.) und dann Pierre Turgeon(11.) den Vorsprung auf ein Tor zusammenschmelzen ließen. Jamie Langenbrunners(18./60.en) Schlagschuss in der 18. Spielminute brachte dann sogar noch den Gleichstand, der spätestens jetzt alle Oilerssympathisanten aus ihren Siegesträumen riss.
Die Gäste erspielten sich im weiteren Verlauf dieser recht ansehnlichen Partie weitere Feldvorteile und münzten diese im zweiten und zu Beginn des letzten Drittels in Tore um. Nachdem Richard Matvichuk(38.pp) in nummerischer Überlegenheit traf, überwand Jere Lehtinen(48.pp) Edmontons Goalie Tommy Salo, der bei seiner 13ten Auseinandersetzung mit den Stars seine elfte Niederlage kassierte, ebenfalls im Powerplay. Zwei Minuten später kamen die Gastgeber noch einmal durch Eric Brewer(50.pp) auf 4-5 ran, konnten jedoch den alles entscheidenden zweiten Treffer von Langenbrunner ins verwaiste Gehäuse nicht mehr verhindern.
Stars Goalie Ed Belfour stellte mit diesen Sieg, der 146ste im Dallas Dress, einen neuen Franchiserekord auf und überholte den langjährigen Bestmarkeninhaber Cesare Maniago, der 145 Siege mit den Minnesota North Stars feiern durfte.

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