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SPIELTAG 24.11.2001
Vancouver - Boston 2-3 (1-0/0-1/1-2)
Boston ist wahrlich kein gutes Pflaster für die Vancouver Canucks. Nur sechs Siege und sieben Unentschieden bei 37 Niederlagen stehen in der Ewigkeitsliste dort zu Buche, die schlechteste Auswärtsausbeute der Canucks in der NHL. Trotzdem konnten die Bruins seit dem 17. Oktober 1997 in sechs Partien nicht mehr gegen Vancouver gewinnen.
Genau 72 Sekunden vor der Schlusssirene beendete Joe Thornton(59.) die Hoffnung von Trainer Marc Crawford und seinen Spielern aus der westkanadischen Stadt auf ein weiteres Erfolgserlebnis in Boston. Thornton hatte bei einem Konter in zentraler Position keine Probleme den Puck hoch über Torhüter Dan Clouthiers Stockhand ins Netz zu befördern.
Zuvor hatten im Schlussabschnitt vor allem die Gäste das Spiel bestimmt, nachdem sie sich in den ersten 40 Minuten merklich zurückgehalten hatten. Glücklich waren die Canucks zweimal in Führung gegangen und zwar durch Trevor Linden(6.) und Brendan Morrison(43.). Beide Male machte John Grahame im Tor der Bruins keine gute Figur. Beim ersten brachte er hinter dem Gehäuse stehend den Puck nicht weg und beim zweiten traf Morrison aus dieser Position.
Martin Lapointe(24.) konnte der zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Überlegenheit der Hausherren mit dem 1-1 Rechnung tragen. Den zweiten Ausgleich besorgte Brian Rolston(46.), indem er seinen eigenen Nachschuss versenkte. Grahame lief anschließend noch zur Hochform auf, vereitelte einige gute Chancen der Canucks und ermöglichte so den Siegtreffer durch Thornton.
Phoenix - Minnesota 2-5 (0-2/1-3/1-0)
Nicht zu Unrecht stehen die Wild heuer in der Überzahltabelle auf Rang 2 in der NHL. Durch ein starkes Powerplay wurde auch in der Nachmittags-Partie gegen die zuletzt drei Mal in Folge siegreichen Phoenix Coyotes der Grundstein zum Erfolg gelegt. Jim Dowd(4.pp) und Ladislav Benysek(6.pp) sorgten mit ihren Treffern bei nummerischer Überlegenheit schon früh für klare Fronten.
Wes Walz(25.) und Marian Gaborik(31.) legten in zweiten Abschnitt nach, so dass die Begegnung zur Freude der 18.568 Zuschauer im Xcel Energy Center bereits zur Mitte der Spielzeit für ihr Heimteam aus Minnesota entschieden war. Daran konnte auch das 1-4 durch Shane Doan(33.pp) nichts ändern, vor allem deshalb, weil Marian Gaborik(35.pp) mit seinem zweiten Tor des Nachmittags sofort wieder nachlegte.
Nach dem Mitteldrittel hatte Coyotes Torhüter Robert Esche, der eine schwache Vorstellung ablieferte, genug und machte Platz für Ersatzmann Patrick Desrochers, der alle restlichen sechs Schüsse der Wild in den verbleibenden 20 Minuten meisterte. Coyotes Stürmer Daymond Langkow(60.) konnte sich 31 Sekunden vor dem Ende noch in die Torschützenliste eintragen und für die Gäste weingstens etwas Ergebniskosmetik betreiben.
Calgary - Buffalo 2-5 (0-0/0-3/2-2)
Ihre Serie von zehn ungeschlagenen Spielen hintereinander endete für die Calgary Flames in der letzten Nacht in der Marine Midland Arena zu Buffalo mit einer 2-5 Niederlage. Erwartungsgemäß sollte man schon fast schreiben, denn die Sabres mussten seit dem 6. Oktober 1996 nur zwei Mal die Punkte mit den Kanadiern teilen, bei sieben Siegen für den Franchisennehmer aus der Northeast Division.
Entscheidend für den heutigen Sieg war die Tatsache, dass die Hausherren den erfolgreichsten Scorer der Flames, Jarome Iginla, gut abschirmten, so dass der 24-jährige Rechtsaußen, der in den letzten 15 Partien mindestens einen Punkt machen konnte, nicht in der Lage war, sich spielbestimmend in Szene zu setzen. Zudem hielten die Sabres Dean McAmmond in Schach, der mit einer Punkteserie von acht Begegnungen ins Rennen ging.
Die Dominanz der Gastgeber machte sich erst im Mittelabschnitt bemerkbar, nachdem sich zunächst Calgary im ersten Drittel leichte Feldvorteile erspielt hatte. Nach 20 Sekunden schoss zunächst Jean-Pierre Dumont(21.) ein, ehe Tim Connolly(27.pp) und Miroslav Satan(32.pp) in Überzahl auf 3-0 erhöhen konnten. Jeweils Ausgangspunkt war Verteidiger Alexei Zhitnik, der in diesem November bereits zum dritten Mal ein Spiel mit drei Assists beendete. Stu Barnes(41.pp) baute zu Beginn des letzten Abschnitts die Führung sogar auf 4-0 aus, als Rob Niedermayer wegen eines Stockschlags auf der Strafbank saß. Für eine kurzzeitige Aufregung sorgten in der 47. Spielminute Steve Begin(47.) und Scott Nichol(47.), die innerhalb von 19 Sekunden zwei Tore erzielen konnten, jedoch die Sabres damit kaum aus dem Konzept brachten. Im Gegenteil, denn die Gastgeber legten kurz danach, in der Person von James Patrick(50.) einen weiteren Treffer zum 5-2 Endstand nach.
Toronto - N.Y. Islanders 1-3 (0-1/1-1/0-1)
Nachdem die Islanders nach ihrem Traumstart fünf sieglose Spiele absolviert hatten, glaubten nicht wenige, dass die New Yorker zu ihrer 'normalen' Form zurückgekehrt seien und auch in dieser Saison Kanonenfutter wären. In den darauffolgenden zwei Partien fuhren die Islanders aber erneut die volle Punktzahl ein und besiegten in der letzten Nacht auch die hochdotierten Toronto Maple Leafs, die die dritte Auswärtsniederlage hintereinander kassierten.
Das erste Tor des Abends erzielte Shawn Bates(6.), der kurz darauf wegen einer Leistenverletzung das Spiel vorzeitig beenden musste, in der sechsten Minute. Für den Ausgleich sorgte Mats Sundin(21.) nach nur 19 Sekunden im zweiten Abschnitt, als er von Mikael Renberg und Jonas Hoglund mustergültig in Szenen gesetzt wurde. Die erneute Führung stellte Eric Cairns(30.) mit einem Schlagschuss aus halblinker Position wieder her, ehe Michael Peca(58.) sein fünftes Saisontor zum 3-1 Endstand erzielen konnte.
Die Islanders haben sich durch diesen Sieg die Tabellenspitze in der Atlantic Division wieder von den Erzrivalen aus Manhattan zurückgeholt. Das ungewohnte Bild zeigt die Islanders auf Platz Eins mit einem dünnen Vorsprung von einem Punkt auf die 'Broadway Blueshirts', wobei diese jedoch bereits zwei Spiele mehr absolviert haben.
N.Y. Rangers - Washington 2-6 (1-0/1-2/0-4)
Ein wahres Feuerwerk brannten die Washington Capitals im heimischen MCI Center bei der Begegnung gegen die New York Rangers ab. Endlich zeigten sie das Offensiveishockey, das sich die Zuschauer nach der Verpflichtung von Jaromir Jagr versprochen hatten. 51 Torschüsse, davon alleine 27 im zweiten Drittel, auf den 18 Jahre jungen Rangers Torhüter Dan Blackburn, sprechen eine eindeutige Sprache.
Trotzdem erging es den Capitals zunächst so wie in vielen erfolglosen Spielen der bisherigen Saison. Durch Treffer der Gäste Mike York(20.) und Andreas Johansson(30.) lagen sie zur Mitte der Partie mit 0-2 im Rückstand. Doch Adam Oates(35.pp) Powerplaytor nach genau 35 Minuten Spielzeit war die Initialzündung für fünf weitere Erfolgserlebnisse. Rangers Verteidiger Igor Ulanov erhielt kurz darauf eine Matchstrafe wegen eines Foul mit Verletzungsabsicht, nachdem er Chris Simon scheinbar grundlos einen Hieb versetzt hatte. Jedoch ging ein Stockstich des Capitals Stürmers voraus, der nicht geahndet wurde. Während der fünf Minuten Überzahl sorgte zunächst Ulf Dahlen(37.pp) für den mittlerweilen hochverdienten Ausgleich, dann markierte Jaromir Jagr(41.pp) lediglich 37 Sekunden nach dem Wechsel die erstmalige Führung der Hausherren. Zweimal Andrei Nikolishin(43./50.), sowie Dainius Zubrus(46.) mit seinem ersten Saisontreffer machten bis zur 50. Spielminute alles klar.
Anschließend teilten beide Teams noch einmal kräftig Faustschläge aus, so dass der letzte Durchgang mit 128 Strafminuten endete. Rangers Dave Karpa brillierte dabei nach der Schlusssirene alleine mit insgesamt 41(!) Strafminuten auf einen Schlag.
Chicago - Columbus 2-2 (1-1/1-1/0-0/0-0)
Ein Treffer von Grant Marshall(40.) genau 54 Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels sorgte für ein 2-2 Unentschieden zweier Teams, die zuletzt nicht durch ihre Punktausbeute auffielen. Marshall vollstreckte mit einem Handgelenkschuss vorbei an Torhüter Jocelyn Thibault, dem durch den Gegner Mike Sillinger geschickt die Sicht genommen war. Beide Akteure waren auch an der 1-0 Führung der Blue Jackets beteiligt, als Marshall seinen Teamkollegen bediente und Mike Sillinger(14.) gekonnt abschloss.
Chicago hatte jedoch ab diesem Zeitpunkt mehr vom Spiel und kam zwangsläufig durch den ersten Saisontreffer von Boris Mironov(18.) noch im ersten Abschnitt zum Ausgleich. Michael Nylander(27.) zeichnete sich nach der Pause durch die erstmalige Führung der Gäste aus, die in den zweiten 20 Minuten viel Druck entfachten und die Gastgeber nur noch kaum zur Entfaltung kommen ließen. Bezeichnenderweise entsprang das 2-2 durch den erst zweiten Torschuss der Blue Jackets in diesem Drittel.
Die beiden Torhüter Thibault und Marc Denis auf der Gegenseite meisterten inklusive der Verlängerung die verbleibenden 13 bzw. 10 Schüsse auf ihr Gehäuse, so dass es letztendlich beim gerechten Remis blieb.
New Jersey - Tampa Bay 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Die New Jersey Devils stecken tief in einer Krise. Ohne einen Sieg seit sieben Spielen, bei fünf Niederlagen, eine davon in Overtime, sowie zwei Unentschieden, und jetzt auch noch ohne einen Treffer bei den eigentlich schwächeren Tampa Bay Lightning. Für die beste Offensive der letzten Saison ein Armutszeugnis.
Engagement kann man den letztjährigen Stanley-Cup-Finalisten nicht unbedingt absprechen, denn immerhin feuerten die Devils insgesamt 29 Mal auf das Tor von Nikolai Khabibulin, der bereits seinen dritten Shutout der laufenden Spielzeit feiern konnte. Allerdings kamen die Angriffsbemühungen erst zum Ende der Partie richtig in Schwung, nachdem Scott Gomez keine zwei Minuten vor der Schlusssirene aus kurzer Distanz an dem russischen Schlussmann gescheitert war. Eine unnötige Strafzeit von Tampas Jason Cullimore und das Ersetzen von Rookie-Goalie J.F. Damphousse durch einen weiteren Feldspieler bescherte den Gästen dann eine 6-gegen-4-Situation, die allerdings keinen zählbaren Erfolg brachte.
Lightning Frederik Modin(37.) sorgte schon im Mittelabschnitt für den ersten zählbaren Erfolg der Lightning, als er den Rebound nach Dave Andreychuks Schlagschuss mit der Rückhand über die Schulter des gegnerischen Torhüters versenken konnte. Vaclav Prospal(54.pp) stellte im letzten Drittel in nummerischer Überlegenheit den 2-0 Endstand her und hatte damit maßgeblichen Anteil am Ausbau des positiven Heimrekords der Mannen aus Florida: Tampa Bay erreichte bislang zu Hause sechs Siege, vier Niederlagen und ein Remis.
St. Louis - Detroit 1-3 (1-1/0-1/0-1)
Während die einen im Moment in der NHL das Maß aller Dinge sind, machen die Anderen nur noch mit wenig begeisternden Eishockey von sich Reden. Die Detroit Red Wings fuhren in dieser Nacht ihren sechsten Sieg in Folge ein, während die St.Louis Blues ihre fünfte Niederlage hintereinander kassierten. Nachdem der Stanley Cup Gewinner von 1997 und 1998 seine diesjährige Eröffnungspartie in der Joe Louis Arena gegen die Calgary Flames verloren hatte, mussten die Red Wings dort nur noch ein weiteres Mal das Eis als Verlierer verlassen, bei elf doppelten Punktgewinnen und mittlerweilen sechs aufeinanderfolgenden Heimsiegen.
Der Garant diesmal war der überragende Schlussmann Dominik Hasek, der lediglich Cory Stillmans(5.) Treffer im ersten Drittel zum 1-0 für die Gäste hinnehmen musste. Ansonsten hielt der 36-jährige Olympiasieger von 1998 seinen Kasten sauber und parierte alle weiteren 34 Torschüsse der Blues. Sein Gegenüber Fred Brathwaite hatte dagegen drei Mal das Nachsehen.
Zunächst wurde die Nummer 40 von Kris Draper(13.) in der 13ten Spielminute überlistet, ehe Kapitän Steve Yzerman(29.pp) im Powerplay nach Vorarbeit vom zweitbesten Detroiter Scorer Sergei Fedorov zur erstmaligen Führung traf. Der bislang erfolgreichste Stürmer der Red Wings, Brendan Shanahan(45.), schoss zu Beginn des letzten Abschnitts sein 17tes Saisontor und besiegelte damit die Niederlage der Gäste aus St.Louis. Für die Vorarbeit waren Yzerman und Chris Chelios, der mit einer Plus 18 zur Zeit der beste Plus-Minus-Mann der Liga ist, verantwortlich.
Pittsburgh - Nashville 0-5 (0-2/0-2/0-1)
Die Nashville Predators werden zu Hause wohl eine Macht. Mit dem 5-0 Erfolg gegen die Pittsburgh Penguins fuhren die Mannen aus Tennessee bereits den fünften Heimsieg in Serie ein. Garanten für die zwei Punkte waren vor allem Torhüter Tomas Vokoun, der 27 Schüsse der Gäste hielt und den ersten Shutout der Saison und fünften seiner Karriere feierte, sowie Vladimir Orszagh(23.), der einen Treffer zum 3-0 selbst markierte und die zwei vorhergehenden Tore durch Martin Erat(2.) und David Legwand(9.pp) vorbereitete.
Die Penguins, die nach einem kurzen Zwischenhoch von drei Partien ohne Niederlage, jetzt die zweite in Folge einstecken mussten, fanden zu keiner Zeit ins Spiel und waren durch die beiden Gegentreffer zu Beginn sichtlich aus dem Konzept gebracht. In der Chancenverwertung fehlte dann auch noch das nötige Quentchen Glück, um Vokoun zu überwinden.
Scoll Hartnell(28.) und Cliff Ronning(42.) rundeten mit ihren Treffern den Erfolg der Predators ab.
Philadelphia - Dallas 3-3 (1-0/1-1/1-2/0-0)
Drei neue Spieler genügten den Dallas Stars nicht, um ihre Heimflaute mit nur einem Sieg aus den letzten acht Begegnungen im American Airlines Center zu beenden. Dabei wären die Philadelphia Flyers trotz ihrer Serie von nur einer Niederlage aus den letzten sieben Partien der scheinbar perfekte Gegner gewesen, denn in den letzten acht Aufeinandertreffen der beiden Teams konnten die Flyers nicht mehr gewinnen.
Neuzugang Benoit Brunet(26.), Mitte der Woche zusammen mit Martin Rucinsky aus Montreal gekommen, führte sich in seiner neuen Heimat gut ein und erzielte seinen ersten Saisontreffer. Er glich die Führung der Gäste durch Simon Gagne(9.) aus dem ersten Durchgang aus. Insgesamt drei Mal legten die Flyers vor, doch die Stars konnten immer antworten. Kent Manderville(37.) brachte seine Farben als Zweiter und Paul Ranheim(54.) als Dritter in Front. Die Stars Kirk Muller(46.pp) und Joe Nieuwendyk(56.) sorgten jedoch wieder für den jeweiligen Gleichstand.
Dallas wollte anschließend mehr und entfaltete mächtig Druck auf das Gehäuse von Roman Cechmanek, doch der Tscheche ließ sich mit teilweise spektakulären Saves auch in der Overtime nicht mehr überwinden, so dass sich die Stars mit der Punkteteilung begnügen mussten.
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